Christiane Schuster

Sozialverhalten

Antwort von Christiane Schuster

Frage:

Hallo Frau Schuster,

unser Sohn (3,5 Jahre) war schon immer ein sehr ruhiges und zurückhaltendes Kind. Da er als Einzelkind oft von Erwachsenen umgeben ist, habe ich von Anfang an Wert darauf gelegt, dass er auch unter Kinder kommt. Regelmäßig gehen wir zu einem privaten Treffen mit 4 gleichaltrigen Kindern, wobei die Kleinen sich von Geburt an kennen. Ausserdem gehen wir einmal in der Woche zum Kinderturnen.

Solange er in gewohnter Umgebung ist, ist er auch ein ausgeglichenes fröhliches Kind, dass sich teilweise schon gut selbst beschäftigen kann.
Seit August geht er in den Kindergarten, wo er sich mittlerweile auch eingelebt hat und zumindest mit seiner Freundin, die er von den privaten Treffen bereits kennt, zusammen spielt.

Wenn diese Treffen jedoch nicht bei uns zu Hause statt finden, sondern bei einem der anderen Kinder, bewegt er sich keinen Zentimeter von meinem Schoß weg und ist auch nicht dazu zu bewegen, mit mir gemeinsam zu den Kindern oder dem Spielzeug zu gehen. Beim Turnen ist es ähnlich. Solange ich direkt in seiner Nähe bin, klettert er und macht auch mit, aber auch hier kann ich mich nicht ein paar Meter weg bewegen oder mal auf die Bank setzen. Auf Geburtstagen bei meinen Patenkindern (10 und 5 Jahre alt) zieht er es ebenfalls vor, mit der Oma oder mit einem der Erwachsenen zu spielen anstatt mit den anderen Kindern oder wenigstens mit einem der Spielzeuge.
Morgens im Kindergarten lässt er mich zwar ohne Tränen gehen, aber bis ich raus bin, lässt er meine Hand nicht los und man merkt, wie schwer ihm der Abschied fällt. Genauso ist es, wenn ich mittags ab und zu mal etwas später als normal komme. Da ist er dann schon oft den Tränen nahe, so dass ich mich kaum traue noch ein paar Besorgungen nach der Arbeit zu machen.

So langsam bereitet mir dieses Verhalten ernsthafte Sorgen, da ich nicht weiß, wie ich seine Selbstständigkeit fördern soll in diesem Bereich. Ich kann ihn ja nicht dazu zwingen mit den anderen zu spielen, oder?

Ausserdem beginnt im Sommer eine neue Turngruppe, wo die Mütter nicht mehr mit dabei sind. Dafür sehe ich ehrlich gesagt auch schon schwarz.

Haben Sie noch einen Rat wie man ihn aus dieser selbst gewählten "Isolation" heraus locken kann?

Viele Grüße und - wie immer - lieben Dank im voraus!
Butterly

von Butterly am 10.01.2012, 22:14 Uhr

 

Antwort auf:

Sozialverhalten

Hallo Butterly
Bitte machen Sie sich keine allzu großen Sorgen.
Weiß Ihr Sohn, dass sie nicht mehr da sind sodass er kein Hosenbein mehr zum Klammern hat, wird er auch zunehmend auf andere Kinder zugehen können.

Lassen Sie ihn zur neuen Turngruppe gleich alleine mit einem ca. gleichaltrigen Freund gehen, der ihn möglichst auch abholt und zeigen Sie ihm wie stolz Sie auf sein Können und seine Selbstständigkeit sind.

Viel Erfolg, liebe Grüße und: bis bald?

von Christiane Schuster am 11.01.2012

Antwort:

Sozialverhalten - Rückfrage

Hallo Frau Schuster,

vielen Dank für die schnelle Antwort und den Tipp!

Eine Rückfrage habe ich allerdings noch. Wie soll ich mich denn verhalten, wenn wir zusammen irgendwo sind; z.B. auf den den Geburtstagen von verwandten Kindern, wo ich dann ja mit eingeladen bin?

Herzliche Grüße,
Butterly

von Butterly am 11.01.2012

Antwort:

Sozialverhalten - Rückfrage

Hallo Butterly
Wenn möglich, gehen Sie erst etwas später zu diesen Geburtstagen oder versuchen Sie das Klammern zu ignorieren. Ist ihm langweilig, wird er sich schon zu den anderen Kindern gesellen.

Liebe Grüße und: viel Erfolg!

von Christiane Schuster am 11.01.2012

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