Christiane Schuster

Aufmerksamkeit / weinen-reinsteigern

Antwort von Christiane Schuster

Frage:

Liebe Frau Schuster,

in der Vergangenheit haben Sie mir schon sehr viel helfen können und ich hoffe Sie können auch diesmal wieder einen guten Rat geben.

Erste Frage:
Mein Sohn ist 2 Jahre und 8 Monate.
Zuhause ist er momentan gut drauf.
Sobald aber Besuch kommt bzw. wir jemanden besuchen oder
wir in die Krabbelgruppe gehen, wirkt mein Sohn wie ausgewechselt.
Ich kann mich kaum mit jemanden unterhalten, schon fordert er meine komplette Aufmerksamkeit. Wenn ich mich nicht mit Ihm beschäftige oder nicht gleich für Ihn da bin, dann drückt er er aus in dem er weint und sich richtig reinsteigert. Er weint dann richtig und ist wütend und kaum zu beruhigen. Auf dem Arm nicht und wenn ich Ihm seine Ruhe gebe auch nicht.
Er nimmt dann meine Hand und will das ich mitgehe. Letzte Woche in der Krabbelgruppe ist er so explodiert das alles zu spät war und ich gegangen bin.
Dies macht er aber nur wenn andere Leute dabei sind.
Ich sage Ihm auch, dass die Mama gerade redet oder isst und ich zu Ihm komme sobald ich fertig bin, aber das interessiert Ihn überhaupt nicht.
Er brüllt sich dann richtig in Rage und ich bin fix und alle.

Zweite Frage:
Momentan besucht er die Spielstube (Freitag vormittags für 2 1/2 Stunden).
Er lässt mich oftmals nicht gehen, aber irgendwann verlass ich den Raum wenn er gerade beschäftigt ist. Die Erzieherin meinte zu mir, dass er oftmals weint, aber wenn man sich mit Ihm abgibt, lässt es wieder nach.
Letzte Woche waren Sie nah dran mich anzurufen und Ihn abholen zu lassen, da er schrecklich geweint hat. Aber Sie haben es dann doch gelassen, weil es schon gegen Ende war. Aber auch die Erzieherinnen meinten, dass er sehr aktiv ist, sehr lebendig, viel spielt (aber alles nur für kurze Zeit).
Er ist immer in Aktion/Bewegung. Das ist sehr extrem und das kann er auch im Weinen sehr gut ausdrücken (indem er sich richtig reinsteigert).
Sobald eine Ruhephase kommt in dem Lieder gesungen werden oder eine Geschichte vorgelesen wird, weint er und will spielen und beschäftigt werden.
Basteln tut er auch nie.

Manchmal vermute ich dass er ADHS-Züge hat und bin etwas besorgt.
Wir sind vormittags auch immer sehr viel draußen (2-3 Stunden), aber müde wird er komischerweise nie. Er turnt auf dem Spielplatz rum und ist topfit.
Er schläft zwar mittags noch öfter, aber es wird weniger.
Bei vielen wird er schon als Duracell-Kind betitelt, weil er wirklich immer aufgedreht ist und sehr viel Energie hat wenn er weint, trotzt und wütend ist.
Er ist schon sehr anstrengend.

Wie kann ich seinen Aufmerksamkeitsdrang in den Griff bekommen?

Finden Sie das die Spielstube für meine Sohn das richtige ist?

Liebe Frau Schuster, ich bedanke mich jetzt schon vorab für Ihre Hilfe.
Schön das es Sie gibt.

von goldfee am 17.10.2012, 12:37 Uhr

 

Antwort auf:

Aufmerksamkeit / weinen-reinsteigern

Hallo goldfee
Andere Menschen scheinen Ihren Sohn noch zu verunsichern. Nehmen Sie ihn darum stets direkt an die Hand oder auf den Arm, wenn Besuch sich nähert oder wenn Sie mit ihm in die Kindergruppe gehen.
Dort loben Sie dann stets sein Können und regen Sie ihn dazu an dem Besuch, bzw. den Kindern zu zeigen wie gut er schon malen, ein Fingerspiel zeigen o.Ä. kann.
Er wird sich ganz bestimmt zunehmend von Ihnen lösen, sobald er sich dafür sicher genug fühlt. Wie alle Kleinkinder wird auch er einen großen Bewegungs- und Erfahrungsdrang haben, sodass ihm das "Kleben" an Ihnen bald zu langweilig werden wird.

Lassen Sie Ihren Sohn die sog. Ruhephasen auf Ihrem Schoß oder möglichst in unmittelbarer (körperlicher) Nähe zur Erzieherin erleben. Auch dort wird er sich freiwillig lösen, wenn er sich sicher orientieren kann.
Mit noch nicht einmal 3 Jahren wird er erst noch lernen müssen WIE man sich ruhig beschäftigen kann, sodass er konkrete Anregung und viel Ermutigung benötigt.

Achten Sie bitte darauf dass sich bewegungsintensive Aktivitäten mit ruhigen Beschäftigungen abwechseln, sodass Ihr Sohn immer mal wieder entspannen, bzw. "runterkommen" kann.

Beabsichtigen Sie Ihren Sohn bald einen Kindergarten oder eine Kita besuchen zu lassen, halte ich das Verweilen in der Spielstube für eine gute Möglichkeit um sich daran gewöhnen zu können dass die Mama nicht mehr uneingeschränkt helfend zur Verfügung steht.

Viel Erfolg, herzlichen Dank für Ihre Anerkennung und: bis bald?

von Christiane Schuster am 17.10.2012

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