Frage im Expertenforum Kinderarzt an Dr. med. Andreas Busse:

Hat mein Baby eine Milcheiweisallergie

Rund ums Baby Adventskalender 2025
Frage: Hat mein Baby eine Milcheiweisallergie

SasseCL

Beitrag melden

Sehr geehrter Herr Busse, mein inzwischen 5 Monate junger Sohn war vor ca 5 Wochen gute 2 Wochen erkältet.So stark, dass wir unsern Flugurlaub stornieren und täglich inhalieren mussten. Nun hat er seit gut 3 Wochen Durchfall. (Der Durchfall hat eine Schleimige Konsistenz und sieht Spinatgrün aus und ist sehr flüssig). Anfangs sogar ein bisschen schleimiges Blut, woraufhin wir ins Krankenhaus gefahren sind. Zum Glück war es keine Darmüberstülpung. Dort wurde nichts gefunden ( keine Rotervieren). Es wurde dann spekuliert, dass er eine "Laktoseintoleranz" haben könnte. Nach Absprache mit dem Kinderarzt sollte ich nun 2 Wochen komplett auf Kuhmilchprodukte verzichten. Das tat ich auch (ich habe sehr darauf geachtet, kann aber keine 100 % Zusage machen, dass es funktioniert hat. / Wobei ich auch mein Brot und Kuchen selber gebacken habe). Leider ist keine Verbesserung eingetreten. Nun hat der Kinderarzt gesagt, ich soll Astronautennahrung über die Flasche füttern um das Kuhmilcheiweis komplett auszuschließen und gucken, ob es eine Verbesserung gibt. Das hat zur Folge, dass es ggf. danach meine Brust nicht mehr nimmt. Zudem müsste ich auch alle zwei Stunden abpumpen um meiner Brust weiterhin die Info zu geben, nicht abzustillen. Das würde ich natürlich alles sehr ungerne machen. Die andere Idee war eine Ernährungsberaterin aufzusuchen, um zu gucken, ob ich einen Ernährungsfehler gemacht habe. Nach einen längeren Telefonat hat sie Ernährungsberaterin allerdings abgewunken und meinte ich habe alles richtig gemacht und Sie sieht keine notwendigkeit. Außerdem müsste eine Verbesserung eintreten und die trat nun ja nicht ein. Nun bin ich ziemlich verzweifelt, da der Kinderarzt nun noch das mit der Astronautennahrung als weg sieht. Haben Sie eine Idee was ich nun machen kann? Ich möchte ungerne die Astronautennahrung füttern, möchte aber natürlich, dass es meinem Sohn besser geht. Er lacht viel und ist super gut drauf, wenn man nicht in die Pampers gucken würde, würde mann nicht wissen, dass er scheinbar "krank" ist.


Dr. med. Andreas Busse

Dr. med. Andreas Busse

Beitrag melden

Liebe S., vielleicht wäre die Lösung in der Tat, "nicht mehr in die Pampers zu schauen" und so lange Ihr Kind gut gedeiht das Ganze als normalen Muttermilchstuhl zu sehen. Gleichzeitig dann auch Beikost einzuführen und zu sehen, wie es weitergeht. Außerdem könnte man einen Allergietest auf Kuhmilcheiweiß und andere häufige Allergene in diesem Alter machen. Abstillen halte ich nicht für eine gute Lösung. Alles Gute!


Bei individuellen Markenempfehlungen von Expert:Innen handelt es sich nicht um finanzierte Werbung, sondern ausschließlich um die jeweilige Empfehlung des Experten/der Expertin. Selbstverständlich stehen weitere Marken anderer Hersteller zur Auswahl.