Christiane Schuster

Umgang mit krankem Kind

Antwort von Christiane Schuster

Frage:

Hallo Fr. Schuster,

schön, dass Sie wieder da sind! :-)

Ich habe heute eine Frage zu meiner 4,5 jährigen Tochter. Meine Tochter ist in der Regel ein sehr liebes und auch kompromissbereites Kind. Sobald sie aber (schwerer) krank ist, erkenne ich sie kaum wieder. Sie schreit dass einem die Ohren weh tun, wenn sie zum Beispiel erbrechen muss, dann schreit sie wie am Spieß und wehrt sich dagegen, es ist ein richtiges Trotzschreien. Wenn Sie Fieber hat, will sie weder Medizin einnehmen, noch sich vom Arzt untersuchen lassen. Sie presst zum Beispiel
die Lippen zusammen, oder brüllt das Ganze Untersuchungszimmer zusammen, sodass man sich kaum mit dem Arzt unterhalten kann. Sie läßt sich auch nicht helfen bei Stürzen, komme ich mit einem Kühlbeutel fängt sie an zu brüllen, oder auch wenn ich den Finger unter kaltes Wasser halten will weil sie sich ihn eingeklemmt hat. Meist läßt sie mich die Verletzung noch nicht mal ansehen. Es darf sie dann auch niemand anfassen und trösten (nur ich), sonst fängt sie wieder an zu brüllen. Ist sie gesund oder nur leicht krank ist das alles kein Problem. Ich finde auch dass es mit zunehmenden Alter immer schlimmer wird, alles erklären, schimpfen bringt nichts.

Ich habe ihr dann auch schon gesagt dass ich ihr dann nicht
helfen könne, aber das interessiert sie in dem Moment auch nicht. Sie ist da wirklich dann total verbohrt und stur. Ich verstehe das einfach nicht und es macht mich auch zunehmend ratlos und auch wütend. Sobald ihr die Nase läuft kriege ich schon Panik es könnte schlimmer werden, denn dann stehen uns wieder meeegaanstrengende Tage bevor.

Haben Sie eine Idee/Erklärung für dieses Verhalten?

Ich danke ihnen im voraus.
Jessi

von Jessi.B am 11.07.2011, 08:39 Uhr

 

Antwort auf:

Umgang mit krankem Kind

Hallo Jessi
Ihre Tochter scheint sich vor sich selbst zu erschrecken, wenn nicht Alles so ist, wie sie es gewohnt ist.
Bevor Sie ihr nun direkt helfen, bzw. helfen müssen, regen Sie sie zur Selbsthilfe an, indem Sie ihr z.B. einen Eimer hinstellen, damit sie ihre Übelkeit hineinbrechen DARF, ihr Kühl-Akkus reichen o.Ä.

Beim Arzt lässt sie sich hoffentlich leichter untersuchen, wenn sie zeitgleich mit ihrem Kinder-Arztkoffer Sie oder eine Puppe untersuchen darf.
Mit einem eigenen Löffel DARF sie Ihnen (der Puppe, dem Kuscheltier,...) "Medizin" (Wasser in entsprechendem Behältnis geben, während sie selbst medizinisch versorgt wird, um anschließend gemeinsam etwas Leckeres zu trinken.
Nebenbei informieren Sie sachlich darüber, warum manche Medizin genommen werden MUSS und wie man sich selbst zur Einnahme überwinden kann. (schnell etwas Leckeres hinterher).

Erkennt Ihre Tochter, dass auch Sie es nicht als angnehm empfinden "verarztet" zu werden, dass es aber manchmal sein MUSS, wird sie hoffentlich kaum noch gezwungen werden müssen etwas einzunehmen, damit Besserung eintritt statt Verschlimmerung.

Wird Ihre Tochter unter Druck gesetzt, wird sie sich zunehmend gegen Unangenehmes, Unverständliches auflehnen.

Viel Erfolg, liebe Grüße und: bis bald?

von Christiane Schuster am 11.07.2011

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