Frage im Expertenforum Kinderarzt an Dr. med. Andreas Busse:

Total verzweifelt

Frage: Total verzweifelt

melaniestipper

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Sehr geehrter Herr Doktor Busse, ich bin, wie in der Überschrift bereits geschrieben total verzweifelt. Uns ist folgendes passiert:Ich habe letzten Donnerstag geheiratet, wir haben eine große Feier bei uns im Haus mit Freunden und Familie veranstaltet. Mein Mann und ich haben einen kleinen süßen 5 Monate alten Sohn, den ich noch voll stille. Am Donnerstag hat sich während der Feier der Patenonkel unseres Sohnes um ihn gekümmert. Ich habe zuvor Milch abgepumpt und eingefroren, da ich auf der Fete auch etwas Alkohol trinken wollte (zum 1. Mal seit der Geburt). Die abgepumpte eingefrorene Milch sollte dann langsam im Kühlschrank auftauen und danach im Babykostwärmer warm gemacht werden, es lagen 3 Beutel im Kühlschrank und das was ich am Donnerstag abgepumpt habe, habe ich schon in ein Fläschchen gefüllt und ebenfalls in den Kühlschrank gestellt, welches dann nur noch im Babykostwärmer erhitzt werden muss. Ich habe abends (nachdem ich bereits 3 Bier, 0,5 L ) getrunken habe, Milch abgepumpt, da die Brust gespannt hat und diese Milch ebenfalls in den Kühlschrank getan, da ich diese als Badezusatz für mich verwenden wollte. Ich habe groß und gut leserlich "Badezusatz-nicht verfüttern" auf den Beutel geschrieben. Kurze Zeit später hatte mein Sohn Hunger und der Patenonkel hat was mit den Beuteln verwechselt und unserem Sohn, die Milch gegeben, welche ich wenige Minuten zuvor abgepumpt habe, mit 1,5 L Bier intus! An dem Tag habe ich zum Alkohol auch noch zusätzlich geraucht .Er hat den Kleinen danach schlafen gelegt und dieser hat auch die Nacht durchgeschlafen (ca. von 19 Uhr abends bis 9 Uhr morgens), sogar länger als sonst (wegen dem Alkohol in der Milch) was mir dann im Nachhinein aufgefallen ist. Der Patenonkel war mit unserem Sohn alleine im Haus (Sohn oben 1. Etage Kinderzimmer, Patenonkel unten im Wohnzimmer). Die feier stand im kleinen Nebenhaus im Partyraum statt. Dort floss die Nacht über dann noch reichlich Alkohol. Ich habe in der Nacht noch ca. 5 weitere Bier (0,5 L) und diverse "Kurze" Schnäpse getrunken und ca. eine Schachtel Zigaretten geraucht. Am nächsten Morgen (nach nur 2 Stunden Schlaf) habe ich direkt Milch abgepumpt, da die Brust wieder gespannt hat und diese auf die Arbeitsplatte gelegt, ich bin dann ins Bad um mich frisch zumachen. Mein Sohn war auch schon wach und der Patenonkel wollte sein Fläschchen machen und dachte, dass ich den Beutel extra schon bereit gelegt habe und hat meinem Sohn dann wieder die Milch gegeben, welche ich grade abgepumpt habe und nicht die, aus dem Gefrierfach, welche ich die Tage zuvor abgepumpt habe. Erst da bin ich aufmerksam geworden und habe es gemerkt, als es schon zu spät war, ich bin fast ohnmächtig geworden. Der Patenonkel macht sich große Vorwürfe. Ab Abend habe ich meinen Sohn dann wieder normal geseilt, er war nicht weiter auffällig. Trotzdem machen ich und mein Mann uns riesige Sorgen, da der Kleine 2x Muttermilch mit Alkohol bekommen hat ( 1x mit 1,5 L Bier kurz vorher getrunken und 1x nach einer langen Nacht mit viel Bier und Schnaps), dann habe ich wie geschrieben ja auch noch geraucht. Ich könnte weinen und bereue es zutiefst, dass ich die abgepumpte Milch an dem Tag nicht direkt weggeworfen habe, dann hätte der Patenonkel auch nichts verwechseln können. Kann es irgendwelche Folgen für meinen Sohn haben und wenn ja welche? Entschuldigen Sie den langen Text!


Dr. med. Andreas Busse

Dr. med. Andreas Busse

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Liebe M., Sorgen machen sollten Sie sich wegen Ihres Alkohol- und Zigarettenkonsums, und der wird langfristig auch Ihrem Kind schaden, während Ihr Sohn wegen des einmaligen Ausrutschers jetzt keinen Schaden nehmen wird. Alles Gute!


melaniestipper

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Ich weiß ja nicht wie hoch die Konzentration an Alkohol in der Muttermilch war, ich bin sehr schlank, 1,73m 56 Kilogramm


Kornblume2016

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Liebe Melanie, was bringt es, sich im Nachhinein so verrückt zu machen? Ändern kannst du es doch sowieso nicht mehr. Sicher hat es dem kleinen nicht sonderlich gut getan, aber ich kann mir kaum vorstellen, dass Folgeschäden zurückbleiben. Schau doch einfach dass es nicht mehr vorkommt. Liebe Grüße, Kornblume


Mitglied inaktiv

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Beruhige dich erst einmal, da wird wegen dieser Einmaligkeit und 3, entschuldige den Ausdruck, lächerlichen Bier nichts passieren. Lies bitte mal die Antwort von Biggi hier: http://www.rund-ums-baby.de/stillberatung/Abbau-von-Alkohol-in-der-Muttermilch_103153.htm Da steht auch was zum Rauchen drinnen. Dann abregen, abhaken und gut ist. Sollte natürlich nicht regelmäßig passieren, aber deinem Sohn geht es gut. Es ist mindestens genauso wahrscheinlich, wenn nicht wahrscheinlicher, dass dein Sohn so lange geschlafen hat, weil er durch den ganzen Trubel und die Aufregung fix und alle war. Beruhigen... wenn Du dich jetzt völlig unnötig fertig machst, bringt das gar nichts. Es ist passiert, so wie viele Unfälle noch passieren werden im Leben deines Sohnes und so wie die allermeisten davon wird dieser sicherlich auch ohne Folgen bleiben. LG Lilly


Rina1982

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Sorry aber das kann man nicht ernst nehmen.....


Mitglied inaktiv

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Mit dem Rauchen hast du deinem Kind nicht nur durch die Muttermilch, sondern auch durch jeden körperlichen Kontakt, in den folgenden Tagen geschadet. Natürlich auch mit der Milch. Man kann sowas wichtiges, wie das richtige füttern eines so jungen Babys nicht irgendeinem Onkel, der anscheinend nicht dazu in der Lage ist, anvertrauen und erst recht sollte man sich als Mutter doch bzgl. Alkohol und Zigaretten im Griff haben und FÜR SEIN KIND mal verzichten können, dann wäre das alles nicht passiert :( Armes Baby!


Amphibia

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Man, man...als ob Vorwürfe helfen!!!!!! Keiner ist fehlerfrei!!!! Es ist passiert, Du kannst es nicht rückgängig machen. Quäl dich nicht mit Selbstgeisselung..das macht es nicht besser. Solche Dinge, so unüberlegt sie vielleicht waren,passieren nur einmal! Alles gute für euch! LG


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