Sylvia Ubbens

Schimpfwörter (7Jähr.)

Antwort von Sylvia Ubbens

Frage:

Guten Tag,
der sohn meines LG ist aller 14 tage am we bei uns. er ist dieses jahr zum einen mit seiner mutter zu deren neuen lg gezogen und dann auch noch dort in dem ort eingeschult worden.
Seitdem hat sich seine Ausdrucksweise stark geändert. es wird sicher nicht mit dem neuen lg zusammenhängen wohl eher mit der schule. Aber egal.
Jedenfalls war er schon immer bockig und ist bei jeder kleinen Kritik zb am frühstückstisch aus den raum gerannt, hat meist die Türen geknallt und dann auch irgendwelchen mist noch angestellt. Meist kam er nicht von allein zurück und mein LG ist hin und hat solange gebettelt bis er mitkam. Das war meiner Meinung nach nicht richtig aber egal, er wollte an den paar Tagen seinen Frieden haben.
Mittlerweile ist es nun so das wenn es nicht nach seinem Kopf geht (zB wenn der Papa nach 2 Löffeln Kakao in die Milch sagt jetzt ist schluss) dann kommt ein "vergiss es" und er rennt wieder weg. Er kommt nun mittlerweile wieder aber setzt sich nicht hin sondern turnt um den Tisch durch die Küche und Stube und treibt uns damit eher noch in den Wahnsinn.
Eine zweite Aktion am WE, da kenn ich nur das Ergebnis: Papa ist ein "Blödmann". Der Blödmann hat ihm dann aber doch bei MC D was zu essen gekauft.
Dritte Aktion am Tisch nachdem er meine Tochter unterm Tisch mehrfach getreten hat und sie sich lautstark beschwerte: "Blöde Kuh und Arschloch."
Und vierte Aktion zu mir (!) nachdem ich ihn "angemeckert" habe zum 1.Mal die Zunge rausgestreckt und beim 2. mal hat er wieder meine Tochter geärgert und ich gesagt er solle endlich damit aufhören da war dann wieder die Zunge draußen und ich bin " scheiße".
Der Vater reagiert darauf gar nicht. Wenn ich reagiere wird's nur noch schlimmer.
Wie kann man nun bei einem 7-jährigen auf solche ausdrücke reagieren. Mit ignorieren ist da nicht mehr und ruhig bleiben ist schon lange vorbei.
Vielen dank im voraus und viele grüße

von thueringerin73 am 04.11.2013, 18:14 Uhr

 

Antwort auf:

Schimpfwörter (7Jähr.)

Liebe Thueringerin73,

der Sohn Ihres LG ist in keiner einfachen Situation: keine intakten Familienverhältnisse, hin und hergerissen zwischen Wohnen bei Mama, Wochenendbesuche bei Papa, neuer Wohnort, neue Schulsituation usw.

Der Junge benötigt viel Aufmerksamkeit, die er durch sein Verhalen bekommt. Schenken Sie und Ihr LG ihm viel ungeteilte Aufmerksamkeit. Zeigen Sie ihm damit, dass er sich nicht "daneben" benehmen muss, damit Sie ihn bemerken.

Zeigen Sie ihm gleichzeitig Ihre Regeln auf und geben damit Strukturen vor, die ein Kind, vor allem ein Kind mit entsprechendem Hintergrund, benötigt.
Beispiel: Tritt er am Tisch, muss er den Tisch verlassen. Schreien Sie dabei nicht, sondern sagen nur deutlich, dass er wieder kommen kann, wenn er nicht mehr tritt ...

Setzen Sie sich zusammen und besprechen die Regeln.

Sein Leben verläuft sehr unruhig und es sind viele neue Dinge in einem relativ kurzen Zeitraum auf ihn eingeprasselt. Geben Sie ihm Zeit und Liebe. Er soll sich geborgen und sicher (Struktur) fühlen, dann wird sich auch sein Verhalten mit der Zeit ändern.

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 05.11.2013

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