Sylvia Ubbens

3-Jähriger und sein Schlaf

Antwort von Sylvia Ubbens

Frage:

S.g. Frau Ubbens,
unser 3-Jähriger war immer schon ein schwieriger Schläfer -
seit er 10 Monate ist wehrt er sich sehr oft gegen das Schlafen (zB Schnuller im Minutentakt rausziehen, damit er nicht einschläft).
Auf mich wirkt es nicht so, als hätte er Angst, Schmerzen o.ä., sondern er WILL nicht (weil alles so spannend ist).
Wenn er nämlich will, kann er in 1 Minute einschlafen.

Des Weiteren ist er immer schon sehr auf mich (Mama) fixiert gewesen - im 1. Jahr war es gar nicht möglich, ihn auch nur 1h irgendwo zu lassen (zB bei Oma).
In der Stillzeit hat es Wochen gegeben, in denen er nur auf meinem Bauch geschlafen hat.
Er musste generell sehr viel getragen werden, weglegen war nie möglich.
Als ich abgestillt habe (mit 11 Monaten), war meine Kraft zu Ende - das Einschlafen am Abend dauerte mind. 1h.
Mit lautem Protest schaffte es Papa, dass er ihn beim Einschlafen akzeptierte. Er wachte damals und auch heute aber jede Nacht mehrmals auf, kurze Einschlafbegleitung reichte dann aber.

Seit Ostern 2019 schläft er nun in seinem Bett ein (natürlich mit Einschlafbegleitung durch Papa), kommt aber nach wie vor zu Mitternacht zu uns ins Bett.
Dies an sich wäre kein Problem für mich, doch seit über 2 Wochen wacht er fast im Stundentakt auf und ist hellwach (zumindest tut er so): Er will spielen gehen.
Einschlafen funktioniert nur mit großem Theater (mit Einschlafbegleitung) - auch hier will er spielen gehen, obwohl er todmüde ist.
Wir sind an einem Punkt, an dem wir jede Stunde für eine halbe Stunde zu ihm müssen.

Seit 3 Tagen kommt mir zudem vor, er leidet an massiver Trennungsangst (von mir).
Er weint fast hysterisch, wenn ich aus dem Zimmer gehe, wenn Papa ihn niederlegt.
Das macht immer noch er, weil es im Wechsel nicht funktioniert hat. Sobald ich ihn zu Bett bringe, gibt es am nächsten Tag (oder die Woche drauf) großes Theater bei Papa.

Er hat Struktur und Rituale, einen sehr geregelten Alltag, viele sehr liebe Bezugspersonen (Omas, Opa, Tagesmutter), er ist bei der Tagesmutter unauffällig,
spielt mit anderen Kindern, ist dort und zu Hause fröhlich.
Was ich vor einigen Tagen bemerkt habe, dass er anfängt, die Fingernägel abzuzupfen - das macht mir ebenfalls Sorgen. (Ich habe als Kind selbst Fingernägel gekaut.)

Ich weiß nicht mehr, was wir tun sollen. Unabhängig davon, dass ich bald am Ende meiner Nerven bin, habe ich die Befürchtung,
dass er irgendwann gar nicht mehr einschlafen kann, wenn er auch nur für Sekunden munter wird (was ja sehr häufig ist bei normalem Schlaf),
wenn wir nun jedes Mal an seinem Bett sitzen, denn er steht ja jedes Mal sofort auf und kommt uns suchen.

Ich freue mich sehr auf Ihre Antwort.

Herzlichst C.D.

von Caipi83 am 26.11.2019, 19:32 Uhr

 

Antwort auf:

3-Jähriger und sein Schlaf

Liebe C.D.,

wie viele Stunden schläft Ihr Sohn in der Nacht? Ziehen Sie von der Gesamtzeit, vom Einschlafen bis zum morgendlichen Aufwachen, die nächtlichen Wachzeiten ab.

Legen Sie Ihren Sohn in den nächsten zwei Wochen eine halbe Stunde später schlafen. Wecken Sie Ihren Sohn morgens nach der errechneten tatsächlichen Schlafenszeit. Sicherlich wird Ihr Sohn in den ersten Tagen müde sein, da er vermutlich nachts trotzdem wach wird. Nach ein paar Tagen wird er den fehlenden Schlaf aber nachts nachholen und bestimmt besser schlafen. In zwei Schritten können Sie dann die abendliche Schlafenszeit wieder nach vorne verlegen.

Viele Grüße Sylvia

von Sylvia Ubbens am 27.11.2019

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