Sylvia Ubbens

Meine Tochter eskaliert

Antwort von Sylvia Ubbens

Frage:

Meine Tochter ist 4,4 Jahre alt. Die "Trotzphase" hat sie sehr (wirklich sehr) extrem ausgelebt. Das war sowohl mein Eindruck, als auch der der Kita. Wir sind noch nicht so ganz da durch, aber es ist deutlich besser geworden. Vor allem seit sie paukenröhrchen bekommen und Sprachlich extrem aufgeholt hat. Es ist schwer, aber mit klaren Regeln, Grenzen und Konsequenzen haben wir zwei unseren Weg gefunden.

Ein anderes - und für mich derzeit größeres - Problem ist folgendes:
Wenn ein Freund / eine Freundin bei uns zu Besuch ist, haben wir einen tollen Nachmittag. Auch wenn sie ihre Freunde besucht, ist alles toll. Bis zu dem Augenblick, an dem entweder das besucherkind oder aber sie selbst abgeholt wird. Dann flippt sie komplett aus. Mit schreien, hauen, treten, beißen, spucken.... Alles gegen mich gerichtet. Ich verstehe ja, daß sie traurig ist, weil sie noch weiter spielen will. Aber es kann doch nicht sein das sie jedes Mal so eskaliert. Und es ist ja auch nicht so, daß der Tag von jetzt auf gleich beendet ist. Wenn bei uns gespielt wird, kündige ich immer an, gleich kommt die Mama von xy, noch 5 min spielen und dann räumen wir schonmal langsam auf..... Wenn ich meine Tochter bei Freunden abhole, darf sie auch immer noch das Spiel beenden, oder was auch immer. Je nach Kind quatsch ich auch noch mit der anderen Mama. Aber immer mit der Ankündigung das wir gleich gehen.... Egal was ich mache.... Wenns ans gehen geht, flippt sie aus... Sie läuft weg, schreit mich an und dann geht's los... Das volle Programm. Und ich weiß nicht wie ich das abstellen kann.

Die einzige logische Konsequenz die mir zu dem Thema einfällt ist, sie darf nicht mehr zu ihren Freunden und ihre Freunde nicht mehr zu uns. Aber AUF KEINEN FALL will ich diesen Weg gehen. Ich kann ihr doch ihre Freunde nicht verbieten. Ich brauche also einen anderen Ansatz. Aber welchen? Haben sie eine Idee?

Die anderen Kinder sind immer völlig irritiert und schockiert über das Verhalten meiner Tochter...

von HannahsMom am 16.09.2019, 22:11 Uhr

 

Antwort auf:

Meine Tochter eskaliert

Liebe HannahsMom,

ich kann mich der Antwort meiner Vorrednerin nur anschließen. Erklären Sie Ihrer Tochter direkt vor dem Besuch, wie Sie sich das Abholen vorstellen. Sprechen Sie mit der Mutter oder dem Vater des anderen Kindes schon beim Bringen ab, dass das Abholen kurz gehalten werden muss. Holen Sie Ihre Tochter ab und sie möchte gerne noch das Püppchen ins Puppenbett legen o.ä., dann erlauben Sie es gerne, benennen es auch entsprechend und dass danach nach Hause gegangen wird.

Klappt es nicht ohne Geschrei, kündigen Sie nach dem Beruhigen an, dass sie sich das nächste Mal leider nicht verabreden kann, da sie ja abgesprochen hatten, dass es kein Geschrei gibt. Fragt Ihre Tochter ein paar Tage später nach einer Verabredung, erklären Sie ihr freundlich, dass sie sich nicht verabreden kann, da sie so geschrien hat. Dem nächsten Wunsch nach einer Verabredung kommen Sie dann gerne wieder nach.

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 18.09.2019

Antwort auf:

Meine Tochter eskaliert

Hast du schon mal versucht, vor dem Besuch mit ihr darüber zu reden, was du beim Abholen erwartest? Ihr klar zu verstehen gegeben, dass du ja verstehst, dass sie gerne noch bleiben/spielen möchte, du aber definitiv mit ihr - egal, was sie auffährt an Theater - nach Hause gehen wirst bzw. Kind x geht?
Ich würde dir auch raten, dieses Quatschen mit der Mutter erst mal zu lassen. Wenn du ankündigst, dass ihr gleich geht, dann aber doch noch 20 Min. da stehst, wird ihr vermutlich nicht einleuchten, warum es nicht noch länger gehen kann oder du beim nächsten Mal sofort gehen möchtest.
Versuch mal, den Abschied so kurz wie möglich zu gestalten und geh wirklich konsequent mit ihr raus. Lass dich nicht in der Wohnung des Spielkameraden auf eine Diskussion oä ein.
Und ja, so hart das klingt - ich würde als Konsequenz tatsächlich ankündigen, dass bei einem solchen Theater die Besuche leider erst mal ausfallen müssen.
Ich habe das auch schon gemacht (das Theater hatte aber andere Gründe) oder ein Besuchskind vorzeitig abholen lassen oder ohne noch mit zu essen den Besuch beendet und auch schon mal eben keinen Besuch erlaubt. Das Theater war dann ziemlich schnell beendet. Eigentlich sofort als Kind gemerkt hat, dass ich es ernst meine und er dadurch einen Nachteil hat.

Die klaren Regeln, Konsequenzen und Grenzen musst du auch da setzen. Ja, es ist schade, wenn der nächste Besuch leider ausfallen muss - aber das kann sie selbst mit bestimmen über ihr Verhalten.

von cube am 17.09.2019

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