Christiane Schuster

Trennungsängste

Antwort von Christiane Schuster

Frage:

Liebe Fr. Schuster,
unser Sohn Jason macht uns zur Zeit etwas Sorgen.
Er ist im Januar 3 geworden und geht seitdem in den Kiga. Sein Bruder(15 mon älter) geht auch dorthin,aber in getrennten Gruppen.
Eigentlich kennt Jason den Kiga seit sein Bruder dort ist und er sieht auch,wie gerne sein Bruder da ist.
Aber Jason geht gar nicht gerne und hat morgens große Probleme sich von uns zu lösen.
Sanfte Eingewöhnung gibt es in unserem Kiga leider nicht,dennoch habe ich mich bei ihm durchgesetzt und bin die ersten Tage mit dabeigeblieben.
Ebenso wird von den Kindern verlangt trocken zu sein,wenn sie in den Kiga kommen,oder man zieht ihnen dort die Windel aus. Auch dagegen habe ich mich erfolgreich gewehrt und JAson ist mit Windel gegangen bis er jetzt vor wenigen Wochen trocken war.
Sie merken,die Einrichtung ist noch vom "alten Schlag!"
Nun ist es so,das Jason jeden morgen schlimmer weint und sich von mir gar nicht mehr lösen kann, nur dann wenn eine Erzieherin ihn festhält.Ansonsten rennt er mir nach und zerrt an mir,dass ich da bleibe!
Gespräche mit den Erzieherinnen ergaben,dass er da durch muss,und dass er keine Probleme mit der Gruppe hat,er beruhigt sich wieder und spielt nachher fröhlich.
Auch wenn ich ihn abhole ist er fröhlich und sagt,dass er Spaß hatte.Frage ich ihn,warum er morgens immer weint,sagt er,dass er Angst hat.Wovor kann er aber nicht sagen. Es scheint nicht die Gruppe zu sein. Bei den Erzieherinnen bin ich mir nicht sicher,weil sine beiden etwas älter sind und noch für "Zucht und Ordnung"sorgen.Er sagt,er möchte gerne zu seinem Bruder in die Gruppe.
Da die beiden aber in großer Rivalität sind und Finn sich in seiner Gruppe so gut eingelebt hat und seine Freunde dort hat,möchte ich es für Finn nicht, Denn dann hätte er den kleinen Bruder wieder dabei und würde nur mit ihm spielen oder die beiden prügeln sich.

Ich weiss nicht was richtig ist. Mein GEfühl sagt mir,dass es nicht richtig ist Jason weinend im Kiga zu lassen.Zumal es von Tag zu Tag schlimmer wird.
Andererseits ist JAson sehr ,sehr clever und versucht immer mit anhaltendem,langen quengeln seine Ziele zu erreichen.
LAut Erzieherin sind es nur Machtkämpfe.
Meine Sorge ist aber,dass echte Trennungsängste dahinter stehen,die sich ja dann später in der Schule ,im ganzen LEben weiter durchziehen!
Wir haben unsere Kinder auch immer nach den "Leitlinien" von dr.Posth erzogen und gerade deswegen fühlt es sich für mich im moment falsch an,JAson weiter so unter Druck zu setzen.
Nur wie gehen wir weiter vor? Gruppenwechsel? Kiga Pause?
Soll ich dableiben? Ich weiss nicht,wie man jetzt weitermacht damit er nicht so leidet.
Beide bleiben 3 TAge in der Woche bis 14 Uhr und bekommen dort warmes Mittag.Die anderen 2 Tage hole ich sie um 12. Sollten wir JAsons Zeit verkürzen,denn auch das über Mittag bleiben scheint ihm nicht zu gefallen.

Ich bin Ihnen sehr dankbar für Ihre Mühe und Rat.
Lg Carmen

von carmen75 am 27.09.2011, 09:23 Uhr

 

Antwort auf:

Trennungsängste

Hallo Carmen
Da Jason sich in der Gruppe wohl zu fühlen scheint, wenn er Sie nicht sieht, wird es für ihn schwer sein, sich von einer Situation: Mama, auf die Nächste: Kiga, umstellen zu können.
Leichter fällt es ihm vielleicht, wenn er mit seinem Bruder oder einem Freund gleich OHNE Sie in die Einrichtung gehen DARF.

Informieren Sie ihn zusätzlich darüber, dass er in "seiner" Gruppe bald genauso viele Freunde finden wird wie Finn, dass er diese Freunde auch mal nach Hause zum Spielen einladen DARF und dass die Freunde sich schon wieder darauf freuen, am nächsten Kiga-Tag wieder mit ihm spielen zu können..

Lassen Sie sich ggf.von ihm (und seinem Freund) mit großen Hallo aus dem Gruppenraum schieben, da der Kiga ja nur für Kinder gebaut wurde.

Viel Erfolg, liebe Grüße und: bis bald?

von Christiane Schuster am 27.09.2011

Stift selbst eine Frage stellen
geöffnet:   Montag ab 7 Uhr bis Donnerstag 17 Uhr
Mobile Ansicht

Impressum Team Mediadaten Nutzungsbedingungen Datenschutz Forenarchiv

© Copyright 1998-2021 by USMedia.   Alle Rechte vorbehalten.