Sylvia Ubbens

Umgang mit anderen Kindern

Antwort von Sylvia Ubbens

Frage:

Guten Tag,

ich bräuchte Tipps, wie ich mit meinem Sohn umgehen kann. Er fällt seit einiger Zeit immer mal wieder im Kindergarten auf. Mal haut er, mal beisst er, schubsen war bisher am harmlosesten. Heute hat er ein Kind in den Bauch geboxt.
Zu Hause kenne ich das Thema, seit Geburt seines Bruders herrscht Eifersucht. Sie streiten nur und mein Sohn haut viel.

Ich weiß einfach nicht, wie ich damit umgehen soll. Wir verbringen sogar Zeit allein mit dem Grossen, aber es verändert nichts.

Haben Sie Ratschläge für mich?

Viele Grüße Rena

von Rena2707 am 28.01.2020, 13:59 Uhr

 

Antwort auf:

Umgang mit anderen Kindern

Liebe Rena,

bevor ich Ihnen antworte, schreiben Sie bitte noch, wie alt Ihr Sohn ist, wie alt Ihr jüngerer Sohn ist, wie die Sprachentwicklung und das Hörvermögen Ihres Sohnes sind und wie die Erzieher mit der Situation umgehen. Geht Ihr Sohn nach dem Kindergarten zum Turnen o.ä.? Wie ist sein Verhalten dort? Trifft er sich mit Freunden und wie ist das Zusammenspiel? Gehen Sie regelmäßig mit den Kindern nach draußen?

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 28.01.2020

Antwort auf:

Umgang mit anderen Kindern

Hallo Sylvia,

vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Meine Söhne sind 5 und 2, beides Sommerkinder.
Das Hörvermögen wurde letztes Jahr dreimal getestet. Der Kindergarten war der Meinung, dass er eventuell nicht richtig hört. Wenn mein Sohn spielt, ist er immer ganz vertieft. Sprachlich hat er soweit keine Probleme. Ich habe gerade Kontakt mit einer Logopädin, der Kindergarten hat mich dahin geschickt. Laut Logopädin besteht kein Bedarf. Ein wenig Probleme mit der Mundmotorik hat er allerdings, er war ein langes Speichelbaby. Logo hatte ich schon früh mit ihm. Er hat eine Asymethrie (er hatte bei der Geburt die Nabelschnur mehrfach um den Hals und eine Links Ablegeschwäche).

Die Erzieher nehmen die betroffenen Kinder aus der Situtation und besprechen diese. Sie meinen mein Sohn wäre emotionslos und unsozial. Man muss dazu sagen, er kam wie das letzte Rad am Wagen in die Gruppe dazu. Es wurden alle Schulanfänger in eine Gruppe zusammen gelegt. Mein Sohn kommt mit Worten nicht weiter und zeigt sich dadurch körperlich. Ich hab das Gefühl er sucht damit Aufmerksamkeit, da er krampfhaft mitspielen möchte. Ich habe schon mal mitbekommen, dass ein Junge zur Bringzeit meinte, dass er nicht kommen muss, er dürfte eh nicht mitspielen. Er wollte natürlich nicht bleiben. Ich habe der Erzieherin bescheid gegeben, aber so richig abgeholt hat sie ihn auch nicht. Mein jüngster war ein Clusterkind und Eifersucht ist seit Anfang an ein großes Problem zwischen den zwei.

Mein Großer macht Karate und spielt Fußball. Dort habe ich noch nie eine schlechte Rückmeldung bekommen, dass es ähnliche Fälle gibt. Ab und an verabredet er sich im Mittagskindergarten. An machen Tagen spielt er am Mittag mit Freunden, aber eher selten. Wenn mein Großer einen Freund da hat, dann klappt das Spiel eigentlich gut. Es stört ihn nur immer sein kleiner Bruder, der am liebsten halt auch dabei sein möchte.

Wir versuchen so oft es geht nach draußen zu gehen.

Ich hoffe Sie können mir folgen.
Viele Grüße Rena

von Rena2707 am 29.01.2020

Antwort auf:

Umgang mit anderen Kindern

Liebe Rena,

Ihr Sohn kann seine Gefühle nicht kontrollieren. Die Eifersucht handelt für ihn. Dieses im Kindergarten und zu Hause. Beim Sport sieht er sich als Teammitglied. Alle sind beim Sport gleich stark und er kann beim Sport etwas besonderes sein. Sein Bruder kann das noch nicht und die Kinder, mit denen er täglich im Kindergarten zu tun hat, können (machen) das auch nicht. Dies bestärkt ihn und er muss dann nicht eifersüchtig sein und es kommt zu keinen körperlichen Auseinandersetzungen.

Zu Hause achten Sie auf eigene Bereiche für beide Kinder. Jeder sollte eigenes Spielzeug haben und auch Dinge, an die der Bruder nicht heran darf. Zeit der alleinigen Aufmerksamkeit durch einen Elternteil sollte möglichst täglich sein, aber auch ungestörte Spielezeit, wenn z.B. ein Spielkamerad zu Besuch ist. In dem Moment sollte der kleinere Bruder nicht mitspielen müssen, sondern darf mit Mama oder Papa spielen. Zeigen Sie Ihrem großen Sohn auf diese Weise, dass Sie Respekt vor seinem "Privatleben" haben.

Spielen, basteln, etc. Sie regelmäßig mit beiden Kindern zusammen, damit beide erleben, dass gemeinsame Beschäftigungen Spaß machen.

Kommt es zu Streitigkeiten zwischen den Brüdern, versuchen Sie nicht zu strafen oder zu schlichten. Vielmehr unterstützen Sie die Jungs dabei, selbst eine Lösung zu finden.

Loben Sie die Jungs einzeln für ihre individuellen Stärken.

Haben Sie bzgl. der Asymmetrie Ihres Sohnes schon einmal mit ihm einen Osteopathen aufgesucht?

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 29.01.2020

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Umgang mit anderen Kindern

Vielen Dank liebe Sylvia.

Ja, wir gehen regelmäßig zum Osteopathen.

Viele Grüße
Rena

von Rena2707 am 30.01.2020

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