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Sozialpädagogin Sylvia Ubbens

Kindererziehung

Sylvia Ubbens, Dipl.-Sozialpädagogin

   

Antwort:

Wie am Besten mit extremen Wutanfällen umgehen?

Liebe mieze1289,

versuchen Sie, manchen Wutanfällen aus dem Weg zu gehen. Wenn der Becher regelmäßig aus Wut auf den Boden geworfen wird, stellen Sie den Becher immer außer Reichweite und reichen ihn Ihrer Tochter nur, wenn sie trinken möchte.
Kündigen Sie an, wenn Sie den Raum wechseln wollen und gehen schon mal vor. Bestimmt wird Ihre Tochter nachkommen, da sie nicht alleine in der Küche oder einem anderen Raum sein möchte. Schließen Sie die Tür, wenn Sie bei Ihnen ist. Ggf. bieten sie ein Spiel an, stellen es schon mal bereit, damit Ihre Tochter auf das Spiel fixiert ist und schließen dann die Tür.
Beispiel Sofa anmalen schließe ich mich meiner Vorrednerin an: Statt eines Verbots auszusprechen, bieten Sie ein Blatt Papier an.
Gerade bei immer wiederkehrenden Situationen können Sie schon im Vorfeld überlegen, wie diese vielleicht zukünftig umgangen werden können. Auf diese Weise werden die Anzahl der Wutanfälle schon einmal minimiert. Auch, wenn Ihre Tochter schon recht weit ist, ist sie dennoch ein noch nicht einmal 1 1/2-jähriges Kind, das mit ihrem Verhalten zeigt, dass sie noch so jung ist und genauso behandelt werden sollte. Bis etwa 18 Monate ist es z.B. nomal, dass Kinder austesten, ob ein Nein auch wirklich immer Nein bedeutet und bestimmte Dinge somit immer wieder ausprobieren.

Sprechen Sie ein deutliches Nein aus und setzen Ihre Tochter auf Abstand, wenn sie haut. Sie darf erfahren, dass ihr Verhalten nicht in Ordnung ist.

Möchte Ihre Tochter etwas, dem Sie nicht zustimmen können, versuchen Sie eine Alternative anzubieten. "Einen Keks kannst du nicht bekommen, ich kann dir aber einen Apfel klein schneiden." So muss Ihre Tochter nicht wütend über ein Nein werden, sondern kann über die Alternative nachdenken.

In Situationen, in denen keine Alternative oder vorherige Ablenkung helfen und Ihre Tochter wütend wird, bleiben Sie in Ihrer Nähe und warten ab. Vielleicht setzen Sie sich auf den Boden, damit Sie auf Augenhöhe sind und warten ab. Ihre Tochter wird nach einiger Zeit bereit sein, Trost anzunehmen und zu Ihnen kommen.

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 08.02.2019

 
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