Christiane Schuster

Eine reine Gewissensfrage?

Antwort von Christiane Schuster

Frage:

Liebe Frau Schuster,

ich habe eine Frage zum Thema Indoorspielplätze. Wir haben mit unseren Kindern bereits Einen besucht, jedoch mitten in der Woche und am Vormittag, was sehr angenehm war.
Er war damals noch recht neu und machte auch einen guten Eindruck.
Vor ein paar Wochen war unser Sohn (6) auf einem Geburtstag in einem anderen Indoorspielplatz bei uns in der Nähe. Ich war als Aufsicht dabei und war sehr erschrocken über den schlechten Zustand einiger Geräte und über das unqualifizierte Personal. Weinenden Kindern wird sich dort nicht angenommen. Es gibt keine Möglichkeit, Eltern auszurufen, falls sich mal ein Kind verletzt hat usw. Habe dann zu Hause mal gegoogelt und bin auf die Seite von Stiftung Warentest gestoßen, die bereits vor 6 Jahren über die Missstände aufgeklärt haben, u.a war von Lebensgefahr die Rede.
Skandalös auch, daß einzig der Betreiber für die Geräte zuständing ist,
d.h.es gibt keine öffentliche Stelle, die sich verantwortlich fühlt, die Geräte
prüfen zu lassen, kein TÜV oder GS-Zeichen an den Spielgeräten.
Habe dann in der Halle angerufen und nachgefragt. Meine Befürchtungen wurden bestätigt. Ich kann das noch immer nicht glauben.
Nun meine Frage: Wir haben gerade die nächste Einladung für meine Tochter für den Spielplatz bekommen. Habe meiner Tochter versucht zu erklären, warum ich es nicht möchte, aber für sie bin ich gerade der absolute "Buhmann" und sie ist nur noch am Weinen und Betteln. Ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll. Mein Mann meint, ich sollte sie nicht in "Watte" packen und wird schon nichts passieren. Ich allerdings kann seine Meinung gerade überhaupt nicht nachvollziehen. Wie würden Sie entscheiden? Bin sehr gespannt auf Ihre Antwort! Vielen Dank, daß es Sie gibt... Sie haben mir schon einmal sehr geholfen!

LG, Jean

von BabyLU am 08.02.2011, 14:57 Uhr

 

Antwort auf:

Eine reine Gewissensfrage?

Hallo Jean
Da an diesen Plätzen in der Regel ein Schild steht wie: "Eltern haften für ihre Kinder", rate ich Ihnen, Ihre Tochter auf den Spielplatz zu begleiten, sodass Sie selbst beobachten können, was dort geschieht.
Sie werden sich sonst Vorwürfe machen, wenn tatsächlich einmal etwas geschieht.
Lassen Sie sich nicht von Aussagen wie: "Es passiert schon nichts" beirren. Letztendlich tragen Sie die Verantwortung und Niemand sonst (außer natürlich Ihrem Mann)!

Allerdings empfehle ich Ihnen zusätzlich, einmal beim Gesundheits- oder Gewerbe-Aufsichtsamt nachzuhaken, da z.B. "schmutziger" Sand, defekte Geräte usw. eine nicht unerhebliche Gefahr für die Gesundheit darstellen -selbst wenn Eltern ihre Kinder beaufsichtigen-.

Ein herzliches Dankeschön für das Lob, liebe Grüße und: bis bald?

von Christiane Schuster am 08.02.2011

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