Rund um die Erziehung

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Geschrieben von wassermann63 am 22.11.2006, 9:02 Uhr

@olefin

Hi,

ich habe gerade gelesen, dass du auch 2 männliche Exemplare im Altersabstand von 2 Jahren hast *handreich*

jetzt meine Frage: wie gehst du mit "Besitztum" um? Also mit "mein", dein", "unser" bzw. "no go"? Werten sich deine Kids (wie eigentlich alle) auch über "spielzeugbesitz auf? Und wenn ja, wie gehst du Konflikten in dieser Hinsicht aus dem Weg?

Freue mich auf deine Antwort :-)

LG
Jacky

 
15 Antworten:

stelle die Frage gerne auch an @all - Umgang von Geschwistern mit

Antwort von wassermann63 am 22.11.2006, 13:02 Uhr

dem Thema "Spielzeugbesitz".

vielleicht kennt ja jemand von euch eine erfolgversprechende Taktik...

LG
jacky

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Re: @olefin

Antwort von ny152 am 22.11.2006, 14:41 Uhr

für den fall, dass du nicht mehr runterscrollst: ich habe dir unten noch mal geantwortet, weil ich mich missverstanden fühlte.

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das war an olefin (ot)

Antwort von ny152 am 22.11.2006, 14:42 Uhr

x

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Re: @olefin

Antwort von olefin am 22.11.2006, 23:56 Uhr

Antwort auf Posting unten:

Ich finde es wunderbar, dass ihr keine Probleme habt. Sorry, aber deine Zeilen implizierten, dass es bei jüngeren (in dem Falle deinen) Kindern Probleme bei Abwesenheit von Erziehung geben könnte. Daraus resultierte meine Frage. Es freut mich insofern ungemein, dass unautoritäres
Verhalten gegenüber Kindern "funktioniert".

Besitztum:

Zunächst; der jüngere Knabe ist 2 u. 10 Monate und der älterere 4 und 3 Monate.

Chef ist klar der Alte. Er luchst dem Jungen permanent Sachen ab (Spielzeug, Süßigkeiten etc.). Dies geschieht im Allgemeinen mittels Tausch oder Versprechungen. Ich habe dabei keine Rolle. Die beiden wissen sehr genau, wem was gehört und u.U. sogar von wem sie es bekommen haben. Manchmal ärgert mich, dass nachm dem Kauf von 2 Tüten Gummibärchen der große 1,5 und der kleine nur 0,5 Tüten gegessen hat (bin halt "erzogen"). Aber ich halte mich zurück. Meist erfolgreich.

Also um auf deine Frage so exakt wie möglich zu antworten: Ich enthalte mich jeglicher Einmischung. Üblicherweise ergreife ich auch für den Kleinen nicht Partei.

Vielleicht sollte ich zur Erklärung anfügen, dass wir keinen Fernseher haben und meine Kinder nicht in einen "normalen" Kindergarten gehen. Könnte mir vorstellen, dass Anwesenheit von Werbung auch bei Klein(s)tkindern Auswirkungen hat.

Grüße

olefin

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Re: @olefin

Antwort von wassermann63 am 23.11.2006, 8:39 Uhr

Hi,

jetzt nochmal ne Frage: gibt es Zoff und wenn ja, wie oft?

Nach Meinung meines Mannes sollte ich die beiden einfach ihre STreitigkeiten austragen lassen, so im Sinne der Selbstregulation, die früher oder später eintreten sollte.

Nur, ich kann das Gekreische nicht ertragen. Wirklich. Es zehrt an den Nerven.

Wenn ich mich jetzt wirklich enthalte, wird es irgendwann "von selbst" besser?

Ich muss noch hinzufügen: der Große geht in den Kiga und dort wird sein Beistztumsverständnis natürlich jeden Tag aufs Ärgste strapaziert (ist aber bei jedem anderen Kind genauso). Auf der anderen Seite ist es m.E. nach o.k., wenn die Kids schon so etwas wie "nur zeitweise Verwendung von Allgemeingut, Tausch und Abwechseln" lernen. Denn "ihre" Besitztümer stapeln sich ja trotzdem, zu Hause eben.

Wie reagiert denn dein Kleiner auf dieses ewige Abluchsen? Kommt er damit klar?

Lg
JAcky

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Re: @olefin

Antwort von Birgit67 am 23.11.2006, 10:00 Uhr

also ich habe da zum Glück ganz humane Jungs die gerne ihr Spielzeug teilen auch untereinander - hin und wieder gibt es Probleme dass einer was will was dem anderen gehört. Ich lasse dann immer den darüber bestimmen dem es gehört. Vor kurzem habe sie sich über ein Malbuch gestritten, das dem Grossen gehört der allerdings nichts mehr damit macht und der Kleine wollte darin malen - ich habe in den Streit eingegriffen weil er mir zu laut wurde. Zuerts machte ich dem Kleinen klar, dass auch er über seine dinge bestimmen darf und er die Entschedung akzeptieren soll und dann habe ich den Grossen gefragt warum er Nein gesagt hat und er solle es sich nochmal überlegen ob der Streit wirklich vonnöten war oder nicht. Manchmal beharrt er auf sein Nein aber hin und wieder merkt er auch dass es blöd und eine Trotzreaktion auf den Kleinen war und der Kleine darf dann trotzdem. Aber ansonsten Teilen sie sich alles vieles bekommen sie auch gemeinsam geschenkt um solchen Spielchen wie meins-deins zu umgehen, aber jeder darf über seine Dinge bestimmen die ihm gehören und der andere hat zu aktzeptieren.

Gruss Birgit

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Re: interessant

Antwort von ny152 am 23.11.2006, 12:26 Uhr

als kennerin und anhängerin von kommunikation und ihrer theorie frage ich mich, wie bei dir der eindruck entstanden ist, meine zeilen implizierten eine vermutung, die abwesenheit von erziehung könne bei jüngeren kindern probleme nach sich ziehen. ich finde keine antwort.

ich kann es mir nur so erklären: es bestand bei dir eine gewisse voreingenommenheit, eine persönlich motivierte annahme, dass eine bekennende nicht-erzieherin per se mit ihren kindern probleme hat und gleichzeitig die nicht-erziehung diffamiert.

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natürlich muss es heißen...

Antwort von ny152 am 23.11.2006, 12:29 Uhr

..."eine bekennende erzieherin"!

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Re: @olefin inkl. Fallbeispiel

Antwort von mams am 23.11.2006, 13:01 Uhr

Du schreibst ->

**Manchmal ärgert mich, dass nachm dem Kauf von 2 Tüten Gummibärchen der große 1,5 und der kleine nur 0,5 Tüten gegessen hat (bin halt "erzogen")**

Das klingt, als fändest du es nicht richtig, daß es Dich ärgert, als hättest Du gerne, daß es Dir egal ist. Verstehe ich das richtig? Aber ist das das Ziel der Nicht-Erziehung? Daß einem der Gerechtigkeitssinn abhanden kommt? Gerade die soziale Intelligenz ist es doch, die die Menschen zum Beispiel der Tierwelt voraus haben. Vielleicht aber habe ich Dich auch nur mißverstanden.

Zu der anderen Diskussion mit ny: Ich hatte gerade mit meinem Sohn (3) so ein Erlebnis, da dachte ich: "Ach, schön wäre es, er wäre jetzt schon älter." Ihm kam in den Kopf, nun das kleine schlafende Brüderchen zu wecken, um mit diesem zu spielen. Dieser war aber gerade erst von 20 Minuten erschöpft eingeschlafen. Schnurstracks stapfte der Große zum Schlafzimmer. Ich MUSSTE erzieherisch eingreifen, dem Brüderchen zuliebe. Ich habe den Großen abgehalten vom Gang ins Schlafzimmer (ins Nebenzimmer getragen) und abgelenkt (ein Spiel vorgeschlagen). Das hat geholfen, aber leicht war es nicht und ich mußte mir in der Folgezeit noch einige andere Dinge einfallen lassen, um die Idee des Aufweckens im Keime zu ersticken. Ein 8jähriger ist da sicher sehr viel einfacher handzuhaben mit simplen Worten.

Insofern glaube ich auch, daß Nicht-Erziehung bei älteren Kindern (Schulkindern) für Eltern einfacher ist.

Oder hättest Du Deinen 3jährigen Sohn das Brüderchen wecken lassen? Wenn nicht, wie hättest Du ihn davon abgehalten?

Andrea

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nochmal an @all: ist also die Strategie des "gemeinsamen Spielzeugs"

Antwort von wassermann63 am 23.11.2006, 13:16 Uhr

the winner? Ich hatte bis jetzt die STrategie des "alles doppelt kaufen, aber dafür nur halb so viel" propagiert. Mit all den Problemen, die das nach sich zieht, denn die Kinder wollen prinzipiell das Geschenk des andren (auch wenn es das tupfengleiche ist!!).

Ist es also am besten, ich belasse die gegenwärtigen Besitzverhältnisse so wie sie sind und an Weihnachten werden nur "Geschenke für beide zusammen" geschenkt? Also, mir wäre das sehr recht, aber funktioneirt das?

Wäre zu schön :-) *träum* - kreischloses, friedliches miteinander Spielen der Kinder und wenn sie fertig gespielt haben, dann nehmen sie sich andere Spielsachen vor, wechseln sich fröhlich und friedlich ab, tauschen gerecht und beide Seiten zufriedenstellend und selbst wenn Papa nach Hause kommt, wird nicht mehr sofort gekrischen (von beiden) AAAAARM, AAAARM und wehe, Papa hievt nicht sofort beide Kids aufn Arm...

Funktioniert das wirklich mit dem gemeinsamen Spielzeug? *hoff*

Lg
JAcky

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Ich habe als Kind gerne geteilt...

Antwort von SusanneZ am 23.11.2006, 13:34 Uhr

..., was sicher daran lag, dass mein Vater es mir mehr oder minder spielerisch beigebracht hat (ab ca. 2-3 Jahren, kann es nicht hundertpro einschätzen).

Ich erinnere mich genau an Situationen am Essenstisch: Wenn nur noch 1 Stück Sorte Wurst auf dem Teller lag und er UND ich wollten sie haben, dann hat er sie geteilt. Besonders gut funktioniert es insbesondere am Anfang, wenn ER das Stück nehmen wollte und fragte, ob noch jemand möchte und ich auch hier gebrüllt habe. Dann hat er es geteilt (also nicht ganz abgegeben, das ist wichtig dabei) und da hat wohl schon erstmal die Vorbildfunktion gesessen, so dass es andersrum später auch reibungslos und von allein funktioniert hat.

Manchmal hat er mir als Belohnung fürs Teilen wollen die Wurst auch ganz überlassen - davon würde ich aber abraten, da das (insbesondere wenn es öfters vorkommt) falsche Erwartungen beim Kind weckt. Einfaches zeigen, dass man das ganz toll findet, ist der beste Weg.

Das ist natürlich auch auf eine Tüte Gummibärchen übertragbar. Dinge, die man teilen kann, würde ich nicht doppelt vergeben. Bei Spielzeug (das nur ohne Teilen funktionstüchtig ist) ist das was anderes. Teilen würde ich nicht beim Spielzeug ausprobieren, da das zu sehr als Hab und Gut angesehen wird. Fangt mal beim Essen an (wobei natürlich alle gleich behandelt werden müssen). Haben die Kids erstmal Spaß am Teilen, ist es auch ausbreitbar. Ich habe letztlich ALLES geteilt und gern abgegeben.

Ein Versuch ist es auf jeden Fall wert.

LG

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@mams

Antwort von ny152 am 23.11.2006, 14:07 Uhr

oh, da kann ich was beisteuern. gerade habe ich ein geschenk für ein kind eingepackt, ein spiel. mein 3jähriger steppke wollte unbedingt für sich haben und auspacken. es gab tränen, weil er es nicht durfte. er hat es nicht verstanden.

meinem 7jährigen neffen passiert das nicht mehr...

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Voreingenommenheit

Antwort von olefin am 26.11.2006, 22:19 Uhr

Ja, natürlich.

olefin

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Re: Voreingenommenheit

Antwort von ny152 am 27.11.2006, 12:44 Uhr

dacht ich mir doch...

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Re: Hat eigentlich schon jemand auf die Frage geantwortet?

Antwort von mami06 am 27.11.2006, 20:19 Uhr

Ja, doch, ich glaube ein, zwei Antworten waren dabei.
Also bei uns sind es Junge und Mädchen im Abstand von 1,5 Jahren und ich habe es immer genau andersherum gemacht, d. h., es gab nie Spielzeug doppelt, sondern immer nur eins von einer Sorte (ein eigenes Fahrrad haben mittlerweile allerdings beide). Ich habe ihnen von Anfang an versucht klarzumachen, daß sie viel mehr davon haben, wenn jeder etwas anderes hat und sie dann auch mal tauschen können. Der Satz "x ist meins, aber mein Bruder darf auch damit spielen" und umgekehrt, ist bei ihnen auch in Fleisch und Blut übergegangen. Faktisch steht fast das gesamte Spielzeug beiden zur Verfügung. Genau genommen, sind die meisten Sachen aber "Privatbesitz" des einen oder anderen, der auch gern gefragt werden möchte, bevor der andere seins nimmt (Ist aber nicht immer zwingendes Muß, meist nur bei besonders wertvollen oder neuen Sachen). Das hat, glaube ich, psychologisch Vorteile gegenüber dem "alles gehört allen zusammen"-Prinzip, weil dann wenigstens einer darauf achtet, dass mit den Sachen pfleglich umgegangen wird und jeder weiß, was er wegräumen soll, wenn er "seine" Sachen wegräumen soll. Wenn sie mal Scahen doppelt bekommen, geht oft der Streit los, wessen Schlüsselband das nun jetzt ist oder so, was dann meist dazu führt, daß die Sachen sofort individuell gekennzeichnet werden müssen, damit es da keinen STreit gibt, weil natürlich immer eines der zwei Schlüsselbänder nicht auffindbar ist.
Teilen und abgeben haben wir von Anfang an auch immer wieder mit den Kindern geübt, und in den allermeisten Fällen klappt das auch wirklich hervorragend (heute wollte meine Tochter ihrem Bruder sogar ihre Filzer ausborgen, und das, obwohl sie weiß, dass er noch etwas doll aufdrückt...).

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