Christiane Schuster

Betreuung

Antwort von Christiane Schuster

Frage:

Hallo Frau Schuster,

ich habe drei Kinder im Alter von 2,4 und 6 Jahren. Der Große kommt jetzt in die Schule. Als die Kinder jeweils 8/12 Monate alt waren, habe ich immer 3 halbe Tage gearbeitet - Stress auch für die Kinder, da ich sicherlich nicht so entspannt bin, wie ohne Arbeit. Die Kleinste kam mit 1 Jahr in die KiTa und geht damit vorbildlich um.

Zur Zeit habe ich Urlaub und gerade der Mittlere ist wie um 180° gedreht: einfühlsam, hilfsbereit und entspannt. In der Arbeitssituation hört er meist nicht, es geht um Machtkämpfe, Diskussionen, ...

Der Große kommt nun in die Schule und es steht auch zur Diskussion, ob er evt. eine Klasse überspringt. Ich habe also überhaupt keine Ahnung, was da auf mich zukommt möchte die richtige Entscheidung bezügl. meiner Berufstätigkeit treffen. Die ersten Grundschuljahre sind ja doch entscheidend.
Nun zu meinen Fragen:
1. Falls ich arbeiten sollte, müsste ich den Großen in die Hausaufgabenbetreeung im Kindergarten tun. Welche Erfahrungen haben Sie diesbezüglich gemacht? Ist es besser, wenn ich nach der Schule für das Kind als Ansprechpartnerin für die Hausaufgaben da bin oder macht dies zur Hausaufgabenbetreuung im KiGa (ca. 25 Kinder mit 2 Erzieherinnen) nahezu keinen Unterschied? Er geht aktuell sehr sehr gerne in den KiGA.

2. Ich habe immer wieder sehr gerne gearbeitet und nun sehe ich, dass ich eigentlich Vieles meiner Kinder "versäumt" habe und mache mir Vorwürfe. Mein Stress geht auch nicht nahtlos an den Kindern vorüber. Die Kleinste wird bald 3 Jahre. Finanziell sind wir nicht auf mein Gehalt angewiesen. Es tut mir aber auch gut, diese 2-3 Vormittage aus dem Familienalltag herauszukommen. Ich bin -wie Sie sicherlich merken - hin und hergesrissen. Gerade auch deshalb, weil es um die Einschulung geht und meiner Meinung nach die Grundlagen gleich zu Beginn richtig gelegt werden sollten. Können Sie mir einen Tip bezügl. Berufstätigkeit/Psyche der Kinder und Hausaufgabenbetreuung geben?
Ich würde mich sehr freuen.

Lieben Dank für Ihre Bemühungen.

von Mila27 am 12.04.2012, 10:39 Uhr

 

Antwort auf:

Betreuung

Hallo Mila
Haben Sie das Gefühl, dass die Erzieherinnen bei den Hausaufgaben auch darauf achten, dass die Kleinen das Lernen lernen und dass sie nicht nur die Schulkinder beaufsichtigen, genügt es sicherlich, wenn Sie nachmittags Ihr Interesse zeigen für Das, was Ihr Sohn in der Schule gelernt hat und welche Hausaufgaben ihm aufgetragen wurden.
Stellt die Hausaufgabenbetreuung allerdings lediglich ein Verwahren dar, wird Ihr Sohn auf Grund seiner anfangs evtl. Unterforderung eher dazu angeregt werden seine Hausaufgaben nebensächlich zu erledigen um dann sich zum Blödsinn-Machen oder Toben anstiften zu lassen.-

Da Sie gerne arbeiten gehen MÖCHTEN und nicht MÜSSEN, halte ich Ihre Berufstätigkeit eher für eine Bereicherung der gesamten Familie, da Sie sicherlich manches Mal gestressed, aber zufrieden auftreten werden.
Ohne dieses gewohnte Herauskommen werden Sie erfahrungsgemäß manches Mal sehr unzufrieden sein mit dem Gefühl sich selbst gar nicht mehr verwirklichen zu können.
Diese Unzufriedenheit erzeugt manches Mal ein unreflektiertes Handeln gegenüber den Kindern, sodass das harmonische Miteinander auf Grund dieser psychischen Belastung viel gravierender ins Wanken gerät.

Ihre Kinder sind es gewohnt, dass Sie eine Kita besuchen, sodass sie sehr wahrscheinlich keinen Schaden nehmen, wenn es so bleibt wie bisher.

Haben Sie aber selbst das Gefühl, dass Ihnen das Familienleben, die Arbeit usw. "über den Kopf wachsen", verzichten Sie wenn möglich vorübergehend auf Ihre Berufstätigkeit, aber suchen Sie sich einen anderen Ausgleich um zu sich selbst zu kommen. Es bieten sich diverse Sport-Gruppen, Weiterbildungskurse usw. an.

Liebe Grüße und: bis bald?

von Christiane Schuster am 12.04.2012

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