Frage im Expertenforum Kinderarzt an Dr. med. Andreas Busse:

Opa und Zucker

Frage: Opa und Zucker

Elchkäfer

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Lieber Herr Dr. Busse, da ich den Eindruck habe, dass Sie Großeltern grundsätzlich positiv gegenüber stehen, hätte ich gerne Ihre Einschätzung. Unser Sohn wird bald 1 Jahr und ist kein guter Esser, egal ob Brei oder Familienkost; da tastet er sich noch ran. Das konsequente Zähneputzen stößt auch nicht immer auf Gegenliebe Mein Mann und ich wollen aus diesen beiden Gründen auch jetzt noch nichts Süßes für ihn, bis er gesunde Vorlieben hat. Mein Vater ignoriert dies und bietet ihm bei jedem Besuch Dinge wie Marmeladen- oder Honigbrötchen, Eis und gestern sogar Spezi (inkl. Cola!) an. Auch in meinem Beisein und wenn ich es untersage. Dann sagt er: "oh, jetzt darfst du nicht mehr, die Mama verbietet es". Ich verstehe, dass Kinder bei den Großeltern mal verwöhnt werden dürfen, allerdings sind wir im Schnitt mind. jeden 2. Tag dort, also nicht ausnahmsweise. Übertreibe ich in Ihren Augen mit der vorläufigen Einschränkung?


Dr. med. Andreas Busse

Dr. med. Andreas Busse

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Liebe E., Sie sollten einfach mit den Großeltern sprechen, dass "Verwöhnen" etwas anders ist, als ein Kind mit Süßem vollzustopfen. Natürlich darf es einen süßen Nachtisch geben, aber bitte nicht die Gewöhnung an Süßes als Belohnung. Alles Gute!


Kekskopf

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Du weißt, dass Honig auch aus anderen Gründen in dem Alter nicht gegeben werden sollte? Ich würde meinen Standpunkt als Mutter deutlich machen. Geraee das mit dem Spezi geht gar nicht, finde ich!


Elchkäfer

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Hallo Kekskopf, das mit dem Honig weiß ich, wird aber eine Woche vorm 1. Geburtstag eh nix mehr bringen und würde auch eh belächelt werden (nach dem Motto "hat noch keinem den wir kennen geschadet"). Nach meinem Empfinden haben sowohl ich als auch mein Mann unseren Standpunkt sehr deutlich gemacht, wird aber offensichtlich weiter ignoriert.


Pusteblume1611

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Ohhh ich fühle mit dir :( So Eltern habe ich auch.


Kekskopf

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Dann würde ich an deiner Stelle massiv den Kontakt einschränken oder bei Besuchen immer dabei bleiben und eingreifen. Du bist die Mutter, setz dich durch. Und was den Spruch "Hat keinem, den wir kennen, geschadet" angeht... darauf kannst du mal antworten: "Klar, Kinder, die an Botulismus gestorben sind, kann man ja auch nicht mehr kennen."


Rotkehlchen

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Eure Haltung gegenüber Süßigkeiten finde ich sehr nachvollziehbar. Die Regel „Bis (mindestens) zum 1. Geburtstag kein (Kristall-)Zucker“ ist jedenfalls in meinem Umfeld sehr verbreitet, und mein Mann und ich haben uns bei unserem Sohn auch weitestgehend daran gehalten (Ausnahme: Mal am Eis schlecken im Sommer...). Grundsätzlich finde ich es auch okay, wenn Kinder bei den Großeltern mehr dürfen und mehr „verwöhnt“ werden als zu Hause. Aber das muss trotzdem irgendwo im Rahmen bleiben. Wenn ihr als Eltern bestimmte Grenzen festlegt, dann sollten die Großeltern diese auch beachten, gerade bei der Ernährung, wenn das Kind noch so klein ist und wenn ihr die Großeltern so häufig seht. Wenn das nun trotz klarer Ansage von euch nicht klappt und der Opa euch sogar vor dem Kind noch in den Rücken fällt mit Sprüchen wie „Bei mir dürftest du ..., aber Mama verbietet es.“, dann bliebe als Konsequenz wohl nur noch, die Besuche beim Opa (vorübergehend) etwas einzuschränken. Vielleicht bringt ihn das dann ein bisschen zum Umdenken...


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