Christiane Schuster

Keine 5 Minuten ohne Mama oder Papa

Antwort von Christiane Schuster

Frage:

Hallo!

Mein Sohn ist 13 Monate alt und momentan eine regelrechte Klette. Er hat mit ca. 8 Monaten einen Laufstall bekommen, in dem er auch immer zwischen einer und zwei Stunden gespielt und "aufstehen geübt" hat, etc. Seit einiger Zeit will er partout nicht mehr in den Laufstall, eigentlich will er überhaupt nicht mehr allein sein. Wenn er mit seinen Sachen spielt und ich dabeisitze, ist alles gut, sobald ich das Zimmer verlasse, krabbelt er in Windeseile hinterher. Schließe ich die Tür, weint er sofort los und beruhigt sich auch nicht, ich habe es einmal 15 Minuten ausgehalten, und hatte dann ein tränenüberströmtes Kind vor mir.
Auch fremdelt er sehr stark im Augenblick, er will nur meinen Mann oder mich (oder gerade noch Oma und Opa) um sich haben. Solange wir dabei sind, schäkert er auch gern mit anderen und strahlt sie an, aber wehe, wir gehen weg....
Nun hat die Eingewöhung bei der Tagesmutter angefangen, allerdings war mein Mann immer dabei, das Experiment "kurz weggehen" startet kommende Woche.

Ich habe richtig Angst davor, weil ich genau weiß, was passieren wird, wenn wir die Tür von außen schließen. Wenn ich weiß, dass er sich nach ein paar Minuten beruhigt und dann auch gerne bei der Tagesmutter ist, ist ja alles gut, aber was soll ich tun, wenn er sich gar nicht beruhigen lässt?

Von anderen Müttern hab ich dieses Klammern - zumindest in dem Ausmaß - noch nicht gehört.

Es ist auch zudem nicht besonders hilfreich, wenn uns (kinderlose) Freunde erzählen, wir wären ja selbst Schuld (bei der Laufstall-Problematik), wenn wir "immer sofort nachgeben" würden. Aber davon kann ja keine Rede rein, er kannte den Laufstall ja und hatte damit anfangs keine Probleme. Dass er da nicht mehr drin sein möchte, ist erst so, seitdem er überall hin krabbeln möchte und sich eben auch wirklich nicht beruhigt. Ich habe ja immer wieder versucht, ihn eine Weile weinen zu lassen, aber ich sehe ja, dass er sich nicht beruhigt....

Sind wir in der Erziehung zu nachgiebig, legt sich diese Klammerei wieder...? Es nervt mich selbst, dass ich mich so verunsichern lasse... denn eigentlich sage ich mir: Jedes Kind ist anders - meins auch :-).

Vielen Dank für viele Erfahrungen!

von Pfoetchen75 am 22.03.2013, 11:22 Uhr

 

Antwort auf:

Keine 5 Minuten ohne Mama oder Papa

Hallo Pfoetchen75
Dass Ihr Sohn nun nicht mehr in sein Sicherheit vermittelndes "Spielzimmer" (Laufgitter) möchte liegt daran dass er nun zunehmend mehr von seiner Umgebung wahrnehmen möchte. Er befindet sich kurz vor einem weiteren Entwicklungsschritt, den er vermutlich geistig bereits vollzogen hat, aber körperlich noch nicht umsetzen kann.
Diese Phase in seiner Entwicklung lässt ihn verunsichern sodass er sich verstärkt Sicherheit suchend an seine vertrautesten Bezugspersonen klammert.
Berücksichtigen Sie so weit wie möglich sein Bedürfnis nach Sicherheit, wird diese Phase recht schnell wieder vorübergehen.

Liebe Grüße und: bis bald?

von Christiane Schuster am 22.03.2013

Antwort auf:

Keine 5 Minuten ohne Mama oder Papa

Hallo.
Das was ihr Sohn macht ist ganz normal in diesem Alter.Die Kinder möchten eben die Eltern bei sich haben.
Wenn Sie das Zimmer verlassen weil Sie woanders etwas zu tun haben: Nehmen Sie den kleinen einfach mit und lassen ihn in Ihrer Nähe spielen.er muss nicht ständig im Laufgitter sitzen.ich mach das mit meinem so dass ich ihn in das Laufgitter setz wenn ich merke dass er vom toben und umherwuseln ''erledigt'' ist-so kann er sich dort ausruhen und ein Buch ansehen-oder aber das aufstehen üben-wie er mag.
Wenn Sie ihn ständig ins Gitter reinsetzen dann kann es passieren das Ihr Kind irgendwann nicht mehr dort reingesetzt werden möchte.Das Laufgitter soll etwas geborgenes vermitteln-ähnlich wie sein Bettchen wo er abends zum schlafen geht :)
Lassen Sie sich nicht reinreden-von wegen nachgeben...blah!!Als Eltern muss man immer Kompromisse suchen und finden-das hat aber nix mit Nachgeben zu tun!
Gerade Kinderlose haben da immer das Große reden...die können es gar nicht wissen weil sie selber nicht mit ihrem Gefühl und Herz dabei sind.
Hören Sie auf ihr Herz-dann ist alles gut!
Junima2011

von junima2011 am 22.03.2013

Antwort auf:

Keine 5 Minuten ohne Mama oder Papa

Vielen Dank für beide Antworten. Dann liege ich eigentlich gar nicht so falsch mit meiner Herangehensweise, denn ich zwinge ihn natürlich nicht ins Laufgitter...

Ich nehme ihn auch meist mit, wo immer ich auch gerade bin - staubsaugen liebt er z. B. und "hängt" sich immer hinten an den Saugwagen und will mitmachen :-)

Jetzt hoffe ich nur noch, dass es bei der Tagesmutter gutgeht!

LG und ein schönes Wochenende!

von Pfoetchen75 am 22.03.2013

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