Sylvia Ubbens

Kitaeingewöhnung gescheitert?

Antwort von Sylvia Ubbens

Frage:

Hallo Frau Ubbens,
Meine Tochter ist drei Jahre und 4 Monate alt. Seit Anfang September geht sie in eine Kita. An den ersten vier Tagen hat sie nur an mir geklebt. Am vierten Tag hat die Erzieherin mir gesagt, dass sei kein gesundes Verhalten bei meiner Tochter und ich würde sie blockieren. Ich wurde gedrängt raus zu gehen. Im Flur durfte ich auch nicht warten, ich würde sonst auch noch in sechs Wochen da sitzen. Wir wohnen direkt neben der Kita. Die nächsten Tage hat sie dann beim Abgeben immer ca. 5 Minuten geschrien, ließ sich aber beruhigen. Sie ging dann über drei Wochen jeden Tag für 1,5 Std. hin.Seit 1,5 Wochen ist meine Tochter jetzt krank zu Hause . Sie ist deutlich anhänglicher als früher und weint z.B. wenn ich den Raum verlasse. Von den Großeltern lässt sie sich auch nicht mehr beruhigen . Bis vor Kurzem hat sie immer sehr gern bei den Großeltern übernachtet. Auch das ist jetzt nicht mehr möglich.

Die Erzieherinnen geben sich sehr viel Mühe und im Grunde scheint unsere Tochter auch Spaß zu haben. Sie weigert sich bisher im kiga zu frühstücken. Jeden Tag sagt sie dass sie nie wieder hin will.

Heute habe ich um einen Gesprächstermin mit der Leitung gebeten.
Ich denke dass es darauf hinaus laufen wird, dass sie uns sagen dass es an mir liegt und dass wir sie sonst anmelden sollen.

Was könnte ich beim Gespräch vorschlagen?

Wäre es Ok, sie einfach weiter hinzubringen?

Vielen Dank

von amelu am 07.10.2019, 10:45 Uhr

 

Antwort auf:

Kitaeingewöhnung gescheitert?

Liebe amelu,

Ihre Tochter war über drei Jahre mit Ihnen zu Hause. Da fällt die Trennung schwer. Vertrauen Sie darauf, dass Ihre Tochter sich nach wenigen Minuten beruhigt und Spaß hat. Wichtig ist, dass Sie hinter der Entscheidung stehen, dass Ihre Tochter in den Kindergarten geht. Falls Sie unsicher sind, dann sollte Ihre Tochter dieses nicht spüren. Haben Sie ein gutes Gefühl, kann sich dieses auf Ihre Tochter übertragen.

Eine Krankheit ist leider oft ein Schritt zurück in der Eingewöhnung. Das ist aber ganz normal. Auch das Anhänglichsein und vorübergehend nicht alleine bei den Großeltern oder anderen bekannten Personen sein wollen, ist ganz normal und ist nach ein paar Wochen/Monaten wieder vorbei. Sie müssen für sich entscheiden, wie Sie sich die nächsten Wochen vorstellen und dies ggf. mit den Erziehern / der Leitung im Gespräch darlegen. Diese können dann ihre Vorgehensweise erläutern. Vielleicht können Sie sich ja im Vertrauen auf die Erfahrung der Mitarbeiter darauf einlassen. Ist es nicht Ihr Weg, dann dürfen Sie dies äußern. Keiner wird Sie zwingen, den Kindergarten zu verlassen, wenn Sie es nicht möchten.

Ihre Tochter hat zu Hause gefrühstückt. Da muss sie am Vormittag nicht unbedingt ein zweites Frühstück einnehmen. Viele Kinder frühstücken im Kindergarten nicht. Geht Ihre Tochter für mehr Stunden in den Kindergarten und hat dann Hunger, wird sie auch zu ihrem Frühstück greifen.

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 07.10.2019

Antwort auf:

Kitaeingewöhnung gescheitert?

Huhu,

das Kind ist ja auch so alt, dass es evtk. auch Interesse am Spielen mit anderen Kindern hat. Lässt sich da evtl. mal eine Verabredung arrangieren, so dass die Bekanntschaft dem Kind hilft, in der Kita heimisch zu werden?

Bei meinen sehr anhänglichen Kinder war es in dem Alter der Durchbruch, als sie immer etwas von mir mitbekommen haben, z.B. ein Halstuch, das ich sonst immer trage (jeden Tag frisch mit Mama aufgeladen) - variiert nach einer Idee aus einem Buch von Elisabeth Pantley, die ein magisches Armband vorschlägt.

LG

von zweizwerge am 18.10.2019

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