Sylvia Ubbens

Kitawechsel sinnvoll?

Antwort von Sylvia Ubbens

Frage:

Sehr geehrte Frau Ubbens,

unser Sohn (4, wird im Januar 5) ist seit August 2016 in der Kita.
Er geht gern in die Kita und wir waren auch immer zufrieden im U3-Bereich.
Doch seit August 2018 ist er im Ü3-Bereich und wir sind zunehmend unzufriedener geworden.
Sein Mittagsschläfchen was er noch braucht, wurde ihm mehr und mehr verwehrt, so dass er
Sich natürlich auch nicht mehr hinlegt in der Kita, falls er die Gelegenheit hätte.
Es wird auch nicht darauf geachtet, ob die Kinder etwas essen … 1 Apfel über den Tag in der
Kita ist doch etwas wenig. Das ist zwar nicht immer so, aber ab und an schon.
Wenn seine Freunde nichts essen, isst er auch nichts, weil er ja sonst etwas verpassen könnte.
Wir frühstücken morgens gemeinsam zu Hause, aber er ist dennoch über 8 Stunden in der Kita,
da ich leider fast Vollzeit arbeiten gehe.
Ich hatte schon einige Gespräche, es wird leider alles „herunter gespielt“. Viele andere Eltern sind auch sehr unzufrieden, aber es ändert sich leider nichts.
Unser Sohn geht aber sehr gerne in die Kita, hat auch viele Freunde dort.
Nun bin ich am Überlegen, die Kita zu wechseln, wo ein besseres Konzept existiert, vorausgesetzt wir
bekommen einen Platz.
Außerdem kommen im folgenden Jahr alle seine Freunde in die Schule, nur ein Freund und mein Sohn bleiben noch ein Jahr, da sie erst übernächstes Jahr eingeschult werden.
Aber unser Sohn würde dann in unserem Stadtteil in die Schule gehen, wo er dann noch keine Kinder kennt.
Im Falle eines Wechsels in eine neue Kita in unseren Stadtteil würde er sonst schon die Kinder kennen, mit denen er dann in Schule kommt, das wäre (bis auf ein Mädchen) so nicht der Fall.
Er selbst möchte natürlich nicht wechseln, ist glücklich in seiner jetzigen Kita. Er sagt, dass er in seiner jetzigen Kita bleiben möchte.
Ich bin hin und her gerissen. Können Sie mir bitte einen Rat geben, ob es sinnvoll ist, ihn aus seiner
gewohnten Kita zu reißen? Wäre es nicht auch besser, er würde schon die Kinder kennen, mit denen
er in die Schule kommt, so dass dann nicht alles neu ist im übernächsten Jahr?
Ich bin etwas ratlos momentan. Können Sie mir bitte einen Rat geben?
Für Ihre Antwort haben Sie vorab herzlichen Dank.

Viele Grüße S.

von S. am 04.11.2019, 08:31 Uhr

 

Antwort auf:

Kitawechsel sinnvoll?

Liebe S.,

ich kann mich der Antwort meiner Vorrednerin anschließen und werde entsprechend verkürzt antworten.
Wenn Sie und auch andere Eltern unzufrieden mit bestimmten Punkten der Arbeit in der Kita sind, dann sprechen Sie mit den Elternvertretern. Diese können mit dem Elternbeirat sprechen. So wird das "Thema" im großen Kreis besprochen werden.
Betrifft es vornehmlich Sie als Familie, dann suchen Sie das Gespräch im kleinen Kreis, sprich mit den Erziehern und ggf. der Leitung.

Auch ich würde von einem Wechsel abraten, da Ihr Sohn sich wohlfühlt.

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 06.11.2019

Antwort auf:

Kitawechsel sinnvoll?

Das sind eigentlich 2 voneinander unabhängige Punkte:
1. Unzufriedenheit mit der Kita
2. Seine Freunde gehen schon in die Schule und er würde wohl zurEinschulung keine Kinder kennen.

zu 1.
Interessiert es die Erzieher nicht, ob und was die Kinder essen oder zwingen sie sich einfach nicht zum Essen? Das ist nämlich ein großer Unterschied. In unserer Kita wurde auch kein Kind "gezwungen", etwas zu essen. Es gab ein gemeinsames Mittagessen zu dem alle am Tisch sitzen mussten. Wer aber nichts essen wollte, musste auch nicht.
Wenn es so viele Eltern sind damit unzufrieden sind, solltet ihr gemeinsam mit der Leitung darüber sprechen.

zu2.
Das seine Freunde in die Schule gehen und er nicht, hat nichts mit der Kita zu tun. Ihn deswegen wechseln zu lassen hieße doch auch, dass er im neuen KiGa niemanden kennt. Wo wäre da der Unterschied zu einer Einschulung, bei der er kein Kind kennt?
Unser Kind kannte auch kein anderes Kind in der Schule und es war kein Problem. Es kann sogar ein Vorteil sein. In der Schule verändern sich Freundschaften oftmals rasant. Alte werden gecancelt zugunsten von neuen Freunden. Ein Kind, dass sich aber darauf verlässt, das x ja sein Freund ist und bleibt und sich hauptsächlich deswegen auf die Schule freut, wird umso enttäuschter sein, wenn x sich nach 2 Wochen anderen Kindern zuwendet.

Insgesamt am Wichtigstes finde ich aber: ER fühlt sich wohl dort! Euch muss es letztendlich nicht gefallen. Wichtig ist ja, das er gerne geht und offenbar kein Problem mit dem Essen/Konzept hat. Ichglaube nicht, dass ihr eurem Kind einen Gefallen tut, ihn in einen anderen Kiga zu geben, wo er keinen kennt, sich evt. eben nicht wohl fühlt und genau so Freunde finden kann, die dann aber auch nicht mit ihm eingeschult werden. Denn darauf habt ihr auch in einem anderen Kiga keine Garantie.

von cube am 04.11.2019

Antwort auf:

Kitawechsel sinnvoll?

Liebe Frau Ubbens, liebe Cube,

herzlichen Dank für die ausführlichen Antworten und Tipps. Das hat mir in meiner Entscheidung sehr weiter geholfen.

Viele Grüße, S.

von S. am 10.11.2019

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