Christiane Schuster

Grenzen setzen

Antwort von Christiane Schuster

Frage:

Hallo!
Meine Tochter ist 11 Monate alt und hat einen sehr stark ausgeprägten Willen.
Meine Fragen:
1. Seit einigen Wochen - sie war auch krank - ist sie total anhänglich. Wenn ich mit ihr spiele, krabbelt sie dazwischen immer wieder auf meinen Schoß. Gehe ich kurz weg, kommt sie sofort hinterher und zieht sich an mir hoch und schreit, wenn ich sie nicht nehme. Beim Mutter-Kind-Treffen beginnt sie zu weinen, wenn ich mich von ihr 3 - 5 m entferne, obwohl ich durchaus in Sichtweite bin.
Habe ich meine Tochter zu sehr verwöhnt - sie ist bisher ein Einzelkind - oder ist das eine Phase die wieder vergeht.
Wie soll ich mich in solchen Situationen verhalten, denn es nervt mich manchmal schon ein bißchen.

2. Soll ich meine Tochter mit 11 Monaten schon zu mehr Ausdauer und Konzentration hinführen.
Zur Zeit räumt sie alles aus und dann muß sofort das nächste her. Vor einiger Zeit konnte sie schon ganz gut spielen, aber momentan saust sie von einer Sache zur anderen und dann sofort wieder zurück. Das ist immer ein hin und her. Wenn ich mit ihr etwas spiele, dann kann sie sicher etwas länger spielen, aber sie läßt mich dann oft alleine sitzen und krabbelt woanders hin.
Ist diese Entwicklung normal und soll ich ihr in dieser Sache ihren Willen lassen.

Ich freue mich auf ihre Antworten!
Liebe Grüße aus Österreich!

Andrea

von Andrea am 21.01.2000, 22:07 Uhr

 

Antwort auf:

Grenzen setzen

Hallo Andrea
Zu Ihrer 1. Frage: Verwöhnt haben Sie Ihre Tochter sicherlich nicht. Da sie krank war, hat sie Ihre Hilfe doppelt benötigt, fand es bestimmt sehr angenehm, dass Sie sich intensiv um sie kümmerten. Wer löst sich schon gern von angenehmen Dingen?- Diese Phase wird bestimmt bald wieder vorübergehen. Bieten Sie ihr Spiele an, mit denen sie sich auch allein beschäftigen könnte, wie z.B. Puzzles oder ein Bilderbuch zum Anschauen. Informieren Sie sie, wenn Sie sich entfernen. Sie wird lernen, sich sicher zu fühlen, auch, wenn sie keinen Körperkontakt mit Ihnen hat.
Zur 2. Frage: Ihre Tochter nimmt in diesem Alter viele Dinge wahr und möchte sie ausprobieren und verstehen. Das geht aber nicht immer sofort bei solch einer Fülle von Reizen. Versuchen Sie, die Menge des Spielzeugs einzuschränken, damit Ihre Tochter sich nach und nach mit jeweils einem Material, bzw. einer Sache auseinandersetzen kann.
Bis bald?

von Christiane Schuster am 24.01.2000

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