Christiane Schuster

Grenzen setzen und auch verteidigen

Antwort von Christiane Schuster

Frage:

Hallo Frau Schuster!
Nun muss ich doch auch die Gelegenheit nutzen und eine Frage an Sie richten:

Mein Sohn, 3 1/2 Jahre alt, ist ein sehr aufgewecktes Kerlchen. Er ist nach aussen hin sehr scheu, aber alle die ihn kennen, wissen, dass er ein richtiger Lausbub ist. Typ "Michel von Lönneberga".
Er ist sehr sensibel, fürsorglich bei seiner kleinen Schwester (1 1/2) und auch ein grosser Schmuser. Sprechen kam bei ihm spät, mit 2 das erste Wort und mit 2 1/2 dann richtiges Sprechen. Motorisch ist er sehr geschickt, immer seeehr aktiv und manchmal fast nicht zu bändigen.

Was ja normal für sein Alter ist, ist, dass er stark Grenzen sucht, und die bei mir auch findet. Ich habe mir vorgenommen, konsequent zu sein und eine einmal gemachte Aussage auch zu verteidigen. Wenn ich z.B. sage, dass es jetzt keinen Apfel gibt, dann gibt es auch keinen. Ich würde sagen, dass ich keine strenge, sondern eine konsequente Mutter bin. Es fällt mir aber immer schwer, hart zu bleiben, vor allem, weil er so lieb bitten kann.

Was in seiner Kompetenz liegt, das darf er schon auch alleine entscheiden. Lieber Wurst oder Käse aufs Brot, lieber Buch anschauen oder Lieder singen usw.

Was sagen denn sie als Fachfrau zu meiner Erziehungshaltung. Enge ich meinen Sohn zu sehr ein, wenn ich konsequent bin? (Antiautoritäre Erziehung ist mir ein Greuel und ich halte da nicht viel davon. Bin aber auch keine autoritäre Mutter, sondern so zwischendrin).
Wieviel Grenzen und Rahmen braucht ein 3 1/2 jähriger?

Gerne erfahre ich Ihre Ansicht!

herzlich,
Lisette

von Lisette am 13.12.1999, 20:22 Uhr

 

Antwort auf:

Grenzen setzen und auch verteidigen

Hallo Lisette
Schön,dass Sie mich so nett empfangen haben. Ihre Erziehungshaltung kann ich nur begrüßen und Sie darin bestärken so konsequent wie bisher zu handeln. Sie nehmen Ihre Kinder ja liebevoll an die Hand und führen sie hin zur Selbständigkeit. An Grenzen stößt man sein ganzes Leben, und wenn man nicht frühzeitig lernt damit umzugehen, gerät man später in Konflikte, aus denen man keinen Weg mehr herausfindet. Die Folge sind häufig Trotzhandlungen oder noch schlimmer: Resignation. Mein Tipp: Machen Sie auf jeden Fall weiter so, auch wenn Sie manchmal als streng und altmodisch betitelt werden.

von Christiane Schuster am 14.12.1999

Antwort auf:

Grenzen setzen und auch verteidigen

was Jaqueline über ihren Sohn schreibt, trifft momentan auch auf meinen zu.
Er hat meist eine andere Meinung als ich und probiert die auch durchzusetzen, koste es, was es wolle!

von Lisette, nochmal am 13.12.1999

Antwort auf:

Grenzen setzen und auch verteidigen

Hallo Heike!

Natürlich lasse ich mich auch manchmal erweichen, ich bin ja nicht aus Stein.
Es geht mir ja hier um die Grundsätze.

Liebe Frau Schuster, Danke fürs Mutmachen!

von Lisette am 14.12.1999

Antwort auf:

Grenzen setzen und auch verteidigen

Oh, oh.
Mein nicht-fachmännischer Beitrag ist wohl in den falschen Hals gekommen und war hier absolut nicht erwünscht. Sorry, vergiß ihn einfach.

von Heike am 15.12.1999

Antwort auf:

Grenzen setzen und auch verteidigen

Nein! Ganz im Gegenteil - ich finde deinen Beitrag ganz wichtig! Ich finde auch, daß ein Kind - neben konsequenten "Grundpfeilern" - lernen sollte, unterschiedliche Situationen auch unterscheiden zu können - so nach dem Motto "Ausnahmen bestätigen die Regel". Für mich ist aber wichtig, immer das "Warum" für Ausnahmen dem Kind zu erklären. (Nicht "na guuuut, wenn du unbedingt willst...")
Liebe Grüße
Barbara

von Barbara am 16.12.1999

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