Mutter trägt Mädchen auf dem Rücken

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Babys Entwicklung
im 2. Lebensjahr
mit 13 bis 24 Monaten


So bleibe ich gesund - 21. Monat

Jetzt steht die U7 an

Die Abstände zwischen den einzelnen Vorsorgeterminen sind mittlerweile so groß, dass leicht einmal einer vergessen werden kann. Zur Erinnerung: Zwischen dem 21. und dem 24. Lebensmonat steht die U7 an. Machen Sie also einen Termin mit Ihrer Kinderärztin/Ihrem Kinderarzt ab. Stellen Sie auch eine Liste mit allen Fragen zusammen, die Sie loswerden wollen. Dann vergessen Sie in der Praxis nichts.

Zum Klettern muss der Helm runter

Falls Ihr Kleines auf dem Spielplatz erste Kletterversuche am Gerüst macht und Sie häufig mit ihm auf dem Rad fahren, gilt: Ziehen Sie Ihrem Kind vor dem Spielen immer den Fahrradhelm aus. Die Abstände zwischen Sprossen und Netzmaschen sind zwar so berechnet, dass ein Kinderkopf normalerweise nicht stecken bleiben kann. Durch den Helm wird der Kopfumfang aber viel größer. Da kann es passieren, dass Ihr Kind mit einem Mal fest steckt. Das ist sehr unangenehm für die Kleinen und nicht ganz ungefährlich: In ungünstigen Fällen kann der Kinnriemen einem Kind die Luft abschnüren, wenn der Helm sich verkeilt hat.

Also runter mit dem Helm und erst dann rauf aufs Gerüst. Wenn Ihr Kleines Spaß daran hat, sollten Sie es ruhig nach Kräften bei seinen Kletteraktionen unterstützen. Das fördert seine Bewegungsfreude, seine Kraft und Geschicklichkeit sowie sein Selbstvertrauen. Und je geschickt er und sicherer Ihr Kind wird, desto größer die Chance, dass es wohlbehalten durch die Kinderjahre kommt.

Bei Lippenherpes bitte keine Küsse fürs Kind

Falls Sie zu den Geplagten gehören, die manchmal (z.B. bei einer starken Erkältung) Lippenherpes bekommen, sollten Sie wissen: Bis die Bläschen ausgetrocknet und verschorft sind dürfen Sie Ihr Kind nicht küssen. Sonst kann es sich mit dem Herpes-Virus anstecken. Eine typische Folge ist im Kleinkind- und Kindergartenalter die so genannte Mundfäule. Diese Infektionskrankheit ist schlimm für die Kleinen, da sich ihr gesamter Mund schmerzhaft entzündet.

  • Allerdings können Sie Ihr Kind auch dann nicht sicher vor Mundfäule schützen, wenn Sie selbst sehr vorsichtig sind. Ihr Kleines kann sich auch bei kranken Spielkameraden anstecken: Zu Beginn ist die Erkrankung vielleicht noch unentdeckt, aber das kranke Kind kann andere bereits infizieren. Das passiert bei den Kleinen besonders leicht, da sie noch manches in den Mund stecken, was vielleicht gerade ein anderes Kind abgelutscht hat. Außerdem wandern die Finger halt mal in den Mund und gleich darauf zurück ans Spielzeug. Wenn Sie aber wissen, dass ein anderes Kind Mundfäule hat, sollten Sie Ihr eigenes Kind unbedingt von ihm fernhalten.

Mami, die Biester pieken mich!

Lästig sind sie immer, aber in manchen Jahren sind sie die reinste Plage: Stechmücken.

  • Auf alle Fälle sollten Sie vors Fenster des Zimmers, in dem Ihr Kind schläft, ein Mückengitter spannen. Gemütlich wie ein "Himmel" und hilfreich ist auch ein Moskitonetz über dem Bett. Das muss immer geschlossen bleiben, damit keine Mücke reinschlüpfen kann.
  • Da die Plagegeister vorwiegend in der Dämmerung ausschwärmen, sollten Sie in dieser Zeit die Fenster besser geschlossen halten. Wenn Sie dennoch lüften müssen, etwa weil es so heiß ist: Erst das Licht ausmachen. Sonst locken Sie Stechmücken geradezu an.
  • Mittel, die verdampft werden um Mücken zu vertreiben, sind nichts fürs Kinderzimmer. Im Freien können Sie Ihr Kind am besten durch langärmelige T-Shirts, lange Hosen, Socken und eine Kappe schützen.
  • Mücken abwehrende chemische Mittel sind für Kinder unter zwei Jahren ungeeignet. Fragen Sie in der Apotheke, ob es ein Präparat auf natürlicher Basis gibt, das sie in Ausnahmefällen verwenden können.
  • Wurde Ihr Kleines gestochen, helfen Speichel, ein wenig Essig oder ein Stück aufgelegte Zwiebel den Juckreiz zu bremsen. Es gibt aber auch Gele und Salben, die lindernd wirken.

Vorsicht, eine Wespe!

Wahrscheinlich ist auch für Ihr Kind die Zeit der Fläschchen und Kinderbecher vorbei. Stattdessen kommen offene Becher und Gläser auf den Tisch, ab und zu gibt's vielleicht auch mal Eis und Kuchen. Das schmeckt aber nicht nur Kindern, sondern auch Wespen. In den Sommermonaten müssen Sie daher sehr gut darauf achten, dass Ihr Kleines nicht aus Versehen eine Wespe verschluckt. Stiche im Mund- und Rachenraum können sehr schnell zu starken Schwellungen, schlimmstenfalls zu lebensbedrohlicher Atemnot führen. Tipps für die Wespenzeit:

  • Lassen Sie Ihr Kind im Freien nicht unbeaufsichtigt essen. Decken Sie Gläser und Becher ab (z.B. mit einem Bierdeckel oder einem Tempotaschentuch) und lassen Sie keine Essensreste herumstehen. Wenn Ihr Kleines nach längerer Pause wieder etwas trinkt erst kontrollieren, ob auch wirklich keine Wespe im Getränk ist.
  • Wespen sind von sich aus nicht aggressiv. Sie stechen nur, wenn Sie sich bedroht fühlen. Heftiges Herumwedeln ist daher eine schlechte Strategie, um die lästigen Flieger zu verscheuchen. Bringen Sie Ihrem Kind lieber bei, ganz still zu halten, wenn es von einer Wespe umkreist wird. In der Regel drehen die Insekten von selbst ab wenn sie ihre Erkundung abgeschlossen haben. Sollte Sie eine Wespe auf Ihr Kind setzen, können Sie sie verscheuchen, indem sie sie mit der flachen Hand gleichsam wegschieben.
  • Ist das Unglück doch passiert und Ihr Kleines wurde gestochen: Bleiben Sie möglichst ruhig, damit Ihr Kind sich nicht noch mehr aufregt. Falls der Stachel noch in der Haut steckt, versuchen Sie am besten, ihn durch seitliches Wegwischen zu entfernen (das gilt natürlich auch bei Bienenstichen). So ist die Gefahr am geringsten, dass Sie auf das eventuell noch dranhängende Giftbeutelchen am Ende des Stachels drücken und noch mehr Gift frei wird. Dann kühlen Sie die Einstichstelle mit einem feuchten Lappen/Taschentuch, einem Coldpack aus dem Kühlschrank oder einem Eiswürfel, je nachdem, was Sie gerade zur Hand haben. Das lindert die Schmerzen und hilft, die Schwellung geringer zu halten. Auch eine aufgeschnittene Zwiebel auf der Stichstelle, Umschläge mit Essigwasser oder essigsaurer Tonerde sowie Insektengel sind wirksam.
  • Wurde Ihr Kind von einer Wespe (oder Biene) innen im Mund oder im Rachenraum gestochen, sollten Sie sicherheitshalber ärztliche Hilfe suchen. Es muss zwar nicht zu bedrohlicher Atemnot kommen, doch ist es für Laien schwer zu beurteilen, wie gefährlich der Stich ist. Ist die Praxis Ihrer Kinderärztin/Ihres Kinderarztes mehr als ein paar Minuten entfernt oder geschlossen, rufen Sie gleich den Notarzt an. Bemühen Sie sich ruhig zu bleiben und beschwichtigen Sie Ihr Kind. Das ist sehr wichtig, damit Sie sehen können, wie es Ihrem Kleinen geht. Kühlen Sie den Hals Ihres Kindes mit kalten Umschlägen.
    Achtung: Wissen Sie, dass Ihr Kind eine nachgewiesene Allergie gegen ein bestimmtes Insektengift hat, müssen Sie das vom Arzt verschriebene Notfall-Set immer mit dabei haben.


Bei allgemeinen Fragen zur Gesundheit Ihres Kindes können Sie sich an das Forum von Kinderarzt Dr. Busse wenden.

Zuletzt überarbeitet: Februar 2017

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