Sylvia Ubbens

Gruppensituation Kleinkind- was tun

Antwort von Sylvia Ubbens

Frage:

Liebe Frau Ubbens,

sehr früh haben wir bei unserer Tochter eine gewisse Lärmempfindlichkeit festgestellt, was wir jedoch für völlig normal hielten.

Wir haben im ersten Lebensjahr diverse Gruppen belegt, Babymassage, Babyschwimmen, Krabbelgruppe, was gut geklappt hat. Ich habe immer darauf geachtet, dass wir nicht zu viel Aktivitäten unternahmen und meiner Tochter auch viele Möglichkeiten der Regeneration geboten.

Nun wird sie in ein paar Tagen zwei Jahre alt und da sie ab Februar in einen Vorkindergarten gehen soll, habe ich wieder mit zwei Gruppen begonnen. Es zeigt sich bei ihr jedoch eine sehr schnelle Überforderung, welche ich nicht genau einordnen kann. Besonders bei lauteren Gruppen oder Situationen( Musikgruppe, Eltern-Kind-Turnen, Restaurant), beginnt sie sofort zu weinen, lässt sich kaum auslenken, möchte nach Hause. Wir haben uns dann an den Rand gesetzt und zugeschaut. Selbst da hat sie überwiegend geweint.
In ruhigeren Gruppensituationen geht es meist besser, jedoch zeigt sich nach spätestens 20 Minuten das gleiche Bild.
Die Musikgruppe haben wir dann nach ca. 3x abgebrochen und beim Turnen, was gestern erstmalig war, sind wir die Stunde geblieben, wobei sie 30 Minuten lang ziemlich verzweifelt war. Sie hat dann jedoch tatsächlich noch ein wenig mitgeturnt, beim Abschlusssingen mit Klatschen fing sie wieder an zu weinen und lief zur Tür.

Beim Spielverhalten zeigt sich auch ihr eher ruhigeres Temperament ( Bücher anschauen, Puzzle, Musikhören, mit der Puppe spielen), was ich auch überhaupt nicht schlimm finde, da mein Mann und ich auch eher zu den „leiseren“ Menschen gehören, kommt es ja auch nicht von ungefähr;)
Grundsätzlich ist sie ein sehr fröhliches, aufgeschlossenes und auch ausgeglichenes Kind, was sehr offen im Kontakt zu anderen Kindern und auch Erwachsenen ist.

Für mich stellt sich nun die Frage, wie wir in den Gruppensituationen mit ihr umgehen können und sollen? Wenn wir solche Situationen komplett meiden, dann können wir im Prinzip fast nichts mehr machen und das ist im Hinblick auf den Kindergarten sicherlich auch nicht sinnvoll. Jedoch habe ich den Eindruck, dass mein Kind völlig gestresst und überfordert ist.

Vielleicht können Sie uns einen Rat geben?
Vielen Dank und herzliche Grüße

von Lito am 27.11.2019, 13:15 Uhr

 

Antwort auf:

Gruppensituation Kleinkind- was tun

Liebe Lito,

sprechen Sie mit Ihrem Kinderarzt. Dieser kann sich ein besseres Bild machen. Schätzt er das Verhalten Ihrer Tochter, ein wenig kennt er sie ja, noch als alterstypisch ein oder sieht er womöglich eine Hochsensibilität? Nach einer fachmännischen Meinung vor Ort, kann über ein weiteres, mögliches Vorgehen gesprochen werden.

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 27.11.2019

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