Pupplie
Guten Morgen Herr Dr. Busse, entschuldigen Sie bitte die Frage zum "Dauerbrenner", aber leider fand ich in den anderen Antworten nicht das Passende für unsere Situation. Ich habe seit langem mal wieder einen Herpes und habe diesen von Anfang an mit einem Herpespflaster abgedeckt. In der Nacht zum Dienstag ging der Herpes auf und es trat Flüssigkeit an den Rändern des Pflasters aus. Diese Nacht hat mein Sohn (2Jahre) geweint und ich bin zu ihm hin um ihn zu trösten. Dabei ist er an meine Lippe gekommen. Da der Herpes abgedeckt ist, habe ich mir nichts dabei gedacht und als er wieder schlief, bin ich in mein Bett gegangen. Dort bemerkte ich, dass an den Rändern des Pflasters wieder Flüssigkeit ausgetreten war. Da mein Sohn sich nach dem Berühren meiner Lippe im Gesicht angefasst hat und logischerweise auch das Bettzeug berührt hat, hielt ich es für nicht sinnvoll ihn aus dem Schlaf zu reißen um ihm die Hände zu waschen. Das habe ich heute Morgen getan. Wie hoch schätzen Sie die Infektionsgefahr für meinen Sohn ein, wenn er direkten Kontakt mit der Flüssigkeit hatte? Ist es sinnvoll Schlafsachen und Bettwäsche zu wechseln? Ich versuche so sehr eine Infektion mit Herpes bei ihm zu verhindern, da es mir so unangenehm ist, wenn ich es habe. Ich danke Ihnen sehr für Ihre Einschätzung und Ihre wertvolle Arbeit hier!
Liebe P., Ihr Sohn ist weit entfernt von einem speziellen Risiko für Herpes simplex Infektion, die irgendwann jeden trifft. Entweder unbemerkt oder als häufigste Ersterkrankung mit einer fieberhaften Mundfäule. Also kein Grund für irgendwelche "Panikaktionen". Alles Gute!
3wildehühner
Es ist sehr seltsam, dass die Suche deine Frage nicht beantworten konnte. Denn es ist ganz einfach: Das ist Alltag. Dein Kind ist schon 2 Jahre alt und wenn du häufig unter Herpes leidet, ist es gut möglich, dass es sich bereits unbemerkt infiziert hat. Nicht immer erfolgt eine Mundfäule. So gut wie alle Menschen in Deutschland tragen diesen Virus in sich. Nur bricht er nicht bei allen aus. Ich z.B. hatte noch nie eine Herpesblase. Es besteht keine Gefahr für dein Kind und eine Infektion dieser Volkskrankheit kannst du nicht verhindern.
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