Christiane Schuster

Wutausbruch

Antwort von Christiane Schuster

Frage:

Liebe Frau Schuster!

Mein Sohn ist 7 1/2 Monate alt.
Seit ca. zwei Wochen bemerke ich laufend, dass er schreit und wild strampelt, wenn etwas nicht nach seinem Willen geschieht.
Zum Beispiel wenn ich mein Frühstück esse, während er auf seiner Matte spielt, dann fängt er an zu brüllen, weil er erwartet, dass ich mich zu ihm setze.
Ich unterbreche aber mein Frühstück nicht, sondern lasse ihn toben und sage einige Male:" Mama isst gerade, ich bin gleich fertig"
Wenn ich dann tatsächlich das Essen beendet habe, sage ich betont "Fertig" und gehe dann zu ihm.

Nun meine Fragen:
1. Handle ich richtig, wenn ich ihn ca. 5 Minuten toben lasse und erst zu ihm gehe, wenn ich bestimmte Dinge erledigt habe?
Ich fürchte, dass er ein kleiner Tyrann wird, wenn ich ihm ständig nachgebe.

2. Wenn er jetzt schon so wütend reagieren kann, steht mir dann eine harte Trotzphase bevor?

3. Ab wann können Babies verstehen was man sagt und meint?

4. Ich kann ihn keine 15 sec verlassen, da fängt er schon zu schreien an, das tut er aber nur bei mir und das auch, seitdem ich bei ihm 3 Tage die Ferber-Methode angewandt und dann damit aufgehört habe, weil es mir widerstrebt mein Kind bis zur Ohnmacht schreien zu lassen.
Ich kann absolut nichts machen, ohne ihn ständig mit mir mitzuschleppen. (sogar auf die Toilette kommt er mit)
Wie soll ich mich da verhalten?

Ich hoffe ich quäle Sie nicht mit meinen vielen Fragen, aber es ist echt wichtig für mich.
Danke im voraus, Sonja

von Sonja am 25.01.2000, 16:31 Uhr

 

Antwort auf:

Wutausbruch

Hallo Sonja
Sie quälen mich in keiner Weise mit Ihren Fragen! Schließlich bin ich dafür da, Ihnen bei Problemen in der Erziehung so gut ich kann zu helfen.
Zu 1.: Sie handeln genau richtig. Ihr Sohn muß lernen, seine Grenzen zu erkennen. Ohne Ihr konsequentes Verhalten würde er unsicher, weil er nicht weiß, wie Sie in bestimmten Situationen reagieren
Zu 2.: Wenn Sie konsequent handeln und sich vorher Gedanken machen, warum Sie sich so und nicht anders verhalten, wird Ihr Sohn schnell merken, wann er seinen eigenen Willen in die Tat umsetzen kann und wann er sich an Regeln zu halten hat. Die Trotzphase wird eher abgeschwächt werden.
Zu 3.: Ab ca. 3Mon. beginnen Babies an Ihrer Gestik und Mimik zu erkennen, was Sie meinen und sagen. Es kann unterscheiden ob Sie lachen oder weinen. Je mehr Sie mit dem Baby sprechen umso schneller versteht es auch Ihre Worte.
Zu 4.: Ihr Sohn hat Angst, dass Sie ihn verlassen. Reden Sie viel mit ihm und sagen Sie ihm immer wieder, dass Sie gleich wiederkommen. Steigern Sie das Alleinlassen ganz langsam, und geben Sie Ihrem Sohn Aufgaben bis Sie wiederkommen.Z.B.: mit Duplo ein Haus bauen. So gewinnt er ein größeres Vertrauen zu Ihnen.
Bis bald?

von Christiane Schuster am 26.01.2000

Anzeige
Folio
Mobile Ansicht

Impressum Team Jobs Mediadaten Nutzungsbedingungen Datenschutz Forenarchiv

© Copyright 1998-2020 by USMedia.   Alle Rechte vorbehalten.