Christiane Schuster

Fremdeln beim Papa

Antwort von Christiane Schuster

Frage:

Hallo Frau Schuster,

seit einigen Wochen fremdelt mein Sohn Tobias, 6 Monate.

Sogar bei meinem Mann weint er, wenn er mich einige Zeit (10-15 Minuten) nicht sieht. Wenn er mich sieht ist alles in Ordnung.

Er wird noch voll gestillt und ich trage ihn immer viel im Tragetuch, ca 3-4 Stunden täglich. Mein Mann kommt erst spät abends aus von der Arbeit und kann deshalb nicht so viel Zeit mit unserem Sonnenschein verbringen. Ist er deshalb so auf mich fixiert?

Ich bin bisher immer 1 x pro Woche abends für 2 Stunden in einen Sprachkurs gegangen. Mein Mann hat den Kleinen dann mit der Flasche mit abgepumpter Milch gefüttert. Die letzten 2 Mal hat unser Sohn 1 1/2 Stunden geschrien, weil ich nicht da war. Er ist immer nervöser geworden und hat sich durch nichts mehr beruhigen lassen. Mein Mann hat die Ruhe bewahrt und hat ihn herumgetragen, ihm was vorgesungen usw., nichts hat geholfen. Irgendwann ist Tobias dann vor Erschöpfung eingeschlafen.
Ich habe beschlossen, vorläufig nicht mehr in den Kurs zu gehen, bis es besser ist.

Aber am Mittwoch ist von meiner Abteilung eine Weihnachtsfeier (ich arbeite 9 Stunden/Woche zuhause) und da möchte ich und muß auch fast hingehen. Ich habe jetzt schon Angst, daß der Kleine dann wieder die ganze Zeit schreit.

Was kann man da tun?

Vielen Dank schon vorab für Ihre Antwort!

Petra

von Petra am 10.12.2000, 22:11 Uhr

 

Antwort auf:

Fremdeln beim Papa

Hallo Petra
Am Einfachsten wäre es, wenn Ihr Sohn schlafen würde in der Zeit, in der Sie die Weihnachtsfeier besuchten, auf die Sie nicht verzichten sollten. Ihr Sohn muss lernen, dass Sie nicht ständig verfügbar sind, was natürlich sehr schwer ist.
Bevor Sie gehen, legen Sie ihm ein T-Shirt mit Ihrem "Duft" in den Arm. So spürt er Ihre Nähe, auch wenn Sie nicht direkt da sind. Stillen Sie ihn kurz bevor Sie gehen, sodass Ihr Mann nur im Notfall auf die abgepumpte Milch zurückgreifen muss. Auch das Wickeln sollte noch von Ihnen vorgenommen werden. Mit Musik und Schaukelbewegungen -evtl. im Kinderwagen- gelingt es dann hoffentlich, die Zeit ohne Mama mit wenig "Trauer" zu überstehen.

Viel Erfolg und: bis bald?

von Christiane Schuster am 11.12.2000

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