Rund um die Erziehung

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Geschrieben von paulchen71 am 14.05.2006, 15:33 Uhr

wieder mal - Schlafen ;-) Achtung lang

Guten Morgen,

ich weiss, dieses Thema wurde hier im Forum schon oft diskutiert. Fuer mich aber ganz aktuell. Unser Kleiner ist jetzt 8 1/2 Monate alt und seit einigen Wochen wacht er nachts auf und weint sehr laut. Am Anfang konnten wir ihn beruhigen und haben ihn wieder in sein Bett gelegt. Er hat dann weiter geschlafen. Er hatte von Anfang an sein eigenes Bett bei uns im Schlafzimmer und es gab nie Probleme. Jetzt ist es so, dass er sich nach dem Aufwachen nicht mehr in sein Bett legen laesst.D.h. wir nehmen ihn dann mit in unser Bett und nach einer Weile schlaeft er dann ein. Ausserdem hat er jetzt auch Einschlafprobleme. Am besten klappt es, wenn wir ihn erst bei uns im Bett einschlafen lassen, wenn wir dabei sind. Danach legen wir ihn dann in sein Bett. Kennt das jemand?

Nun das eigentliche Problem. Wir leben in den USA und Bekannte meinen, dass wir das falsch machen. Sie haben so ein Einschlafbuch, darin heisst es, dass die Babys Einschlafrituale brauchen. Hat unser. Dann sollen wir ihn hinlegen und weinen lassen. Egal wie lange. Hat jemand mit dieser Methode Erfolg gehabt? In mir straeubt es sich, diese anzuwenden. Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren.

LG Paulchen

 
39 Antworten:

Re: wieder mal - Schlafen ;-) Achtung lang

Antwort von krueml am 14.05.2006, 15:57 Uhr

Bitte NIEMALS ein Baby einfach weinen lassen! Sie weinen ja nicht ohne Grund und wenn niemand kommt, schlafen sie natürlich irgendwann aus Erschöpfung ein aber verlieren das Vertrauen darin, dass Mama und Papa und immer für sie da sind.

Meine beiden (2,5 J. und 8 Mon.) sein beides "schlechte" Schläfer. Meine Grosse hat immer wieder Phasen wo sie aufwacht und nicht mehr einschlafen kann. Mittlerweile kann sie auch selber sagen "habe träumt" und dann weiss ich, dass sie einen Albtraum hatte. Es passiert gerade fast jede Nacht, dass sie mit dem Spruch zu ins Bett kommt (sie träumt von Käfern, Tigern, bösen Jungen, vom "schwarzen Mann"...). Sie schläft dann irgendwann ein und dann trage ich sie wieder ins Bett zurück.

Ich muss dazu sagen, dass beide Kinder fast von Anfang an in ihrem eigenen Zimmer in ihrem Bettchen geschlafen haben. Ich lege sie wach ins Bett, streichel sie noch etwas (bei der Grossen Bilderbuch anschauen) und dann mache ich das Licht aus und die Spieluhr an. Der Kleine hat momentan Schwierigkeiten damit zur Ruhe zu kommen. Ich mind. 4-5x ins Zimmer weil er meckert. Ich erkläre ihm dann ganz klar, dass jetzt Schlafenszeit ist und dass er schlafen soll. In der Regel funktioniert das, braucht halt ein bisschen Geduld.

Vielleicht hat Dein Sohn gerade eine Phase wo er viel träumt und dann aus dem bösen Traum aufwacht und Angst hat - kann er ja noch nicht sagen. Also wenn er wirklich nur in Eurem Bett einschläft, lass ihm das mal. Die Phase wird bestimmt vorbeigehen und dann wird es wieder ruhiger.

Viele Grüsse,
Chrissie

P.s. Ich habe das Buch "Jedes Kind kann schlafen lernen" gelesen. Ich fand es ziemlich interessant und habe die Sachen daraus übernommen die mir sinnvoll erschienen.

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Re: wieder mal - Schlafen ;-) Achtung lang

Antwort von paulchen71 am 14.05.2006, 16:51 Uhr

Vielen Dank Chrissie fuer Deine Antwort. Meinst Du es waere vielleicht sinnvoll, ihn in sein eigenes Zimmer "umziehen" zu lassen. Vielleicht "stoeren" wir seinen Schlaf (man dreht sich ja auch mal im Bett um oder schnarcht ;-)). Wir wollten eigentlich damit warten, bis er ein 1 Jahr alt ist.

LG Paulchen

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Re: wieder mal - Schlafen ;-) Achtung lang

Antwort von krueml am 14.05.2006, 19:11 Uhr

Meine Tochter hatte ich erst bei uns im Zimmer im Gitterbett (auf Anraten von anderen Mamis - naja, ich war Frischling als Mami *ggg*). Bereits nach 2 Wochen war ich so genervt weil ich bei jedem Husten etc. von ihr wach wurde und ihr Schlaf war auch nicht so doll. Ich habe ihr Gitterbettchen in ihr eigenes Zimmer gemacht und seit dem Tag schlief sie viel tiefer weil ungestörter.

Als mein Sohn unterwegs war, hatten wir gerade ein altes Haus gekauft und waren zuversichtig, dass wir noch vor ET umziehen können. Fakt ist, wir wohnen immer noch in unserer Maisonette-Wohnung weil es noch nicht fertig ist (uns Junior ist schon 8 Mon.!). Deswegen schlief er erst bei uns im Zimmer weil wir kein zweites Kinderzimmer hatten. Es war total ätzend. Nach 3 Monaten hielt ich es nicht mehr aus und wir haben das grosse Büro meines Mannes geteilt und eine Hälfte als Kinderzimmer eingerichtet. Seitdem schläft er auch viiiiel besser.

Viele sagen ja, dass es besser ist, das Kind im Zimmer der Eltern schlafen zu lassen. Für meine 2 trifft es jedenfalls nicht zu. Die gehen beide eigentlich gerne ins Bett und schlafen auch von selbst ein. Liegt bestimmt auch am Charakter des jeweiligen Kindes.

Aber wenn Du denkst, dass das vielleicht eine Lösung ist, probier es doch einfach mal aus - kannst ja eigentlich nichts falsch machen. Dann siehst Du ja bald ob ihm das besser gefällt. Ich kann mir schon vorstellen, dass er in seinem Zimmer besser schläft weil keine anderen Geräusche den Schlaf stören.

Liebe Grüsse,
Chrissie

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Aaaalsooo..

Antwort von bine75 am 14.05.2006, 20:35 Uhr

..ich denke der Punkt liegt darin, dass er woanders aufwacht als er eingeschlafen ist.

Lege ihn in sein Bett und lass ihn etwas quaken, klar, wenn er so schreit, als ob er etwas hat, geh zu ihm.

Wir haben auch so ein klasse buch, darin steht, das man in ganz kurzen Abständen immer wieder reingehen soll, bis er schläft, wenn DU im Raum bleibst und er wacht auf, dass schreit er, weil Du weg bist.

Also, in sein Bett legen, immer wieder nach ihm schauen und bitte, bitte ...nachts nicht in euer bett holen, sondern versuchen, ihn in seinem Bett zu beruhigen oder wenn es absolut nicht geht, ihn hoch zu nehmen, aber wenn ihr ihn in euer Bett holt, wird das Abgewöhnen sooooooooooo schwer. Er will dann jede nacht zu euch.

Vielleicht kannst Du dir das Buch ja bestelen (Internet macht´s möglich):

Titel: Schlafen lernen
GU-Verlag

Es ist von einem Kinderarzt und einer Pädagogin geschrieben worden und hat uns super gut geholfen, weil man als Eltern leider oftmals doch Fehler macht, die einem gar nicht soooo bewußt sind.

Bine, die all das auch schon hinter sich hat.

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Re: Aaaalsooo..

Antwort von letti04 am 14.05.2006, 22:19 Uhr

Hallo,

ich möchte mich meiner Vorgängerin zum Teil anschliessen. Ich glaube auch, daß das daran liegt, das Dein Kind woanders einschläft, als es aufwacht. Doch wenn die Nerven mal blank liegen, warum nicht ins Bett holen?? Natürlich ist es schwer, das wieder abzugewöhnen, aber Dir und dem Kind geht`s auf jeden Fall besser. Ich spreche aus Erfahrung. Meine Tochter wachte in diesem Alter ca.10-15mal pro Nacht auf. Ich konnte nicht mehr, bis ich sie zu mir ins Bett gelegt hatte. Wir waren beide zufrieden und vor allem ausgeschlafen.

LG Birgit

P.S.: Ein Kind so lange schreien zu lassen, bis es einschläft halte ich persönlich für Körperverletzung.

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letti

Antwort von bine75 am 15.05.2006, 11:16 Uhr

hi,
es geht in dem buch nicht darum, ein kind so lange schreien zu lassen, bis es einschläft (und körperverletzung ist etwas ganz andere), sondern, dass es so lernt, ohne beisein der eltern einzuschlafen, deswegen immer wieder rein- und rausgehen! das hilft des eltern und dem kind!!

das ist der hintergrund und hat z.b. nichts mit der sanduhrmethode oer dr.ferber zu tun.

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@bine75

Antwort von krueml am 15.05.2006, 12:10 Uhr

Ich glaube, das war gemünzt auf den Rat der amerikanischen Freunde, das Baby einfach schreien zu lassen.

Ich habe auch das Buch "jedes Kind kann schlafen lernen". Ich finde es nicht schlecht. Man kann nicht Alles umsetzen aber gewisse Prinzipien habe ich übernommen. Hat mir schon geholfen.

Gruss,
Chrissie

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Re: @bine75

Antwort von pittiplatsch80 am 15.05.2006, 12:47 Uhr

leider ist deine ausage bine grundfalsch u. einer der größtenerziehungsfehler inunseren tollen zivilisierten ländern.

die übrigens von bine genannten "fehler" sind das einzig richtige,was zut un ist,und nennt sich mutterinstinkt.davon gibts bei vielen leider fast nix mehr.

und zum abgewöhnen: nur ein gestilltes bedürfnis wird abgelegt..lass dir mal von familienbettlern zu. von doc posth erzählen (der sein halbes leben mit kidnern ua in heimen etc verbracht hat u. selber 4 kinder hat) ,dass die kinder,die am anfang uneingeschränkt liebe u. nähe bekommen,später am leichtesten ausziehen,wil sie nicht um liebe betteln müssen. das selber ausziehen ist ein normaler entw. schritt im alter von ca. 3-4 jahren ...manchmal auch früher.
in den meisten kulturen gibt es überhaupt keine babys ,die alleine irgendwo schlafen sollen...
ein gutes buch ist zbsp in liebe wachsen oder schlafen u. wachen von dr.sears.

dein tolles buch "jedes kind kann schlafen lernen" und die methode,die von jemand anderem geklaut u. umgeschrieben wurde (willkürlich wurde das alter des babys etc. nach vorne verlegt),wurde vom erfinder selbst s con lange!! widerrufen!!!!!

übrigens war kast zahn selber ein familienbett-kind,nur mal so nebenbei :0))) wasser predigen und wein trinken,aber was sich gut verkauft :0P
ferber selbst hat sich entschuldigt u. war entsetzt über die skrupellosen eltern....


sei mir nicht böse,aber in den usa gibt es mit die meisten gestörten menschen überhaupt...was ein wunder.

statement dr-posth (entwicklugnspsychologe!!!) zum thema...


Die "Ferber-Methode", wie auch immer genannt, ist ein Konditionierungsprogramm, das Methoden anwendet, die auch bei Tieren wirksam sind. Ein unerwünschtes Verhalten wird als falscher Reiz bezeichnet, und zwar von dem, der die Macht dazu hat. Dieser nutzt nun seine Macht dahingehend aus, daß er den "unerwünschten Reiz" mit einer unerwünschten Reaktion seinerseits koppelt. In praxi heißt das, der Erwachsene erhört das Bedürfnis nach Zuwendung des Kindes eine Zeitlang nicht, damit dieses durch in sich anwachsende Unlust sein unerwünschtes Verhalten reduziert, schließlich aufgibt. Da der Mensch ein sehr anpassungsfähiges Wesen ist, funktioniert dieses Prinzip über kurz oder lang praktisch immer. Damit das ethische Problem bei dem Zwang zu Unlust nicht allzu groß wird, wählt man geschickterweise eine zeitlich fraktionierte Methode, das System funktionierte aber auch, wenn man gar nicht hinginge zum schreienden Kind und es durchschreien ließe, womit wir wieder da sind, wo wir bereits vor 30 oder 40 Jahren standen.
Warum soll man etwas anderes, auch noch viel Anstrengenderes tun, wenn das alte Prinzip, Tür zu und schreien lassen, bis das Kind aufgibt, auch funktioniert? Kurze, lange Antwort: Weil der Mensch eine Seele hat und ihn sein Instinkt dafür weitestgehend verlassen hat. Da die Seele aber ein Unterbewußtsein (Zugang höchstwahrscheinlich das Limbische System über die Amygdala/Mandelkerne)besitzt, in das alle schmerzlichen Gefühle hinein verdrängt werden, um den Moment des Leids auszuhalten, ist sie sozusagen "nachtragend", will heißen, das Unterbewußtsein erinnert einen Menschen immer wieder, z.B. bei ähnlichen Spannungssituation im ganzen nachfolgenden Leben. Das Problem dabei ist aber, daß je weiter der Mensch im Leben sich von den Ursprüngen seiner Leidesgeschichte entfernt hat, desto schwieriger wird es für ihn durch Überlagerungen an eben diesen Ursprung noch einmal zurück zukommen, um etwas dann doch noch zu bewältigen. Folge, er leidet unterschwellig sein Leben lang, weiß teilweise nicht einmal mehr warum eigentlich und wird nun alles für ihn Nützliche tun, den Level dieses Leid möglichst tief zu halten. Dabei ist er zu Vielem bereit im Guten wie im Bösen.
Was also tun? Gehen Sie, wenn sie es nicht sowieso bei sich haben, nachts zu Ihrem Kind, wenn es wirklich weint oder gar schreit, nicht bei jedem Knüttern. Nehmen Sie es besser nicht auf den Arm und/oder füttern es, resp. stillen es gar, wenn es deutlich über 6 Monate ist, (hoffentlich lesen das jetzt nicht wieder die Stillmütter), sondern bleiben Sie einfach bei ihm streicheln es, trösten es mit Worten und Gesten, geben ihm vielleicht den Beruhigungssauger oder sein Schmusetuch/ Püppchen/Teddy und warten Sie geduldig, bis es wieder schläft. Die Aufwachzeiten werden mit der Zeit 100% immer weniger, vor allen dann, wenn Sie das Kinderbett mit im Schlafzimmer haben und gar nicht erst aufstehen müssen. Voraussetzung ist, daß das Kind gesund ist, nicht gerade Zähne bekommt, etc. Voraussetzung ist allerdings eigentlich auch, daß das Kind bei den sogenannten 3-Monatskoliken oder "Schreiattacken" in den ersten Lebenswochen auch nicht einfach hat schreien müssen, sondern getröstet und beruhigt wurde. Sehen Sie, wir reden hier über ein, zwei Jahre im Leben eines Menschen, wahrscheinlich mit seine wichtigsten (auch wenn doppelt kluge Psychologen dieses Paradigma derzeit wieder in Frage stellen). Aber der ganze "Rest" dieses Lebens wird Sie weiter und weiter beschäftigen.


chtung lang,aber lesenswert! :0)


es gibt inzwischen selbsthilfegruppen eltern


geschädigter kinder,die an die gute frau "ich hab nicht mehr alle zähne auf dem kasten" seitenweise briefe schreiben /beschwerden-natürlich ohne antwort.

Erfahrungsberichte zu "Jedes Kind kann schlafen lernen"
Jedes Kind ist anders!
Unsere Tochter Leonie schlief vom 3. bis 8. Monat ohne Einschlafhilfen und sonstigen Problemen in ihrem eigenen Bett im eigenen Zimmer. Von einem Tag auf den anderen (sie war nicht krank und es ist auch nichts außergewöhnliches geschehen) dachte sie sich wohl, es wäre ihr hier bei uns zu langweilig und fing mitten in der Nacht an zu schreien, ließ sich nur bis zu einem gewissen Punkt beruhigen und schlief Wochen später dann nur noch, wenn wir sie dann zu uns in Bett holten. Da schläft sie heute noch. Uns war es anfänglich nicht bewußt, was da auf uns hereinbrach, hielten wir sie doch nach der Abendflasche in unserem Arm bis sie eingeschlafen war (ist ja auch was Schönes so ein bischen Schmusen mit den Eltern..). Aber irgendwann bekam sie auch bei uns im Bett nachts Schreiattacken (bis zu 5 mal pro Nacht, auch homöopathische Behandlung half nicht).

Vor einigen Wochen gingen wir dann sozusagen auf dem Zahnfleisch, wollten unbedingt etwas unternehmen und haben uns o.a. Literatur besorgt. Das Buch ist wirklich sehr informativ und übersichtlich gestaltet. Es scheint alles plausibel und einfach durchführbar, nur nicht mit unserer Leonie (sie ahnte wohl, was wir vorhatten). Am ersten Abend schrie sie gar nicht mal so lange: nur 3 mal jeweils eine Stunde lang; der zweite Abend verlief ähnlich, nur Mittags schlief sie dann lieber gar nicht mehr, und am dritten Abend schrie sie so stark, dass sie 3 mal hintereinander erbrach. Wir stoppten das Prozedere, weil wir um die Gesundheit von Leonie fürchteten.

Seitdem wurde alles noch schlimmer: wir müssen jetzt quasi wieder von ganz vorne anfangen, sie hat jetzt Angst vor Ihrem Bett und hängt mir sozusagen den ganzen Tag am Rockzipfel. Wir gehen jetzt schon nicht mehr auf dem "Zahnfleisch" sondern auf den "Kiefernknochen" (Leonie ist mittlerweile 16 Monate alt, also seit 8 Monaten ohne durchgehenden Schlaf) und sind mit unserem Latein am Ende, weil wir uns jetzt nichts mehr zutrauen. Für dieses Problem hatte besagtes Autorenteam nur den dürftigen Vorschlag parat, das Kind nach mehrmaligem Erbrechen nur kurz frischzumachen, dann aber mit dem üblichen Verfahren fortzufahren. Schade uns war das etwas zu rabiat.


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Erfahrungsbericht
So viele Kinder es gibt, die Ein- und Durchschlafprobleme haben, so viele Ratgeber gibt es, die versprechen diese Probleme zu lösen. Das von Annette und Hartmut ist wohl das bekannteste Buch zu diesem Thema. Zumindest kenne ich kaum ein Elternteil, das nicht zumindest schon von diesem Buch gehört hat.

Hartmut und Annette gehen davon aus, daß jedes Kind im Alter von 6 Monaten, vorausgesetzt es ist gesund, allein einschlafen und dann auch durchschlafen kann. Wenn es das nicht tut, hat es lediglich ungünstige Einschlafgewohnheiten gelernt, die wieder abtrainiert werden können.

Dazu schlagen Hartmut und Annette einen Behandlungsplan vor, der vorsieht, das Kind ohne seine gewohnten Einschlafhilfen wach in sein Bett zu legen. Daß das Kind dann anfängt zu weinen, ist eigentlich ziemlich klar. Mama oder Papa sollen dann nach einem vorher festgelegten Zeitplan in regelmäßigen Abständen zu ihrem Kind gehen und es trösten, aber auf keinen Fall die gewohnten Einschlafhilfen reichen. Nach 1-2 Minuten soll Mama/Papa das Zimmer wieder verlassen. Nach jedem Hineingehen soll die Zeit bis Mama/Papa wieder zu ihrem Kind gehen, gesteigert werden, damit das Kind lernt, daß es auch nichts bringt länger zu schreien und dann doch lieber einschläft. Erfolg wird natürlich nicht nach dem ersten Tag garantiert, am zweiten Tag wird die Wartezeit, in der das Kind schreien gelassen wird, nochmals gesteigert, wobei als Maximum 10 Minuten vorgesehen sind. Nach spätestens 2 Wochen sollen die Kinder so das Ein- und Durchschlafen gelernt haben.

Im folgenden möchte ich Euch meine Erfahrungen mit diesem Schlafprogramm schildern:

Meine erste Tochter hatte schon als Mini-Baby enorme Schlafprobleme. Entweder schlief sie gar nicht (für ein Baby äußerst ungewöhnlich; wir nahmen an, daß sie Bauchweh hat), weinte dann, weil sie natürlich müde war oder schlief nur ein, wenn sie an der Brust war, rumgetragen oder geschaukelt wurde. Oder wenn der Fön brummte. Ich kenne Eltern, die sind nächtelang im Auto rumgefahren bis sie dann auf die Idee kamen, den Autositz auf die Waschmaschine zu stellen und diese nächtens laufen zu lassen. Was tut man nicht alles für ein bißchen Ruhe!
Aber zurück zu meiner Tochter: Legten wir sie- endlich eingeschlafen - in ihr Bett, hatten wir Glück, wenn sie das nicht merkte und dann tatsächlich weiterschlief. Das war aber äußerst selten der Fall, meist gingen 2 cm über der Matratze die Augen auf und das Geschrei los. Wir armen entnervten Eltern, die wir doch nur Ruhe haben wollten, trugen sie natürlich weiter rum oder machten den Fön wieder an ...etc.. Den Schnuller spuckte sie im übrigen im hohen Bogen wieder aus und später flogen auch die Kuscheltiere aus dem Bett.

Dann hatten wir Glück, denn im Alter von 3 bis 7 Monaten schlief unsere Tochter zwar abends an der Brust ein, dann aber in ihrem Bett durch.

Nach Ablauf dieser Schonzeit ging das oben beschriebene Theater wieder von vorn los. Da wir absolut keine Lust mehr auf durchwachte Nächte hatten, kauften wir uns das von allen Seiten empfohlene Buch von Hartmut und Annette.

Nach dem Lesen dieses Buches hatten wir ein schlechtes Gewissen, einzig wir Eltern waren schuld an den Schlafproblemen unseres Kindes, hatten wir ihm doch nie beigebracht allein einzuschlafen bzw. ihm die Chance dazu gegeben. Und ein schlechtes Gewissen erweckt den Wunsch, diesen Fehler wieder gut zu machen.

Also starteten wir das von Hartmut und Annette empfohlene Schlafprogramm. Außer dem Streß und die Trauer, das eigene Baby, das man doch nur behüten will, schreien zu lassen, hat uns das Ganze nichts gebracht. Unsere Tochter hat nicht innerhalb von wenigen Tagen geschweige denn nach 14 Tagen, wie im Buch versprochen, falsche Einschlafgewohnheiten verlernt, sondern nur noch ausdauernder geschrien. Dabei verfuhren wir doch genau wie im Buch beschrieben: wir gingen immer wieder nach dem vorher festgelegten Zeitplan zu ihr und sprachen mit fester Stimme das Mandala "Du kannst allein einschlafen". Je länger die Zeit dauerte, die unsere Tochter schrie (und sie ist heute noch ein ausdauerndes Kind), umso heftiger wurden unsere Dispute im Wohnzimmer: "Ich nehme sie jetzt raus" - "Nein, tust du nicht, dann begehen wir den gleichen Fehler wieder. Wir müssen das aushalten, das steht doch so im Buch" - "Ist mir doch egal, ich jedenfalls halte das Geschrei nicht mehr aus" - "Nein, du bleibst hier" ...... Und das Baby schrie und schrie, entgegen aller Hoffnung auf Besserung, die das Buch erweckt. Unsere Tochter lernte mit dem im Buch vorgeschlagenen Plan nicht allein einzuschlafen, obwohl wir ehrlichen Gewissens sagen können, alles so gemacht zu haben wie es im Buch beschrieben ist.

Fortan suchten wir nach einer Lösung, die uns zu allen zu ruhigen Nächten verhelfen würde. Wir haben dann relativ schnell herausgefunden, daß unsere Tochter abends und nachts einfach unsere körperliche Nähe brauchte, sie schlief dann bis zum Alter von 3 ½ Jahren ohne gravierende Schlafstörungen in unserem Bett (da das 2 m breit ist, war das kein Problem). Zwar hatten wir immer noch ein schlechtes Gewissen - wird sie jemals allein in ihrem eigenen Bett schlafen? - haben uns dann aber nach und nach davon befreit, als wir erfuhren, daß es in anderen Kulturen als äußerst seltsam erachtet wird, daß im Westen Babys schon ein eigenes Zimmer haben müssen. Auch stärkten uns Eltern, deren Kinder auch im Familienbett schliefen.

Mittlerweile ist meine Tochter fast 4 Jahre alt und schläft in ihrem eigenen Bett, ohne daß wir sie dazu überreden oder programmieren mußten. Zwar zieht sie auch jetzt noch nachts manchmal um, aber das macht uns nichts aus.

Und unsere zweite Tochter ist 5 Monate alt und hatte noch nie Schlafprobleme. Die können wir hinlegen und wenn sie müde ist und nicht irgendetwas sie vom Schlafen abhält, schläft sie problemlos ein. Insofern habe ich heute die Gewißheit, daß Ein- und Durchschlafprobleme nicht unbedingt uns Eltern anzulasten sind.

Für viele Eltern ist das Buch bestimmt eine große Hilfe, vor allem, wenn gar nichts mehr hilft, damit das Kind endlich schläft und man selbst mal wieder zur Ruhe kommt und zu sich selbst findet.

Man sollte dabei aber nicht vergessen, daß schon Babys kleine Individuen mit unterschiedlichen Bedürfnissen sind, die es zu achten und zu pflegen gilt.


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Erfahrungsbericht
Hallo, liebe Leser..!!
Heute möchte ich über meine Erfahrungen mit dem Buch "Jedes Kind kann schlafen lernen" schreiben, dass ich vor etwa 2 Monaten bei ebay ersteigert habe.

Wie ich zu dem Buch kam
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Vanessa ist eines der vielen Baby´s, die absolut keine Lust haben, durchzuschlafen, ihre Eltern mehrmals in der Nacht durch schreien auf sich aufmerksam machen und ihnen den Schlaf rauben. Eigentlich war das Ganze auch nicht sooo schlimm aber es wäre natürlich super ein Kind zu haben, dass man abends schlafen legt und das dann erst am nächsten Morgen wieder aufwacht.
Ich hörte immer wieder von dem Buch "Jeses Kind kann schlafen lernen" und von den tollen Erfolgen, die man damit erzielen kann, so dass ich es mir schliesslich über ebay anschaffte.

Der Preis
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Der reguläre Preis für dieses Buch liegt bei 17,80 Euro, was ich unverschämt teuer finde. Ihr bekommt es in jeder Buchhandlung oder auch übers Internet, bei amazon oder buch.de.
Ich habe mir dieses Buch für 9,00 Euro bei ebay ersteigert.

Das Buch
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Das Buch wurde von der Dipl.-Psychologin Anette Kast-Zahn und von Dr.med Hartmut Morgenroth geschrieben und soll Eltern helfen, die Schlafprobleme ihre Kinder in den Griff zu bekommen. Das Buch unterteilt sich in verschiedene Kapitel, in denen auf verschiedene Dinge zum Thema Schlaf eingegangen wird, wie zb. allgemeines über den kindlichen Schlaf, Beispiele von Kindern mit Ein- und Durchschlafproblemen, Schlafstörungen, Fragen & Antworten, sowie den wichtigsten Teil des Buches, das Schlafprogramm, mit dem man angeblich jedes Kind zum Ein- und Durchschlafen bringen kann.

Die Vorbereitung
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Ich startete das Programm zu einem für mich im Nachhinein ungünstigen Zeitpunkt, da Vanessa gerade aus dem Krankenhaus entlassen worden war und noch einiges zu verarbeiten hatte. Im Nachhinein verstehe ich selbst nicht, warum ich gerade 1 Woche nach dem Krankenhausaufenthalt angefangen habe aber wahrscheinlich fand ich es damals günstig, da sie gerade wieder ganz gesund war.

Ich las mir den Plan nocheinmal ganz genau durch. Zuerst sollte man sich überlegen, zu welcher Zeit man das Kind ins Bett legen möchte und diese Zeit dann auch konsequent einhalten, damit das Kind einen Rythmus bekommt, auf den es sich einstellen kann. Laut Plan braucht ein Kind in Vanessas "damaligem" Alter von 10 Monaten etwa 14 Stunden Schlaf, die ich mir wiefolgt aufteilte: Mittagsschlaf: 12-14 Uhr, Nachtschlaf: 19-7 Uhr

Ziel des Programms ist es, das Kind mit einem Schlafritual wach ins Bett zu legen und es alleine einschlafen zu lassen. ebenso ist es der Ziel des Programms, dass das Kind zu festen Zeiten schläft und durchschläft. Es soll deswegen so wichtig sein, das Kind im eigenen Bett einschlafen zu lassen, damit es, wenn es aufwacht, immernoch in der gewohnten Umgebung ist und leichter wieder in den Schlaf findet als wenn es nach dem Einschlafen umgebettet wurde. Hört sich alles ganz einfach an...

Als Einschlafritual überlegte ich mir folgendes. Schlafanzug anziehen, danach Abendbrot essen. Nach dem Abendbrot Zähne putzen, waschen, wickeln und dann noch etwa 10 Minuten spielen oder ein Buch anschauen und dann das Kind ins Bett legen und noch etwas vorsingen. Dann wollte ich den Raum verlassen und Vanessa an das Alleine-Einschlafen gewöhnen.

Die Umsetzung
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Schon beim Abendritual fingen bei uns die Probleme an. Vanessa hatte keine Lust auf Buch anschauen oder Spielen mit Mama. Sie wollte alleine Spielen, dann ihr Teefläschen haben und im Maxi Cosi einschlafen, von dem ich sie dann regelmäßig ins Bett tragen musste, wenn sie denn endlich schlief.
Ich war allerdings so begeistert von dem Buch und so überzeugt von dem Inhalt, dass ich das Programm auf jedenfall durchziehen wollte. Ich ließ Vanessa zwar alleine Spielen und auch noch einen Schluck Tee trinken, legte sie dann aber wach ins Bett, sang ihr etwas vor und verließ den Raum. Was passierte? Natürlich fing Vanessa wie verrückt an zu schreien. OK, das stand ja auch so in dem Buch. Laut Plan sollte man das Kind am 1. Tag des Programms 3 Minuten weinen lassen, dann hingehen, das Kind beruhigen, ihm zeigen, dass Mama da ist und alles in Ordnung ist. Allerdings sollte man das Kind auf keinenfall hochnehmen und sich damit "erpressen" lassen. Sobald sich das Kind wieder beruhigt hat (es darf aber nicht länger als 2 Minuten dauern) sollte man den Raum wieder verlassen und dann erst wieder nach 5 Minuten hingehen. am 2. Tag sollten dann bis zu 9!! Minuten daraus werden.

Ich sagte mir, dass ich konsequent bin und Vanessa nicht hochnehmen werde, egal was passiert. Ich ging nach 3 Minuten Dauergeschrei zu ihr, versuchte sie zu beruhigen und merkte, dass sie die Windel voll hatte. Tja, was nun? Ich kann sie ja schlecht mit einer vollen Windel schlafen lassen. Also musste ich sie hochnehmen und wickeln, legte sie aber daraufhin gleich wieder ins Bett und versuchte sie mit meiner Stimme zu beruhigen. Kaum ging ich aus dem Zimmer, ging das Geschreie von Neuem los. Laut Plan sollte ich nun 5 Minuten warten, bis ich zu ihr gehe, was aber nicht ging. Vanessa schrie so herzzerreissend, dass ich nach 3 Minuten wieder zu ihr ging. So zog sich das Ganze etwa 50 Minuten hin, bis sie schliesslich mit Tränen auf den Wangen und verquollenen Augen im Sitzen einschlief.
In dem Augenblick als ich sie so sah, zweifelte ich zum Erstenmal an dem Programm, wollte es aber trotzdem weiter durchziehen. In dem Buch stand, dass es am Anfang meistens solche Probleme gibt und sich das Ganze spätestens nach 2 Wochen eingependelt hat.

Am 2. Tag ging es genauso weiter. Vanessa fing schon an zu schreien, wenn sie merkte, dass ich aus dem Raum gehen wollte und machte wieder vor lauter Schreien und Verzweiflung die Windel voll, so dass ich erneut wickeln musste. Vanessa schlief diesmal nach 40 Minuten im Sitzen ein und kanllte dann als sie umfiel mit dem Kopf gegen das Gitterbett, wodurch sie wieder erwachte. Ich hielt auch die angegebenen 5 Minuten nicht ein, sondern ging genau wie am Vortag alle 3 Minuten zu ihr.
Schliesslich schlief sie nach 90 Minuten!

Am dritten Tag klappte das Ganze mininmal besser. Vanessa schrie zwar genau wie die anderen beiden Tage, schlief aber schon nach 30 Minuten (natürlich im Sitzen und vom Weinen verquollen) ein.

Die Folgen
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Am nächsten Tag machten wir einen Besuch bei Vanessas Großeltern. Vanessa ging vorher immer sehr gerne zu ihrer Oma und ich konnte sie auch immer mal für einige Stunden dort abgeben. Diesmal war aber alles anders! Sobald ich wegging, fing Vanessa wie am Spieß an zu brüllen. Niemand durfte eine Tür schliessen und sie wollte nur noch bei mir auf den Arm. Zumindest in Sichtweite musste ich sein. Sie war ängstlich, zurückhaltend und weinte sehr schnell, was ich sonst überhaupt nicht von ihr kannte. Ich hatte immer größere Zweifel an dem Schlaflern-Programm und beschloss am Abend, nachdem ich im 9monate-Forum andere Mütter um ihre Meinung gebeten hatte, die Aktion abzubrechen. Ich ließ Vanessa wieder im Maxi Cosi einschlafen und blieb im gleichen Zimmer, bis sie schlief.
Vanessa schlief zwar schnell ein, wachte aber nach wenigen Stunden auf, schrie und hatte Alpträume. Am Tage war sie unausstehlich, weinte schon, sobald ich mal etwas aus der Küche holen wollte und erschreckte sich, wenn irgendwo eine Tür zuging und weinte.
Es hat eine ganze Weile gedauert, bis sich die Ängste wieder gelegt haben und Vanessa wieder zu anderen Personen ging, man sie einige Minuten alleine lassen konnte und sie ihre Angst vor dem Alleinesein verlor.

Noch heute (6 Wochen nach dem Programm) schläft sie schlechter als vorher, wacht immer wieder auf und hat schlimme Träume.

Fazit
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Ich habe immernoch ein schlechtes Gewissen, wenn ich darüber nachdenke, was ich meinem Kind angetan habe. Ich habe Vanessa nicht beigebracht, alleine einzuschlafen, sondern ihr gezeigt, dass sie alleine ist und ihr damit Angst gemacht. Sie hat das Vertrauen zu mir verloren, war alleine und hat so schlimme Angst gehabt, dass sie sich eingekotet hat! Ich habe anfangs alles heruntergespielt und es auf die Umstellung geschoben, bis ich dann von einer Bekannten einen interessanten Link zu dem Thema gefunden habe. Auf der Seite berichten Mütter, Ärzte und Psychologen von ihren Erfahrungen mit diesem Programm und nachdem ich diese Horrorgeschichten gelesen hatte, ist mir erst bewusst geworden, was ich meinem Kind angetan habe.

Hier ist der Link:
http://www.rund-ums-baby.de/nachdergeburt/mebboard.php3?step=0&range=20&action=showMessage&message_id=35557&forum=110

Es gibt sicherlich Kinder, die mit diesem Programm zurecht kommen, allerdings habe ich jetzt eingesehen, dass jedes Kind seine eigene Persönlichkeit hat und mit einer anderen Sensibillität auf bestimmte äussere Einflüsse reagiert. Es kann ebensowenig jedes Kind Schlafen lernen, wie jedes Kind malen lernen kann und nachdem ich das eingesehen habe, verurteile ich dieses Buch sehr und kann jeder Mutter, bzw. allen Eltern nur davon abraten.

Ich hoffe, ich konnte euch weiterhelfen! Ich weiss, dass dieser Bericht etwas länger ist als ein normaler Erfahrungsbericht aber ich schäme mich jetzt noch für das, was ich meiner Tochter mit diesem Programm angetan habe und finde es wichtig, diese Erfahrungen an euch weiterzugeben. Hört auf euer Herz und auf euren Instikt und ihr werdet das beste für euer Kind tun. Es kann nicht richtig sein, sich an Informationen und Anleitungen von anderen zu halten, die euer Kind nichtmal kennen. Nur eine Mutter weiss, was für ihr Kind am besten ist. Zumindest wird sie ihr Bestes geben...

Liebe Grüße,
Eure
Michelle :o)


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Erfahrungsbericht und Warnung einer Mutter, die die Methode "Jedes Kind kann schlafen lernen" angewendet hat
"Jedes Kind kann schlafen lernen!" Oder etwa nicht???
Wir haben die Methode aus oben genanntem Buch bei unserer Tochter mit 7 Monaten angewand und hofften endlich nicht mehr jede Nacht ein Fläschchen bringen zu müssen und dazu noch 5 mal den Schnuller wieder in den Mund zu stecken. Ich muss dazu sagen, sie war ansonsten recht pflegeleicht und keineswegs übersensibel und klebte auch nicht besonders an uns, sie spielte auch gerne alleine. Sie war ein glückliches, freundliches kleines Mädchen, recht groß und kräftig für ihr Alter, weshalb wir auch glaubten die entzogene Nachtflasche würden ihr nicht schaden.
Einen festen Rytmus hatten wir schon länger versucht einzuführen, allerdings hielt unsere Tochter nicht wirklich viel davon. Sie wurde Morgens gegen 8:00 wach, sollte gegen 12:00 Uhr ihr erstes und gegen 16:00 Uhr ihr zweites Schläfchen halten und um 21:00 Uhr ind Bett gehen. Diese Zeiten verschoben sich allerdings ständig weil Hanna entweder zu früh müde wurde oder zu spät. Nachts verlangte sie bis zu 6 mal in jeder Nacht nach dem Schnuller, außerdem wollte sie gegen 3:00 Uhr noch ein Fläschchen und ließ sich auch nicht mit Tee beruhigen. Wir vermuteten, sie hatte sich das Fläschchen angewöhnt.

Also begannen wir mit der Methode als sie 7 Monate alt war.
Nach drei Tagen Schlafprogramm schlief unsere Tocher zunächst mal wirklich durch, allerdings weinte sie beim Einschlafen noch sehr lange. Ab dem vierten Tag begann sie panisch zu schreien wenn wir sie in ihr Bett legten, sie brüllte solange bis sie sich übergeben musste, auch wenn wir dabei blieben und mit ihr sprachen und sie streichelten! Sie brüllte einmal bis sie ohnmächtig wurde! Natürlich habe ich das Programm dann erstmal abgebrochen und 4 Wochen später erneut versucht.
Dieses Mal mit der festen Überzeugung durchzuhalten, für mich war die Methode die richtige Lösung und ich war wirklich überzeugt davon.
Unter Anleitung meines Kinderarztes hielten wir 1 Woche durch, wenn Hanna sich ohnmächtig schrie nahmen wir sie heraus und legten sie sofort wieder rein wenn es ihr wieder gut ging. Sie sollte ja nicht lernen uns so zu kontrollieren!
Ihr Brüllen aber wurde nicht weniger. Sie schlief auch immer weniger, sie wehrte sich vor dem Einschlafen. Ich hatte jedoch Angst abzubrechen, weil ich überzeugt war konsequent bleiben zu müssen. Konsequenz war laut dem Buch ja das Wichtigste und ich fürchtete ihr mit einem Abbruch des Programms mehr zu schaden!
Hanna schrie nun immer mehr, auch tagsüber, auch auf dem Arm. Sie ass plötzlich auch sehr viel weniger und konnte nicht mehr alleine spielen. Eigendlich spielte sie überhaupt nicht mehr.

Dann machte unser Kia Urlaub und ich ging zu einem anderen, weil Hanna über einen Tag jede Nahrung verweigerte und den ganzen Tag leise wimmerte. Das war genau 10 Tage nach Beginn des Programms. Ich befürchtete sie war krank. Mit dem Kinderarzt sprach ich zunächst nur beiläufig über das Schlaftrainingsprogramm . Der Mann war entsetzt über die Methode und riet uns das ganz schnell sein zu lassen. Hanna schlief zu dem Zeitpunkt auch nur noch etwa 8 Stunden nachts durch, allerdings unter großem Geschrei, ansonsten schlief sie garnicht mehr. Wir waren jedoch noch immer zu überzeugt von dem Buch und der Methode. Es musste doch klappen, was machten wir nur falsch?!
In der folgenden Nacht weinte Hanna 14 Stunden am Stück! Und das obwohl ich neben ihrem bett stand, sie heraus nahm, sie schließlich mit in unser Bett nahm. Sie schlief in den nächsten zwei Tagen in 24 Stunden nur noch etwa 6 Stunden auf den Tag verteilt. Meist auf der Krabbeldecke oder auf dem Teppich, wo sie vor Müdigkeit einfach zusammensackte. Im Bett schrie sie nur. Nahrung bekamen wir überhaupt nicht in sie hinein, sie ließ sich nicht füttern. Alleine trank sie etwas Tee aus der Schnabeltasse.

Irgend etwas musste geschehen und ich sah ein, dass doch nicht Jedes Kind schlafen lernen kann!

Endlich gaben wir es auf!

Die Probleme waren damit noch lange nicht beseitigt, es dauerte eine Woche, bis Hanna wieder Vertrauen zu uns fasste. In dieser Woche musste ich meine Mutter bitten sie zu füttern!!! Wir mussten ihr Beruhigungsmittel geben! Zum Einschlafen setzten wir sie auf die Krabbeldecke bis sie einschlief und umfiel, dann trugen wir sie in unser Bett. Es war die härtste Woche von allen, denn ich hatte erkannt, dass ich Hannas Vertrauen komplett verloren hatte. Sie schien Angst vor mir zu haben.
Nach einer Woche besserte sich die Situation, Hanna kam wieder zu mir gekrabbelt, ließ sich wieder von mir füttern und lachte wieder, wenn auch selten. Langsam wurde sie anhänglicher als sie es je war, sie schlief wieder, allerdings nur in meinen Armen, ich hatte sie nächtelang im Halbschlaf im Arm, denn wenn ich sie ablegte brüllte sie sofort los. Lange Zeit mussten wir ihr noch die Beruhigungsmittel geben!
Inzwischen (sie wird nächste Woche 1 Jahr alt) schläft sie bei uns im Bett ganz gut. Allerdings wird sie noch immer jede Nacht schreiend wach und muss getröstet werden. Einschlafen kann sie nur, wen sie vor lauter Müdigkeit kaum noch stehen kann, oft weint sie sich in meinem Arm in den Schlaf. Jeder Versuch sie ins eigene Bett zu legen scheiterte und wir werden es vorläufig nicht mehr versuchen. Das Gitterbett haben wir in den Keller gestellt, sie hatte Angst davor und traute sich nicht mehr in das Kinderzimmer. Sie hat nun ein großes Bett, wenn ich mich dazu lege schläft sie auch darin.

Unser neuer Kinderarzt meinte ein solches Trauma wäre nach diesem Programm nicht ungewöhnlich, er vermittelte uns Adressen anderer Familien, die die gleiche Erfahrung machen mussten. Bei einigen trat das Trauma schon nach drei Tagen Schlafprogramm auf!
Eines der Kinder musste an den Tropf, weil es keine Nahrung mehr zu sich nehmen wollte!
Die gestillten Kinder stillten sich durch das Programm fast alle ab!
Ein Mädchen wurde nach dem abgebrochenen Schlafprogramm wieder in den Schlaf gestillt, von dem Tag an schlief sie durch!

Ich möchte mit diesem langen Bericht niemandem ein schlechtes Gewissen machen, aber ich möchte, dass ihr wisst, dass der Plan auch schief gehen kann. Davon steht leider nichts in dem Buch.
Oft genug bekamen wir vermittelt, wir hätten etwas falsch gemacht, wir hätten halt nicht hinter der Methode gestanden und unsere Unsicherheit auf Hanna übertragen. Wir waren so sicher und überzeugt von der Methode, dass wir nicht merkten, dass wir unsere Tochter damit kaputt machten.
Man sagte uns wir hätten durchhalten sollen. Irgendwann hätte Hanna mit Sicherheit aufgegeben, da bin ich mir sicher. Aber sie hätte damit jeden Glauben in mich als ihre Mutter aufgegeben!

Mein Kinderarzt sagt folgendes: Das Programm ist ein großer Eingriff in die Phsyche des Kindes und nicht wenige behalten bleibende Schäden davon zurück! Leider bleiben diese Schäden den meisten Eltern verborgen, das heist nicht, dass sie nicht da sind. Die meisten Kinder geben schneller auf als unsere Hanna und tun was man von ihnen verlangt.
Ein Kinderphsychologe den ich mit Hanna regelmässig aufsuche begründet mit solchen "Dressuren", wie er sie nennt, viele Verhaltensstörungen selbst bei größeren Kindern.
Ich selbst musste erst diese Erfahrung machen, und sie auch meiner Tochter zumuten, bevor ich einsehen konnte dass die Methode nicht so gut ist wie sie oft hingestellt wird!
Heute ist mir klar, dass ich lieber ein schlecht schlafendes Kind habe, als ein derart misshandeltes!! Denn das ist diese Methode für mich, eine Misshandlung der Würde des Kindes!

Wenn ihr ähnliches erlebt habt, bitte verschweigt es nicht länger! Auch ich hatte große Probleme damit, meine Erfahrungen öffentlich zu machen, aus Angst vor Angriffen. Meine Scham war groß genug! Aber nur so können andere Kinder vor dem gleichen bewahrt werden.
Lasst euch nicht einreden, ihr hättet etwas falsch gemacht, wärt nicht konsequent geblieben oder hättet versagt!

Ich habe inzwischen über meinen Kinderarzt, meinen Kinderphsychologen und über das Internet so viele Familien kennengelernt, denen es ähnlich ging. Und alle dachten sie wären die Einzigen! Und jede Familie, die die Erfahrungen nicht länger verschwiegen, lernte neue Familien mit der gleichen Erfahrung kennen!

Leider reagiert Frau Kast-Zahn nicht auf meine Briefe, in denen ich von unseren Erfahrungen berichte. Warscheinlich bangt sie um die Verkaufszahlen ihres Ratgebers, wenn sie eingesteht, was ihre Methode wirklich darstellt.


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Erfahrungsbericht und Antwort im Still-Forum bei rund-ums-baby
Liebe Frau Welter!
Mein Sohn ist nun 9 Monate, das Einschlafen am Abend und das Durchschlafen war schon immer schwierig. Ohne Stillen ging es einfach nicht!
Seit zwei Wochen wollte er nachts wieder 3-5 mal gestillt werden, ich konnte nicht mehr.
Ich lese oft bei ihnen das das normal ist, aber ich konnte irgendwie nicht mehr.
Vor einer Woche haben wir dann angefangen nach dem Buch "Jedes Kind kann schlafen lernen". Ich weiß, sie halten davon nicht so viel, aber wir wussten nicht mehr weiter. Ich wollte so gerne abends mal wieder weggehen, aber dann musste mein Mann mich immer anrufen, weil der Kleine ohne Brust nur schreit. Ich dachte es würde ihm nicht schaden, wissen sie, das Buch ist wirklich gut und logisch geschrieben. Ich habe ihm geglaubt.
Wir haben also letztem Montag mit der Methode begonnen. Nach 1,5 Stunden Geschrei hat er geschlafen, wurde aber fast jede Stunde wach. Dann hat er wieder 30-60 Minuten geweint bevor er wieder einschlief. Wir haben ihm zwei mal eine Flasche gegeben, falls er doch hungrig war, die wollte er aber nicht.
Am Dienstag war er wie immer, am Abend schlief er schon nach 30 Minuten.
Mittwoch begann er schlechter zu essen, außerdem brüllte er hysterisch los wenn wir ihn in sein Bett legen wollten. Mein Mann meinte wir müssten da jetzt durch sonst wäre das ganze Theater umsonst gewesen. Es hat 2 Stunden gedauert bis er schlief und er weinte und wimmerte die halbe Nacht. Ich konnte dann nicht mehr und habe ihm die Brust angeboten aber er verweigerte sie! Er schrie nur noch lauter.
Irgendwann schlief er dann ganz erschöpft ein.
Donnerstag verweigerte er die Brust total und nahm plötzlich nur noch Fläschchen. Weil er so wenig geschlafen hat ist er sehr quengelig und weint und jammert tagsüber viel. Abends ist er wieder nur nach langem Weinen eingeschlafen und wenn wir hingingen (spätestens immer nach 7-8 Minuten) regt er sich nurnoch mehr auf und brüllt wie am Spies. Wenn wir weggehen jammert er nur.
Seid Freitag verweigert er jede Nahrung, er will weder Brust noch Brei. Aus der Flasche trinkt er wenig und nur wenn er sie alleine halten darf.
Ich habe das Programm dann abgebrochen und ihn in unser Bett genommen, auch wenn es falsch war, aber ich konnte das nicht mehr mit ansehen. Allerdings schreit er dort genau so viel. Eher noch mehr und länger!
Mein Mann meint die ständige Hinrennerei wäre falsch, das regt ihn nur noch weiter auf. Er will ihn in sein Bett legen und schreien lassen bis er schläft. Er meint anders würde er es nicht lernen. Aber das ist falsch, das weiß ich!
Mein Sohn ist durch das Programm total verändert. Quengelig, weinerlich, schreit viel mehr als sonst und hat sich abgestillt was ich eigendlich nicht wollte. Ich wünschte ich hätte das nie getan, aber ich kann es nicht mehr rückgängig machen.
Ich fürchte es hat ihm wirklich geschadet, wie kann ich ihm zeigen, dass ich trotzdem für ihn da bin? ich sage ihm ständig wie leid es mir tut und das ich sowas nie wieder machen werde aber er brüllt mich nur an wenn ich zu ihm rede.
Außerdem macht mir sein essen Enorme Sorgen! Er trinkt nur noch 3-4 mal am Tag 100 - 120 ml Folgemilch und isst nur ein oder zwei Kekse oder mal ein Stück Banane.
Das ist doch viel zu wenig, oder?
An die Brust will er garnicht mehr, ich glaube fast er hasst sie plötzlich. Ich glaube fast er hasst mich für das was ich mit ihm gemacht habe...
Meinen sie ich werde ihn wieder stillen können? Ich pumpe derzeit ab, aber er verweigert die Milch aus der Flasche zu trinken.
Meinen sie er wird das wieder vergessen? Wie kann ich ihm nur helfen?
Ich weiß mir keinen Rat mehr, das schlaue Buch hilft in solchen Situationen leider nicht weiter, nach dem Buch passiert sowas nicht!
Ich bin für jede Antwort und jeden Tipp sehr dankbar!

Enschuldigen sie, dass ich meinen Namen heute nicht nennen möchte, aber ich schäme mich richtig!

Antwort:
Als ich Ihre Anfrage gelesen habe, hat mich wieder einmal eine große Traurigkeit, aber auch etwas Wut überfallen.

Traurigkeit deshalb, weil es wieder einmal passiert ist, dass eine Frau und Mutter durch ein Buch so manipuliert werden konnte, dass sie sich gegen ihr Gefühl und ihren Instinkt gewandt hat und weil wieder einmal ein Baby in tiefste Verzweiflung gestürzt wurde. Wut, weil diese Methode als die "Offenbarung" gehandelt wird, weil immer wieder Eltern dazu gebracht werden, sie bei ihrem Kind anzuwenden und dann Eltern und Kind alleine gelassen sind, wenn sie erleben müssen, dass ihr Kind diese Vorgehensweise in vielfacher Weise verstört und verändert hat.

Die Tatsache, dass Sie hier im Forum schildern, was Ihnen und Ihrem Kind passiert ist, beweist viel Mut. Leider verkriechen sich nämlich viele Eltern, bei denen ein Schlaftrainingsprogramm einen solchen Ausgang gefunden hat, berichten nicht von ihren Erfahrungen und halten sich womöglich noch für Versager, weil es bei ihnen nicht funktioniert hat. Wobei "funktionieren" eine sehr zweischneidige Sache ist, denn nicht immer zeigen sich die Folgen so deutlich und unmittelbar wie bei Ihrem Kind.

Sie habe recht, das Buch ist auf den ersten Blick so einleuchtend und logisch geschrieben und darin liegt die große Gefahr: die Leserin/der Leser wird eingelullt und manipuliert und merkt es noch nicht einmal. Erst hinterher, wenn die Methode fehlgeschlagen ist, dann wird realisiert, dass es nicht nur schwarz und weiß auf dieser Welt gibt und dass auch Babys individuelle Persönlichkeiten sind und eben nicht "jedes Kind" auf diese Weise schlafen lernen kann.

Ich habe kein Patentrezept, wie Sie das Vertrauen Ihres Sohnes wieder zurückgewinnen können, ebensowenig, wie ich ein Patentrezept habe, wie Babys lernen können durchzuschlafen, ehe sie dazu reif sind. Ich kann Ihnen jetzt einige Hinweise geben und Vorschläge machen, wie sie versuchen können, Ihr Kind wieder zu beruhigen und ihm wieder etwas Halt zu geben, in einer Situation, in der er offensichtlich jeglichen Halt und auch jegliches Vertrauen zu sich und seiner Umgebung verloren hat.

Versuchen Sie Ihrem Baby viel Körperkontakt zu geben. Baden Sie gemeinsam, schlafen Sie gemeinsam, tragen Sie Ihren Sohn, massieren Sie ihn. Sprechen Sie mit Ihrem Kind. Er wird nicht jedes Wort verstehen, aber sicher mehr, als viele Menschen sich vorstellen können.

Lassen Sie das Essen und Füttern jetzt zweitrangig sein. Ich weiß, dass Ihnen das jetzt schwerfällt, aber es ist nicht sinnvoll eine neue Front aufzubauen und das Kind wieder zu etwas zwingen zu wollen. Mit Zwang werden Sie keinen Zugang zu Ihrem Sohn finden.
Vielleicht kann eine Freundin, eine Großmutter oder ein anderer liebevoller Mensch vorübergehend das Füttern zumindest teilweise übernehmen.

Richten Sie sich darauf ein, dass Sie sich in der nächsten Zeit fast ausschließlich Ihrem Sohn widmen. Sie beide brauchen Zeit, um dieses Trauma zu verarbeiten.

Ich werde Ihnen nun auch noch einige Tipps, die sich bei einem Stillstreik bewährt haben auflisten, möglicherweise ist etwas dabei, was Ihnen weiterhilft:
• im Umhergehen stillen,
• in der Badewanne oder im Schaukelstuhl stillen,
• im Halbdunkeln stillen,
• im Halbschlaf stillen,
• das Baby mit der Brust spielen lassen,
• unterschiedliche Stillhaltungen ausprobieren,
• alle künstlichen Sauger vermeiden,
• das Baby massieren,
• viel Körperkontakt (Haut auf Haut),
• und ganz wichtig: keinen Stillstress erzeugen, weder bei der Mutter noch beim Kind, Ruhe und Gelassenheit, auch wenn es schwer fällt.

Um Ihre Milchproduktion aufrecht zu erhalten und zu verhindern, dass Ihre Brust übervoll wird, sollten Sie Ihre Milch ausstreichen oder abpumpen. Die so gewonnene Milch können Sie Ihrem Kind mit einer alternativen Fütterungsmethode anbieten, z.B. mit einem Becher. Die Flasche ist in dieser Situation nicht unproblematisch, denn es kann Ihnen passieren, dass sich Ihr Kind dann zur Flasche hin abstillt.

Wenn Sie mir Ihren Wohnort mit Postleitzahl angeben, suche ich Ihnen gerne die nächstgelegene LLL-Stillberaterin heraus, die Ihnen die Becherfütterung zeigen kann und Ihnen auch sonst noch weitere Tipps geben kann.

Ich wünsche Ihnen viel Kraft und Geduld und hoffe, dass Ihr Mann Sie unterstützen wird, bei dem Weg zurück, zu einer vertrauensvollen Mutter-Kind-Beziehung und möchte Ihnen nochmals sagen, dass ich Ihren Mut bewundere, dass Sie Ihre Geschichte in diesem Forum anderen zugänglich gemacht haben, denn vielleicht bewahrt Ihre Offenheit zumindest einige Babys davor, das Gleiche erleben zu müssen.

LLLiebe Grüße
Biggi Welter


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Warum ich die Ferber-Methode verabscheue
Meine Tochter Noemi ist jetzt 6 Monate alt, und das Schreien hat sich schon erheblich gebessert. Sie lacht viel und strahlt jeden an, der ihr über den Weg läuft. Für uns ist das wie eine Belohnung für die Mühen der letzten Monate. Allerdings sind die Tage und vor allem auch die Nächte mit ihr weiterhin recht anstrengend. Sie wird jeden Abend in den Schlaf gestillt, und falls sie dadurch nicht einschläft, trage ich sie umher oder wippe mit ihr auf dem Pezziball auf und ab. Auch nachts wacht sie mehrmals auf und wird dann gestillt, damit sie wieder einschläft. Dies kann so nicht bleiben, hören wir von allen Seiten – die Ferber-Methode muß her. Schließlich muß das arme Kind bei seiner Entwicklung zur Selbständigkeit unterstützt werden.
Ich habe das Buch »Jedes Kind kann schlafen lernen« gelesen und muß sagen, daß ich über die Aussagen des Buches entsetzt bin. Noch viel erschreckender finde ich, daß offenbar die große Mehrheit der Eltern recht überzeugt davon ist und ihren Kindern auf diese Weise das Ein- und Durchschlafen beibringt.
Die Empfehlungen des Buches sind mir deshalb zutiefst zuwider, weil ich selbst als Kind auf diese Art und Weise gelernt habe, nachts meine Eltern nicht zu »brauchen«. Statt Geborgenheit in den Armen meiner Mutter beim Einschlafen hatte ich Kuscheltiere und andere leblose Gegenstände. Damit ich »keine Angst« vor der Dunkelheit hatte, steckte in der Steckdose eine Nachtlampe, deren diffuser Schimmer all die tagsüber so vertrauten Gegenstände noch gespenstischer erscheinen ließ.
Vor Monstern hatte ich nie Angst, jedoch bin ich unzählige Male zu Tode erschrocken, weil ich im Halbdunkel bestimmte Dinge im Zimmer nicht gleich erkannt habe. Niemals habe ich meinen Eltern davon erzählt, denn ich wußte ja, daß sie im Zimmer nebenan sind und meine Ängste deshalb ungerechtfertigt sind. Irgendwann fing ich an, mich selbst dafür zu hassen, daß ich offensichtlich jede Menge ungerechtfertigter Wünsche hatte, wie zum Beispiel mit meinen Eltern im selben Bett zu schlafen. Warum konnte ich nur nicht zufrieden sein, wo doch meine Eltern »immer« für mich da waren? Irgendwas mußte mit mir nicht stimmen, so dachte ich.
Nicht, daß meine Eltern mich unter »besonderen Umständen«, wie zum Beispiel einem heftigen Gewitter, nicht in ihr Bett gelassen hätten. Alle Angst war wie weggeblasen, höchstens ein wohliges Gruseln, wenn es blitzte und krachte. Wie sehr wünschte ich mir, diese Geborgenheit auch in der folgenden Nacht wiederzuerleben, jedoch wurde mir bedeutet, daß ich doch ein eigenes Bett hätte, in dem ich prima schlafen könnte. Es sei also nicht »nötig«, daß ich wieder im Elternbett schlafe. Wieder fühlte ich mich schuldig, ein so sehnsüchtiges Verlangen nach nächtlicher Nähe zu meinen Eltern zu spüren.
Wohlgemerkt, bei uns lag das Elternschlafzimmer direkt neben dem Kinderzimmer, und durch die stets geöffnete Tür hatte ich Blickkontakt zu meinen Eltern. Aber was hätte ich darum gegeben, mich anzukuscheln an etwas Lebendiges. Ich fing an, Ehepaare zu beneiden. Ich dachte mir, wie gut es doch Erwachsene haben, da sie heiraten können und doch tatsächlich jede Nacht im selben Bett schlafen können, ohne daß das jemand schlimm findet. Ich wollte auch erwachsen sein und heiraten, denn dann müßte ich beim Einschlafen nie wieder Angst haben. Aber ich war Kind und allein.
So »gewöhnte« ich mich mit den Jahren daran, daß man wohl nichts dran ändern kann. Nacht für Nacht wartete ich nach dem Gutenachtkuß darauf, daß mich der Schlaf übermannt und von meiner Angst erlöst. Zwar dachte ich manchmal, daß ich so nicht weiterleben könnte, aber ich war überzeugt, daß es an mir läge, daß ich irgendwie falsch, »unersättlich« wäre. Und so hütete ich mich, vor meinen Eltern zuzugeben, daß es mir wirklich schlecht ging. Meine Eltern waren tagsüber so fürsorglich, da konnte ich ihnen doch nicht zumuten, auch noch abends oder gar nachts etwas von ihnen zu fordern?
Bis ins Teenageralter hinein ging das so, ohne daß meine Familie gemerkt hätte, daß etwas nicht stimmt. Ich sagte nichts und hatte auch sonst keinerlei Verhaltensauffälligkeiten. Tagsüber war ich ein geselliges, selbstbewußtes, freundliches Kind, gut in der Schule, bei bester Gesundheit. Abends ging ich brav ins Bett und schlief durch bis zum nächsten Morgen. Meine Eltern hätten niemals niemals aus meinem Verhalten irgendwelche Schlüsse ziehen können, wie es mir innerlich wirklich ging. Es war mir nicht mal selbst klar, was mir fehlt, ich hatte nur ein inneres brennendes Gefühl, daß mir »etwas« fehlt. Aber WAS?
Es war Nestwärme, die mir meine Eltern glaubten, tagsüber in ausreichender Weise geben zu können. Ich habe sehr lange gebraucht, um das zu erkennen. Seitdem ich weiß, daß es der menschlichen Spezies regelrecht einprogrammiert ist, als Kind rund um die Uhr, VOR ALLEM aber in der Dunkelheit der Nacht die Nähe eines Erwachsenen zu »brauchen«, nicht als Unterhaltungsprogramm, sondern als sichere Zufluchtsstätte, leicht und jederzeit zu erreichen, kam ich wieder mit mir selbst ins Reine. Schließlich sicherte dies unseren Vorfahren in der Savanne das Überleben. Verlor ein Baby den Körperkontakt zum Erwachsenen, mußte es einfach sofort laut schreien, da es sich in der Tat in Todesgefahr befand. Ebenso in den Jahren des Heranwachsens.
Seitdem mir das klar ist, verurteile ich mich nicht mehr für mein starkes kindliches »Bedürfnis« nach Körpernähe, ebenso wenig für die schrecklichen Gefühle, die durch den Mangel derselben entstanden sind. Es waren meine absolut natürlichen und richtigen Instinkte, die mein heftiges Verlangen danach entstehen ließen, und nicht etwa die unersättlichen Wünsche eines zivilisationsbedingt verwöhnten Kindes.
Eure Kinder werden sich um jeden Preis an die Lebensbedingungen, die Ihr ihnen bietet, anpassen, egal, wie natürlich oder unnatürlich diese sein mögen. Verhaltensstörungen würden sich erst bemerkbar machen, wenn die Lebensbedingungen so unnatürlich werden, daß das Kind sie nicht mehr kompensieren kann. Auch ich habe meine Aufwachsbedingungen hervorragend kompensiert. Ich führe ein erfolgreiches Leben ohne finanzielle Sorgen, habe eine glückliche Beziehung, Freunde, usw.
ABER: niemals werde ich mich in meinem Leben so richtig gut aufgehoben fühlen, einfach »wissen«, egal was passiert, es ist immer jemand für mich da. Immer die Angst, die Alpträume meiner Kindheit könnten irgendwann in Zukunft in veränderter Form zurückkehren und ich wäre dann, wenn ich am dringendsten jemanden brauchen würde, verlassen und allein. Dies ist der Preis, den ich bezahlt habe, und ich muß sagen, er ist zu hoch für ein ganzes Leben.

Beate Losch



lg pitti

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achso hier mal ammenmärchen zum schlafen..

Antwort von pittiplatsch80 am 15.05.2006, 12:52 Uhr

viell. auch gfür bine interessant

Babys müssen von Anfang an in ihrem eigenen Bett/Zimmer schlafen, sonst werden sie verwöhnt.

Diese Meinung ist in Deutschland immer noch sehr verbreitet. Selbst (Kinder)-Ärzte, Psychologen oder Hebammen verunsichern junge Eltern sehr mit dieser absurden Behauptung. Richtig ist, dass das menschliche Baby ohne Fürsorge der Eltern nicht überlebensfähig wäre. In "freier Wildbahn" wäre ein Baby, das nicht weint, wenn es sich allein wiederfindet, verloren, und diese Instinkte existieren auch trotz kulturell bedingten abweichenden Erwartungen weiter. Die Nähe der Eltern und der Körperkontakt gibt dem Baby Geborgenheit und die Gewissheit, dass alles in Ordnung ist. Das gilt insbesondere auch für die Nächte. Die Mehrheit der Eltern auf dieser Welt schläft gemeinsam bei ihren Kindern, so wie es die Eltern unserer Urahnen auch schon taten. Getrennte Schlafzimmer für Eltern und Kinder ist eine Erfindung der reichen Industrieländer, ein "Luxus" auf Kosten der Bedürfnisse von Kindern. Kinderzimmer gibt es erst seit 100 Jahren.

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Babys müssen wach ins Bettchen gelegt werden, damit sie lernen von alleine einzuschlafen.


In diversen populären Elternratgebern wird diese Behauptung aufgestellt und damit begründet, dass Kinder Rituale bräuchten, die ihnen immer wieder dieselben Bedingungen vor dem Einschlafen garantierten. Dies sei Voraussetzung für das selbstständige Einschlafen nach kurzem Erwachen in der Nacht. Das Kind würde dann automatisch "abchecken" - aha, alles ist so wie beim Einschlafen, wäre beruhigt und fände daraufhin problemlos ohne die Hilfe der Eltern wieder in den Schlaf. Die Erfahrungen zahlloser Eltern sprechen eine andere Sprache: Jedes Kind ist anders. Alles graue Theorie! Bei den einen klappt es, bei den anderen nicht, bei den nächsten ging das eine Zeitlang gut, doch plötzlich nur noch bei schönem Wetter :-) und noch andere wünschten, sie wären nie auf so einen Blödsinn reingefallen. Am besten schläft ein Baby nun mal mit einem Gefühl der Sicherheit ein, und das verbinden die meisten von ihnen mit der Anwesenheit eines Elternteils.

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Babys, die in ihrem eigenen Bettchen schlafen, haben nur selten Schlafprobleme.

Quatsch!
Schlafen ist ein Reifeprozess des Gehirns. Der Schlaf eines reifen Neugeborenen unterscheidet sich deutlich vom Schlaf eines Erwachsenen. Aufteilung der Schlafphasen: 45 - 50 % aktiver Schlaf , 10 - 15 % Übergangsschlaf (Phase vom REM in den Tiefschlaf), 35 - 45 % Tiefschlaf. Aktive Schlafphasen erkennt man an sich ruckartig bewegenden Augäpfeln unter den (halb) geschlossenen Lidern (= Rapid Eye Movement -> REM-Schlaf), die Atmung ist unregelmäßig, die Gesichtsmuskeln zucken. Junge Säuglinge sind nicht in der Lage Tag und Nacht zu unterscheiden. Erst allmählich wechseln sich REM-Schlaf- und Tiefschlafphasen ab . Im Alter von 2 Jahren beträgt der Anteil des REM-Schlafs noch 25 % (Vergl. Erwachsener: 20 %). Unbestritten unter den Schlafforschern ist, dass der Übergang vom REM-Schlaf in den Tiefschlaf dazu führt, dass Kinder erwachen (Aufwachreaktion). Dies kann mehrere Male während der Nacht geschehen und gehört zum völlig normalen Schlafverhalten eines Kindes. Einige Wissenschaftler, z. B. James McKenna, sind der Meinung, dass die Aufwachreaktion beim Säugling ein natürlicher Schutzmechanismus gegenüber dem plötzlichen Kindstod sei. Ab wann ein Kind durchschläft ist reine Spekulation und abhängig vom Kind. Häufig wird hierbei ein Alter von etwa 2 Jahren genannt. Es gibt aber auch Kinder, die schlafen von Anfang an durch, und andere sind erst weit nach dem 2. Geburtstag so weit. Die Bandbreite ist groß. Übrigens, niemand würde ernsthaft auf die Idee kommen, ein Kind z. B. zum Laufen zu animieren oder zum Sauberwerden, bevor die Anzeichen dafür da sind. Warum also dieser "Ehrgeiz" beim Durchschlafen? "Schlafprobleme" schaffen sich wohl eher die Eltern, die mit unrealistischen Erwartungen an den Kinderschlaf herangehen.

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Wenn Babys beim Stillen an der Brust einschlafen, führt das zur liebgewonnenen Gewohnheit und die Kinder werden es nie lernen, alleine in den Schlaf zu finden.

Mütter, deren Kinder beim Stillen einschlafen profitieren von dieser "liebgewonnenen Gewohnheit" ihrer Kinder. Ein Baby zu betreuen ist anstrengend, vor allem, wenn die Mutter unter einem Schlafdefizit leidet und/oder Geschwisterkinder da sind. Das Einschlafen an der Brust ist ein friedlicher Tagesausklang für Mutter und Kind. Beide genießen die unmittelbare Nähe zueinander und den Körperkontakt. Das Baby schlummert zufrieden weg und die Mutter hat ein paar Minuten der Entspannung nur für sich. Leider ist es nur zu wahr, dass dieses kuschelige Einschlafritual nicht unbedingt von Dauer ist - von wegen alleine in den Schlaf finden ... Viele Mütter "trauern" der Zeit nach, in der sich das Baby einfach andockte und einschlief. Häufig ändert sich das, sobald die Kinder mobiler werden. Dann sieht alles schon wieder ganz anders aus: Baby wird gestillt, ist danach topfit und krabbelt fröhlich brabbelnd durch die Gegend, als hätte es einen doppelten Energiedrink genossen. Und wieder - jedes Kind ist anders! Das eine kehrt nach kurzer Entdeckungsreise an die Mutterbrust zurück und schläft dort doch noch ein, das andere denkt nicht im Traum daran und ist erst Stunden später so müde, dass es von einem Schlafanfall direkt auf dem Fußboden niedergestreckt wird und wieder ein anderes Kind lässt sich nach einiger Zeit wach ins Bett legen und ist schon eingeschlafen, bevor Mutter oder Vater den Gutenachtkuss loswerden konnten :-) Es gibt dazu 1000 und 1 Geschichte aus dem wahren Leben!

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Ein weinendes Kind darf nicht aus dem Bett geholt und auf dem Arm getröstet werden, denn damit wird es verwöhnt.

Die Sprache der Babys in Notsituationen sind das Weinen und das Schreien. Bis etwa im Alter von 6 Monaten ist ein Kind nicht in der Lage zu begreifen, dass seine Eltern auch noch da sind, wenn es sie nicht sehen kann, wenn sie sich also z. B. im Raum nebenan sind. Durch das Weinen drückt es sein Unbehagen aus. Aufgrund seines Urvertrauens erwartet es ganz selbstverständlich, dass Mutter oder Vater oder jede andere vertraute Person nach ihm schauen und es trösten wird. Dem Baby reicht es dabei nicht, nur Händchen zu halten. Es ist dem Menschenbaby ein echtes Bedürfnis auf den Arm genommen und getragen zu werden. Die Körperwärme, der vertraute Geruch seiner Mutter/seines Vaters, die wiegenden Schritte beim Gehen, die Umarmung, das Schmusen, ... alles sind Sinnempfindungen, die das Baby spüren muss, um sich körperlich und geistig gesund entwickeln zu können. Ein Baby wird so ganz bestimmt nicht verwöhnt, sondern sein Urvertrauen wird gefestigt.

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Damit Kinder alleine ein- und durchschlafen lernen, hilft nur Konsequenz.

Konsequenz bedeutet in diesem Falle Verhaltenstraining, das einer Dressur gleich kommt. Erwünschtes Verhalten wird belohnt, z. B. - wenn du im Bett bleibst, bleibt die Tür einen Spalt offen, wenn nicht, wird sie für kurze Zeit geschlossen. Wacht ein Kind auf und verlangt, gestillt zu werden oder nach der Milchflasche, wird von Verfechtern der Konsequenz geraten, ihm diese zu verweigern und es wird in den meisten Fällen nach Plan schreien gelassen. Bei Müttern gestillter Kinder kann dies das empfindliche Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage stören, einen Milchstau oder gar eine Brustentzündung provozieren. Jüngere Babys lernen möglicherweise wirklich trotz Hungers weiterzuschlafen, nehmen aber auf Dauer schlecht zu, was dann wieder der Milchmenge oder Milchqualität der Mutter "in die Schuhe geschoben" wird. Viele Einschlaf - und Durchschlafprobleme werden durch diese Vorgehensweise erst erzeugt, denn häufig haben Eltern unrealistische Vorstellungen, wie ein "artiges" Kind zu sein hat und sind nicht in der Lage, flexibel zu reagieren. Ein Machtkampf schraubt sich hoch, auf der Strecke bleiben nur Verlierer: aggressive, verwirrte oder entmutigte Kinder, verbitterte Eltern.

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Im Alter von 6 Monaten ist das Gehirn soweit ausgereift, dass Babys bis zu 11 Stunden hintereinander schlafen können.

Diese Aussage widerspricht den praktischen Erkenntnissen. Jedes Kind entwickelt sich nach einem individuellen Plan, der genetisch festgelegt ist. Pauschalisierungen führen zu Verunsicherung von Eltern und sind diese erst mal verunsichert, kann ihnen leichter eingeredet werden, sie würden etwas falsch machen und es läge allein an ihnen, dass ihr Kind unter "Schlafproblemen" leide.

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Ab 6 Monaten brauchen Kinder keine Mahlzeiten mehr in der Nacht.

Dies ist eine der vielen unbewiesenen Behauptungen. Auch nach dem 6. Monat ist die Nahrungsaufnahme in der Nacht nichts Ungewöhnliches. Eine von Jelliffe und Jelliffe durchgeführte Studie ergab, dass Babys im Alter von 10 Monaten noch 25 % ihrer Muttermilchaufnahme in der Nacht zu sich nahmen. Diese Studie ist sicher auch übertragbar auf Kinder, die nicht oder nicht mehr gestillt werden.

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Kleinkinder, die nachts ständig ins Elternbett kommen und dort schlafen wollen, leiden unter einer Schlafstörung.

Im Zusammenhang mit dem umstrittenen Erziehungsprogramm Triple P gibt der Kinderschutzbund zu bedenken, dass dieses Verhalten von Kleinkindern nicht als Fehlverhalten oder Schlafstörung zu interpretieren sei, sondern wohl eher als ein Grundbedürfnis nach Nähe und Geborgenheit, das dem gesunden Entwicklungsstand von Kleinkindern entspräche. Wie absurd, dieses natürliche Bedürfnis durch Schlaftrainingsprogramme unterdrücken zu wollen.

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Babys lernen schnell, liebgewonnene Gewohnheiten mit Schreien durchzusetzen.

Eine solche Fähigkeit setzt intellektuell voraus, dass kausale Zusammenhänge nach dem Wenn-Dann-Prinzip hergestellt werden können - Wenn ich schreie, dann kommt meine Mutter - So weit denkt ein Baby aber noch nicht. Es schreit, weil es Hunger oder Schmerzen hat, weil ihm zu kalt oder zu warm ist, weil es sich unwohl fühlt oder sich fürchtet. Es ist mit dem Urvertrauen geboren, dass seine Eltern sich kümmern. Wenn Eltern das Schreien als Manipulation verstehen, also davon ausgehen, dass Baby "will ihnen nur auf der Nase rumtanzen" und als "Erziehungsmaßnahme" ihr Kind schreien lassen, ist das mit einem Verlust des Urvertrauens verbunden. Das Baby resigniert und muss die schmerzliche Erfahrung machen, dass es keine Hilfe in der Not zu erwarten hat. Wäre es nicht wirklich traurig, würde ein Baby lernen, dass seine Mutter niemals kommt, wenn es nach ihr ruft?

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Ein sättigender Milchbrei am Abend und das Baby schläft durch.

Merkwürdig. Genau das Gegenteil wird bei Erwachsenen empfohlen - abends sollte lieber eine leicht verdauliche Mahlzeit zu sich genommen werden, denn ein voller Magen und erholsamer Schlaf passten nicht zusammen. Sollte dieser Rat nicht auch ganz besonders für Babys empfindlichen und noch unreifen Verdauungstrakt gelten?

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Schlaftrainingsprogramme schaden der Kinderseele nicht!

Die Befürworter der Schlaftrainingsprogramme setzen auf den kurzfristigen Erfolg, der sich angeblich zum Besten für das Kind nach ein paar tränenreichen Nächten durchsetzen wird.
Die Kinder würden wie durch ein Wunder alleine einschlafen und durchschlafen, wären tagsüber ausgeglichener und fröhlicher. Oberflächlich betrachtet mag dies stimmen, denn Kinder passen sich instinktiv ihrer Umwelt an, wenn sie spüren, es gibt keine Alternativen. Wer zu seinen Kindern ein inniges und dauerhaft vertrauensvolles Verhältnis aufbauen möchte, das von gegenseitigem Respekt füreinander gekennzeichnet ist, der lässt die Finger von Schlaftrainingsprogrammen.

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Aber nur 3 Minuten schreien lassen schadet doch sicher nicht!

Fast jedes Kind muss schon einmal wenige Minuten warten, bevor seine Mutter es trösten kann, z.B. wenn diese noch andere Kinder zu versorgen hat. Das wird das Kind verkraften. Wenn die Mutter es danach sofort liebevoll tröstet, lernt das Baby, dass es sich trotz der kurzen (!) Wartezeit auf sie verlassen kann. Kontrolliertes Weinen lassen wird für das Baby nicht erträglicher, wenn die Eltern in kurzen Zeitabständen zu ihm gehen, ganz im Gegenteil: Immer und immer wieder muss das Baby hilflos mit ansehen, wie die Eltern den Raum wieder verlassen. Wie klein und niedrig muss es sich fühlen, wenn es merkt, dass es nicht in der Lage ist, die eigenen Eltern dazu zu bewegen, es zu trösten. Ein gesundes Selbstwertgefühl und Vertrauen zu sich selbst und zu den Eltern kann sich so kaum entwickeln.

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Mit dem Schlaftrainingsprogramm darf im Alter von 6 Monaten begonnen werden.

Sämtliche Schlaftrainingsprogramme, ob sie -Jedes Kind kann schlafen lernen - oder - Sanduhrmethode - heißen, basieren auf den Erkenntnissen von Prof. Ferber, der in Boston, USA, ein Schlaflabor an einer Klinik leitete. Nach seiner Aussage hat er die Schlaftrainingsprogramme entwickelt für Eltern mit sog. Schreibabys, die kurz davor waren, ihre Kinder körperlich zu misshandeln. Ausdrücklich unterstreicht Prof. Ferber, dass Schlaftrainingsprogramme frühestens nach dem 12. Monat durchgeführt werden sollten, um die psychische Gesundheit der Kinder nicht zu gefährden. Diese Voraussetzung wird von vielen "Experten" schlichtweg ignoriert. Abgesehen davon ist es zur Zeit einfach en vogue Schlaftrainingsprogramme durchzuziehen. Wer sich zum Thema noch eingehender informieren möchte, hier der Link zu unserer Roten Buchliste: Jedes Kind kann...

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Ein Kind zieht nie freiwillig aus dem Familienbett aus.

Quatsch!! Individuell unterschiedlich, oft aber ab dem 4. Lebensjahr, setzen Selbstständigkeitsbestrebungen ein, die sich nicht nur auf die Person, sondern auch auf den Ort beziehen. Wird dem Kind dann ein eigenes Bett angeboten, wird es das Angebot annehmen, wenn es reif dazu ist und bis zu diesem Zeitpunkt sein Bedürfnis nach Nähe stetig befriedigt worden ist.

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Gemeinsames Schlafen von Eltern und Kindern im Familienbett führt zu einer ungesunden Eltern-Kind-Bindung.

Es gibt eine Reihe von wissenschaftlichen Studien, die belegen, dass das gemeinsame Schlafen von Eltern und Kinder viele Vorteile mit sich bringen. Das gemeinsame Schlafen von Mutter und Kind wirkt sich positiv auf das Stillen und den natürlichen Mutterinstinkt aus. Eltern, insbesondere Mütter müssen während der Nacht nicht ihren Schlaf unterbrechen und sich um das weinende Kind neben an kümmern. Ihr Schlafdefizit ist im Vergleich zu Müttern, die kein Familienbett haben deutlich reduziert. Die Mütter sind tagsüber ausgeruhter und belastbarer, neigen deswegen weniger dazu, ihre Kinder körperlich oder psychisch respektlos zu behandeln. Kinder wissen, dass sie sich auf ihre Eltern verlassen können, gerade auch in der Nacht, wenn die Schatten hinter der Gardine immer größer werden :-)
Fazit: das gemeinsame Schlafen im Familienbett ist das, was dem kindlichen Bedürfnis nach Nähe und Geborgenheit am besten gerecht wird, solange Kinder nicht von sich aus den Wunsch äußern, im eigenen Bett schlafen zu wollen. Weitere Informationen hier auf unserer Seite.

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Gemeinsames Schlafen im Familienbett ist ein Risikofaktor für den plötzlichen Kindstod (SIDS).

Das stimmt nicht!
In Deutschland wird von offizieller Seite immer noch vom Familienbett abgeraten, weil das Kind angeblich überwärmt werden oder die kohlendioxidreiche Atemluft eines Elternteils einatmen könnte, so dass befürchtet wird, es könnte zu einer Unterversorgung des kindlichen Organismus mit Sauerstoff kommen. Untersuchungen in Schlaflabors widerlegen diese Befürchtungen und kommen zu dem Schluss: Das gemeinsame Schlafen von Eltern und Kindern im Familienbett schützt vor SIDS, vorausgesetzt es werden die empfohlenen Sicherheitshinweise beachtet. Eltern, die rauchen, sollten auf das Familienbett verzichten. Die Atemluft ist mit Nikotin- und Schadstoffresten belastet, die das SIDS-Risiko erhöhen. Weitere Informationen unter der Rubrik Schlafen/Wissenswertes auf unserer Seite.

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Das Risiko für ein Baby von den Eltern im Familienbett erdrückt zu werden ist hoch.

Das stimmt nur, wenn Eltern Alkohol konsumieren oder andere Drogen zu sich nehmen. Die körperliche und geistige Wahrnehmung kann dadurch so getrübt sein, dass für das Baby tatsächlich die Gefahr besteht, erdrückt zu werden. In diesem Fall sollte auf ein Familienbett verzichtet werden.

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Das Familienbett ist sexfeindlich.

So gut wie alle, die kein Familienbett haben, fragen irgendwann einmal nach, weil die Neugierde einfach zu groß ist. Und tun dann ganz erstaunt, als wäre es ihnen nie vorher in den Sinn gekommen, dass Sex zwar lust- aber nicht ortsabhängig ist. Ach soooooo! Häufig bedauern sie im Verlaufe des Gesprächs, dass ihr eigenes Sexleben viele Wünsche offen lässt, weil sie 10 mal nachts aus dem Schlaf gerissen werden, aufstehen und nach dem Baby/Kleinkind sehen müssen. Das ist der Lustkiller schlechthin.
Fazit: Ausgeschlafen liebt es sich besser :-)

http://www.rabeneltern.org/schlafen/ammenmaerchen/schlafen-amm.shtml



und hier:
Hauptkritikpunkte am Bestseller

"Jedes Kind kann schlafen lernen"

von eulalie für Rabeneltern.org

· Es wird suggeriert, dass Ein- und Durchschlafprobleme die Ursache elterlichen Fehlverhaltens sind (Stichwort: Verwöhnen)
· Tatsachen über das Schlafverhalten von Babys/(Klein)kindern (wesentlich höhere REM-Anteile (Traumphasen) im kindlichen Schlafmuster, als bei Erwachsenen, Anfälligkeit fürs Wachwerden im Übergang zwischen Traum- und Tiefschlafphase, "Durchschlafen" ist ein Reifungsprozeß) werden mit unbewiesenen Behauptungen vermischt (z. B. selbstständiges Einschlafen ohne fremde Hilfe ist Voraussetzung fürs Durchschlafen) oder gar mit Falschaussagen (z. B. reichhaltige Abendmahlzeit führt zum längeren Schlaf am Stück).
· pauschaler Behandlungsplan, der Kinder dressiert und Eltern (insbesondere Mütter - Prolaktin/Mutter-Kind-Bonding) das "Bauchgefühl" abgewöhnt bzw. gar nicht erst entwickeln lässt.
· Weinen, als Kommunikation des noch "sprachlosen" Kindes, wird ignoriert.
· Kein Hinterfragen der Ursachen fürs Weinen, außer der: schlechte Angewohnheit
· Grundbedürfnis nach menschlicher Nähe wird als Verwöhnen dargestellt
· Behandlungsplan ist ein massiver, unmittelbarer Eingriff in altersgerecht entwickelte und somit völlig normale Schlafmuster
· Es wird behauptet, dass Kinder ab 6. Lebensmonat bereits biologisch so weit gereift sind, dass keine nächtlichen Mahlzeiten mehr notwendig sind und 11 h Schlaf hintereinander möglich ist, ja, sogar ein wichtiger Entwicklungsschritt vollzogen wird, weil das Kind in die Lage versetzt wird, sich selbstständig beruhigen zu können
· Die Tipps zur Abgewöhnung der nächtlichen Mahlzeiten, zur Gewöhnung an den Nacht/Tag-Rhythmus (bereits ab dem 3. Lebenstag!), zur Einführung von festen Zeiten, greifen in die individuelle Selbstregulation von Essen und Schlafen ein. Es besteht die Gefahr, dass z. B. Milchstau/Brustentzündungen entstehen, Saugverwirrung (Gabe von Tee in der Nacht), Schlafzyklen von Mutter und Kind nicht (mehr) korrespondieren, ...
· Ge(zer)störtes Urvertrauen. Kinder haben kein Zeitverständnis, sie leben in der Gegenwart. Babys haben nicht mal ein "Ortsverständnis" - aus den Augen, aus dem Sinn.
· Stillen wird als reine Nahrungsaufnahme betrachtet, die Nahrung für die Seele bleibt unerwähnt
· Es wird behauptet, dass das Familienbett (nach den ersten Wochen), zumindest in unserem Kulturkreis, zu Schlafstörungen führt. Die Begründung fehlt. Die Vorteile des Familienbettes bleiben unerwähnt.

Quelle:

Facharbeit "Schlaf! Auf die Plätze - Fertig - Los" von Barbara Walcher

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das buch, das ich meine, heißt...

Antwort von bine75 am 15.05.2006, 13:06 Uhr

.."schlafen lernen" und nicht "jedes Kind kann schlafen lernen"

Pitti, da mein Name im betreff stand, fühle ich mich angesprochen.

Wollte es nur richtig stellen und ....

...jede Mutter und jeder Vater wird nach seinem Instinkt handeln, egal, was bücher etc.sagen.

Und deine Endlos-Postings hab ich auch zeitmangel nicht gelesen....

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Man kann es auch übertreiben...

Antwort von krueml am 15.05.2006, 14:02 Uhr

... schliesslich ist jedes Kind anders und genauso wie Du vehement das Gegenteil verteidigst, ist es natürlich falsch ein Baby im Bett weinen zu lassen - hatte ich ja auch geschrieben.

Ich hatte von MEINEN Kindern geschrieben, die nun mal so veranlagt sind, dass sie lieber Ruhe im Zimmer haben und in ihren eigenen Betten liegen. Sie sind von Geburt immer gerne ins Bett gelegt worden und meine Tochter geht auch heute noch freiweillig von alleine ins Bett wenn sie müde ist. Alle Kinder haben mal Phasen wo sie einfach finden, dass Schlafen gerade nicht angesagt ist. Auch meine hatten das - dann haben sie aber nicht richtig geweint, sondern mehr gemeckert (weiss nicht wie ich das ausdrücken soll). Wenn ich dann ein paar Mal reingehe und sie neu zudecke und sie streichle, schlafen sie ziemlich bald ein. Ich denke, dass ist grundssätzlich das System was in dem Buch beschrieben ist. NATÜRLICH lässt man ein schreiendes Kind nicht einfach wieder allein.

Deine "Romane" habe ich mangels Zeit nur überflogen aber es handelt sich wohl mehrheitlich um reinkopierte Texte aus anderen Quellen.
Ich muss nur sagen, dass ich sehr anmassend finde, DEIN System als allgemein gültig und ausschliesslich gutes System darzustellen. Wahrscheinlich sind sehr viele Kinder so aber es gibt eben auch andere wie meine.

Ein bisschen mehr "Leben und leben lassen" würde viele hier guttun. ;-)

Gruss,
Chrissie

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das ist nicht mein system...

Antwort von pittiplatsch80 am 15.05.2006, 14:08 Uhr

sondern das system der natur. wenn ein kind schreit,hat es etwas. wenn ein kind im eigenen bett gerne liegt,dann bin ich wohl die letzte die sagt,nehmt es da raus *lol* warum acuh...

natürlich sind die texte reinkopiert grötenteils,oder meinst du,ich erfinde u. beschreibe das rad immer wieder neu? *ggg*

eben leben und leben lassen...und wenn ein kind nicht alleine schlafen will,dann soll es auch nicht alleine schlafen..finde ich.

dann lasst doch eure kinder leben ohne schlafprogramme....

klappt doch überall auf der welt ohne schlafprobleme..nur hier in unseren breiten wird gejammert..

lg pitti

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Ich HABE kein Schlafprogramm *ggg*

Antwort von krueml am 15.05.2006, 14:28 Uhr

Du solltest mal genau lesen was ich geschrieben habe. Ich habe kein Schlafprogramm, sondern mir Dinge die ich in dem Buch wertvoll fand, übernommen, bzw. das Schlafverhalten meiner Kinder "optimiert" - das ist in jedem Kind vorgegeben und wenn meine Kids verlangt hätten bei mir im Bett zu schlafen, hätten sie das auch können. Wenn meine Grosse mal eine Albtraum hat, kommt sie auch zu ins Bett aber in der Regel schläft sie lieber alleine.

Es streitei auch NIEMAND ab, dass mein ein schreiendes Kind liegen lässt. Das schreibe ich jetzt zum x-ten Mal hier... *gähn*

Ich weiss nicht, warum Du so reagierst - niemand widerspricht Dir grundsätzlich. Ich habe doch nichts gegen das gemeinsame Schlafen gesagt, sondern nur geschrieben wie es uns ging. Es KÖNNTE sein, dass es diesem Baby auch so geht. Mein Gott, muss daraus dann gleich ein Roman werden???

Es ist immer wieder dasselbe hier. Es gibt Themen, da wird sich so ereifert unbedingt Recht haben zu wollen... Sobald jemand ein Reizwort erwähnt (das Buch ist auch so eins), kommt garantiert jemand, der es gleich verdammt. Man muss die Dinge eben reflektiert betrachten und nicht Alles 1:1 übernehmen. Dann KANN es durchaus hilfreich sein. Ich lese sehr viele Bücher zu verschiedenen Kinderthemen und man kann sich aus jedem Buch nützliche Tipps holen. Es gibt eben nicht nur schwarz und weiss...

Das war mein Meinung zu diesem Thema und dabei belasse ich es um Endlosdiskussionen zu vermeiden, die gab es in diesem Forum dazu schon genug...

Gruss,
Chrissie

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also es ging ja um paulchen und um das buch

Antwort von pittiplatsch80 am 15.05.2006, 14:33 Uhr

(ferber ist ja nunmal ami) und die besagte methode,die ihr nunmal angeraten wurde...

da habe ich mir erlaubt,erfahrungsberichte etc reinzukopieren,denn ich kann gott sei dank keine geben,da mein kind sowas nicht durchmachen muss ...

an dich war das posting auch nicht gerichtet,sondern in erster linie an paulchen,die ja nun vor einer entscheidung (für das kind wohl erheblich) steht.

mehr nicht. ob ich von euch recht kriege oder nicht interessiert mich überhaupt nicht,solange das arme kind nicht geferbert wird. wenn doch,dann ist es halt so,aber man kann später nicht sagen,man hätte aus unwissenheit so gehandelt.

in diesem sinne lg pitti

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Re: also es ging ja um paulchen und um das buch

Antwort von diamiju am 15.05.2006, 15:21 Uhr

schön das du das mal alles aufgelichtet hast..ich hoffe das lesen viele Mamis!
Wir wollen doch auch das jemand kommt wenn wir rufen *gg*!

Und ich hab zwar nich die Zeit das alles zu lesen..die Erfahrungsberichte,aber das werd ich heute abend tun!ich selbe wollte die Methode ja auch mal anwenden *zurnot* wenn mein kleiner dann die 8 monate erreicht hätte und nich hätte bzw. nich durchschläft..aber das hab ich mir Pitti sei Dank schnell wieder anders überlegt!

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Re: Man kann es auch übertreiben...

Antwort von sternchen999 am 15.05.2006, 15:34 Uhr

also ich denke auch, jedes kind und jede familie ist anders.
nicht jede mutter hat nur ein kind und nicht jede mutter ist nicht berufstaetig. ich habe nach 3 monaten von zu hause wieder angefnagen zu arbeiten.
da brauch ich einfach meinen schlaf und kann nicht 24h um das kind turnen.
geht einfach nicht.
Mein sohn war allerdings von anfang an ziemlich pflegeleicht.
allerdings haben wir ihn von anfang an in seinem bett schlafen lassen und ich habe nicht gestillt (leider).
Wir konnten beide kein Auge zutun mit baby im Bett, das ging nicht.
er schlief auch viel besser in seinem bett.
ich halte gar nix von irgendwelchen buechern.
Wichtig finde ich auch, dass die Eltern das Kind im Griff haben sollten, nicht umgekehrt.
Schreien lassen finde ich auch nicht gut, aber ein bisschen quengeln geht eben oft nicht anders.
lg sternchen

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@pitti, in anderen laendern...

Antwort von sternchen999 am 15.05.2006, 15:38 Uhr

hier in canada wird viel weniger "tanz " ums kind gemacht. die kinder sind frueh in der Krippe, ich kenne keine frau mit Tragetuch etc.
in frankreich ist das wohl aehnlich.
Ob das gut ist, naja....

Ich denke GERADE in DEutschland bleiben muetter lange zu hause und kuemmern sich viel intensiver ums kind als im Ausland.

Mag sein das in den Naturvoelkern die kindern nur getragen werden etc, aber da werden kleine Maedchen auch beschnitten...
ich weiss nicht ob man sich mit Natuervoelkern vergleichen sollte.
lg sternchen

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Re: letti

Antwort von diamiju am 15.05.2006, 16:10 Uhr

man lässt es doch aber in dem sinne so lange schreien :-(

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Re: schlafen: die urahnen hatten bestimmt keine 4-zimmerwohnung.....o.t.

Antwort von emres am 15.05.2006, 16:34 Uhr

h

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Das ist ne Phase und geht vorbei

Antwort von Mama von Joshua am 15.05.2006, 16:50 Uhr

Joshua hatte in dem Alter die Angewohnheit, abends nur aufm Arm einzuschlafen und sein Mittagsschläfchen bei mir aufm Bauch zu halten. Alles andere war sinnlos, er war sofort wieder wach. Das war mitten im Sommer, ich hab geschwitzt wie ein Schwein und hab mir auch gedacht, daß ich ihm das angewöhne und daß das so weitergeht, bis er groß ist. Aber er hat in dieser Zeit einfach nur mehr Kuscheleinheiten gebraucht, die er sich auf diesem Weg geholt hat. Nach 1-2 Monaten war der Spuk vorbei, er wollte ausschliesslich in seinem Bett einschlafen und nicht mehr auf dem Arm.

Ich habe auch das Buch "Jedes Kind kann schlafen lernen" (ist warscheinlich ähnlich wie das Buch eures Bekannten) gelesen. Darin steht aber ausdrücklich, daß man nicht nachgeben darf, auch wenn das Kind 30, 40 oder sogar 60 Minuten lang weint, sonst bewirkt es das genaue Gegenteil von dem, was der Autor erreichen will. Ich bin der Meinung, daß man sich das Ganze sparen kann, dein Kind würde sich nur in Extase brüllen und schläft noch schlechter in seinem eigenen Bett ein, denn es würde Alleinsein mit dem Bett verknüpfen und warscheinlich abends schon anfangen zu weinen, wenn es nur das Bett sieht.

Mein Vorschlag: geniesse es, wenn er noch kuscheln will und leg dich zu ihm ins Bett bis er schläft. Später, wenn er mal größer ist, kann man nämlich die Kuschelzeiten an einer Hand abzählen- da ist alles andere spannender als mit Mama oder Papa zu kuscheln ;-)

Liebe Grüße
Nicole

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nö,ne 4 zimmerwohnung hat nicht jeder,deswegen wurde ja früher

Antwort von pittiplatsch80 am 15.05.2006, 17:04 Uhr

der stubenwagen in die küche oder wie ich mal von einem betroffenen hier hörte,sogar in die garage geschoben,damit man das schreien nicht hört.

lg pitti

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Re: @pitti, in anderen laendern... ja das stimmt,nicht

Antwort von pittiplatsch80 am 15.05.2006, 17:10 Uhr

alles in anderen ländern ist gut,das meinte ich auch nicht.

mit hierzulande meinte ich die westliche welt,nicht deutschland. klar in den usa ists noch schlimmer,da machen sie das ab geburt,.da boomen ja auch die misswahlen etc. da ist das kind oft nur "vorzeige" bzw. muss den amerik. traum der mama leben :0(
in australien gibt es woh lschlafschulen,wo man sein kind zum ferbern hingibt...

ich bezog mich lediglich auf das schlafen,das in natürvölkern natürlich behandelt wird (menschen sind nunmal säugetiere,schonmal ein säugetier gesehen , dass nciht bei der mama schläft,wenns klein ist??)
dort kenen die keien schlafprobleme und wie hier einer mal im forum schrieb,als ihre freundin zu besuch kam (aus japan?? thailand??)..sie fragte "habt ihr euer kind nciht lieb oder warum darf es nicht bei euch im zimmer/bett sein??"
für die ist das halt normal und das ein kind schlafprobleme hat,darauf würden die gar nicht kommen.

wenn man ein baby "artgerecht" behandelt,dann gibts auch keine probleme,babys schlafen eben anders.
nicht wie erwachsene und das hat ja auch seinen grund ...

lg pitti

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Schreien ist nich gleich schreien

Antwort von Bine75 am 15.05.2006, 17:13 Uhr

Liebe Pitti,

Du hast Deine Meinung zu diesem Thema schon sehr oft im RuB kund getan und komischerweise ist immer die gleiche Reaktion zu lesen....

Aber schreien ist nicht gleich schreien.

Jede Mutter hört nach einigen Wochen, wie ihr Kind schreit, hat es etwas, muss man sofort hingehen, es kann aber doch auch sein, dass ein Kind schreit, weil es zwar todmüde ist, aber nicht schlafen WILL, weil es etwas verpassen will, dann denke ich (und praktiziere es), sollte man es schon einige Minuten schreien lassen, denn ansonsten hast Du bald einen Thyrannen zu Hause und ich glaube, das will keine Mutter.

Und bitte komm jetzt nicht wieder mit der Argumentation, dass ein Kind von mehr als 4 Monaten keine Grenzen austestet und keinen eigenen Willen hat.

Welcher schlauer Psychologe hat denn mit einem Kind gesprochen, dass es ihm das erzählt?????

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@bine: *gääääähn*

Antwort von pittiplatsch80 am 15.05.2006, 17:36 Uhr

ich sehe meinen ausgeglichenen tyrann jeden tag,er wird immer friedlicher und zufriedener und freut sich des lebens :0))

hast du denn mit einem 4 monate alten kind gesprochen?? nein???

die bewusstseinsebene eines menschen kann man erforschen und genau das! ist passiert. :0))
aber wenns dich interessieren würde,hättest du dich längst mal schlau gemacht,insofern... :0))

und welchen sinn sollte es haben,dass ein baby weint,soll es freude daran haben,dass sich mama ärgert,der eihzige mensch,der für es da ist u. für ihn sorgt??

ich habe noch nie jemanden gerufen,ohne dass ich was wollte, wo soll der sinn darain sein.

aber man unterstellt gerne böses,wenn man selbst ... naja,lassen wir das.

:0)))

lg

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Re: Schreien ist nich gleich schreien

Antwort von sternchen999 am 15.05.2006, 18:07 Uhr

das merke ich auch bei meinem Sohn.
wenn er richtig muede ist, dann schreit er sich foermlich in den Schlaf. Das dauert keine MInute und er ist eingeschlafen.
Eine mutter weiss doch nach einer gewissen zeit was das schreien bedeutet. ich weiss genau, hat er hunger, ist ihm langweilig oder ist er muede.
Immer gleich hochnehmen halte ich auch fuer falsch. Ich bin sicher mein sohn ist gerade weil ich nicht immer gleich springe so ausgeglichen und beschaeftigt sich gut selbst.

Wirklich schreienlassen wuerde mir allerdings das herz brechen. Mein mann will zwar dass ich ihn auch mal schreien lasse, aber ichhalte das nicht aus.

tyrannisierenist glaube ich etwas uebertrieben. sie wollen aufmerksam, aber bewusst die mutter tyrannisieren. das glaube ich nicht.
Allerdigs muss die mutter auch an sich denken. Ab einem gewissen alter muss das kind auch lernen, dass die mutter beduerfnisse hat.

lg sternchen

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wg tyrann etc.

Antwort von pittiplatsch80 am 15.05.2006, 18:11 Uhr

für bine ua auch mal wissenschaftlich erklärt,das sich der säugling ja ins eigene knie schiessen würde.... wenn er mama tyrannissiert *gg*

Liebe Juli, liebe Hanna, Sie haben vollkommen recht, das ist ein schwacher Punkt in der Argumentation vieler Fachleute, und sie wissen im Grunde hierauf auch keine bessere Antwort, als die, deren Schwäche Sie zurecht entlarven.
Wenn ein kleiner Säugling weiter schreit, obwohl die Eltern/die Mutter bei ihm sind, kann man dann sagen, dieses Schreien schade ihm nicht, weil er ja nicht allein ist beim Schreien? Nein, das kann man natürlich nicht, aber jetzt zu sagen, dann müssen die Eltern ihr Kind doch auf den Arm nehmen, bringt das pädagogische Gesamtkonzept vieler Ratgeber durcheinander. Sie argumentieren, oft ohne es zu merken, dann wie anno dazumal, nämlich, dann würde das Kind lernen, daß es nur anständig zu brüllen habe, um seinen Willen zu bekommen. Thema Verwöhnung, Steuerung der Eltern, Herrschsucht (der kleine Tyrann).
Sehr geschickt hat sich da die Münchener Schrei-Sprechstunde mit der Selbstregulationstheorie aus der Affaire gezogen. Auf einen kurzen Nenner gebracht heißt es hier, der kleine Säugling sei durch die unruhigen Tageserlebnisse wie durch innere Entwicklungsschritte aus seinem Eigenrhythmus gebracht und drohe dadurch seine Selbstregulationsfähigkeiten einzubüßen. Diese gelte es jetzt durch Ruhe und Konsequenz im elterlichen Handeln wiederherzustellen. Ich will das hier nicht weiter vertiefen, sehe aber einen fundamentalen Widerspruch.
Nämlich: Der Mangel an logisch-begrifflichem Denken beim Säugling, sowie seine einstweilen bestehende Unfähigkeit zu einem eigenen, vorteilsnehmenden Willen (der in der Mutter-Kind-Dyade ja auch völlig kontraproduktiv wäre), vereiteln ein solches Konzept. Ein kleiner Säugling würde niemals schreien, um geplant etwas zu erreichen; er schreit immer, weil ihm etwas fehlt. Zuerst ist da der Mangel, das Unbehagen (Hunger, Angst, Schmerz, etc.), dann folgt das Bedürfnis, welches möglichst schnell gestillt werden muß. Dazu schreit er (seine Eltern herbei). Er schreit aber nicht, weil er wüßte und es alsbald im Denken vorwegnähme, daß die Eltern dann wunschgemäß auf ihn reagierten und schließlich nach seiner Pfeife tanzten. Darum kann es also keinem Säugling in der Dyade und der Leih-Selbstposition gehen. Es würde darin ja auch gar nicht aufgehen, denn er würde schließlich selbst daran zugrunde gehen, wollte er seine Mutter weidlich ausnutzen und zerstören.
Selbstregulation besitzt er aber so gut wie gar nicht. Woraus sollte diese sich speisen? Welche Mechanismen hätte er dafür mit auf die Welt bekommen? Selbstregulation entsteht nur durch die Erfahrung von Sicherheit bei den Eltern, was Erikson als Urvertrauen bezeichnet hat. Es gibt de facto nur Ko-Regulation (durch die primäre Bezugsperson), was auch in der Münchener Schrei-Sprechstunde inzwischen bis wenigstens 6 Monate so gesehen wird (M.Papousek).
Ergo: der weiter schreiende Säugling muß auf den Arm genommen werden und solange herumgetragen und beruhigt, bis sein Herzschlag wieder normal ist, um das einmal so zu sagen. Das kann lange dauern, wenn der Säugling sich einmal richtig eingeschrien hat! Diese Zustände müssen unbedingt vermieden werden. Sie sind gesundheitsschädlich, auch wenn die Eltern (tatenlos) daneben sitzen! Eine Ferber-Light-Methode ist eben so betrachtet reiner Selbstbetrug. Viele Grüße

und merkwürdig,dass alle mamis,die schreiben,sie haben immer sofort getröstet,von unproblematischen zufriedenen kinderh schreiben,die wenig trotzen u. wenig fordern (gerade weil sie die bestätigun nicht ständig brauchen,sondern sich sicher sind,wenn sie wirklich was brauchen,ist mama da. deine thyrannthese stimmt weder in der theorie noch in der praxis. .. )


Liebe Juli, liebe Hanna, Sie haben vollkommen recht, das ist ein schwacher Punkt in der Argumentation vieler Fachleute, und sie wissen im Grunde hierauf auch keine bessere Antwort, als die, deren Schwäche Sie zurecht entlarven.
Wenn ein kleiner Säugling weiter schreit, obwohl die Eltern/die Mutter bei ihm sind, kann man dann sagen, dieses Schreien schade ihm nicht, weil er ja nicht allein ist beim Schreien? Nein, das kann man natürlich nicht, aber jetzt zu sagen, dann müssen die Eltern ihr Kind doch auf den Arm nehmen, bringt das pädagogische Gesamtkonzept vieler Ratgeber durcheinander. Sie argumentieren, oft ohne es zu merken, dann wie anno dazumal, nämlich, dann würde das Kind lernen, daß es nur anständig zu brüllen habe, um seinen Willen zu bekommen. Thema Verwöhnung, Steuerung der Eltern, Herrschsucht (der kleine Tyrann).
Sehr geschickt hat sich da die Münchener Schrei-Sprechstunde mit der Selbstregulationstheorie aus der Affaire gezogen. Auf einen kurzen Nenner gebracht heißt es hier, der kleine Säugling sei durch die unruhigen Tageserlebnisse wie durch innere Entwicklungsschritte aus seinem Eigenrhythmus gebracht und drohe dadurch seine Selbstregulationsfähigkeiten einzubüßen. Diese gelte es jetzt durch Ruhe und Konsequenz im elterlichen Handeln wiederherzustellen. Ich will das hier nicht weiter vertiefen, sehe aber einen fundamentalen Widerspruch.
Nämlich: Der Mangel an logisch-begrifflichem Denken beim Säugling, sowie seine einstweilen bestehende Unfähigkeit zu einem eigenen, vorteilsnehmenden Willen (der in der Mutter-Kind-Dyade ja auch völlig kontraproduktiv wäre), vereiteln ein solches Konzept. Ein kleiner Säugling würde niemals schreien, um geplant etwas zu erreichen; er schreit immer, weil ihm etwas fehlt. Zuerst ist da der Mangel, das Unbehagen (Hunger, Angst, Schmerz, etc.), dann folgt das Bedürfnis, welches möglichst schnell gestillt werden muß. Dazu schreit er (seine Eltern herbei). Er schreit aber nicht, weil er wüßte und es alsbald im Denken vorwegnähme, daß die Eltern dann wunschgemäß auf ihn reagierten und schließlich nach seiner Pfeife tanzten. Darum kann es also keinem Säugling in der Dyade und der Leih-Selbstposition gehen. Es würde darin ja auch gar nicht aufgehen, denn er würde schließlich selbst daran zugrunde gehen, wollte er seine Mutter weidlich ausnutzen und zerstören.
Selbstregulation besitzt er aber so gut wie gar nicht. Woraus sollte diese sich speisen? Welche Mechanismen hätte er dafür mit auf die Welt bekommen? Selbstregulation entsteht nur durch die Erfahrung von Sicherheit bei den Eltern, was Erikson als Urvertrauen bezeichnet hat. Es gibt de facto nur Ko-Regulation (durch die primäre Bezugsperson), was auch in der Münchener Schrei-Sprechstunde inzwischen bis wenigstens 6 Monate so gesehen wird (M.Papousek).
Ergo: der weiter schreiende Säugling muß auf den Arm genommen werden und solange herumgetragen und beruhigt, bis sein Herzschlag wieder normal ist, um das einmal so zu sagen. Das kann lange dauern, wenn der Säugling sich einmal richtig eingeschrien hat! Diese Zustände müssen unbedingt vermieden werden. Sie sind gesundheitsschädlich, auch wenn die Eltern (tatenlos) daneben sitzen! Eine Ferber-Light-Methode ist eben so betrachtet reiner Selbstbetrug. Viele Grüße

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Re: wg tyrann etc.

Antwort von paulchen71 am 15.05.2006, 18:21 Uhr

Hallo,

ich moechte Euch allen fuer Eure Tips danken. Bin doch froh, dass ich mit meiner Meinung, unser Baby nicht schreiben zu lassen, nicht alleine da stehe. Komme mir manchmal naemlich schon zu uebervorsorglich vor, wenn ich das hier Freunden, Verwandten erzaehle. Auch mit dem Essen (Finn bekommt nur noch morgens und manchmal abends eine Flasche, ansonsten Breie etc.) finden sie komisch. Hier gehoert immer noch zu allen Mahlzeiten (zumindest in meinem Bekanntenkreis) die Flasche dazu.

Bzgl. Schlafen haben wir beschlossen, dass wir es mit dem eigenen Zimmer probieren. Falls es nicht funktioniert, kann man ihn ja wieder in unser Zimmer holen.

LG Paulchen

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Pitti...Du liest entschieden zu viel

Antwort von bine75 am 15.05.2006, 20:27 Uhr

soviel zum Thema: Intuition der Mutter geht verloren....

Aber ich habe ja bereits gesagt, dass jeder anders ist und anders mit seinem Kind umgeht, aber Du solltest Dir angewöhnen, bei Deinem Lieblingsthema auch andere Meinungen zu akzeptieren und sie nicht immer mit Texten aus einem anderen Forum oder aus dem Internet zuzutexten.

DU hast Deine Art Dein Kind zu erziehen, andere haben eine andere Art. Bitte akzeptiere es doch auch. Wir kritisieren Dich doch auch nicht.....

Wir versuchen hier einander zu helfen und nicht anderen eine Meinung aufzudrücken, die sie nicht haben.

Ich lasse Dich auch so stehen, wo und wie Du bist, also versuceh das doch auch bei mir.

Ich habe eine andere Sicht bei diesem Thema (es gibt ja auch Punkte, in denen ich dir ja zustimme), also lass mir meine Sicht und akzeptiere sie ohne wenn und aber!!!!

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@bine

Antwort von diamiju am 15.05.2006, 20:40 Uhr

du hast geschrieben das hier versucht wird einander zu helfen..genau das ist der springende Punkt..hier wird auch versucht den Babys und den Mamis zu helfen den richtigen Weg einzuschlagen...

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@Bine

Antwort von sternchen999 am 15.05.2006, 21:46 Uhr

Du hast voellig Recht. Wir sollten unsere Kinder geniessen, anstatt hier seitenlange Ratgeber zu kopieren.
Viele Menschen haben nichtmal das Glueck ueberhaupt ein kind zu haben oder haben ein krankes etc.

Diese ganzen Ratgeber interessieren mich gar nicht. in einem Jahr sind wieder andere Ratgeber da. Hoert auf Eure Herz und euren Verstand.
DAs leben waer ja einfach, wenn es fuer alles das passende Buch gibt.
Hauptsache man liebt sein kind, mein sohn lacht den ganzen tag obwohl ich nicht die super uebermutter bin!

liebe gruesse und viel spass mit euren Zwergen

sternchen

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Re: Dimiju

Antwort von sternchen999 am 15.05.2006, 21:49 Uhr

und Du weisst was der richtige Wege ist???

Also ich weiss das nicht. kann nur fuer mich und meine FAmilie sprechen....

lg sternchen

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Und wieder die ewigen Diskussionen der Mütter...

Antwort von krueml am 15.05.2006, 23:24 Uhr

... die immer am besten wissen, wie "man" es machen muss.

Seht doch einfach ein, dass es kein absolutes Richtig oder Falsch gibt, sondern dass jeder mit seinem Kind zusammen einen Weg finden muss. Wie der schlussendlich aussieht, liegt am Charakter des Kindes.

Komisch nur, dass wie beim Thema Stilen, Gläschen/Beikost u.ä. immer dieselben Leute sagen, wie es zu sein hat und andere das Ganze etwas differenzierter sehen (individuell aufs Kind abgestimmt).

Warum kann man anderen Menschen nicht zugestehen, dass sie sicher das Beste für ihr Kind wollen und danach handeln? Also ich finde es das sehr vermessen. Man kann auch nicht Alles auf die Urvölker zurückschliessen - da schlief z.B. auch die ganze Familie unter einem Dach in einem Zimmer. Also ICH wollte deswegen trotzdem nicht mit meinen Eltern, Schwiegereltern und anderen Verwandten in einem Raum schlafen - nur um mal ein Beispiel zu nennen. :-)

Und mit Aufzeigen von "Horrorgeschichten" macht man sich auch nicht glaubwürdiger. Ich bin KEIN Gegner vom Schlafen im selben Zimmer aber ich könnte auch Geschichten einbringen von Kindern die von einem Elternteil im Bett erstickt wurden, der erhöhten Gefahr der Überhitzung und plötzlichem Kindstod beim Schlafen im Bett der Eltern... Wie gesagt, das sind Extrembeispiele genauso wie das "einfach Schreien lassen bis das Kind irgendwann durchschläft". Ich bitte Euch, kein normal denkende Mutter würde das aushalten, geschweige denn einfach so praktizieren - da ist das Einfühlungsvermögen der Mutter gefragt, die weiss was ihr Kind braucht.

Chrissie

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Re: Und wieder die ewigen Diskussionen der Mütter...

Antwort von silberwoelfin am 16.05.2006, 8:22 Uhr

hallo chrissie,

da muss ich dir widersprechen!

es gibt sehr wohl mütter, die ihr kind tagelang durchschreien lassen!!! und die es heute als oma noch genauso propagieren!!!

in den siebzigern wurde versucht, das baby zu "emanzipieren", das dies falsch war, zeigt die jetzige generation, die in den dreizigern sind!

ich gehöre zu den babys, die drei nächte lang geschrien haben, bis ich aufgab! ob mir das gut tat, möchte ich aus heutiger sicht bezweifeln, wenn ich mir meine tochter anschaue, die im familienbett schläft, die nach bedarf gestillt wird und die ich rund um die uhr bei mir habe!!!

aber ihr "gegner" habt schon recht, jeder muss es nach seiner eigenen auffassung bewerkstelligen, trotzdem gebe ich pitti vollkommen recht!!! ein baby macht nichts bewußt - es ist ein säugling!!!

also noch viel spaß und erfolg bei euren methoden, ich bleibe bei meiner und hoffe, dass mein kind nicht zu denjenigen gehört, die später einen therapeuten brauchen, weil bedürfnisse im alter gestillt werden müssen!!!

sehr heikles thema!!!

gruß ~ evi

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wg intuition

Antwort von pittiplatsch80 am 16.05.2006, 8:52 Uhr

ich habe mein kind genauso behandelt als ich noch nix!! von dr.posth u. diesen wissenschaftl. ausführungen wusste (mir war gar nicht klar,dass man sein kind allen ernstes so fies behandeln kann wie es manchmal zu hören ist,sehr naiv von mir-!),ich habe auch schon ein tragetuch gehabt,da wusste ich noch nicht wie'!!!! saugut daS DING IST FÜR EIN BABY::AUS INTUition,weil es für mich völlig selbstverständl. ist ...

diese texte finde ich aber gut als erklärung für leute,die anscheinend nur noch wenig davon haben,daher führe ich sie hier an. ausserdem ist es doch nett zu wissen,warum ein baby so handelt wie es eben handelt....

aber einige menschen sind eben informationsresistent,na denen ist auch nicht mehr zu helfen :0))

aber einige interessiert es u. wenn es nur einem baby hilft,nicht zu leiden (und das hat es hier schon mehrfach)

dann schreib ich es hier weiter rein. :0P

lg pitti

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krueml,wenn du richtig informiert wärst,wüsstest du

Antwort von pittiplatsch80 am 16.05.2006, 8:55 Uhr

dass das sids risiko sich stark vermindert im familienbett,wohlgemerkt ohne rauchen alk etc. es gibt dazu nämlich nur eine richtige !! studie der lalecheliga...

nur aml so,also bitte nicht verunsichern.

es sind auch schon kinder im kiwa gestorben...

lg pitti

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???

Antwort von pittiplatsch80 am 16.05.2006, 9:01 Uhr

es kann eben nicht jede mutter mit ihrem kind machen,was sie gerade denkt.

viele mütter m,einen,ihr kind bräuchte mal ne ohrfeige weil es sie eben verdient hat,es muss eben mal schreien... tja,blöd nur,dass es in dtld. endlich ein gesetz gibt,was sowas unter strafe stellt...

kinder sind nicht unser eigentum und kein!!! kind hat es verdient,alleine zu schreien oder ähnliches,da kommt mir nicht mit "jede familie ist anders"


lg

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Re: Dimiju

Antwort von diamiju am 16.05.2006, 10:08 Uhr

ich weiss das ich mein Kind nich schreien lasse wenn es mich braucht...

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Re: pittiplatsch80

Antwort von silberwoelfin am 16.05.2006, 12:09 Uhr

hey pitti!

mal ein kompliment, ich finde die texte klasse, was vielleicht aber auch daran liegt, dass ich sie entweder in buchform selbst zu hause habe oder mich in dieser hinsicht weitreichend informiert habe und es auch weiterhin tue - meiner tochter zu liebe und weil ich mich in der eigenen familie rechtfertigen muss, wieso ich was warum wann wie unbedingt so mache und nicht anders (meine mutter: "ich habe dich ja auch groß gekriegt!") ich frage mich ab und an nur wie???

also pitti, mach weiter so, vielleicht versteht ein kleiner teil der anders denkenden mamas, dass ein säugling ein wesen ist, welches nicht ärgern möchte, sondern einfach nur seine bedürfnisse gestillt haben möchte!!!

in diesem sinne einen schönen tag
gruß ~ evi

ps: wie fühlt man sich als mama, wenn das kind jämmerlich weint???

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Mein Gott, KEINE Schreiberin hier lässt ihr Kind schreien...

Antwort von krueml am 16.05.2006, 12:23 Uhr

.... wieso sind wir dann "Gegner"???

Also bei aller Liebe, hört auf Wände hochzuziehen wo kein vorhanden sind und sucht lieber die Gemeinsamkeiten als ständig Eure Argumente mit Textauszügen rechtzufertigen - es widerspricht doch hier keiner...

Die Beispiele, die ich angebracht habe, spiegeln nicht unbedingt meiner Meinung wieder, bitte lest mal genau ohne Euch gleich auf jeden Satz zu stürzen.

Meine Gedanken zum Themna LLL schreibe ich lieber nicht hin, ich sagen nur, niemand ist vollkommen, auch nicht LLL...

Chrissie

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