Forum Kigakids Ist mein Kind reif für die Schule?
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Geschrieben von Pünktchensmama am 27.08.2017, 12:42 Uhr zurück

Re: Schwiegermutter wendet einfach Methoden an

...Also...schwierig...einerseits verstehe ich teilweise deine Schwiegermutter, dich verstehe ich aber auch....

Hast du mal wegen einer postnatalen Depression mit jemandem gesprochen? Ich maße mir sicher nicht an das bei dir zu diagnostizieren, aus der Ferne geht das auch gar nicht...Aber ihr hattet wohl einen schwierigen Start zusammen. Du kämpfst darum ihre Mutter sein zu können, so wie man es in amerikanischen Sitcoms gesehen hat (das ist nicht böse gemeint, das haben fast alle vor Augen die Eltern werden wollen, da denkt man nicht an erschöpfte und entnervte Mütter, sondern an entspannte liebevolle und perfekte Mütter)....leider erreicht das niemand. Die Realität hat zugeschlagen und dir das Bonding erschwert. Jetzt kämpfst du für diese einmalige Bindung. Verstehe ich.

Deine Schwiegermutter macht vieles anders als du. Sicherlich nicht mit böser Absicht. Viele Vorstellungen sind veraltet. Nicht alles ist aber so schädlich wie es für dich gerade den Anschein hat. Nein, ich würde nicht wollen dass jemand aus der Flasche meines Kindes trinkt. Aber das bedeutet auch nicht, dass das Kind mit Pest und Cholera geschlagen ist, wenn sie es tut.

Also 2 Dinge: Du solltest sehen ob du Hilfe brauchst, vll etwas wie Babyschwimmen machst um die Bindung zu deiner Tochter zu stärken und dich wieder mehr als Mutter zu fühlen (mir hat das mit meiner Tochter sehr geholfen). Und wenn du psychologische Hilfe brauchst um das Geschehene zu verarbeiten ist das keine Schande.

Deine Schwiegermutter hat euch durch eine schwere Zeit geholfen. Sie ist genau so wenig perfekt wie du oder sonst wer. Du solltest ihre Hilfe anerkennen.
ABER sie muss natürlich akzeptieren, dass es euer Kind ist und ihr die Regeln aufstellt und wenn ihr Stop sagt heisst es Stop und fertig.

Nun sei aber nicht dumm und stelle deinen Partner vor die Wahl zwischen dir und eurer Tochter und seiner Mutter bzw seiner Familie. Das bringt ihn in eine unmögliche Lage. Er kann nicht über seine Mutter bestimmen, so wie du es auch nicht kannst. Einsicht ist hier der Schlüssel.

Du bist gerade sehr wütend. Ich verstehe das, ich habe auch eine übergriffige Schwiegermutter! Sie wollte meine 4monatigen Tochter Alkohol einflößen. Ja, ich kann mitreden. Aber Hand aufs Herz, bist du immer fair? Oder regst du dich inzwischen über fast alles auf was sie macht? Fühlst dich schnell persönlich angegriffen und übergangen? Erging mir auch so. Man muss sich ständig reflektieren um fair zu bleiben. Das ist harte Arbeit. Das bedeutet auch nicht, dass deine Schwiegermutter machen kann was sie will. Ich bitte dich nur darum: hab etwas Verständnis für Ihre Position. Sie war stark involviert und wollte deinem Kind sicher nicht schaden.

Setzt euch in Ruhe an einen Tisch, sprecht darüber. Nicht vorwerfen, nicht schreien, nicht heulen, das führt zu nichts, lässt dich nur in einem schlechten Licht erscheinen. Vll sprecht ihr auch mit jemandem der Familienhilfe. Es ist manchmal gut eine neutrale Person dabei zu haben, die darauf achtet, dass es sachlich bleibt und der Gegenüber auch verstanden hat was du sagen wolltest.

Beruhige dich ein wenig und bitte um eine Klärung. So wie es gerade läuft wird es nichts. Tut mir leid. Aber ihr könnt es schaffen wenn ihr ALLE bereit seid an euch zu arbeiten.

Alles Gute!

 

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