Sylvia Ubbens

Hilfe ist keine hilfe

Antwort von Sylvia Ubbens

Frage:

Hallo, mein Sohn 3,5 ist gefühlsstark. War schon immer sehr an mich gebunden. Die Oma möchte mich gerne unterstützen und ich nehme die Hilfe an. Also sie möchte mich entlasten und Ich möchte ihr wiederum die Zeit mit enkel ermöglichen. Aber das Problem ist wenn sie hier ist ist mein Kind total ungezogen und unausgeglichen. Sie wollte ihn heute in die Kita fahren und ich habe geholfen beim fertig machen, habe dich dann zurückgezogen und er hat ein mega wutanfall geschmissen.... Resultiert das ich mich für sein Verhalten geschämt habe... Fazit er ging nicht in die Kita weil es nicht möglich war ohne Gewalt ihn ins Auto zu bringen und die abgabezeit war verpasst. Also die Hilfe war ehe eine Belastung. Jetzt liege ich hier weine... Hatte ich ihn gebracht waere er ohne protest gegangen und ich hatte doch Zeit tagsüber für die Hausarbeit und Erledigung. Weil diese ubermotivierte Oma helfen will habe ich jetzt noch mehr Probleme. Ich will einfach nix mehr... Lieber kümmere ich mich alleine will aber nicht undankbar klingen. Aber es geht auch nicht das ich jetzt sauer auf mein Sohn bin weil er es nicht akzeptiert hat... Als waere mein Schuld das er sich nicht lösen möchte.

von Monima am 25.08.2020, 08:59 Uhr

 

Antwort auf:

Hilfe ist keine hilfe

Liebe Monima,

grundsätzlich hat meine Vorrednerin recht. Ich möchte nur soviel ergänzen, dass es oft ganz hilfreich ist, wenn die Betreuung (Hilfe) bei der Hilfsperson (Oma) stattfindet. Bringen Sie Ihren Sohn bei der Oma vorbei. Wird er beim Abgeben wütend, lassen Sie den Beiden Zeit, dass sich Ihr Sohn beruhigen kann. Verabschieden Sie sich und gehen sichtbar für Ihren Sohn. Sie können ja kurz in der Nähe bleiben, damit die Oma sich bei Ihnen melden kann, falls sich Ihr Sohn nicht beruhigen mag.

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 25.08.2020

Antwort auf:

Hilfe ist keine hilfe

Sorry, aber dein Text liest sich so, als wenn du sauer auf die Oma wärest. Wäre die übermotivierte Oma nicht da gewesen, wäre alles tutti, aber so musst du jetzt weinend auf dem Sofa liegen und dich für dein Kind schämen.
Das hört sich - entschuldige bitte - ziemlich kindisch bzw. selbstmitleidig an.

Triff doch erst einmal für dich die Entscheidung, ob du gerne euer Kind auch mal zur Oma abgeben möchtest oder nicht. Für ein Kind ist zugewandte Oma/Opa oder sonstige Familienmitglieder auf jeden Fall förderlich. Entscheiden, ob du das willst, musst aber du. Da hat die Oma keine Schuld dran.

Wenn du entscheidest "ja, es wäre gut, wenn ich mein Kind auch mal ein paar Stunden bei Oma lassen könnte", dann erwarte nicht, dass das sofort super klappt und ansonsten irgendwer Schuld ist. Das ist ein Prozess - bei dem Kinder auch durchaus mal versuchen, ihre Grenzen auszutesten.
Stehst du nicht dahinter, das Oma ihn in die Kita bringt, merkt er das. Das verunsichert und öffnet aber auch einem Wut-/Trotzanfall Tür und Tor.

Vielleicht fangt ihr auch nicht gleich mit sowas wie zur Kita bringen an, sondern die Oma spielt mit ihm bei dir zu Hause, während du Hausarbeit machst. Dann gehst du mal spazieren, zum Sport oder was auch immer. Lass ihnen auch Raum, ohne dich klar zu kommen und akzeptiere, das Oma/Opa etc nicht alles genau so machen müssen, wie du.
Ich bin mir sicher, auch bei dir schmeißt dein Kind mal einen Wutanfall und das ist normal! Dafür muss man sich nicht schämen. Dein Kind ist 3,5 - da kommt sowas halt vor. Ob bei Oma oder dir oder sonst wem.

von cube am 25.08.2020

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