Sylvia Ubbens

Verhalten

Antwort von Sylvia Ubbens

Frage:

Hallo,

meine Tochter ist jetzt 4 Jahre und 3 Monate alt. Sie hat vor 4 Monaten einen kleinen Bruder bekommen. Mein Mann kümmert sich seit der Geburt unseres Sohnes wenn er Zuhause ist stark um sie. Ich selbst versuche auch jede freie Minute für sie zu nutzen. Sie ist tagsüber bis ca. 15 Uhr im Kindergarten. Abends um 19 Uhr lege ich unseren Sohn hin und nehme mir dann bis 20 Uhr Zeit für sie alleine. Tagsüber versuche ich jedoch kleine Ausflüge wie zum Spielplatz oder auf einen Mitmachbauernhof etc. mit ihr zu unternehmen und nehme den Kleinen dann mit.

Jetzt zu ihrem Verhalten:

Seit Beginn der Schwangerschaft nässt sie tagsüber mehrfach ein. Sie geht zwar zwischendurch zur Toilette, jedoch ist ihre Unterhose dann meist doch irgendwie nass. Sie nässt nie komplett ein sondern nur so, dass die Unterhose gut nass ist. Demnach bekommen wir oder auch der Kindergarten nicht immer mit. Sie zieht sich auch nicht um, sondern bleibt einfach so. Ich habe bereits zweimal ein Bonussystem für sie gemacht, was dann meist super funktionierte. Kaum war das Bonussystem beendet und sie bekam ein Geschenk fing es wieder an.

Beim Kinderarzt wurde sie untersucht, es ist alles ok.

Dann trödelt sie morgens und abends unglaublich stark. Morgens lasse ich sie wach werden nach dem wecken und kuschel noch ca. 10 Minuten mit ihr. Dann soll sie sich langsam anziehen, Zähne putzen usw.. Ich bin dabei und helfe zwischendurch auch. Jedoch fällt ihr bei wirklich jeder Tätigkeit (Toilette, anziehen, Schuhe anziehen, Jacke anziehen, Zähne putzen...) immer was anderes ein. Im Bad läuft sie dann plötzlich auf allein Vieren und spielt Katze oder sie erzählt und erzählt und vergisst dabei ihre Dinge zu erledigen. Oder sie nimmt sich ein Handtuch und spielt Eiskönigin. Abends ist es genau das selbe. Abends sage ich ihr immer wieder, dass es von ihrer Zeit abgeht und sie sonst kein Buch mehr lesen kann. Auch reduziere ich dann in besonders hartnäckigen Fällen das Buch auf nur noch ein Pixi Buch. Am nächsten Tag geht es dann aber von vorne los.

Wenn ich sie ins Bett bringe darf sie sie immer noch eine CD aussuchen. Das ist ein Fehler von mir, den ich ihr nicht mehr abgewöhnen kann. Dann schafft sie sich Rituale wie ich muss die Hand halten bis das Anfangslied zuende ist. Dann will ich raus gehen und ihr fällt ein, sie muss noch was trinken. Eine kleine Wasserflasche hat sie im Bett stehen aber ich muss dabei bleiben. Manchmal trinkt sie diese dann komplett aus, damit ich eine neue holen muss. Ich habe den Eindruck, sie versucht das immer weiter in die Länge zu ziehen. Ich versuche schon auch konsequent zu sein, jedoch gibt das ein riesen Theater, sie steigert sich rein und hört nicht auf zu weinen.

Dann weint sie sehr viel. D. h. wenn sie z.B. trödelt und nehme sie am Arm (nicht feste) um sie zu mir zu holen. Dann weint sie Elefantentränen und sagt das täte weh. Bei jeder Kleinigkeit von Berührung die ihr nicht gefällt z.B. beim Zähneputzen tut ihr dann das Putzen weh (Zähne sind in Ordnung). Beim Waschen tut ihr das dann weh usw.). Auch wenn etwas nicht funktioniert wie z.B. sie will mit mir ein Bild malen und meins gefällt ihr besser. Dann weint sie los. Möchte sie etwas mitteilen, was ihr nicht gefällt macht sie das unter jammern anstatt einfach normal zu reden.

Ihr Wortschatz ist sehr groß und sie redet sehr sehr viel. Ausdrücken kann sie sich also.

Haben Sie eine Idee wie wir damit am besten umgehen können?

Danke und VG

von Kersty am 30.09.2014, 11:56 Uhr

 

Antwort auf:

Verhalten

Liebe Kersty,

Ihre Tochter zeigt ein ganz normales Verhalten eines vierjährigen Mädchens.

Wenn Kinder trocken werden, dann freuen sie sich, keine Windel mehr zu tragen. Das ist die Motivation für sie. Nach einiger Zeit ist es nicht mehr so spannend und viele Kinder verlieren das Interesse am Toilettengang. Ihre Tochter darf sich selbst umziehen und waschen, wenn die Hose nass ist und kann vorher nicht spielen.

Morgens helfen Sie Ihrer Tochter gerne beim Anziehen etc. Gerade morgens haben die meisten Kinder "Schwierigkeiten". Damit der Morgen nicht schon mit Diskussionen beginnt, helfen Sie mit. Am Wochenende darf Ihre Tochter dann zeigen, dass sie Entsprechendes schon selbst kann.

Für abends besprechen Sie mit Ihrer Tochter ein Ritual. Jeder darf eine Sache wählen. Sie z.B., dass eine Geschichte vorgelesen wird, Ihre Tochter, dass noch 5 Minuten gekuschelt wird. Bleiben Sie auch dabei und lassen sich auf keine Diskussion ein. Halten Sie sich konsequent an das gemeinsam besprochene Ritual.

Das Jammern beim Waschen etc. ignorieren Sie am besten. So wird es mit der Zeit langweilig, wenn keiner einem zuhört.

Mitteilungen im Jammerton sollten Sie dahingehend entgegnen, dass Sie Ihre Tochter erst verstehen, wenn sie im normalen Tonfall mit Ihnen spricht. Reagieren Sie ansonsten nicht auf Mitteilungen im Jammerton.

Ganz ohne "Erpressung" wird es beim Mittagessen nicht gehen. Statt keine Süßigkeiten oder Nachtisch können Sie aber ankündigen, dass es erst Süßes gibt, wenn eine bestimmte Menge Mittagessen gegessen wurde. Im Notfall gibt´s das Mittagessen am Nachmittag noch einmal.

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 30.09.2014

Antwort:

Nachtrag Verhalten

Sorry eins habe ich noch vergessen.

Sie hat immer super gegessen. Siet 2 Jahren ist sie im Kindergarten. In diesem gibt es leider nachmittags des Öfteren Kuchen, Pudding oder auch Gummibärchen...

Sehr viele Eltern geben Nutellabrote und Kinderriegel etc. mit in die Brotdose. Meine Tochter bekommt dies nicht und weiß auch warum. Sie akzeptiert es auch. Sie ist glücklicherweise eher eine herzhafte.

Seit einigen Monaten kämpfen wir am Wochenende allerdings mit dem Mittagessen. Obst will sie auch nicht mehr. Sie ist sehr wenig zu Mittag und über jedes Stück Obst muss ich diskutieren. Ich lass sie oft mit entscheiden, was ich koche oder was für Obst wir kaufen. Trotzdem reagiert sie meist so. Es funktioniert nur unter Erpressung, dass ich sage, wenn Du nicht vernünftig zu Mittag isst oder kein Obst (sie muss nicht aufessen) gibt es keine Süßigkeiten oder Nachtisch.

Das ist für mich jedoch keine schöne Methode. Mir wäre lieber sie würde von sich aus wieder normal essen.

von Kersty am 30.09.2014

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