Christiane Schuster

dauernde Wutanfälle

Antwort von Christiane Schuster

Frage:

Liebe Frau Schuster,
mein sohn ist 16 Monate alt und ein sehr mobiles und aufgewecktes kind. Soweit hatten wir nie Probleme mit ihm, aber seit ca. zwei Monaten bekommt er ständig wutanfälle, wenn ihm was nicht paßt, wenn man ihm was wegnimmt oder etwas verbietet. Er fängt an zu schreien bis er rot anläuft und macht sich total steif. Man muß aufpassen das er sich in seiner Wut nicht noch weh tut. Manchmal läuft er in seiner Wut dann noch irgenwo gegen und dann tut er sich weh, als folge dessen bekommt der Stuhl oder wogegen er gelaufen ist erstmal einen tritt.

Wir haben versucht ihm ruhig zu erklären warum wir etwas verbieten oder ihm wegnehmen, aber vergeblich. Er hört nicht mal zu, sondern schreit umso lauter und wütender und versucht erneut zu erreichen was er will. dann haben wir es nochmals versucht, aber wieder vergeblich. wir versuchten auch seine Wutanfälle zu ignorieren bzw. nicht darauf zu reagieren, aber das kann nicht die Lösung sein. Dann haben wir ihn in sein Zimmer gebracht und ihn für einen Moment allein gelassen und die Tür hinter uns zugemacht. Das funktionierte bisher fast immer, denn nach kurzem Schreien beruhigte er sich sehr schnell und beschäftigte sich dann anderweitig. Mir scheint das aber eher eine herzlose Art und Weise und ich bin mir nicht sicher ob das nun richtig ist. Wir wissen uns aber echt nicht anders zu helfen bei seinen Wutanfällen. Die haben sich in den letzten Wochen ziemlich gesteigert und es gibt keinen Tag wo es nicht so ist.
Er ist so stur, das er überhaupt nicht mit sich reden läßt. man kommt dann kaum an ihn heran. vielleich können Sie uns einen Rat geben. Vielen Dank im voraus.
Ihre Andrea

von andrea am 17.06.2000, 14:08 Uhr

 

Antwort auf:

dauernde Wutanfälle

Hallo Andrea
Ihr konsequentes Verhalten ist das einzig Richtige und hat mit Herzlosigkeit nichts zu tun. Auf diese Weise wird Ihr Sohn sehr schnell erkennen, dass er nicht immer "mit dem Kopf durch die Wand" kann. Er wird erfahren, dass es Grenzen und Regeln gibt, die eingehalten werden müssen.
Erklären Sie ihm weiterhin, warum er das Eine oder Andere nicht darf und bleiben Sie konsequent dabei. Wenn er dann ärgerlich wird, sagen Sie ihm, dass Sie ihn in sein Zimmer bringen bis der Ärger vorüber ist. Dann kann er wiederkommen um von Ihnen liebevoll in den Arm genommen zu werden.

Starke Nerven und: bis bald?

von Christiane Schuster am 19.06.2000

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