Frage im Expertenforum Kinderarzt / Kinderärztin an Dr. med. Andreas Busse:

Probleme mit dem Stuhlgang

Frage: Probleme mit dem Stuhlgang

Tanja_1989

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Lieber Dr. Busse, wieder einmal könnte ich Ihren Rat gebrauchen. Ich habe zu dem Thema bereits einmal was geschrieben, doch nun sind einige Monate vergangen und es ist immer noch nicht besser. Es geht darum, dass mein Sohn (13 Monate) seit Einführung der Beikost mit 6 Monaten sehr unregelmäßigen und teils sehr festen Stuhlgang hat. Ich habe dies bereits mehrfach bei unserem Kinderarzt angesprochen, der riet zunächst die Ernährung zu optimieren. Folgendes habe ich bereits versucht: - mehr zu trinken anbieten (momentan trinkt mein Sohn zwar nur etwa 100ml Wasser, wird allerdings noch etwa 4x am Tag und 3x in der Nacht gestillt) - stopfende Lebensmittel weg lassen, dafür stuhlauflockernde Lebensmittel anbieten. Insbesondere riet der Arzt mir meinem Sohn Nachmittags rote Früchte zu geben - den Mittagsbrei verwässern und einen guten Schuß Öl zugeben - Milchzucker am Nachmittag - Menge insgesamt reduzieren und dafür mehr stillen Leider hat dies alles wenn überhaupt nur kurzfristig Erfolg gezeigt. Ich finde auch, dass mein Sohn eher wenig isst, da es aber mein erstes Kind ist, habe ich da auch keine Vergleichswerte. Ein typischer Tag sieht bei uns in etwa so aus: - morgens eine viertel Scheibe Brot, 2 Erdbeeren, eine Cherrytomate - mittags etwa 100g Mittagessen (meistens noch Brei mit Stücken) - nachmittags von der Menge her ähnlich wie morgens - abends ca 100g Getreidebrei mit Obst Auch an der Bewegung mangelt es meiner Meinung nach nicht. Mein Sohn krabbelt und "turnt" eigentlich den ganzen Tag lang. Vor etwa 4 Wochen waren wir zur U6, zu der Zeit hatte mein Sohn wieder nur etwa 2x die Woche Stuhlgang und dann auch sehr fest. Der Kinderarzt empfahl, dass ich meinem Sohn über einen längeren Zeitraum "Laxbene Junior" geben solle und dies langsam ausschleiche wenn er erstmal täglich weichen Stuhlgang hat. Laxbene hat tatsächlich auch sofort angeschlagen. Nach 3 Wochen, in denen ich täglich 8ml Laxbene gegeben habe und der Erfolg sich auch meistens innerhalb weniger Minuten einstellte, wollte ich es langsam ausschleichen lassen und Laxbene nur noch alle zwei Tage geben. Dies mache ich jetzt seit 8 Tagen. Doch leider hat mein Sohn nun an den Tagen an denen er kein Laxbene bekommt nie Stuhlgang. Wenn ich es ihm am Folgetag gebe dauert es wieder nur 5 Minuten bis die Windel voll ist. Nun bin ich echt unschlüssig wie ich weiter verfahren soll. Ich fühle mich auch unwohl damit ihm jetzt nochmal wochenlang ein Abführmittel zu geben. Und der Sinn der Therapie war, dass der Darm aus der Trägheit raus kommt und auch ohne das Medikament Stuhlgang kommt. Dies ist ja momentan zumindest nicht der Fall. Ich werde es nächste Woche bei meinem Kinderarzt ansprechen und solange die Laxbene-Therapie fortführen (diese Woche ist mein Arzt im Urlaub). Mich würde aber Ihre Meinung dazu auch sehr interessieren, vielleicht haben Sie ja eine Idee oder eine Anregung, die ich mit meinem Kinderarzt besprechen kann. Falls der Kinderarzt keine Idee mehr hat, würde ich wohl mit meinem Sohn mal zu einem Spezialisten gehen wollen. Nur welche Fachrichtung wäre das dann? Ich bedanke mich im Voraus für Ihre Mühe und freue mich auf Ihre Antwort!


Dr. med. Andreas Busse

Dr. med. Andreas Busse

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Liebe T., das Problem liegt ganz offensichtlich an der zu "milchlastigen" Ernährung, die damit zu wenig Ballaststoffe enthält für den weicheren Stuhl. Für ein Kleinkind ab 1 Jahr sollte das Mittessen am Familientisch die Hauptquelle der Ernährung sein und nicht mehr die Muttermilch. Bis die Umstellung klappt, dürfen Sie bei Bedarf weiter das Makrogol geben. Zusätzlich können Ballaststoffe GOS/FOS wie in Bebacare Fibre den Stuhl verbessern. Alles Gute!


Ulli1802

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Hey, ich hoffe , es ist ok, wenn ich auch was dazu sage :) Ich kann dir aus Erfahrung sagen, dass man mir derlei Problemchen beim Kindergastroenterologen besser aufgehoben ist. Manche Kinderkliniken bieten dahingehend auch ambulante Sprechstunden an. Da wird per Sono geklärt ob überhaupt eine relevante Verstopfung vorliegt. Im Zweifel Calprotectin im Stuhl überprüft... Bevor man da lange so rumdoktert würde ich versuchen dort einen Termin zu kriegen. Meist löst sich das Problem dann schnell. Wir bekamen damals Macrogol. Und alles hatte sich schnell erledigt. Liebe Grüsse und Alles Gute


Mamamaike

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Hallo, nur eine Idee: Kann es sein, dass die Menge an "festem" Essen nicht ausreicht, dass Dein Sohn täglich Stuhlgang hat? Wenn er so viel stillt, ist das ja mehr Flüssigkeit als Festes... Unserem Sohn (mittlerweile vier Jahre alt) helfen Vollkornbrot und Apfel bei festem Stuhlgang. "Blähendes" Gemüse wie Kohlrabi und anderer Kohl haben früher geholfen, das isst er aber im Moment nicht mehr. Bei uns gab es dann in der Breitzeit abwechselnd normales Gemüse und Kohlrabi... Und was noch entscheidend ist: Leidet Dein Sohn unter dem harten Stuhl oder macht ihm der nichts aus? Viele Grüße


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