Christiane Schuster

Wut, Verletzt sich selbst

Antwort von Christiane Schuster

Frage:

hallo,

mein Sohn ist jetzt 2 Jahre und 5 Monate. Eigentlich ist er ein totaler Sonnenschein, aber seit kurzem hat er richtige Wutanfälle, bei denen ich nicht so recht weiß was ich nun tun soll!?

Beispiel gestern: Wir waren draußen spielen, dann wollten wir rein, er aber noch nicht. Er stand im Flur und weigerte sich die Treppe hoch zu gehen. Habe ihm gesagt das er hoch kommen soll, sonst muss ich ihn tragen. Er sagte "nein". Also bin ich hin und hab ihn hoch getragen, er strampelte und schrie: "laufen" (Hätte ich ihn aber abgestellt, wäre er auch nicht gelaufen, das kenn ich schon!). Im Flur hab ich ihn dann abgestellt und er war völlig wütend. Er wollte mich hauen. Ich hielt seine Hand fest und sagte ihm das nicht gehauen wird. Daraufhin war er noch wütender und schlug mit dem Kopf auf den Fussboden.

Letzte Woche hatte er das auch schon mal gemacht, er hatte da einen Teppichabdruck auf der Stirn. Kaum war der weg geheilt hat er schon wieder ein neuen. Er hat das auch schon draussen gemacht, da waren es die Pflastersteine.

Wie soll ich da reagieren. Ihn in den Arm nehmen klappt gar nicht. Habe ihn auch schon mehrfach gesagt das er wenn er Wut hat eben mit den Fäusten auf das Kissen hauen darf, aber in seiner Wut hört er gar nicht zu. Sonst hab ich ihn einfach ignoriert wenn er wütend war, wenn er sich dann beruhigt hatte haben wir darüber gesprochen und ich hab ihn getröstet. Aber nun hab ich echt Angst, das er sich mal richtig verletzen könnte wenn ich ihn ignoriere.

Ich war gestern auch sehr sauer auf ihn, weil wir ausgemacht hatten das er sich nicht selbst weh tut und trotzdem macht er es wieder! Haben sie einen Rat für mich?

LG

von mammma86 am 19.05.2010, 10:14 Uhr

 

Antwort auf:

Wut, Verletzt sich selbst

Hallo Ratsuchende
Ihr Sohn weiß noch nicht, wie er sich angemessen mitteilen und seine jeweilige (verärgerte) Stimmung angemessen ausdrücken kann. Zusätzlich handelt er wie alle Kleinkinder sehr spontan, ohne gleichzeitig über die Folgen seines Handelns nachdenken zu können.

Vorweg ein kleiner Trost: Mit zunehmender Sprachentwicklung reduzieren sich beschriebene Verhaltensweisen.

Versuchen Sie einmal, so wenig "Befehle" wie möglich ausszusprechen, indem Sie stattdessen Ihren Sohn dazu anregen, eine Tasche, Sandspielzeug o.Ä. hochzutragen, bzw. seinen Ehrgeiz wecken, Etwas SELBER zu erledigen, bevor Sie ihm helfen müssen. ("Meinst du, du kannst das schon oder muss ich dir doch noch helfen?").

Achten Sie bitte darauf, ein NEIN möglichst erst dann auszusprechen, nachdem Sie seine Hände festgehalten und Blickkontakt zu ihm aufgenommen haben.

Viel Erfolg, liebe Grüße und: bis bald?

von Christiane Schuster am 19.05.2010

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