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Geschrieben von stetibi am 03.08.2006, 22:58 Uhr

Nochmal an Justi79 wg. Probleme mit Schwägerin

... obwohl es viel Hickhack gegeben hat und das Thema bereits beerdigt wurde, wollte ich dir noch etwas senfen (vielleicht liest du ja noch) weil mir dazu spontan was einfiel:

Vielleicht ist das Problem nicht, dass du den Jungen nicht magst u. er darauf reagiert. Vielleicht ist es einfach so, dass er dich nicht mag oder mit dir nichts anfangen kann - ohne dass du dafür kannst.
Und jetzt bist hoffentlich nicht sofort brüskiert!

Habe hier ein Beispiel: Meine Schwiegermutter ist bei meinem Sohn (auch 3) äußerst unbeliebt, obwohl sie sich alle Mühe gibt: Hier ein Eis, dort ein Schnickschnack-Spielzeug - was möchtest du gerne hinten und vorne .... - Aber er bleibt ihr gegenüber immer bockig und ablehnend, sagt mir (wenn wir alleine sind) dass die Oma "blöd ist".
Ich sehe das so:
Sie ist eine sehr extravertierte Frau, die gerne einen Spruch drückt und dann schallend lacht. Mein Kleiner ist das von daheim nicht gewöhnt und es schüchtert ihn ein. Er spricht eher auf ruhige, einfühlsame Personen an. Mein Schwiegervater z.B. ist eher ein stiller Typ. Er grüsst meinen Kleinen u. lässt ihn dann in Ruhe. Irgendwann geht mein Sohn dann von alleine auf ihn zu. Meine Schwiegermutter dagegen versucht ständig, ihn aus der Reserve zu locken: hier kitzeln, da eine Geschichte, möchtest du einen Fruchtzwerg etc. - je mehr sie versucht, desto mehr blockt er ab. Er findet nur dann einen Draht zu ihr, wenn sie völlig beschäftigt ist und sich überhaupt nicht um ihn kümmert. Dann kommt er an und will ihr was erzählen, ist empfänglich für Spielchen ... - Er möchte gerne selbst entscheiden, wann er mit wem "eine freundschaftliche Beziehung" hat".

Dies war ein Beispiel - hat vielleicht nichts mit euch zu tun - aber ein Beispiel, um zu zeigen, wie der beste gute Wille nichts ausrichten kann und ein Kind halt eben noch ungefiltert zeigt, wen es mag und wen nicht - bei uns Erwachsenen halt eben anders, man trifft jemanden und denkt: was für ein Vollidiot! und begrüßt ihn aber zuvorkommend. Das kann ein Dreijähriger nicht, der lässt seine Emotionen voll raushängen. (Und, ach du lieber Himmel, wenn jeder Mensch sofort eingeschnappt wäre, weil ihn irgendein andere nicht mag, dann müsste die ganze Menschheit mit Schmollschnute rumlaufen ...)

Ich wollte dir nur sagen, dass ich denke, dass du diese Situation schon völlig richtig erkannt hast - da ist kein Draht da zu dem Kleinen - aber sie überbewertest in bezug auf dein eigenes Baby.
Der kleine Trotzteufel da, der heute nicht guten Tag und bitte/danke sagen will geht bereits in die Vorschule, wenn dein Baby laufen lernt und die ersten Kontakt aufnimmt. Bis dahin ändert/entwickelt sich noch so viel.
Auch ich sehe sein Verhalten im normalen Bereich - wünschenswert ist natürlich ein aufgeschlosseneres Benehmen. Aber vielleicht einfach mal gut sein lassen, abwarten und sehen wie es sich noch weiter entwickelt.

Ich sehe in eurer Familie keine Bedenken und glaube, du machst dir künstlich zuviel Gedanken oder Probleme, wo keine sind!

Liebe Grüsse,

Stefanie

 
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