Rund um die Erziehung

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Geschrieben von Einstein-Mama am 27.11.2006, 14:46 Uhr

@Mama Heike

Hallo! Du wurdest mir aus dem Aktuell-Forum empfohlen:)
Es geht um meinen 2. Sohn, der unser Familienleben in den Wahnsinn treibt!
Nachdem mein 1. Kind absolut lieb, brav und gut zu erziehen war, macht der 2. unser Leben einfach manchmal zur Hölle!
Es muß ausschließlich alles nach seinem Plan verlaufen, er diktiert den Tagesablauf und mit Konsequenz ist bei ihm überhaupt nichts erreicht!
Er kann sich gut ausdrücken (spricht seit dem 11 LM).
Eigentlich tun wir oftmals bei ihm das, was man eigentlich gar nicht macht (z.B. mit dem Nikolaus drohen), das hilft manchmal!

Nur mal ein Beisp. als er 2,5 Jahre alt war, wollte er dringend in den Kiga.
Ich habe ihn angemeldet und ihm erklärt daß Kindergartenkinder aufs Klo gehen.
Seit dem 1. Kiga-Tag geht er dort auch aufs Klo, kaum zu Hause MUß er eine Windel haben und weigert sich mit allen Mitteln die Toilette zu benutzen!

Die Erzieherinnen sind auch oft ratlos, da er sein Verhalten oft minütlich wechselt, aber zu 100% seinen Willen durchsetzt!
Vielleicht kannst Du mir paar hilfreiche Tipps geben!?
Übrigens spielt er uns auch gerne gegeneinander aus, also wechselt zu ich liebe die Mama mehr als Dich und andersherum!

Wäre für alles dankbar!
Gruß
Nathalie

 
7 Antworten:

Re: @Mama Heike

Antwort von mamaselio am 27.11.2006, 16:48 Uhr

Wie alt ist dein Sohn genau?

Auf den ersten Blick liesst sich das so, als ob ihr zu viel Druck macht (Windel z.Bsp) und lernen aus Angst ist immer falsch, aber das weisst du selbst.

Hast du noch etwas mehr Information?

Ich habe auch einen kleinen Bestimmer zu Hause (gerade 3 geworden), aber eine Hoelle ist es nicht.
Bei ihm wird es allerdings kritisch, wenn man droht, schreit oder kategorisch wird.Das hat einen enormen Trotzanfall zur Folge (mein Mann verbockt das manchmal mit seiner Ungeduld)
Bei meinem Sohn geht es nur mit Ruhe, Gelassenheit, Erklaerungen, Ablenkungen. Wenn er mal ausser sich geraet bin ich sofort da und biete Trost. Das Angebot nimmt er fast umgehend an.

Heike hat bestimmt-wie immer-gute Vorschlaege. Sie hat auch mir gerade wieder einige wichtige Denkanstoesse gegeben (mein Sohn hat immer noch stark die alles meins Phase).

Gruss
Christiane

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Re: @Mama Heike

Antwort von Einstein-Mama am 27.11.2006, 17:25 Uhr

Dabnke erstmal!
Ich schreibe später gerne noch mehr!
Muß nur zum Elternabend!

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@Einstein-Mama

Antwort von Mama Heike am 28.11.2006, 0:04 Uhr

Hallo Nathalie,

heute ist es schon zu spät, mich noch durch´s Aktuell-Forum zu wühlen, was du schon alles zu deinem Sohn gesagt hast. Ich weiß nicht mal, wie alt er ist.

Vielleicht könntest du etwas ausführlicher beschreiben, wo du genau Schwierigkeiten im Umgang mit ihm hast.

Liebe Grüße
Heike

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Re: @Einstein-Mama

Antwort von Einstein-Mama am 28.11.2006, 7:41 Uhr

Hallo!
Naja, ich habe im Aktuellforum auch noch nicht viel darüber geschrieben, deshalb lohn sich die Suche gar nicht!

Eigentlich ist er praktisch "immer dagegen", auch gegen Dinge die ihm eigentlich Spaß machen.
Also, ein Beispiel, wir wollen ins Hallenbad, ich sage es laut und er schreit SOFORT nein.
Obwohl ich genau weiß wie gerne er schwimmen geht.
Er steht sich also oftmals einfach selbst im Weg, um seinen Kopf durchsetzen zu können.
Übrigens wird er Ende Januar 3, aber das Theater geht schon seit ca 6 Monaten.
Vorher war er aber auch nie die Geduld in Person.
Man muß dazu sagen, daß er bis vor 6 Monaten unser "Sorgenkind" war, er hatte ziemliche Mandel und Polypenprobleme und dementsprechend oft krank. Eigentlich ging das Drama los als er gerade mal 3 Wochen alt war.
Seit er operiert wurde, geht es ihm sehr gut und seither ist er auch kräftig am trotzen
Ich selbst gehöre zu der Sorte "überfürsorglicher Mütter" und habe ihn halt bei jeder Erkrankung bemuttert, was ja auch normal ist.

Es ist aber nicht so, daß er seitdem nicht weniger Aufmerksamkeit bekommt!

Es gibt TAge, da verhält er sich völlig normal und ist total lieb und bemüht seine Launen zu verbergen, meistens wenn sein Bruder bei der Oma ist, oder Papa in der Arbeit.
Sobald alle Familienmitglieder zu Hause sind, gibt es nur Terror, egal was wir uns an gemeinsamen Aktivitäten vornehmen!
ER war von Geburt an ein Baby, dem das Wort Reizüberflutung ein Fremdwort war.
Im Kinderwagen wollte er bereits mit 3 Monaten nicht mehr liegen, ich mußte ihn tragen und zwar mit dem Gesicht nach vorne, damit er alles sehen kann!
Richtig wohl hat er sich gefühlt, wenn er eine Geräuschkulisse um sich hatte (Volksfest war genau sein Ding)!
Er konnte mit 11 Monaten bereits 3 Wortsätze wie "Mama schau mal" oder "Albert will Teddy", laufen konnte er erst mit 14 Monaten, ist aber ein Kletterprofi und zwar so, daß sogar im Kindergarten immer eine Erzieherin hinter ihm her rennen muß!
Als hyperaktiv würde ich ihn nicht beschreiben, er kann sich sehr wohl auch mal mit etwas beschäftigen und ist dabei konzentriert (Bücher, malen, basteln).
Manchmal denk ich, er setzt sich zur Aufgabe seinen Bruder auszuloten (dieser hat eine Hochbegabung).
Wir haben stets versucht beiden die gleiche Aufmerksamkeit zu schenken.
Sein größtes Hobby ist es, mit mir alleine in die Stadt zu gehen!
Da kann er kilometerweit laufen und ist der Engel in Person.
Spaziergänge zu Hause sind überhaupt nicht möglich, weil er ausschließlich getragen werden will.
So, eigentlich könnte ich jetzt einen Roman über ihn schreiben, hoffe aber ihn einigermaßen gut beschrieben zu haben!
Ach ja, wenn er ohne mich bei anderen Leuten zu Besuch ist, benimmt er sich absolut brav.
Gestern mußten beide zur Nachbarin, da ich zum Schulelternsprechtag mußte.
Da ging er aufs Klo, hat gut sein Abendbrot gegessen!
Auch bei Oma ist das so, allerdings nur jeweils einen Tag.
Muß er 2 Tage hintereinander hin, zeigt er am 2. Tag das gleiche Verhalten wie zu Hause!

Hoffe DU kannst einigermaßen was damit anfangen!
Ciao
Nathalie

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Ein Anfang

Antwort von Mama Heike am 28.11.2006, 22:14 Uhr

Hallo Nathalie,

ich habe zwei Töchter, die eine geht jetzt in die vierte Klasse und die Kleine ist gerade 2 Jahre alt geworden. Trotz dem Altersunterschied von acht Jahren haben beide ein ausgesprochen gutes und liebevolles Verhältnis zueinander. Und sie spielen auch viel miteinander.
Wie ist das bei euch? Sind sich die beiden im Weg? Interessieren sie sich für einander und spielen sie zusammen?

Du schreibst, dass der Große hochbegabt ist. Vermutlich hat er da mit Spielen nichts am Hut (ich kenne mich mit hochbegabten Kindern nicht aus). Wie sieht das bei dem Kleinen aus? Du schreibst nur von Büchern, malen, basteln.

So eine totale Übellaunigkeit, wie du sie beschreibst, kann daher kommen, wenn Kinder nicht richtig spielen können, also nicht in einen Spielfluss kommen. Im eigenen freien Spiel geben die Kinder ihrem Willen ein Richtung. Sie lernen ihren Willen zielgerichtet einzusetzen und trainieren ihn wie einen Muskel(Der Wille ist ja ein Werkzeug, um selbstbestimmt agieren zu können.)

Bei deinem Sohn richtet sich sein Wille momentan extrem nach außen. Meine Kleine dreht nach vier Tagen Oma-Besuch und „Dauer- Entertainment“ auch völlig am Rad: sie keifert dann bei jeder kleinen Bemerkung von den Großeltern völlig hysterisch „NEEEINNN“. Sie ist dann einfach nicht ausgelastet und zickig, weil ihr Wille nichts mehr zu tun hat: Es gibt ja Oma und Opa, die kräftig durch die Gegend gescheucht und rumkommandiert werden.

Du kannst dem Willen deines Kindes wieder eine andere Richtung geben, wenn du ihn bewußt ins eigenständige Freispiel begleitest. Das könnte aus meiner Sicht die Familiensituation schon sehr entspannen. Schreib einfach mal, wie er bisher so gespielt hat, auch während seiner Krankheit und was er für Spielzeug hat. (Wie man dem Kind helfen kann, ins Freispiel zu kommen, kann ich gern noch ausführlich schreiben, falls erforderlich.)

Ein anderer wichtiger Punkt ist sicher deine „Überfürsorge“. Worin genau siehst du da ein zu viel? Und dann habe ich noch eine Frage zur „Aufmerksamkeit“. Du schreibst: „Es ist aber nicht so, daß er seitdem nicht weniger Aufmerksamkeit bekommt!“ Luchst er dir die Aufmerksamkeit ständig ab oder bemühst du dich extra um ihn? Wie kommt übrigens Papa mit dem Kleinen klar, bietet er dem zügellosen „Willen“ paroli?

So, jetzt muss ich mich aber um die Adventskalender für die Kinder kümmern, 48 kleine Päckchen wollen noch gepackt werden. Lass dir ein wenig Zeit mit den Antworten, dann kommt meist mehr „rüber“.

Liebe Grüße
Heike

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Re: mich auch einmisch....

Antwort von lisalorain am 29.11.2006, 13:45 Uhr

Hallo Mama Heike
ich habe so ein ähnliches Problem wie einstein - mama

Kannst du bitte darauf eingehen,
wie man dem Kind helfen kann, ins Freispiel zu kommen.

Vielen lieben Dank

ps. ich lese gerne deine beiträge und konnte schon vieles bei uns umsetzen.

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@lisalorain

Antwort von Mama Heike am 01.12.2006, 23:29 Uhr

Hallo,

ich habe Jacky (wassermann63) dazu geantwortet, vielleicht reicht dir das schon als Info?

http://www.rund-ums-baby.de/erziehung_elternforum/mebboard.php3?step=0&range=20&action=showMessage&message_id=6694&forum=209

Liebe Grüße
Heike

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