Sylvia Ubbens

wie bei trotzigen Verhalten richtig reagieren

Antwort von Sylvia Ubbens

Frage:

Meine 17-Monate alte Tochter bringt mich teilweise zur Verzweiflung mit ihrem Verhalten. Sie spricht bis auf wenige Wörter, Mama, Papa usw. eigentlich noch gar nichts und kann/will sich auch nicht mit Wörtern ausdrücken sie kreischt und schreit dafür lieber, bis sie endlich das richtige bekommt. Sie hat zudem schon einen richtigen Trotzkopf und manche Situationen treiben mich täglich in den Wahnsinn. Sie möchte alles selber machen, sie isst schon seit Monaten nur noch selbstständig, was soweit auch ganz gut klappt. Aber ist sie mit dem Essen fertig bzw. satt nimmt sie den TEller dreht ihn um oder schmeißt ihn auf den Boden usw. Ich sage dann immer Nein, aber das bringt nichts weil sie es das nächste Mal gleich wieder macht. Das gleiche ist mit dem Trinken, sie trinkt schön aus dem Becher, aber wenn sie genug getrunken hat schüttet sie REst einfach aus.
Wenn ich ihr Becher zum Trinken hinhalten möchte, spinnt sie sofort und trinkt gar nicht. Sie liebt auch Zähneputzen, allerdings nur wenn sie selber die Zahnbürste hält und das geht nunmal nicht, also hab ich jeden Tag den Kampf ich muss sie festhalten und irgendwie versuchen mit Gewalt ein paar Mal mit der Zahnbürste hin- und herzufahren. Sie darf auch selber putzen, aber sobald ich die Zahnbürste nehme spinnt sie trotzdem. Warum merkt sie nicht, dass der Widerstand zwecklos ist? Wie kann ich es besser machen, mit Erklärungen brauch ich nicht weit anfangen, weil sie längere Ausführungen sowieso nicht versteht. Sie möchte auch nicht an der Hand gehen und wirft sich gleich auf den Boden usw. Das gleiche beim Händewaschen, sie hält ihre Hände selber unter den Wasserhahn aber richtig sauber werden sie dann natürlich nicht. Wie kann ich da im Kleinen anfangen ihr Regeln beizubringen? Und ist es noch normal, dass sie so wenig spricht? Motorisch ist sie gut drauf, läuft seit sie 10 Monate ist und auch so ist sie eigentlich ganz geschickt.

von JB2013 am 24.03.2015, 19:40 Uhr

 

Antwort auf:

wie bei trotzigen Verhalten richtig reagieren

Liebe JB2013,

beobachten Sie Ihre Tochter genau. Scheint sie mit dem Essen fertig zu sein, dann nehmen Sie den Teller weg, bevor sie aus Langeweile diesen umdreht. Gleiches beim Trinken. Bleiben Sie neben Ihrer Tochter, wenn sie den Becher in der Hand hat und versuchen Sie schnell zu sein. Schenken Sie auch nur wenig in den Becher ein, gießen Sie lieber noch einmal nach.

Beim Zähneputzen hilft nur Geduld und das Gemotze aushalten. Die meisten Kinder in dem Alter protestieren beim Putzen und brauchen eine gefühlte Ewigkeit, bis dass sie das tägliche Putzen ohne Gezeter hinnehmen.

Ihre Tochter mag sich nicht die Hände waschen lassen, dann versuchen Sie es evtl. mit einem Waschlappen, so haben Sie nicht das Gezeter unterm Wasserhahn?!

Ihre Tochter möchte auch an gefährlichen Stellen nicht an der Hand laufen, dann darf sie gerne auf den Arm genommen werden, im Notfall unter Protest.

Ihre Tochter fängt durch Wiederholungen an, Regeln zu erkennen. Durch die immer wiederkehrenden Handlungen, wie, dass Sie den Teller wegnehmen, wird sie lernen, dass es nicht in Ordnung ist, den Teller nach der Mahlzeit umzudrehen usw. In dem Alter braucht es aber seine Zeit. In manchen Bereichen geht es schneller, in anderen dauert es etwas länger.

Die sprachliche Entwicklung ist ganz in Ordnung. Mehr muss Ihre Tochter noch nicht sprechen. Da sie motorisch recht weit ist, hat sie, ohne es beeinflussen zu können, die bisherige Zeit dafür verwendet, sich motorisch zu entwickeln. Die Sprachentwicklung stand bei ihr "hinten an". Das wird noch kommen. Die sprachlich weiteren Kinder sind i.d.R. motorisch nicht ganz so schnell.

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 25.03.2015

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