Rund um die Erziehung

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Geschrieben von mami06 am 28.08.2007, 8:51 Uhr

Kindgerechter Umgang mit dem Tod

Der Tod ist ein Thema, bei dem selbst wir Erwachsenen imemr wieder ins Schwimmen kommen und nicht wissen, wie wir damit umgehen sollen.
Aus dem Grund spreche ich das Thema so lange nicht an, bis die Kinder von sich aus fragen, und dann gibt es eben auch entsprechende Antworten. Kinder im Alter von 2 Jahren geben sich i. d. R. damit zufrieden, daß die Oma im Himmel ist, so wie du das auch zu ihr gesagt hast. In dem Augenblick, wie sie aber wissen wollen, wie Oma denn da rauf gekommen ist, warum es Friedhöfe gibt, Leute begraben werden oder warum der oder der etwas ganz anderes erzählt hat, muß man dann schon genauer werden.
Meine beiden großen sind fast 7 und 5 und gehen bzw. gingen in eine evangelische Kita. Beide wissen, daß tote Menschen begraben werden (auch die Sache mit dem Einäschern haben wir schon besprochen), aber daß ihre Seele weiterlebt. Ob nun im Himmel oder durch die Erinnerungen, die wir an Verstorbene haben, ist eigentlich egal. Meiner großen gefällt die Vorstellung, daß Tote zu Engeln werden. Ich denke aber auch, daß man den Tod nicht schönreden sollte, denn ich kenne es von meiner Schwester her, daß schon Kleinkinder, die aus irgendwelchen Gründen Probleme haben, sich versuchen umzubringen in der Erwartung, daß dann alles besser wird. Natürlich wird den Kindern klar, daß man mit der toten Oma nicht mehr spielen kann.
Kinder, die so weit hinterfragen, sollten auch wissen, daß JEDER mal sterben muß, auch jedes Tier und jede Pflanze und auch die Eltern bzw. sie selbst und daß manaus diesem Grund das Beste aus seinem Leben machen sollte.
Natürlich äußern die Kinder auch ab und zu Angst, daß wir Eltern sterben könnten. Ich sage ihnen dann, daß es theoretisch jeden in jeder Sekunde treffen kann, daß aber die Wahrscheinlichkeit groß ist, daß wir - wie die meisten anderen - eben erst mit über 70 Jahren oder später an der Reihe sind und daß es keinen Sinn macht, sich mit Ängsten ums Sterben den Blick aufs Leben zu versperren.
Bei Tieren und Pflanzen ist es so, daß wir versuchen, den Kindern auch Achtung vor diesem Leben beizubringen, d. h. Spinnen werden bei uns eingefangen und ausgesetzt, ebenso wie Käfer.
Fliegen haben wir kaum. Mücken erschlage ich natürlich auch, aber für die gilt ja eine Ausnahmeregelung, weil die ja auch mir wehtun wollen, im Gegensatz zu vielen anderen Tieren, die ich nicht im Haus haben möchte, die mir aber nichts tun.
Pflanzen dürfen nicht sinnlos abgerissen werden, aber wenn es darum geht, auf der Wiese einen Blumenstrauß für drinnen zu sammeln, dann verwehre ich das meinem Sohn natürlich nicht.

Fleisch essen die großen beide nicht sooo gerne. Sie wissen aber, daß es von Tieren stammt, die eigens dafür gezüchtet und auch geschlachtet werden. Bei Vögeln ist es ja auch so, daß die, um sich zu ernähren, Käfer fressen (Nahrungskettenprinzip).

Kurzum: Ich lüge meinen Kinder da auch nichts vor, aber wenn sie in Teilbereichen noch ein bißchen durch die rosa Brille schauen, ist das für mich o. k.. Ich würde ihnen auch nicht im TV einen Bericht zeigen, wo gezeigt wird, wie Tiere geschlachtet werden oder ihnen so nette Bücher wie Berlin Alexanderplatz" vorlesen, bei dem ich noch in der 12. Klasse aus dem Klassenraumgegangen bin, weil ich mir die Schilderung nicht anhören/lesen konnte, wie die Schweine zum Schlachthof geführt werden. Das muß ich nicht und das müssen meine Kinder nicht, auch wenn ich gerne mal Fleisch esse.

Wenn du merkst, daß ein konkretes Ereignis dein Kind beschäftigt (z. B. Tod der Oma oder so) und es imemr wieder davon anfängt, kann auch ein Kinderbuch zum Thema hilfreich sein. Ich tue mich mit Bücher allerdings schwer, weil ich beim Lesen selbst in Tränen ausbreche....

 
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