Sylvia Ubbens

Kiga Start

Antwort von Sylvia Ubbens

Frage:

Guten Tag ,
unsere Tochter, ist im Mai 3 geworden, startet Montag in einer Woche mit der Kiga Eingewöhnung. Sie war bisher noch nie von uns getrennt, zu keinem Zeitpunkt ihres Lebens. Bisher fällt ihr die Trennung von mir extrem schwer und wir haben sie aus diesem Grund auch nie dazu gedrängt oder gezwungen.
Jetzt sind wir im Dilemma: schon die Ankündigung, dass der Kiga Start bevorsteht, ruft starke Trennungsängste hervor. Sie weint, möchte nicht in Kiga, sondern will bei mir bleiben.
Man muss dazu sagen, sie „muss“ nicht in den Kiga, bin mit ihrem kleinem Bruder zu Hause.
Ich bin der Meinung, wir versuchen es mit Kiga und falls sie noch nicht soweit ist, bleibt sie noch ein Jahr zu Hause bei mir. Der Gedanke, sie zur Trennung zu zwingen, bricht mir das Herz. Es soll für unsere Tochter eine Bereicherung sein, in den Kiga zu gehen und keine Qual.
Mein Mann und viele im Umfeld sehen das anders: sie müsse da durch...und muss in den Kiga.
Wie sehen Sie das?!

Vielen Dank und viele Grüße, Sandra

von SaFeNi am 21.09.2020, 12:50 Uhr

 

Antwort auf:

Kiga Start

Liebe Sandra,

meine Vorrednerin hat schon sehr gut geantwortet. Es gibt kein richtig und kein falsch. Sie als Eltern müssen für Ihre eigene Familie entscheiden.

Entscheiden Sie sich für einen Kigastart, dann sollten auch Sie als Mama dahinterstehen, da Ihre Tochter Ihre Zweifel spürt. Sie können mit der Eingewöhnung beginnen und wenn Sie nach einigen Wochen das Gefühl haben, dass Sie als Familie unglücklich mit der Situation sind diese wieder unterbrechen.

Ggf. kann es sinnvoll sein, dass der Papa die Eingewöhnung übernimmt. Ihre Tochter wird sich womöglich leichter vom Papa trennen können und damit wird ihr die Eingewöhnung insgesamt leichter fallen.

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 21.09.2020

Antwort auf:

Kiga Start

Es gibt kein definitves "richtig" oder "falsch" bzgl. Kiga.
KiGa-Besuch ist in Deutschland keine Pflicht.

Die Wahrheit (wenn man das so nennen mag) liegt irgendwo in der Mitte.
Wenn es nicht wirklich nötig ist, sollte man ein Kind (bzw. Menschen) nicht zu etwas zwingen, was er nicht will oder vor dem er Angst hat.
Andererseits sollte eure Tochter sich auch von dir lösen können/lernen, um ihre eigene Erfahrungen zu machen. Kiga ist natürlich eine gute Möglichkeit, die Regeln einer sozialen Gruppe/Umgangs miteinander zu lernen. Neue Erfahrungen zu sammeln und eben auch andere Kinder kennen lernen.
Und es ist nicht gesagt, dass sie im nächsten Jahr dann plötzlich gerne geht. Negativ ausgedrückt, hat sie dann noch ein Jahr, um weiter nur an dir zu kleben.

Das Ganze wird eh nur funktionieren, wenn du/ihr dahinter steht und den Kiga-Besuch selber positiv seht. Kinder spüren die Unsicherheit der Eltern und wenn ihr euch nicht sicher seid, wird das ihr Unbehagen oder Ängste nur verstärken.
Also lieget es erst einmal an euch, eine Entscheidung zu treffen, hinter der IHR steht.

Ich persönlich muss aber sagen: noch niemals von euch getrennt - heißt das, Kind war auch noch nie mal alleine bei den Großeltern zB? Nie auch mal bei einem Freund/Freundin ohne dich oder zumindest mal eine kurze Zeit alleine?
Das fände ich tatsächlich eher ungünstig und dann ist es kein Wunder, das sie Angst davor hat, plötzlich an einem fremden Ort mit fremden Menschen sein zu sollen.
Dann würde ich wohl eher mal damit beginnen, dass euer Kind mal bei den Großeltern alleine bleibt oder ihr eine zB Kinderturngruppe besucht, bei der die Eltern dann aber vor der Türe warten. Also irgendetwas, wo sie eben mal in die Situation kommt zu merken, dass dein vorrübergehendes Nicht-da-sein nichtgefährliches ist, das du wieder kommst.

Unser Kind ist übrigens auch erst mit 3 in den Kiga gegangen - aber war vorher eben auch regelmäßig mal mit Oma/Opa alleine, Kinderturnen etc. Die Eingewöhnung hat dennoch lange gedauert. Aber ich musste arbeiten und wir standen schon alleine deswegen voll dahinter und haben es "durchgezogen". Aber eben sanft.

von cube am 21.09.2020

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