Christiane Schuster

Theater beim Zubettgehen

Antwort von Christiane Schuster

Frage:

Liebe Frau Schuster,
seit gestern weiß ich, daß es nun auch dieses Forum gibt und freue mich total darüber. Ich hab natürlich auch gleich mal eine Frage an Sie.

Zunächst mal zu uns:
Unsere Tochter ist 2 1/2 Jahre und ein ziemlich lebhaftes aber im Großen und Ganzen "liebes" Kind. Sie ist seit ihrem 2. Geburtstag sauber und auch die Sprachentwicklung ist enorm weit (soll jetzt nicht überheblich klingen, aber Sie sollen doch einen Eindruck von ihr bekommen)
Seit ca. 3-4 Monaten haben wir ein fürchterliches Theater beim Zubettgehen.
Unser Ablauf hat sich aber dahingehend nicht geändert: Essen um 18 Uhr, Teletubbies (leider) und Sandmännchen schauen (alles zusammen mit uns) danach evtl. noch ein kleines Memory oder Lotto-Spiel, Zähneputzen, Schlafanzug, ins Bett. Sie hat einen Cassettenrecorder mit Kindermusik und die Zimmertür bleibt auf, im Flur brennt Licht.
Nach dem Beten bleibe ich noch ca. 5 min. bei ihr und erzähle noch ein bißchen und dann gehe ich raus.

So, seit einiger Zeit gibt es immer Gezeter und Geschrei: Sie will nicht ins Bett (obwohl müde, da morgens um 6 Uhr wach und manchmal kein Mittagsschlaf); sie will, daß ich bei ihr bleibe, sie will in mein oder Papas Bett, sie muß noch 5 mal Pipi, ich muß zum Trinken (sie hat einen Trinkbecher mit Wasser im Bett) ins Zimmer, sie will mir noch was erzählen, und und und.

Ich denke, das machen viele Kinder so und eigentlich beunruhigt mich das nicht, aber ehrlich gesagt, das nervt total. Ich gestehe auch ein, daß ich dann irgendwann die Geduld verliere und mit ihr rumschreie oder drohe: Ich mach die Musik aus, ich mach die Türe zu. Wenn ich das dann auch wirklich mache, dann ist der Gipfel der Schreierei erreicht. Wenn ich dann die Musik wieder anmache oder die Türe öffne, ist es dann meistens ruhig, aber ich frage mich immer, ob das denn unbedingt so ablaufen muß.
Dieses Theater veranstaltet sie übrigens nur bei uns. Sie hat schon bei der Oma geschlafen und da ist das nicht so.
Was können wir denn tun, damit die Abende wieder etwas "harmonischer" werden?

Ich bin schon mal gespannt auf Ihre Antwort und danke Ihnen im voraus.

Claudia

von Claudia am 06.01.2000, 21:15 Uhr

 

Antwort auf:

Theater beim Zubettgehen

Hallo Claudia
Auch ich begrüße Sie in diesem Forum und freue mich, dass so viele mir Vertrauen schenken und bei mir Rat suchen.
Ihre Tochter versucht z.Zt. herauszufinden, wie weit sie bei Ihnen gehen kann. Haben Sie ein wenig Geduld und noch stärkere Nerven und: bleiben Sie konsequent! Sprechen Sie mit Ihrer Tochter ab, dass Sie die Musik ausstellen sobald sie grundlos schreit, denn 2 verschiedene Tonquellen erzeugen bei Ihnen Ohrenschmerzen. Handeln Sie auch so! Omas sind in der Regel von Natur aus Respektpersonen, bei denen man nicht wagt, seinen Willen durchzusetzen. Freuen Sie sich, dass Sie von Ihrer Tochter als Partner anerkannt werden und bedenken Sie: auch Partnern gegenüber gibt es Grenzen, die einzuhalten sind und die ein Kind nur durch sinnvolle Konsequenz lernen kann.
Bis bald?

von Christiane Schuster am 07.01.2000

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