Sylvia Ubbens

Warum hat mein Kind solche Verlustängste?

Antwort von Sylvia Ubbens

Frage:

Guten Tag,
Mein Sohn ist 13 Monate alt und schon recht weit für sein Alter: er sagt schon seit fast 3 Monaten bewusst Mama und Papa. Darüberhinaus hat er schon einen recht weiten "Wortschatz". Er sagt teilweise "Baby-Wörter" wie Namnam für Essen, Wauwau für Hund, Brumbrum für Auto oder auch schon richtige, einfache Wörter wie Baum, Ei, Bach etc. Er macht Tiergeräusche nach von Hahn, Kuh, Schaf, Schwein usw. Außerdem läuft er allein ( noch etwas wackelig), führt den Löffel zum Mund und fasst kleinste Brösel mit Daumen und Zeigefinger...
Dies nur zur Einführung.
Unser Kleiner schläft im Familienbett und wird nachts noch nach Bedarf gestillt. Zurzeit artet das aus, denn er wird ständig (phasenweise alle 30 min) wach. Oft kontrolliert er zunächst ob wir da sind: Mama? Papa? Wenn wir seine Frage mehrmals bestätigt haben, nuckelt er oft sehr lang bis er einschläft. Manchmal wacht er auch mit einem spitzen Schrei auf und beruhigt sich erst an der Brust. Ich wollte das nächtlich Stillen eigentlich stark reduzieren. Aber zurzeit glaube ich, dass das gar nicht möglich ist. Was hat unser Sohn wohl? Er wächst sehr geborgen mit viel Aufmerksamkeit auf, ich bin 24 Stunden für ihn da. Seit seiner Geburt waren wir kaum getrennt.
Nun meine 2Fragen:
Woher kommen diese Verlustängste?
Mein Mann ist bald 1 Woche auf Geschäftsreise. Wie soll ich reagieren wenn unser Sohn nach Papa fragt und ihn vermisst?

Beste Grüsse, Astbö.

von Astbö am 07.01.2014, 12:37 Uhr

 

Antwort auf:

Warum hat mein Kind solche Verlustängste?

Liebe Astbö,

die meisten Kinder in dem Alter suchen die ständige Nähe nach den engsten Bezugspersonen, i.d.R. Mama und Papa. Da Sie für ihn da sind, wird Ihr Sohn die Abwesenheit von Papa gut wegstecken.

Ihr Sohn hat sich an das nächtliche häufige Aufwachen gewöhnt, da er gelernt hat, dass immer eine Reaktion folgt. Das nächtliche Stillen "nur" zu reduzieren wird im Alter Ihres Sohnes schwierig. Auf der einen Seite benötigt er keine nächtlichen Mahlzeiten mehr, theoretisch also auch keine Brust, auf der anderen Seite würde er Ihre Erklärungen, warum jetzt die Brust und beim nächsten Aufwachen nicht, noch nicht verstehen.

Am einfachsten wäre es, das Stillen nachts komplett einzustellen. Der Papa könnte am besten (muss aber nicht) das Beruhigen übernehmen. Ihrem Sohn sollte Wasser zu trinken angeboten werden und sein Kuscheltier (hat er eins?) neu in den Arm gelegt werden. Eine Kuscheleinheit mit Papa ist natürlich auch erlaubt.

Vermutlich wird es ein paar Tränen geben, wenn Sie aber konsequent bleiben, wird Ihr Sohn in nur wenigen Tagen auch ohne das Stillen bzw. Nuckeln an der Brust wieder einschlafen können.

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 08.01.2014

Antwort auf:

Warum hat mein Kind solche Verlustängste?

Meine Tochter ist 21 Monate und schläft auch bei uns im Bett,schon immer,noch kein Ende abzusehen,da sie auch noch mehrmals nachts stillt.Ich hatte auch mal vor,das nächtliche Stillen stark einzuschränken bzw.abzugewöhnen,aber ich brachte es nicht übers Herz,hatte und hab das Gefühl,sie braucht es eben,sie braucht auch die verbundene Nähe und Geborgenheit,die Sicherheit-sie wacht auch einige Male nachts auf,fragt gleich ''Mama'',will sich vergewissern,das ich da bin.Hab mich damit arrangiert.Sage mir immer,es geht irgendwann vorrüber,die Zeit kommt nie wieder,die Kleine braucht es und so ist es eben.Auch wenn Du abstillen würdest nachts,heißt es nicht,das Dein Kleiner nicht mehr wach wird und durchschläft.Mit Brust bekommst Du ihn halt am schnellsten und bequemsten wieder zum Schlafen,ohne würde vielleicht ein Kampf werden.Mach Dir keine Sorgen,Du machst alles richtig,wenn Du kannst,stille ihn weiter nachts,er braucht es.Und wenn der Papa weg ist,kannst Du ja nichts anderes als ihm immer wieder sagen,das er verreist ist und wiederkommt,auch wenn er es noch nicht genau versteht.
Frag doch auch nochmal bei den Stillexperten Biggi oder bei Dr.Posth im Forum nach.

von Greenamy am 08.01.2014

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