Frage im Expertenforum Kinderarzt an Dr. med. Andreas Busse:

Ohrenschmerzen / Antibiotika unterdosiert?

Frage: Ohrenschmerzen / Antibiotika unterdosiert?

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Hallo Herr Dr. Busse, meine Frau ist gerade auf Mutter-Kind Kur. Sie hat mich angerufen und folgendes Problem geschildert. Mein Sohn hat Ohrenschmerzen, Sie war beim Ohrenarzt und hat dort ein Medikament bekommen (Amoxi-diolan). Der Arzt hat die Menge mit 3* Tägl. einen Messlöffel angesetzt. Laut Packungsbeilage ist dies jedoch die Menge für einen 3-Jährigen mit Gewicht zwischen 11 und 14 Kilo. Mein Sohn ist zwar 3 Jährig, jedoch sehr gross für sein Alter und wiegt 18 Kilo. Die Dosierung für seine GEwichtsklasse ist mit 4 ML pro Tag in der Packungsbeilage beschrieben. Da mein Sohn die Arzenei seit Montag (also nun 4 Tagen) nimmt, aber immer noch über Ohrenschmerzen klagt, fragen wir uns nun, ob die Dosierung wohl zu klein ist, bzw. das Medikament nicht anschlägt. Meine Frau hatte in Absprache mit der Krankenschwester im Kurhaus bereits selbstständig die Dosierung auf 4x erhöht, aber bei einem erneuten Arztbesuch gestern hatte dieser gesagt die höhere Dosierung sei Anfangs OK, nun sei aber wieder auf 3* pro Tag zurückzukehren. Da in unser beider Famillien Fälle von z.T schwerer Schwerhörigkeit durch schlecht/falsch behandelte Ohrenentzündung vorliegen machen wir uns Sorgen. Haben Sie einen Rat? Viele Grüße, Georg Fellmann


Dr. med. Andreas Busse

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Lieber Georg, da der Arzt ja ihr Kind kontrolliert hat, wird er doch entsprechend seinem Rat mit dem Ablauf der Heilung zufrieden sein. Aus der Ferne kann ich das nicht beurteilen. Alles Gute!


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Hallo,ich bin nicht Dr.Busse,aber ich würde schnell ein anderes Antibiotikum versuchen.Vermutlich ist der Erreger der Otitis resistent gegenüber Amoxicillin!Verschwendet nur keine Zeit. Gute Besserung für den Kleinen LG


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Hallo Herr Dr. Busse, vielen Dank für Ihre letzte Antwort. Der Vollständigkeit halber hier der Aktuelle Stand. Die Entzündung von Ohren und Hals ist immer noch da. Dazu kam zwischdurch eine Augenentzündung und ein Dauerschnupfen. Leon hört sehr schlecht. Deutlichkeit der Aussprache und Wortschatz werden fortwährend schlechter. Die Sozialkontakte sind mittlerweile auf Null, da er die anderen Kinder nicht mehr versteht. Nach weiteren Besuchen diverser Ärtze wurde auf weitere Gabe von Antibiotika verzichtet, statt dessen auf Nasenspray gesetzt. Da mein Sohn mittlerweile davon Nasenbluten bekommt wurde auch das jetzt abgesetzt. Der HNO Arzt hat nun eine Entfernung der "Polypen" und einen Schnitt ins Trommelfell für in 2 Wochen geplant. Klingt soweit gut. Was uns aber Sorge bereitet ist, dass bisher noch kein Arzt ein Blutbild gemacht hat. Für den Eingriff wird eine Vollnarkose gemacht. Leon hat in den letzten Wochen immer wieder Fieber, bis 39,8 Grad. Einen Tag ist es gut, den nächsten wieder schlecht. Heute Tagsüber war es OK, heute Abend hat er wieder 39 Fieber. Entsprechend schlecht ist sein Gesamtzustand. Ist denn eine Vollnarkose ohne vorherige gründliche Untersuchung (z.B. mit Blutuntersuchung) überhaupt zu verantworten? Viele Grüße, Georg Fellmann


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