Sylvia Ubbens

Schulstart

Antwort von Sylvia Ubbens

Frage:

Sehr geehrte Frau Ubbens,
Meine Tochter wurde vor 2 Wochen eingeschult und weint seit dem bitterlich morgens wenn sie in die Schule muss. Vor allem beim Abschied im Schulhof aber auch teilweise immer wieder in der Schule. Eigentlich wäre sie für 2 Tage in der mittagsbetreeung angemeldet. Dh bis 14 Uhr Essen und dann noch spielen. Sie war bisher erst einmal da aber an dem Tag hat sie die ganze Zeit schon in der Schule geweint und ich wurde dann von de Betreuung nach dem Mittagessen angerufen dass ich sie abholen soll. Wir wollten jetzt mal versuchen sie nur bis zum Mittagessen da zu lassen aber das hat heute morgen wieder zu bitterlichen Tränen geführt. Ich glaube zwar nicht dass sie nicht mehr weint oder ihr der Abschied leichter fällt wenn sie dort nicht mehr hin muss aber es ist trotzdem die Frage ob wir das abbrechen sollen obwohl viele Kinder meinen dass das das schönste ander Schule wäre weil man da nochmal Zeit hat zu spielen?
Wie würden Sie mir der ganzen Situation umgehen? Was können wir machen/sagen damit ihr der Neubeginn und die Trennung leichter fällt? Ich weiss selbst von mir noch dass ich oft geweint habe und es mir zum Beispiel nicht geholfen hat zu sagen das wird schon...
Auch der Start im Kiga war schwierig und es hat wirklich lange gedauert bis sie ohne Weinen da geblieben ist.
Vielen Dank für Ihre Antwort

von Ella85 am 21.09.2020, 10:12 Uhr

 

Antwort auf:

Schulstart

Liebe Ella85,

haben Sie noch etwas Geduld. Ihre Tochter hat den Kindergartenalltag geschafft und wird auch den Schulalltag schaffen.

Sie kennen Ihre Tochter am besten. Trauen Sie ihr zu, den Vormittag incl. Mittagessen und Betreuung zu schaffen oder braucht sie nach der Lernzeit "Entspannung" außerhalb der Schule? Ohne Ihre Tochter zu kennen, würde ich noch etwas abwarten und die Betreuung so in Anspruch nehmen wie geplant.

Vor dem Schlafengehen besprechen Sie mit Ihrer Tochter den Tag. Sie darf benennen, was gut und was nicht so gut war. Danach sind Sie dran. Erwähnen Sie gerne, dass Sie sich gefreut haben, dass sie so gut gelaunt war, als Sie sie aus der Schule abgeholt haben u.ä..

Weint Ihre Tochter, erklären Sie ihr, dass Sie verstehen können, dass sie Sie vermisst, Sie aber ja den Nachmittag gemeinsam verbringen.

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 21.09.2020

Antwort auf:

Schulstart

Was sagt denn die KL dazu?
Habt ihr mit dieser mal gesprochen, wie euer Kind so im Unterricht ist?
Du schreibst, sie würde auch während der Schulzeit weinen - wisst ihr das von der KL oder nur von euer Tochter?
Denn evt. ist die Schule an sich gar kein Problem, aber die Mittagsbetreuung? Also alles ,was nach dem eigentlichen Unterricht statt findet.
Wichtig wäre eben auch, ob die KL da ein Trennungsproblem sieht oder eher eine generelle Überforderung mit der Schule bzw. dem Lernen.
Wie ich schon mal schrieb: unser Kind wollte nach 2 Wochen auch nicht mehr.
Der Grund war aber eben, dass er recht jung eingeschult werden musste und ihn das Ganze überfordert hat. Mit einfacheren Aufgaben bzw. mehr Pausen hat sich das Ganze schnell gegeben.
Soll heißen, es muss nicht zwangsläufig Trennungsschmerz sein - es kann auch daran liegen, das eure Tochter einfach noch zu jung ist und etwas mehr Zeit braucht.

von cube am 21.09.2020

Antwort auf:

Schulstart

Also ich denke wirklich eher an einen trennungsschmerz. Sie weint auch im Unterricht laut KL. Die wirkt eher überfordert und meint es wird schon.
Ich glaube das lernen an sich ist kein Problem.
Heute hat sie morgens wieder sehr geweint und ist wohl schreiend ins Schulhaus (zusammen mit 2 freundinnen) . Heute Mittag war aber alles ok und die Mitti wohl auch ok.. während dem Unterricht hat sie wohl nur ein bisschen geweint....aber meist ist sie nach der Schule gut drauf bis es Abend wird und sie wieder an den nächsten Schultag denkt. Sie sagt selbst sie will nach Hause zu Mama und Papa .

von Ella85 am 21.09.2020

Antwort auf:

Schulstart

Dann scheint es ihr ja grundsätzlich Spaß zu machen in der Schule und tatsächlich eher ein Trennungsschmerz oder Heimweh?
Habt ihr mal gefragt, worüber sie sich ängstigt/Sorgen macht bzw. wie sie sich fühlt?
Es gibt nämlich durchaus Kinder, die haben in dem Alter Angst, dass ihren Eltern in der Zeit, in der sie in der Schule sind, etwas passieren könnte. Meist kommt das eher bei Kindern vor, die sowas auch schon erlebt haben. Also Tod eines Verwandten oder Haustieres, Unfall der Eltern (muss gar nichts Schlimmes passiert sein).
Dann ist der vermeintliche Trennungsschmerz nämlicher eher die Angst, etwas nicht kontrollieren zu können - man ist ja nicht da, falls etwas passieren sollte.

von cube am 21.09.2020

Antwort auf:

Schulstart

Ich fände es wichtig herauszufinden, warum genau sie den Spaß, den sie ja doch wohl auch hat, nicht genießen kann. Dann kann man besser dagegen etwas unternehmen.
Das ein Kind mit 6 Jahren noch so stark unter reinem Trennungsschmerz leidet, ist halt eher ungewöhnlich. Das vor der Schule ein paar Tränchen verdrückt werden - ok. Das aber auch im Unterricht geweint wird, ist schon eher eine Ausnahme und lässt ja darauf schließen, dass sie etwas so arg bedrückt, dass sie dafür sogar die sicher auch fallenden Bemerkungen/Blicke der anderen Kinder in Kauf nimmt.

von cube am 21.09.2020

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