Sylvia Ubbens

Ängste bei Dreijährigem

Antwort von Sylvia Ubbens

Frage:

Hallo,
mein Sohn ist drei Jahre alt.
Seit einiger Zeit, fragt er, oft sehr verzweifelt, immer wieder, ob er noch mein Kind sein, ob sein Freund noch sein bester Freund ist...usw.

Oder er sagt, ich darf nicht mit ihm schimpfen, er ist doch mein Kind.

Das verunsichert mich natürlich, da ich nicht möchte, dass er solche Ängste hat.

Was können Sie mir raten?

Vielen Dank und einen schönen Abend.

von Mamavoneinsundzwei am 25.11.2019, 22:33 Uhr

 

Antwort auf:

Ängste bei Dreijährigem

Liebe Mamavoneinsundzwei,

Ihr Sohn ist in einem Alter, in dem Kinder erkennen, dass es Veränderungen gibt. Da sichert er sich ab, ob für ihn alles so bleibt, wie es ist.

Bestätigen Sie ihm nach dem Schimpfen gerne, dass Sie ihn immer lieb haben. Ebenso, dass sein Freund sein bester Freund ist. Mehr können und müssen Sie nicht tun. In ein paar Wochen wird er nicht mehr so intensiv fragen.

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 27.11.2019

Antwort auf:

Ängste bei Dreijährigem

Kinder bekommen viel mehr mit, als man denkt. Evt. haben sich zB die Eltern eines Freundes getrennt und er hat das mitbekommen? Unser Sohn hat mich zB auch mal aus heiterem Himmel gefragt, ob wir immer seine Eltern bleiben und zusammen. Hintergrund war, das es eben eine Trennung bei einem seiner Freunde gab und er sich darüber dann eben Gedanken machte.
Aber Kinder verstehen die Welt mit zunehmendem Alter eben auch immer besser und können dann auch Ängste/Unsicherheiten entwickeln, für die es aber gar keinen konkreten Anlass gibt. ZB die Erkenntnis, das man eine eigenständige Person ist. Und wenn ich selbst einfach weggehen kann, dann kann Mama das ja auch ... Oder der Freund, der im Streit gesagt hat "du bist nicht mehr mein Freund" - dann kann sowas ja wohl bei jedem passieren.

Ich würde ihn einfach mal fragen, warum er davor Angst hat
Und ihn ansonsten natürlich darin bestärken, dass er immer dein Kind bleibt.
Bzgl. der Freunde: da würde ich nicht lügen und einfach sagen "klar, der bleibt immer dein Freund". Da kann man kindgerecht erklären, dass sich Freundschaften auch ändern können. Man auch mal neue Freunde findet und mit anderen dafür vielleicht nicht mehr so gerne spielt oä.

von cube am 26.11.2019

Antwort auf:

Ängste bei Dreijährigem

Hallo!

Mein einer Sohn ist im gleichen Alter wie deiner und das höre ich auch öfter von ihm. Wenn ich mit ihm schimpfe sagt er, "du bist doch meine Mama" oder "ich bin doch dein Kind". Ich interpretiere das so, dass er mich fragt, ob ich ihn lieb habe, obwohl ich mit ihm schimpfe und sage ihm dann dementsprechend, dass ich seine Mama bin, dass ich ihn immer lieb habe, auch wenn ich schimpfe, so in der Art. Damit ist er dann zufrieden, wir kuscheln und alles ist wieder gut.

Bezüglich Erklärungen, ich weiß nicht, wie dein Sohn sprachlich drauf ist. Meiner ist sehr weit, aber er könnte mir nicht erklären, woher seine Ängste kommen. Er würde nicht mal die Frage verstehen. Er würde es auch nicht verstehen, wenn sich Eltern von einem Freund trennen würden, mal ganz abgesehen davon, dass ihm der Freund (im wohl selben Alter) das auch nicht kommunizieren könnte. Und einem Kind in dem Alter zu sagen, dass sein Freund nicht immer sein Freund sein wird, finde ich auch nicht angemessen. Das sind alles Dinge, die er noch gar nicht fassen kann und die ihn nur verunsichern würden. Zeig ihm einfach ganz oft, dass du ihn lieb hast, dann vergeht das von selbst.

lg, S

von Schnecki2014 am 26.11.2019

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