Sylvia Ubbens

Wie mit Beschimpfungen umgehen?

Antwort von Sylvia Ubbens

Frage:

Hallo Frau Ubbens! Ich bin zur Zeit echt ratlos und müde vom Denken. Folgendes war vorgefallen: Vor einigen Tagen hatte ich schon von der Freundin (6) meiner Tochter (5) ins Forum geschrieben, die das zweite Mal über Nacht bei uns war. Dabei war mir aufgefallen, dass meine Tochter sich ihr gerne präsentiert und dafür die ein oder andere Regel bei uns über Bord wirft (wahrscheinlich um ihr zu gefallen). Ich muss erwähnen, dass sich die beiden aus dem Kindergarten kennen und beide nah beieinander wohnen. Die Freundin geht seit diesem Sommer zur Schule.

Gestern dann die Situation bei uns auf dem Trampolin im Garten: Ein weiteres Nachbarkind, die Freundin und meine Tochter hüpfen und haben Spaß. Der kleine Bruder der Freundin (3) kommt ebenfalls in unseren Garten und möchte mit auf das Trampolin. Meine Tochter und die anderen Kinder sagen Nein, worauf der kleine Mann mit einer gewissen Empörung und Geschrei die Leiter entfernt. Er rennt wieder zurück in sein Haus, gefolgt von seiner Schwester, die versucht, ihren Bruder zu beruhigen.

Einige Minuten später versammeln sich nahezu alle Nachbarskinder (insgesamt 5) am Gartenzaun und beschimpfen (in meinem Beisein) meine Tochter 20 Minuten mit unschönen Worten (inhaltlich sinnfrei, nur aus Spaß zum Ärgern), auch ihre Freundin und die größere Schwester der Feeundin (8), selbst der 3jährige, machen mit. 'Anführer' ist aber ein 10jähriger, der zwar nichts mit meiner Tochter, dem Trampolin oder der Freundin meiner Tochter zu tun hat, aber leider alle beeinflusst und bereits zum 2. Mal zum 'Mobbing' animiert. Meine Tochter ist das einzige Einzelkind in unmittelbarer Umgebung. Sie hat diese Beschimpfungen nur zurückgegeben und war nicht sonderlich traurig, vielleicht nur etwas verärgert. Ich habe überhaupt keine Ahnung, wie ich damit umzugehen habe. Mein Mann, der es (auch) mitbekommen hat, ist irgendwann raus in den Garten und hat alle Kinder kurz und laut zurechtgewiesen. Danach war erst mal Ruhe. Aber ich möchte gerne das nächste Mal kontrollierter bzw. angemessen reagieren. Was kann ich in so einer Situation tun?

von Jenamu am 25.08.2020, 22:37 Uhr

 

Antwort auf:

Wie mit Beschimpfungen umgehen?

Liebe Jenamu,

gehen Sie zu den Kindern und erklären, dass Sie so etwas hier nicht hören wollen. Mehr bedarf es sicherlich nicht, da vermutlich selbst der 10-Jährige Respekt vor Erwachsenen haben wird. Womöglich verbleiben solche Äußerungen zukünftig auch schon, da Ihr Mann gestern schon deutliche Worte gesprochen hat.

Stört Ihre Tochter das Verhalten der anderen Kinder, darf sie zu Ihnen kommen, Ihnen berichten und Sie greifen ein. Sie muss sich nicht alleine gegen eine Gruppe älterer Kinder behaupten können.

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 26.08.2020

Antwort auf:

Wie mit Beschimpfungen umgehen?

Puhh, die ganze Geschichte hat mich erst mal verwirrt - denn mit der eigentlichen Frage hat sie nicht wirklich etwas zu tun, oder?
Die eigentliche Frage lautet doch: was soll deine Tochter tun, wenn andere sie mit Schimpfwörtern ärgern.
Plus: es gibt ein Kind, das andere anstachelt, mit zu ärgern.
Richtig verstanden?

Wenn ja: stärke sie darin, sich verbal wehren zu dürfen mit zB "hör auf, mich zu beschimpfen" oder etwas in der Art das klar macht, sie findet das nicht ok.

Hört dieses Kind nicht auf, sollte sie es einfach ignorieren und weiter spielen.
Ärgern macht nur Spaß, wenn das Gegenüber sich auch wirklich ärgern lässt.

Wird es aber zu arg oder es wird einfach immer weiter gestört, würde ich so vorgehen, wie es an dem meisten KiGa´s und auch Schulen gehandhabt wird:
1 x sagen, mann wolle das nicht
dann ankündigen, man würde der Aufsicht (hier evt. Eltern) Bescheid sagen, wenn nicht aufgehört wird
und dann eben tatsächlich die Aufsicht/Eltern holen.

Eigentlich hat eure Tochter das ja eh gut gehandelt und war eher sauer als traurig.

Ich würde sie auch darin bestärken, ihre Freundin mal zu fragen, warum sie mitgemacht hat.

Und je nach eurer Einschätzung über den Anführer würde ich das Gespräch mit dessen Eltern suchen.

Wir haben das auch schon durch. In jeder Gruppe/Nachbarschaft gibt es ein Kind, dass andere zu Unsinn oder Ärgern verleitet. Und im Zweifel muss man an die Eltern herantreten, die oft gar nicht wissen was Sache ist.
Wir haben erst mit dem Kind geredet - und erst, als das aber nicht wirklich etwas änderte, mit dessen Eltern.

von cube am 26.08.2020

Stift selbst eine Frage stellen
geöffnet:   Montag ab 7 Uhr bis Donnerstag 17 Uhr
Anzeige
Folio
Mobile Ansicht

Impressum Team Mediadaten Nutzungsbedingungen Datenschutz Forenarchiv

© Copyright 1998-2020 by USMedia.   Alle Rechte vorbehalten.