Amiga-Freak
Guten Tag, wir haben einen 15 Monate alten Sohn, der von Anfang an ein Schreibaby war bzw. das was man als "High-Need-Baby" bezeichnet. Von Letzterem erfüllt er wirklich jedes Kriterium. Besonders die ständige Unzufriedenheit und Weinerlichkeit ist sehr anstrengend, sowie der dauernde Wunsch hochgenommen und getragen zu werden. Am Samstag den 18. Januar bekam er nun Fieber mit bis zu 39,5°C. Ansonsten hatte er jedoch keine Symptome, also keinen Husten oder Schnupfen. Mit Ibuprofen-Saft konnten wir das Fieber zeitweise senken. Wir gingen am Montag den 20. Januar dann mit ihm zum Kinderarzt, der eine eventuelle Influenza vermutete und uns erstmal empfahl mit Ibuprofen weiterzumachen und ein paar Tage abzuwarten. Da sich bis Freitag den 25. der Zustand nicht besserte, gingen wir erneut zum Arzt. Dort wurde er dann geröntgt um eine Lungenentzündung auszuschließen. Die Diagnose war sinngemäß: "Entweder Influenza oder ein Adenovirus mit einer zusätzlichen bakteriellen Infektion". Er bekam daraufhin Amoxicillin verschrieben, was er von Samtag den 26. bis Freitag den 31. Januar einnahm. Sein Zustand verbesserte sich quasi instantan. Bereits am Sonntag den 27. ging es ihm deutlich besser. Mittlerweile ist er wieder komplett gesund. So weit so gut. Aber: Ab Beginn seiner Behandlung mit Amoxicillin war eine deutliche Wesensänderung zu beobachten. Und zwar im positiven Sinn! Unser Sohn ist seitdem wesentlich zufriedener und fröhlicher als vorher. Ich erkenne unser Kind eigentlich gar nicht wieder. Er hat sicherlich nie soviel gegrinst und gelacht wie in der vergangenen Woche. Zwar ist er immer noch recht anhänglich und will oft getragen werden. Aber selbst das hat sich reduziert. Vielleicht auf 60% der vorherigen Häufigkeit, würde ich schätzen. Ich bin schon alle Inhaltsstoffe des Amoxicilling-ratiopharm-Saftes durchgegangen und habe gegoogelt ob sie irgendeine psychoaktive Nebenwirkung haben könnten - aber mittlerweile haben wir ihn ja sowieso abgesetzt. Meine Frau und ich haben auch schon scherzhaft gemeint: Vielleicht weiß er jetzt daß es ihm - im gesunden Zustand - gar nicht so schlecht geht und er ist deshalb zufriedener. Man hofft natürlich auch daß die Verhaltensänderung dauerhaft ist, bisher sind es ja nur ein paar Tage. Aber erklären kann ich mir das absolut nicht.
Liebe A., das klingt nicht so ungewöhnlich. Ich bekomme nicht selten berichtet, dass Kinder nach einer Erkrankung eine Art "Entwicklungsschub" machen. Auf jeden Fall ist es kein Anlass zur Sorge sondern zur Freude. Und bitte gehen Sie in die Richtung weiter, dass Ihr Kind nicht jeden Wunsch sofort erfüllt bekommt, sondern auch Warten lernen darf, lernen, dass auch Eltern Bedürfnisse haben, selber Freude am Laufen und allgemein an Selbständigkeit entwickeln darf,..... Alles Gute!
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