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Prof. Dr. med. Michael Radke

Ernährung von Babys und Kindern

Prof. Dr. med. Michael Radke

   

 

Blähungen und Bauchschmerzen

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Radke und Herr Prof. Dr. Wirth,

heute schreibe ich Ihnen aus purer Verzweiflung.
Mein Sohn (heute 12 Wochen alt) kam 4 Wochen und 5 Tage zu früh.

Er hat von Anfang an sehr starke Koliken gehabt die zwischenzeitlich schon besser waren, nachdem ich vor ca. 7-Wochen die Milch von Bebivita Pre auf Milumil Pre umgestellt habe.. Dies habe ich mit der hebamme abgesprochen, da der Kinderarzt leider überhaupt nicht auf die Schmerzen meines Sohnes eingeht.

Seit ca. 3 Wochen werden die Bauchschmerzen und Blähungen, trotz Fenchel -kümmel - Anis Tee, Kümmelzäpfchen, lefax, Fliegergriff, Traubenkernkissen, "Fahrrad fahren" mit den Beinchen und Bauchmassage mit Bäuchlein Salbe (Bauchmassage ist nur noch selten möglich, da er auf berühren des Bauches gar nicht mehr gut reagiert) immer schlimmer.

Letztens war ich beim Notarzt mit ihm, da er 6 Stunden am Stück geschrien hat und auch nicht mehr trinken wollte. Die Ärztin diagnostizierte Meteorismus und sagte, wenn es ganz schlimm ist kann ich ein Paracetamol Zäpfchen geben und gab mir Tipps, die ich eh schon alle anwende.

Leider wird es einfach nicht besser, ich habe das Gefühl eher schlimmer. Sein Bauch ist steinhart und aufgebläht, er isst weniger und schreit manchmal nach ein paar Schlücken. Er krümmt sich fast den ganzen Tag, schreit wie am Spieß, drückt und nach jedem pups schreit er noch mehr.
Er hat auch oft harte Kügelchen Stuhl am Popo und auch im weichen Stuhl solche Kügelchen drin.
Er schläft so gut wie kaum noch, da er nach ca. 10 Minuten schrill schreiend wach wird und ganz panisch guckt. Und nach jedem pups wird er immer lauter und panischer.

Langsam weiß ich keinen Rat mehr. Sollten sie Koliken nicht mittlerweile besser anstatt schlimmer werden?

Der Kinderarzt sagt leider immer wieder nur, dass auch Ärzte nicht immer wissen ob Kinder schmerzen haben und man gegen die Koliken nun mal nichts machen kann.
Er untersucht nicht mal den Bauch, wobei die Notärztin ganz klar gesagt hat, dass es bei der Luft im Bauch kein Wunder ist, dass er Schmerzen hat und nicht mehr viel trinkt.

Können Sie mir noch irgendwelche Tipps geben? Entschuldigen Sie den langen Text.

Mit freundlichen Grüßen

Vanessa Schäfer

von NoellisMama am 05.03.2019, 10:47 Uhr

 

Antwort:

Blähungen und Bauchschmerzen

Leider ein häufiges Problem und auch durchaus "ärgerlich". Große Sorgen müßten Sie sich aber wohl nicht machen. Es handelt sich sicher um ein sog. funktionelles Problem und nicht um eine Krankzeit. Ursache ist die Motorik des Darms, die sich bei vielen Säuglingen erst koordiniert entwickeln muß. Machen Sie bitte Folgendes:
1. Überprüfen der richtigen Saugerlochgröße. Variieren Sie diese ggf. Manche Kinder trinken hastig und schlucken viel Luft, "bäuern" nicht oder nicht ausreichend. Die Folge sind kolikarige Bauchschmerzen. Die Löchgröße entweder vergrößern oder verkleinern. Probieren Sie es aus.
2. Wenn das nichts bringt, läßt sich das Problem wahrscheinlicht lösen, indem Sie dem Darm etwas zu tun geben, z.B. den Ballaststoffanteil erhöhen. Das machen Sie mit 2 x 1/4 oder 1/2 Beutel Movicol oder Kinderlax (ggf. vom Kinderarzt verschreiben lassen oder in der Apotheke kaufen). Geben Sie das Pulver in Wasser aufgelöst zu trinken und zwar über längere Zeit (mehrere Tage oder Wochen), egal was im Beipackzettel steht. Damit stimulieren Sie die gerichtete Darmtätigkeit Ihres Kindes und halten den Stuhl weich.
Good luck.

von Prof. Michael Radke am 05.03.2019

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