Sylvia Ubbens

Schreckliche Trennungspanik in der Krippe

Antwort von Sylvia Ubbens

Frage:

Guten Tag!
Ich habe diese Frage schon im Elternforum geöffnet aber ich hoffe dass sie auch nochmal einen professionellen Rat für mich haben weil ich mich momentan etwas ratlos fühle.
Unsere kleine Laura ist jetzt ein Jahr alt und seit zwei Wochen zur Eingewöhnung in der Krippe. Wie ich es schon geahnt habe läuft es schrecklich.
Ab dem dritten Tag sollte ich für 5min raus gehen und Laura hat sofort angefangrn wie verrückt zu brüllen und hat sich nicht beruhigen lassen. Die nächsten Tage wurde der Zeitraum auf 15 min verlängert. Sie schreit und schreit ohne Pause Bis ich wieder komme. Sie ist dann so fertig dass sie nur noch schluchzend in meinen Armen liegt und ich sie Zuhause um 10.30 erstmal schlafen legen muss. Die ersten Tage wo ich noch dabei War hat sie sich dort selbst beschäftigt und gespielt. Jetzt klammert sie sich nur noch an mich und weint schon bevor ich gehe. Heute sogar schon in der Garderobe. Was sollen wir jetzt tun. Zum Glück haben wir noch 6 Wochen Zeit. Ich habe gelesen dass man in Berlin wenn die Trennungsversuche gar nicht klappen in die Grundphase zurück kehrt und erstmal ein paar Tage nicht rausgeht und es dann nochmal versucht. Heute hab ich das vorgeschlagen 15min hab ich mit 2Erziehern diskutiert dass ich das für besser finden würde leider ohne Erfolg. "Das wäre ein Rückschritt" meinte sie nur. Aber ich frage mich wo der Fortschritt bleibt. Außerdem sind die der Meinung dass sie nicht traurig sondern wütend ist. Also so gut kenne ich meine Tochter dass ich weiß dass sie aus Trennungsschmerz weint und nicht aus Wut. Ihre Geburt verlief schon sehr traumatisch. Hinzu kam dass sie mit vier Monaten schwer erkrankt ist und dem Tode sehr nahewar. Sie War schon immer ein sehr sehr anhängliches Kind. Wollte die ersten Monate nur getragen und gestillt werden. Stillen tue ich auch noch, was den Erziehern übrigens auch ein Dorn im Auge. Aber das ist ein anderes Thema.

Vielleicht hat jemand einen Rat für mich. Meine Tochter kann sehr laut und ausdauernd schreien. Ich glaube dass die neue Umgebung mit 24 Kindern!! In einem Raum einfach noch zu fremd für sie ist .

Liebe grüße

von Lauriso2013 am 29.09.2014, 19:00 Uhr

 

Antwort auf:

Schreckliche Trennungspanik in der Krippe

Liebe Lauriso2013,

gehen Sie noch einmal auf Anfang. Möchten sich die Erzieher nicht darauf einlassen, dann suchen Sie das Gespräch mit der Leitung. Ihre Tochter sollte nicht 15 Minuten weinen. Ein kurzer Moment und die Erzieher können Ihre Tochter beruhigen, sollten das Maximum sein.

Haben Sie selbst ein schlechtes Gefühl, dann hören Sie sich parallel evtl. nach einer Tagesmutter um. Dort sind die Kindergruppen kleiner und vielleicht eher etwas für Ihre Tochter.

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 30.09.2014

Antwort auf:

Schreckliche Trennungspanik in der Krippe

Beharre auf den ''Rückschritt'',versuch dich durchzusetzen,du bist die Mutter,es ist dein Kind! Finde es schon seltsam das du am 3.Tag bereits rausgehen solltest,und obwohl sie so geweint hat,trotzdem der Zeitraum auf 15 min.erhöht wurde! Deine Kleine kann ein Trauma entwickeln und Trennungsängste sind nicht ohne,kann auch Folgen haben!Die Erzieher müssen auf deinen Wunsch eingehen,wenn nicht,wäre das für mich ein Grund die Kita zu wechseln.Oder sprich erst einmal mit der Leitung.
Und ich stille meine auch noch,sie ist über 2 Jahre alt,habe das nie in der Kita erzählt,damit das nicht zum Thema dort wird.Die Erzieher haben dann immer einen Grund,alles negative was mit deinem Kind zu tun hat,auf das Stillen zu schieben.Das du stillst,ist deine Sache.Da mußt du dich auch nicht rechtfertigen.Bei solchen Erziehern würde ich echt am liebsten wechseln und nicht mein Kind anvertrauen.
Wünsch dir alles Gute und eine gute Lösung für euch!

von miamouse1 am 29.09.2014

Antwort auf:

Schreckliche Trennungspanik in der Krippe

Hallo,
ich würde dir empfehlen im Expertenforum von Dr. Posth zu stöbern und z.B. im Stichwortverzeichnis "sanfte Ablösung" auszusuchen und durchzulesen. Mich hat es in meinen Entscheidungen und Handlungen sehr gestärkt und mein Bauchgefühl bestätigt. Ich finde die Vorgehensweise der Erzieherinnen missachtet komplett die Bedürfnisse des Kindes und zielt darauf den Willen durch Resignation zu brechen. Wohl im Glauben richtig und gut zu handeln...
Alles Gute

von Hudhud am 29.09.2014

Antwort auf:

Schreckliche Trennungspanik in der Krippe

Ja es ist schon ein ganz schönes Gewimmel und fast alle dieser Kinder sind noch in der Eingewöhnung (die Gruppe wurde neu eröffnet aufgrund des großen Kinderamsturms dieses Jahr).
Ich war heute mit dem Papa zu einem gemeinsamen Gespräch und habe noch einmal deutlich gemacht dass ich den Raum für ein paar Tage nicht verlassen werde. Es war ein nettes Gespräch und selbst sie meinte dass sie so ein Kind wie Laura vorher noch nie erlebt habe und letzte Nacht sogar von ihr geträumt habe. Trotzdem konnte sie unsere Meinung nicht teilen und wollte einen erneuten Trennungsversuch durchführen. Wir haben jedoch auf unser Recht bestanden und sind beide geblieben.
Durch die Masse an Kindern ist es den Erziehern leider kaum möglich einen stabilen Draht zu Laura aufzubauen. Der Zeitmangel wurde leider auch des Öfteren in dem Gespräch thematisiert.
Wir haben das Gefühl dass wir uns durchsetzen konnten aber nicht dass die Erzieher hinter unserer Idee nochmal einen Schritt zurück zu gehen und alles langsamer anzugehen dahinter stehen. Deswegen werden wir uns heute doch mal nach einer Tagesmutter oder einer kleineren Einrichtung umschauen.
Ich Danke euch allen!

von Lauriso2013 am 30.09.2014

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