Sylvia Ubbens

Kita Eingewöhnung

Antwort von Sylvia Ubbens

Frage:

Liebe Frau Ubbens,

ich bin gerade ein wenig verzweifelt und hoffe Sie können mir ein wenig Klarheit / Sicherheit geben. Unser Sohn, 13 Monate, befindet sich zur Zeit in der Eingewöhnung KiTa. Da es finanziell wirklich nicht anders geht, muss ich ihn ab Oktober für 6 h täglich abgeben. Die Eingewöhnung läuft seit Anfang September. Er ist ein schüchterner, zurückhaltender Beobachtercharakter und seit einigen Wochen wahnsinnig Mama- fixiert. Das macht die Eingewöhnung nicht leicht. Die bisherigen Trennungsversuche verliefen meiner Ansicht nach nicht gut. Er weinte beim Abschied, ließ sich von den Erziehern jedoch innerhalb einer halben Minute trösten. Er klammert die ganze Zeit an ihnen. Wenn man ihn absetzt, weint er. Zwischendurch löst er sich aber schon auch mal und spielt etwas. Er fängt aber auch immer wieder "aus dem Nichts" an zu weinen. Als ich ihn gestern abholte, saß er völlig fertig auf dem Boden und hat kaum Emotionen gezeigt. Heut hatte er gerade geweint als ich kam und ist mir dann direkt heulend in die Arme gelaufen und ließ sich erstmal nicht beruhigen. Zuhause ist er sofort eingeschlafen. Die Trennung dauerte bisher 1,5h. Nun soll morgen auf 2,5h plus anschließendes Mittagessen gesteigert werden. Ich finde das alles viel zu viel, aber die Zeit drängt. In dieser Woche kommen 3 weitere Eingewöhnungen hinzu und da wollen die mit uns natürlich endlich fertig werden. Ich grübele seit Tagen was richtig ist. Die Elternzeit auf ein weiteres Jahr auszudehnen ist wie gesagt nicht möglich. Ich könnte früh sehr zeitig auf Arbeit und mein Partner schafft ihn dann später in die Krippe, sodass ich ihn vorm Mittagsschlaf holen kann. Allerdings ist er wie gesagt so Mama- fixiert, dass ich nicht weiß ob dies nicht noch mehr Stress für ihn ist. Die dritte Variante ist, ich kündige meinen Job. Dann hätten wir zumindest das Arbeitslosengeld. Aber um ehrlich zu sein, macht mir dieser Schritt viel Angst und an die Kritik von allen Seiten der Familie und Freunde mag ich gar nicht denken. Wie sehen Sie das? Denken Sie er wird sich dort noch eingewöhnen? Ist es ein gutes Zeichen, dass er auf dem Arm der Erzieher nicht weint?
Danke für ihre Einschätzung und entschuldigung für den langen Text.

von stardust82 am 23.09.2014, 10:59 Uhr

 

Antwort auf:

Kita Eingewöhnung

Liebe stardust82,

die tgl. Betreuungszeit auszudehnen, halte ich derzeit für nicht richtig. Da es Ihrem Sohn noch schwer fällt, sich der neuen Situation gänzlich zu öffnen, sollte die Zeit nicht noch länger sein.

Der Papa kann evtl. seinen Sohn am Wochenende mal übernehmen. Er kann ihn anziehen und waschen und mit ihm frühstücken, so wie es sein würde, wenn Sie früh zur Arbeit gehen. Bleiben Sie so im Hintergrund, dass Ihr Sohn Sie nicht sehen und hören kann. Probieren Sie aus, wie er es auffasst. Sie können dazu kommen, wenn es Ihrem Sohn damit nicht gut geht.

Evtl. können Sie den Arbeitsstart um 4 Wochen verschieben? Dann stehen Sie selbst nicht so unter Druck, dass die Eingewöhnung schnell klappen muss. Sie haben ein besseres Gefühl und das überträgt sich auch auf Ihren Sohn. Dass er sich von den Erziehern beruhigen lässt und auf deren Arm nicht weint ist schon mal ein guter Anfang.

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 23.09.2014

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