Rund um die Erziehung

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Geschrieben von kleinerRubin am 08.08.2006, 8:59 Uhr

@ MamaHeike oder wer sonst helfen kann

Guten MOrgen,

folgende Situationen gestern:

nachdem ich gestern Junior (3) bei der TaMu abgeholt hatte, sind wir in die Stadt, eben schnell noch ein paar Besorgungen machen. War dann 16:50 und ich dachte ok...den Zug um 17:08 Uhr kriegen wir noch. Also ab zum Bahnhof, der nur ein paar gehminuten weg war. Junior tobt und ist bockig, wirft sich auf den Boden und bleibt liegen. In der einen Hand hab ich zwei Regenschirme, in der anderen die Tüte mit dem eingekauftem. War zu dick angezogen, daher eh schon etwas brummig weil mich sowas dann immer brummig macht wenns mir zu warm ist und ich nix ausziehen kann. Streß pur! Mir läuft der Schweis auf der Stirn, jetzt nicht nur von der Hitze sondern wegen Juniors Theater. Bin schon froh das wir eine Seitenstraße entlangspaziert sind und er das nicht mitten in der Fussgängerzone abzieht.

Nachdem er dann doch irgendwann dazu zu bewegen war sich wieder in Gang zu setzen entdeckt er kurz darauf eine Schaukel. Will schaukeln. Ich sage nein! Wir müssen zum Zug! Er fängt wieder das Theater an, diesmal vor nem Cafe. Ich schnapp ihn mir irgendwie, mit den Regenschirmen und der EInkaufstüte, nehm ihn hoch und bin stinksauer.

Kurz darauf hat er dann endlich kapiert das ich sauer wegen dem Zug bin und ist auf einmal tooootal lieb und beeilt sich zum Bahnhof. Tja, den Zug haben wir nur noch von hinten gesehen.

Man war ich sauer! Der fährt nur 1x die Stunde, dafür aber bis fast vor die Haustür.

Also wieder zurück zur City um ne halbe Std. später den Bus zu erwischen.

Abends dann das weitere Theater. Im Wohnzimmer läuft Verliebt in Berlin. Wär der Fernseher aus gewesen wüsst ich gar nicht wie lang das ganze eigentlich gedauert hätte. geschlagene 45 min!!! bin ich damit beschäftigt ihn ins Bett zu legen, mich vor die Kinderzimmertür im Flur zu stellen um ihn dann wieder ins Bett zu verfrachten nachdem er die Tür wieder geöffnet hatte. Er schrie, weinte, tobte. Mama ich hab Hunger....Mama ich will nicht schlafen...Mama ich muss Spucken....Mama ich will nicht schlafen...Mama ich muss Pipi...Mama ich bin schon wach....Mama ich will Lisa kucken...

Neee...nix da, diesmal wird nach Mamas Pfeife getanzt. Pipi machen durfte er. Gegessen hatte er vorher erst. Trinken wollt er nix. Kurz vor 20 Uhr ist er dann tatsächlich doch mal eingeschlafen. Am meisten hats mich überrascht das ich dabei echt total ruhig geblieben bin.

Heut morgen fand ich das ganze dann gar nimmer sooo schlimm und war stolz darauf das gestern abend so konsequent durchgezogen zu haben.


Was bitte macht ihr eigentlich in Fällen wie oben beschrieben wenn das Kind sich in der Stadt hinschmeisst, liegenbleibt, ihr es eilig und die Hände voll habt? Könnt ihr mir bitte einen Rat geben?

GRüßle,

Rubinsche

 
20 Antworten:

Re: @ MamaHeike oder wer sonst helfen kann

Antwort von Schokoladenkuchen am 08.08.2006, 9:31 Uhr

Hallo!

Wenn an die Hände voll hat, wirds echt schwierig. Das letzte Mal, dass mein Sohn sich so ein Ding erlaubt hat, war kurz vor Weihnachten. Ich habe ihn mir irgendwie unter den Arm geklemmt (wichtig: für ihn äußerst unkomfortabel) habe die Riesentüten von Bäcker und Fleischer in die andere Hand genommen und dann auch noch das Dreirad vor mir herbuxiert.
Bei meinem Sohn half unbequemes Tragen. Er ist dann meist doch lieber gelaufen. Seit Januar fiel die diese Tragemethode aus, weil ich im schwangeren Zustand kein 18kg-Kind mehr tragen wollte. Ab da musste es mit gutem Zureden und Erklären klappen.
Zum Einschlafen: Ich habe das Glück, dass mein Kind nicht von alleine aus dem Bett aussteigt. Könnte es wohl, tuts aber nicht. Wenn mein Sohn noch gar nicht wirklich müde ist, darf er ein Buch haben oder ein Auto. Darüber schläft er dann ein.


LG Nicki

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@ Nicki

Antwort von kleinerRubin am 08.08.2006, 9:37 Uhr

Mir gehts gar nicht mal um die Einschlafsituation, als vielmehr das Theater das er in der CIty veranstaltet hat.

Wegen diesem Fehlverhalten hab ich ihm die Gute Nacht Geschichte gestrichen die er sonst abends immer bekommt und ihn dann als wir daheim waren direkt ins Bett verfrachtet nachdem er gegessen hatte. Sonst stört es mich nicht wenn er sich noch im Bett mit seinen Loks oder nem Buch beschäftigt aber gestern war schicht im Schacht.

Grüßle,

Rubinsche

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Re: @ Nicki

Antwort von SusanneZ am 08.08.2006, 9:54 Uhr

Also, viel kannst du da nicht machen. Nur zwei Dinge: motivieren weiter zu laufen oder bessere Variante: mehr Zeit nehmen.

Vielleicht war deinem Sohnemann das auf einmal zu viel Stress und den hat er eben abgeblockt. Du sagst ja selbst, du warst mies drauf - das überträgt sich wie ein Virus ;-)

Nimms ihm doch nicht so krumm - überlege lieber mal was diese Situation ausgelöst haben könnte. Nur so wirst du etwas ändern können. Dein Sohn wollte dich nicht ärgern!! Er wollte sich so mitteilen, dass er nicht so schnell zum Zug wollte.

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@ Susanne

Antwort von kleinerRubin am 08.08.2006, 10:09 Uhr

Das ist leicht gesagt. Wie gesagt, der Zug fährt nur 1x die Stunde und die nächste S-bahn zu der wir dann in eine ganz andere Richtung laufen mussten, fuhr eine halbe Stunde später. Wir gehen morgens um kurz vor 7 aus dem Haus und kommen abends in der Regel nicht vor halb 7 daheim an. Gestern hatte ich früher Feierabend gemacht und arg viel eher waren wir trotzdem wieder nicht daheim :o(

Alles motivieren hat ja nichts gebracht, er wollte einfach nicht. Ihn an die Hand zu nehmen ist ohnehin meist ein Akt für sich wenn er es nicht will. Will ich ihn dann an trotzdem an die Hand nehmen, zieht er die Hände weg oder schmeisst sich eben hin. Lediglich beim überqueren der Straßen weiss er genau das er dann an die Hand muss und da funktioniert das dann bis wir eben über die Strasse sind.

Würde er auf mich hören und neben mir laufen wär das ja auch gar kein Problem. Nur läuft er entweder langsam hinter mir her oder aber er rennt vorweg.Dann reagiert er eigentlich auch nicht unbedingt aufs zurufen.

GRüßle,

Rubinsche

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Re: @ kleiner Rubin

Antwort von SusanneZ am 08.08.2006, 10:13 Uhr

Ich kann dich schon verstehen, dass du dann leicht genervt bist. Aber vergiss auch nicht es ist eine Phase (zugegebener Maßen) anstrengend. Nur je weniger Wind um die Ursachen und die Sache an sich gemacht wird, desto weniger oft wird es vorkommen und desto schneller wird es auch vorbeisein. In welchen Situationen passiert das denn, dass dein Sohn sich hinschmeißt? Nur durch Klärung der Ursache wirst du eine Lösung finden!

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Re: @ kleinerRubin

Antwort von Schokoladenkuchen am 08.08.2006, 10:25 Uhr

Achso war das. Ich dachte ihr habt abends immer das Theater.
Ja, manchmal ist es äußerst schwierig ein Kind zu motivieren. Vielleicht hätte es etwas gebracht, wenn Du ihn neugierig auf zu Hause gemacht hättest?! Etwa: Wenn wir den Zug jetzt noch schaffen, können wir noch zusammen XY spielen oder Lisa gucken?
Oder hatteste das auch schon probiert?!
Wenn Dein Sohn sonst nicht so ist, dann harke den Tag als "Tage wie dieser!" ab und vergiss ihn ganz schnell (c:
Ich halte meinen Sohn ja für sehr pflegeleicht, aber auch wir haben Situationen/Tage, wo ich innerlich auf die Palme springe. Dann erinnere ich mich an die schrecklich verzogenen Kinder einer Freundin und schon gehts mir besser.

LG Nicki

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@ Susanne

Antwort von kleinerRubin am 08.08.2006, 10:34 Uhr

Eigentlich meist dann wenn er seinen Willen nicht bekommt und wir draussen unterwegs sind.

Erst lässt er sich hängen (wenn ich ihn da grad an der Hand hab) so das alles hochziehen nichts bringt und dann wird sich fallengelassen. Interessiert ihn nicht obs regnet und der Boden unter ihm matschig ist. Hatten wir auch schon gehabt.In der Regel nehm ich ihn dann hoch und trag ihn dann. Funktioniert nur eben nicht wenn man gerade schwere Einkaufstaschen trägt oder die Hände anderweitig voll hat.

Beim Einkaufen würde er am liebsten im Laden rumlaufen aber ich hab ihm schon so oft in letzter Zeit gesagt das ich das erst dann zulasse wenn er auf mich hört und nicht wegläuft. Sonst hätten wir schlicht und ergreifend die Situation das er in den Laden stürmt, alles mögliche aus den Regalen holt und ich nur mit Schadenbegrenzung beschäftigt wär. Deswegen tu ich mir den Stress gar nicht erst an und setz ihn direkt in den Wagen. Das geht dann auch wunderbar.

Er hat einen sehr starken Willen (ebenfalls Widder wie ich) und ich war nicht von anfang an konsequent genug.

GRüßle,

Rubinsche

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@ Nicky

Antwort von kleinerRubin am 08.08.2006, 10:50 Uhr

Ganz ehrlich? Ans motivieren hab ich gestern gar nicht gedacht wenn ich jetzt so drüber nachdenk *schäm* Ich hab bitte, bitte gesagt und auf ihn eingeredet aber nichts gesagt in der Art "wenn du jetzt mitkommst, dann..."

Gestern war einfach total der Wurm drin. Heut morgen fand ich das auch alles halb so wild, aber die nächste hinschmeissaktion lässt bestimmt nicht lang auf sich warten und ich wüsst einfach nur gern wie ich dem vorbeugen kann damit es gar nicht erst soweit kommt.

Bin AE und daher viel zu nachgibig weil er nunmal ohne Vater aufwächst, aber ich merk ja selbst das ich ihm damit keinen Gefallen tu, daher arbeite ich ja jetzt auch an meiner Konsequenz. Von aussen betrachtet hätte ich bei so einem Kind in der Situation vermutlich gleich gedacht "unerzogenes Kind". Heut weiß ich ja das die Trotzphase ja mit reinspielt, aber ich hab einfach Angst davor das es so bleibt und er später eben als das ungezogene Kind einer AE Mutter ist. Verstehst du was ich meine? Er ist ja nicht immer so und ist auch total süss und gewinnt die Leute sofort für sich durch seine offene und liebenswerte Art. Wenn nur eben solche Situationen nicht wären in denen er seinen Willen durchsetzen will *seuftz*

GRüßle,

Rubinsche

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Re: @ MamaHeike oder wer sonst helfen kann

Antwort von ny152 am 08.08.2006, 10:54 Uhr

als erstes vermeide ich es, ein kind mit in die stadt zu nehmen, wenn ich viel zu erledigen habe. im grunde schließt sich das aus: einkaufstour und 3jähriges kind. also versuche ich immer dann besorgungen zu machen, wenn mein mann zu hause bei den kindern bleiben kann (oder sonst jemand aus der familie oder bekanntenkreis).

so entstehen schon mal solche situationen nicht.

wenn es dann so kommt, dann gibt es nur die variante "augen zu und durch". ruhig bleiben und das kind konsequent tragen. natürlich gerät man da in schweiß. wenn man aber solche situationen versucht zu vermeiden, tauchen sie gar nicht so oft auf.

wegen dem ins bett gehen: erstens merkt ein kind, wenn mama soaps gucken möchte und will, dass das kind schnell einschläft. auch das kann eigentlich nur schief gehen. also: videorekorder programmieren, soap aufnehmen und später in ruhe gucken. zeit für den sohn nehmen und sein aufbegehren ernst nehmen. wenn er dir dauernd hinterher läuft, ist die einschlafsituation nicht optimal verlaufen. möglicherweise musst du dir mehr zeit nehmen, länger bei ihm bleiben, für mehr ruhe sorgen, eine kuscheligere atmosphäre schaffen. das geht nicht, wenn nebenan der fernseher läuft.

interessant wird es ja erst, wenn (wie bei uns) der 3jährige noch einen 1jährigen bruder hat ;-) da muss man als eltern noch disziplinierter und vorausschauender handeln - und meine erfahrung ist: das funktioniert auch. und zieht obendrein eine hohe zufriedenheit bei den kindern nach sich.

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@ ny

Antwort von kleinerRubin am 08.08.2006, 11:19 Uhr

Haaaalt...

ich glaub da kam was falsch rüber *lach*

Soap kucken (in meinem Fall ViB und GZSZ) geht nur wenn er a) im Bett ist und schläft oder aber b) wir das mal zusammen kucken.

Wie schon gesagt, das gestern war keine typsische Zubettgeh Situation, gottseidank, sondern wohl einfach nur der Abschluss eines stressigen Nachmittags. In der Regel schaut unsere Zeit abends ja folgendermaßen aus wenn wir heimkommen:

Es wird gegessen, noch zusammen was gespielt, dann gehts in die Dusche und zum Zähneputzen, er kommt ins Bett und kriegt eine Gute Nacht geschichte vorgelesen und schläft dann entweder gleich ein oder aber er schiebt seine Holzloks im Bett noch ein paar Min. hin und her bis er einschläft. Und in der Zeit räume ich die Küche wieder auf, bzw. beseitige das Chaos das Spielchaos das er im Wohnzimmer hinterlassen hat

Da ich nunmal alleinerziehend bin und weder Familie noch sonst wen hier habe dem ich Junior mal eben dalassen könnte um in Ruhe einkaufen zu gehen, fällt der Punkt weg. Wo ich bin ist auch mein Sohnemann. Sofern ich nicht grad bei der Arbeit und er in der KiTa ist ;o)

Grüßle,

Rubinsche

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trotzanfälle in der stadt

Antwort von little_princess am 08.08.2006, 11:44 Uhr

also erstmal will ich dir sagen, dass du das mit dem einschlafen richtig gemacht hast und es ja auch erfolg zeigte. bei mir ist der fernseher immer aus, solange valentina noch wach ist, auch wenn sie gleich darauf ins bett geht. dann muss ich eben auf die soap etc verzichten, oder einen teil verpassen, musstest du ja letztendlich auch, weil du eine dreiviertel stunde vor seiner tür standest.
zu den trotzanfällen in der stadt, kann ich dir erstmal sagen, dass es mir total egal ist, ob mein kind es in der überfüllten fußgängerzone macht wo alle anderen zugucken. mir wärs sogar lieber auf der fußgängerzone als an einer straße, wo autos fahren. also valentina ist auch in der trotzphase und es kommt ab und zu (gsd eher selten) vor, dass sie sich beim einkaufen auf den boden schmeißt. letztens tat sie das als ich mit ihr im bäcker einkaufen war. der laden voll, Valentina müde und ich wollte schnell raus aus dem laden nach hause. si schmiss sich ohne grund während ich bezahlte auf den boden und wollte nicht mehr aufstehen. die leute guckten natürlich blöd, was mir aber egalwar. als ich fertig war, sagte ich nur, komm valentina wir gehen, und ging raus.(um die ecke, wo sie mich nicht, ich sie aber sehen konnte) sie blieb natürlich erst liegen, kam aber nach höchsten 2 minuten raus und suchte mich.. so mache ich das eigentlich meistens. wenn sie nicht weiter will erkläre ich ihr, dass ich aber noch schnell das und das machen muss und wenn sie nicht weiter kommt ich das eben alleine mache. es dauert meist nicht lang bis sie mir hinterhergerannt kommt.

Lass dich nicht von den blicken oder doofen sprüchen anderer beirren, fast jeder der kinder hat, war schonmal in so einer situation.

@ny: du gehst nie mit deinen kindern einkaufen? wie machst du das denn, wo sind die denn wenn du einkaufst?

LG little_princess

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Re: trotzanfälle in der stadt

Antwort von Cosma am 08.08.2006, 11:54 Uhr

Hallo,

ich glaube die Situation kennt jeder. Mit 3 Kindern und oft ohne Mann unterwegs gerate ich da auch oft in Konflikte.
Ich versuche immer in der Situation abzuchecken was mir jetzt wichtig ist - und eigentlich solche Eskalationen zu vermeiden.
Manchmal gehts aber nicht anders und brüllende 3jährige kennt eigentlich jeder in solchen Momenten, da ist mir dann egal ob Leute gucken oder nicht.

Was ich nicht gut finde sind solche Dinge wie Geschichte-gestrichen.
Dein Kind sieht da den Zusammenhang nicht, das wirkt so autoritär aufobtruiert.
Dein Kind hatte in der Situation einfach das Bedürfnis nach Schaukel und Du das Bedürfnis nach Zug. Das geht nicht zusammen und Du bist die Stärkere, also letztlich ist das was Du sagst das was zählt - ist ja auch richtig so.
Aber für aufkommende Wut und Bocken würde ich nie bestrafen, sondern das einfach so stehen lassen.

Den Abend würd ich dann nach so einer Szene, die für beide belastend war, besonders liebevoll gestalten.
Vorlesen, kuscheln, liebevoll ins Bett bringen --- und bestenfalls Deine Sendung auf später verschieben.

Cosma

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Re: Vorgehen

Antwort von SusanneZ am 08.08.2006, 11:56 Uhr

wie bereits gesagt, man kann nichts machen - außer wie ny152 schon sagte solche Situationen (gerade während der Trotzzeit) zu meiden.

Wenn das jedoch nicht geht, dann sollte man wenigstens so viel Zeit einplanen, dass solche Dinge als gegeben abgehakt werden können. Egal ob du früher konsequenter gewesen wärst oder nicht - der Trotz würde auch dann zu den Entwicklungsschritten dazu zählen und äußert sich immer so. Dein Sohn ist im klassischen Alter. Je mehr du schimpfst, desto mehr wird er sich unverstanden fühlen und desto stärker äußert sich der Trotz. Plane ein, dass eine solche Reaktion passieren kann und vermeide jede Reaktion deinerseits, die euch in diese Lage bringt. Sollte es dennoch passieren, warte geduldig ab - lass ihn austoben und versuche ihn dann tröstend zu etwas (am Zielort) zu motivieren. Mehr kann man da nicht tun!

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nochmal zum fernsehn

Antwort von kleinerRubin am 08.08.2006, 12:11 Uhr

ich hab hier das Gefühl als wäre mein Posting so rübergekommen als würde der Fernseher vorgehen. Dem ist definitiv nicht so. Der Fernseher lief im Wohnzimmer (der wird eigentlich auch nicht angemacht bevor er im Bett ist, eben weil er sonst auch kucken möchte - wie gesagt, gestern war einfach total der Wurm drin) und war gestern für mich schlichtweg nur fürs Zeitgefühl. ICh trag keine Uhr und dementsprechend hätte ich auch gar nicht sagen können wie lang das ganze gestern abend dann gedauert hat. Ich stand also nicht im Flur und hab von dort aus die Sendung gesehen (was auch gar nicht ginge da ich da schon um die Ecken schauen können müsste).

Wie soll ich aber wut und bockigkeit stehen lassen wenn daraus resultiert das er sich eben nicht weiter fortbewegt??

GRüßle,

Rubinsche

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Re: @ kleinerRubin

Antwort von Schokoladenkuchen am 08.08.2006, 12:13 Uhr

Hallo nochmal!

Alleinerziehende haben es eh immer schwerer. Da ist leider kein Partner, der mal übernehmen kann, dazu noch der Druck von außen, ja nicht den Stempel "typisch alleinerziehend" aufgedrückt zu bekommen.
Bei der nächsten Hinschmeiß-Situation überlege Dir schnell, womit Du Deinen Sohn auf die Füße locken könntest. Eben wie dieses: Wenn wir den Zug schaffen, dann habe ich viel mehr Zeit, um mit Dir zu spielen. Oder: dann können wir beim Bäcker Kuchen kaufen und zu Hause noch Kakao trinken.
Allzu lange habe ich so ein Theater aber nicht mitgemacht. Immer kann man ein Kind auch damit nicht beeindrucken. Irgendwann kam die Unter-den-Arm-klemm-Methode und fertig.
Wie alt ist denn Dein Kleiner? Meiner wird im Oktober 4Jahre alt und kurz nach seinem 3.Geburtstag ergaben sich solche Situationen schon gar nicht mehr.

LG Nicki

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@princess

Antwort von ny152 am 08.08.2006, 14:10 Uhr

ernsthaft, ich gehe nie mit beiden kindern einkaufen. und mit einem kind nur sehr selten und dann plane ich sehr viel zeit ein und erledige nur wenige dinge.

ich habe glück, dass mein mann recht familienfreundliche dienstzeiten hat. ich geh halt los, wenn er da ist. außerdem erledigt er oft einkäufe, weil sein arbeitsweg am einkaufszentrum vorbeiführt. klar, wenn ich allein erziehend wäre, wäre die situation anders. oder wenn mein mann erst abends um 8 nach hause käme. aber dann kann man vielleicht großeltern einspannen (wenn die denn in der nähe wohnen).

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Re: @ kleiner Rubin

Antwort von Cornelia am 08.08.2006, 14:38 Uhr

Also,ich habe eine Tochter von 4 Jahren und kenne das nicht an die Hand wollen.Auch wenn Sie nicht an die Hand wollte,habe ich sie an die Hand genommen.Sie hat oftmals versucht sich los zu reißen oder sich hin zu werfen.Aber da ist deine Konsequenz angesagt.Als ich hörte das sie das nur bei mir macht,also weder bei meiner Freundin,noch bei der Oma oder im Kindergarten,habe ich mich ernsthaft gefragt warum das bei anderen klappt und bei mir nicht.Alle aber auch alle haben mir gesagt das das Kind förmlich nach Grenzen "schreit".Ich bin auch AE und recht lasch in der Erziehung gewesen.Eben weil kein Vater und so.Aber das ist grund verkehrtes Denken.Mein Kind kann versuchen wie es will von der Hand los zu kommen.Ich halte sie fest.Wenn sie sich hinschmeißen will,ziehe ich sie hoch und sage:Noch einmal dann ist Püppi weg.(Ihre Puppe).Oder irgendetwas anderes ist gestrichen.Sie merkte rasch ,das sie nicht von meiner Hand los kommt egal was sie macht.Ich reagiere mit Konsequenz,die man auch erst lernen muß.Und du mußt es immer so machen.Also nicht heute so und morgen so.Kinder wissen wie sie ihre Mütter soweit bringen das man sagt,bitte dann mach was du willst.Genauso ist es mit dem zu Bett gehen.Mach dir eine Uhrzeit aus,nimm dir Zeit und sei Konsequent.Ich kann sagen,das es jetzt viel leichter ist.Und Erpressung ist es bei weitem nicht,wenn man ein Fehlverhalten tadelt.Kinder müßen die Grenzen kennen und wenn man sie überschreitet dann ist eben dieses oder jenes gestrichen.
Ich hoffe ich habe dir ein wenig helfen können und schicke dir ne "Packung Konsequenz"
LG Cornelia

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Ganz wichtig:Ruhe bewahren

Antwort von BiancaS am 08.08.2006, 14:59 Uhr

Hallo,
ich habe noch nie so eine Situation erlebt. Zumindest nicht so extrem. Das liegt sicher daran, dass ich nicht hektisch werde, wenn ich´s eilig habe. Denn das wirkt sich auf dein Kind aus und er bockt noch mehr.
Ich erkläre meinem Kleinen (2), dass wir jetzt nunmal keine Zeit zum Trödeln haben und später irgendwo schaukeln gehen. Wichtig ist der Ton. Und dass du ihm die Situation erklärst. Er weiß ja nicht, wieso du es eilig hast.
Abend ging es bei uns ähnlich ab.
Er wollte nicht ins Bett, ich war gestresst, weil das Kind doch pünktlich um acht schlafen muss...
Seitdem hat er gar nicht mehr geschlafen- 4 Std in 24 Std.
Ich war bei sämtlichen Ärzten.
Irgendwann war es mir zu viel und ich habe ihn länger auf bleiben lassen.
Wir gehen ins Bett, wenn ich merke, dass er müde wird. Je nach Jahreszeit hat sich die Zeit geändert. Zur Zeit geht er um zehn ins Bett. Im Winter war es halb neun. Ich habe aber keinen Stress mehr. Gar nicht mehr. Und falls ich doch mal sauer werden sollte, zähle ich bis zehn und überlege mir dann eine Konsequenz.
Ich schreie ihn nicht an und beschimpfe ihn nicht.
Ich reagiere auf sein Verhalten und erkläre ihm, warum ich das getan habe. Dann ist das Thema für mich durch- und für ihn meistens auch.
Klappt wirklich.
Habe ein Top Kind. Kann ihn überall mit hin nehmen.
Es liegt wirklich an der Ruhe ( bin Erzieherin und meistens nicht aus der Ruhe zu bringen) und an der Konsequenz.
Sogar meine Schwiegergroßeltern hätten nicht gedacht, dass aus dem Kind was wird, als ich mit 21 Jahren das Kind bekommen habe. (Musste das mal loswerden, weil ständig alle gesagt haben, dass ich das Kind verwöhne)

Viele Grüße,
Bianca

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Thema Einkaufen

Antwort von SUka73 am 09.08.2006, 12:15 Uhr

Ich vermeide es sogar oft mit meinem Sohn (wird 3) einkaufen zu gehen, weils nicht denkbar ist!!! Auch nicht denkbar, was da manchmal abgezogen wird.

LG Sue

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Trotzanfall

Antwort von eumeline am 11.08.2006, 20:32 Uhr

Hallo Du,

habe eben schmunzelnd gelesen. Tja, was macht man da. Ich habe mir wirklich angewöhnt, mich nicht mehr zu ärgern, wenn irgendwas aufgrund des Kindes "zu spät" ist oder sowas. Ja, es ist ärgerlich, man regt sich TOTAL auf, aber es bringt ja eigentlich doch nichts.

Ich habe mal in einem Buch gelesen "Das Geheimnis glücklicher Kinder", daß man in so einer Situation tatsächlich am allerbesten den Kleinen toben lässt, ihn sich hinschmeißen lässt, vielleicht darauf aufmerksam machen, was die anderen Leute wohl denken oder ähnliches. Diese Situation hatte ich genau einmal. Ich habe ihn ignoriert und bin einfach weiter als ob nichts wäre. Er hat gewütet und gebrüllt. Ich habe es geschafft. Zwar haben mich einige ziemlich doof angesehen aber ich habe SOFORT an das Buch denken müssen und habe NICHTS gemacht. Außer ihm im ruhigen Ton gesagt, daß nun alle Leute ihn blöd anschauen und daß das auch wirklich zu albern ist, was er da abzieht.

Und bei uns hilft wirklich am besten, wenn ich einfach weitergehe. Mein Sohn ist eher etwas ängstlicher und käme nicht auf die Idee, alleine wegzulaufen. Folglich kommt er nach, spätestens wenn ich 10m weitergegangen bin. Klar bockt er dann auch weiter, aber er geht mit. Ich käme nie auf die Idee, ihn auch noch auf den Arm zu nehmen -auch wenn es für ihn unbequem wäre- wenn ich schon schwer schleppe, geschweige denn das Dreirad dazu. Einmal hat er unterwegs auch sein Laufrad hingeschmissen und sich geweigert weiterzufahren. Ich bin auch da weitergegangen und habe darauf vertraut, daß er es NICHT liegenlässt. Dazu habe ich ihm erklärt, daß es eben dann ein anderes Kind mitnehmen wird, wenn er es nicht mehr will.
Natürlich ist das ein Austesten auch unsererseits. Ich habe bisher ehrlich noch nicht zusehen müssen, wie das Laufrad liegengeblieben ist oder er verschwunden ist. Insofern...bei uns funktionierts.

Und ja - es bleibt nur Geduld, Geduld, Geduld. Es geht wieder vorbei. Und ja, es ist einfach ärgerlich, deshalb eine Stunde zu verschenken...Aber es ist nunmal so.

LG und starke Nerven
Natascha

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