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Sozialpädagogin Sylvia Ubbens

Kindererziehung

Sylvia Ubbens, Dipl.-Sozialpädagogin

   

Antwort:

Wie am Besten mit extremen Wutanfällen umgehen?

Hallo, danke für deine Meinung.
Grundsätzlich schließe ich mich dir an, aber es ist ja nicht so, dass ich es nicht auf die sanfte Methode schon versucht habe.
Das was ich geschrieben habe, waren ja auch nur Beispiele. Wir fechten praktisch mit allem einen Kampf aus, so doof wie sich das anhört...
Und ihr irgendwas lang und breit erklären - ich hab gelesen und mir sagen lassen, man soll das nicht, da es sowieso nicht verstanden wird. Ein klares "Nein" wird verstanden, aber keine langen Erklärungen wieso weshalb warum.
Aber trotz allem habe ich das natürlich auch versucht, zB beim Becher-Problem: der fällt runter und alles wird vollgespritzt und versaut. Ist natürlich nicht toll, wenn man 20x am Tag putzen muss.
Habe auch schon erklärt und auch mit ihr auf dem Boden gesessen und sie hat mir wischen geholfen - aber das ist für sie natürlich nur ein Spiel.
Deswegen habe ich dann die andere Methode versucht: "Becher gehört auf den Tisch und fertig" Und sie versteht das und weiss genau was Sache ist. Wenn er aus Versehen runter fällt, sagt sie "Oh", hebt ihn auf, stellt ihn auf den Tisch, guckt mich an und klatscht. Dann wird sie natürlich auch direkt gelobt.
Es ging mir eher darum, dass sie, wenn sie bockig ist, den Becher extra runterwirft aus Provokation. Wir haben mehrfach mit dem Kinderarzt drüber gesprochen, und waren wegen Schreien in der Schreiambulanz usw, da wurde das Kind natürlich auch komplett begutachtet. Fakt ist, vom Kopf her benimmt sie sich eher wie eine 3Jährige, daher kann man von ihr auch etwas mehr verlangen. Und laut Kinderarzt muss ich aufpassen, dass sie mir nicht auf der Nase rumtanzt und ich soll sie ruhig strenger erziehen, da sie sowieso schon so impulsiv ist.
Auch an so Kleinigkeiten wie Schuhe anziehen merkt man es. Ich sag Schuhe anziehen, sie setzt sich hin und hebt einen Fuß in meine Richtung. Dann sag ich, geb mir bitte den anderen Fuß - dann hebt sie den anderen Fuß! Sie versteht wirklich sehr viel für ihr Alter.

Und das mit dem Laufstall ist keine Machtdemonstration, sondern eine ruhige Ecke für das Kind, wo es sich selbst abregen und runterfahren kann. Wenn sie Wütend ist und schreien will, darf sie das tun. Ich bin kein Diktator. Trotz allem gibt es kein Schlagen und Boxen. Da gibts kein Wenn und Aber. Sie hat das auch schon zweimal im Kindergarten gemacht und sowas kann man ihr nicht durchgehen lassen. Ich sage dann nichts zu ihr, reagier nicht drauf und setze sie einfach ein paar Minuten in den Laufstall. Das funktioniert am Besten bei Ihr.

von mieze1289 am 07.02.2019, 17:32 Uhr

 
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