kostenlos anmeldenLog in

   
Rund ums Baby

  Expertenforen
  Foren
  Gruppen
  Community
  Mein RuB
  Testteam
  Videos
  Suche / Biete

Vornamen
Geburt
Stillen
Babypflege
Ernährung Milch
Ernährung Beikost
Kinderernährung
Entwicklung
Vorsorge
Kindergesundheit
Unverträglichkeiten
Allergien
Neurodermitis
Frauengesundheit
Wellness
Mein Haushalt
Kochen
Reisen
Familie
Erziehung
Tests
Finanzen
Flohmarkt
Gewinnspiele
Infos und Proben
 
Entwicklungskalender
Entwicklungskalender

Buchtitel - Gefühle regieren den Alltag
Buchtitel - Gefühle regieren den Alltag
Buchtitel - Vom Urvertrauen zum Selbstvertrauen
 
 
 
 
Kinderarzt Dr. Posth

Dr. Rüdiger Posth - Entwicklung von Babys und Kleinkindern

Bitte suchen Sie hier mit Stichworten:
 
Zurück
Antworten von Dr. Posth zum Stichwort: Sauberkeitserziehung
Frage:   Wann ganz ohne windeln...?

Unsere tochter ist 3 1/2. sie geht seit 4 monaten auf die toilette um pipi zu machen. sie hat von anfang an das selbst so wollen. wir haben sie nie gedrängt. das grosse geschäft möchte sie aber immer in die windel machen. das finde ich nicht weiter schlimm. aber so langsam frage ich mich schon, wie lange sie noch warten möchte bzw. an was es liegt.

sie geht zwei tage die woche in die krippe. dort möchte sie ausschlisslich windeln tragen. ich fragte sie, ob sie sich nicht getraut dort, die toillette zu benutzen. aber sie kann natürlich auch nicht wirklich sagen, weshalb sie es so möchte. sie geht sehr gerne in die krippe.

meinen sie ich soll einfach weiter geduld haben und sie gar nicht darauf ansprechen?

ich danke ihnen für ihren tipp.

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

Hallo, es gibt für viele Kleinkinder offenbar einen großen Unterschied, ob es sich um die eigene Toilette zu Hause handelt oder um eine fremde irgendwo in einer Einrichtung. Man sollte dem Rechnung tragen und das Kind nicht dazu veranlassen wollen, die fremde Toilette zu benutzen. Erst, wenn sich das Kind in der Einrichtung wirklich heimisch fühlt, akzeptiert es auch die dortigen Toiletten.
Es ist für ein Kleinkind auch ein Unterschied, ob es das "kleine oder das große Geschäft" macht. Vor dem offenkundiger großen Geschäft bestehen oft noch innere Vorbehalte, die etwas mit Ekelgefühlen zu tun haben. Ekel ist auch so etwas wie ein Schutzgefühl für den Menschen. Die Kinder überlassen dann die Entfernung des Stuhlgang vorerst lieber weiterhin der Windel und der Bezugsperson. Aber mit zunehmender Reife kommen sie dann doch dazu, auch auf Toilette zu machen, wobei das Po-abwischen auch dann noch lange den Eltern überlassen wird. Viele Grüße

 
Frage:   Sprechen und Pipi merken

Hallo,
kann ein 1,5 jähriger schon sein Pipi merken? Er hebt seinen Pulli und rennt zum Clo. Muß ihn dann drauf setzen, er sitzt dann ganz andächtig da als würde er tatsächlich was in die Windel machen. Manchmal ruft er auch AA und rennt los. Eigentlich wollte ich ihm noch ein 1/2 Jahr Zeit lassen...

Verstehen tut er sehr viel, macht so gut wie alles was man ihm sagt aber reden will er nicht. Sagt nur EI, HAM, DA, MAMA, BABA, AAHH (wenn er was zu essen will), HEISS
Das wärs schon :-)

Angeblich sprechen andere in seinem ALter schon 30 bis 50 Wörter...

Er ist das 2. Kind, der Große ist fast 4

DAnke
S.

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

Hallo, im 2. Lebensjahr merken die meisten Kinder schon, wenn ihre Ausscheidung in Gang kommt. Aber das reicht noch nicht dafür aus, daß sie ihre Ausscheidungen auch steuern können. Da Sie offenbar Ihren Sohn schon in diese Richtung gelenkt haben, versucht er, Ihnen zu gefallen und "rennt los", wenn er meint "Pipi machen" zu müssen.
Das ist aber gefährlich, denn die Steuerung der Auscheidung ist ein Vorgang, den das Bewußtsein erst dann registrieren lernen soll, wenn die vegetativen Funktionen reif genug dafür sind. Reif genug dafür heißt, daß der Ausscheidungsdruck frühzeitig registriert wird und dann solange unterbrochen werden kann, bis die Toilette aufgesucht ist. Dann ist ein schrittweise vor sich gehender Prozeß, der automatisch im dritten Lebensjahr in Gang kommt, selten früher.
Jedes andere vorgehen, wie Topftraining etc. ist falsch. Es besteht die Gefahr, daß sich die Kinder in dem Registrieren ihres Ausscheidungsdruckes und dem Steuerungsbedürfnis zur zielgerechten Ausscheidung "verheddern". Sie wollen einhalten und ausscheiden zugleich. Dadurch geht es schief. Besonders bei stark trotzenden Kinder besteht die Gefahr für solche Verläufe! Das Festhalten von Stuhl führt zur habituellen Obstipation mit nachfolgendem Kotschmieren, das Festhalten des Urins zum Miktionsaufschub und explosivem Einnässen. In meinem Langtext, Teil 3, habe ich diese Phänomene im Rahmen des Zwei- und Dreimächtekonflikts besprochen. Viele Grüße

 
Frage:   Sollten wir unserem Sohn weiterhin die Windel lassen?

Lieber Herr Dr. Posth,wenn ich es richtig verstanden habe,schreiben Sie in Ihrem Buch "V.U.z.S.",dass die Sauberkeitsentwickl. völlig vom Kind ausgehen und somit selbstbestimmt sein soll.Largo empfiehlt in "Babyjahre",dass Eltern dem Kind keine Windel mehr anziehen sollen,sobald es bemerkt,dass es "muss".Es solle sich nicht daran gewöhnen, Kot u. Urin in die Windel abzusetzen,da dies später nur sehr schwer wieder abzugewöhnen sei.Ich bin nun etwas verwirrt.Unser Sohn (28 M.) bemerkt schon seit einiger Zeit,dass er "muss",zieht sich z.T.auch schon selbst die Hose aus,setzte sich auch schon (auf Nachfrage,ob er das wolle oder auch von selbst) aufs Töpfchen oder den Toilettensitz.Er hat dann allerdings nichts "gemacht".Wenn ich ihn frage, ob wir mal die Windel weglassen sollen,sagt er "Nein".Was sollen wir tun?Ihm weiter die Windel lassen,bis er von selber sagt,er will sie nicht mehr?LG

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

Hallo, es gibt der Sauberkeitsentwicklung eine Übergangsphase, in der das Kind seine Ausscheidungen merkt und dann auch anzeigt, diese aber noch nicht abschätzen kann. Das heißt, das Kind weiß noch nicht genau, wieviel Zeit es noch hat, bis der Verschlussmuskel nachgibt.
Wenn man es in dieser Phase nun animiert, schon ohne Windel zu sein, riskiert man Malheure. Mal geht es gut, mal nicht, und wenn es nicht gut geht, ist das Kind beschämt und fühlt sich leicht als Versager. Selbstverständlich gleichen verständnisvolle Eltern das aus, aber die Scham bleibt und manchmal entsteht Ekel, v.a. beim Stuhlgang.Das Kind selbst gibt seine Windel erst dann her, wenn es sich ziemlich sicher ist, Ausscheidungskontrolle zu besitzen, so wie es auch erst dann alleine läuft, wenn es sich sicher genug auf seinen Beinen fühlt. Warum einen Prozess beschleunigen, der im Leben des Menschen zeitlich nur einen Bruchteil ausmacht? Viele Grüße
PS: Entwicklungspsychologen haben hier und da etwas abweichende Meinungen!

 
Frage:   Probleme bei der sauberkeitserziehung

Meine tochter (2,5 jahre) ist seit etwa 2 monaten tagsüber (und auch fast nachts) sauber. sie wollte von sich aus keine windel mehr und geht regelmäßig und freiwillig zur toilette. die nachtwindel ist seit einer woche immer trocken. große probleme hat sie mit dem stuhlgang. sie weigert sich förmlich,ihr großes geschäft zu erledigen,weder in die toilette noch in die windel. nachdem sie am samstag wieder seit 5 tagen keinen stuhlgang hatte,habe ich ihr glycilax gegeben (milchzucker bekommt sie seit 3 wochen,das bringt aber nichts). kurz darauf hatte sie auch stuhlgang,allerdings war er sehr hart und groß und sie hat sehr geweint dabei. um ihren darm zu entlasten (hab ich im netz gelesen),hab ich ihr heute wieder ein zäpfchen gegeben und sie hatte stuhlgang,allerdings wieder mit weinen, da sehr hart und groß. was kann ich noch für sie tun? ich bin mir nicht sicher,ob es richtig ist,ihr ständig abführzäpfchen zu geben,da sie auch nur 9200 g wiegt (87 cm).trinken tut sie ausreichend.two_kis

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

Hallo, bei Verstopfungserscheinungen muß man zunächst immer versuchen, ein organisches Leiden von den psychischen Formen zu trennen. Kinder mit organischen Stuhlausscheidungsproblemen, haben in der Regel diese Probleme von Geburt an und nicht erst, wenn sie gerade sauber werden. Wenn es also bisher nie Schwierigkeiten beim Stuhlgang gegeben hat, dann liegt der Verdacht auf eine psychische Komponente nahe.
Es kommt oft vor, daß das Sauberwerden von Kleinkindern erst einmal nur ein Trockenwerden ist. Das große Geschäft wird eine Zeitlang weiter in die Windel abgesetzt. Das gelingt aber nur, wenn nicht durch erziehrische Eingriffe im Kind der Ehrgeiz geweckt worden ist, gleich komplett sauber zu werden. Ist das Kind einmal gewillt, auch die Stuhlausscheidung unter Kontrolle zu bekommen, entwickelt sich leicht die habituelle Obstipation. Und dann geschieht genau das, was Ihre Tochter jetzt an Symptomatik bietet.
Da wieder heraus zu kommen, ist nicht leicht. Das Wichtigste ist, daß man als Eltern ganz offenkundig den Druck aus dem ganzen Geschehen herausnimmt. Das Kind muß das Gefühl haben, daß es den Eltern eigentlich egel ist, wohin es seinen Stuhl absetzt, also auch in die Windel oder das Windelhöschen. Davon müssen die Eltern ihr Kind notfalls wieder überzeugen.
Setzt wieder Entspannung ein, beginnt der Prozeß des Sauberwerdens von vorne. Eine Zeitlang wird man sich notfalls mit kleinen Klysmen durchmogeln müssen, damit der Stuhl gar nicht erst so fest und hart wird. Viele Grüße

 
Frage:   Wieder Windeln

Mein Sohn ist 20M. alt und lässt sich nach dem großen Geschäft nicht sauber machen. Er weiß schon, dass in der Windel was passiert. Früher sagte er bescheid, wenn das große Geschäft erledigt war. Dann verstand er, dass die Windel dann sofort entfernt wird, und jetzt meldet er sich nicht mehr. Außerdem lügt er immer, wenn wir ihn fragen, ob er was in die Windel gemacht hat. Wenn ich sehe, dass er das gerade macht, schüttelt er den Kopf und sagt nee. Sein Geschäft macht er meistens in einem Versteck. Danach ist er bestens drauf. Wenn ich ihm sage, dass wir den Po sauber machen müssen, fängt er an zu schreien oder versteckt sich. Ich habe ihm alles erklärt. Ich zeige ihm auch, was da drin ist. Sinnlos. Ablenken bringt nichts, er schmeißt Spielsachen und Bücher mir ins Gesicht, tritt mich mit den Füßen. Geschweige von hauen, kratzen und beißen. Nasse Windeln lässt er problemlos wechseln und sagt bescheid, wenn das not tut. Bin am Ende. Ist das normal? Was kann man machen? Töpfchentraining?

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

Stichwort Sauberkeitsentwicklung
Hallo, das Topftraining wäre genau das Falsche, was Sie tun könnten. Das Problem ist dadurch entstanden, daß Sie zu früh die ganze Sauberkeitserziehung eingeleitet haben. Unter 2 Jahren schaffen es die allerwenigsten Kinder, schon zuverlässig trocken oder sauber zu werden. Sauber- und Trockenwerden ist ein neurophysiologischer Reifungsvorgang, dem ein erzieherisches Konzept nur überstülpt wird. Das war vor vielen vielen Jahren einmal verständlich, als die Windeln noch gewaschen werden mußten. Aber heute mit den Wegwerfwindeln dürfte dieses Argument nicht mehr ziehen.
Ihr Sohn spürt, daß Sie etwas von ihm erwarten, wenn er die Windel voll hat und widersetzt sich jetzt der nötigen Reinigung. Ursprünglich war ihm das nicht so bewußt und da hat es ohne Protest funktioniert. Jetzt aber ist sein Bewußtsein darauf geschärft, und er nutzt seine Macht, Sie mit seiner vollen Windel zu provozieren. Die Ausscheidung selbst nimmt er, wie alle Kinder, denen es so ergeht, in aller Heimlichkeit vor.
Der entscheidende Schritt ist jetzt, dem ganzen die Spannung zu nehmen, d.h Ihren Sohn erst einmal wieder so zu lassen, wie es vor dem Einsetzen von Sauberkeitsbestrebungen gewesen ist. Sie müssen dann abwarten, bis er von selbst kommt und seine Ausscheidungen signalisiert. Normalerweise wollen die Kinder dann ziemlich schnell sauber gemacht werden, weil ihnen die Nässe in der Windel oder der klebrige Stuhl am Po unangenehm sind. Erst wenn das sicher funktioniert, hat es Zweck, seinem Kind das Töpfchen oder die Toilette anzubieten, wobei dafür zu sorgen ist, daß die entsprechenden Orte kindgerecht gestaltet sind. Die Sauberkeitsentwicklung muß unbedingt selbstbestimmt ablaufen. Sonst bekommt man später u.U. erhebliche Probleme damit. Viele Grüße

 
Frage:   Stuhlverweigerung

Hallo!

Meine Tochter hält seit über einem halben Jahr ihren Stuhl zurück. Sie wird im Oktober 3. Mit "Sauberkeitserziehung" hatten wir noch nicht angefangen. Töpfchen oder Klo akzeptiert sie dafür auch nicht. Vom KiA heißt nur Einlauf (unter größten Tränen) und Lactulose. Auch damit hält sie 5-6 Tage an. Und ihr Stuhlgang ist nie richtig hart, wenn mal was kommt.

Die ständige schlechte laune, das auf dem Boden rum liegen und Knie zusammendrücken, das Ächzen und Stöhnen rauben mir den letzten Nerv.

Das einzige was manchmal hilft ist, sie zum Stehen zu zwingen. Aber damit ist ihr ja auch nicht geholfen.

Kann ein Kinderpsycholge einer Dreijährigen bei soetwas helfen?

ICH muß sonst bald auf die Couch, denn ihr Verhalten macht mich richtig agressiv. Ich kann ja auch nichts mit ihr und ihren Geschwistern unternehmen, weil sie immer rum"nervt" und ihre schlechte Bauchwehlaune an uns austobt.

HILFE!

Claudia

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

Hallo, zunächst ist immer zu klären, ob die Obstipation tatsächlich im Sauberkeitsalter aufgetreten ist, oder eigentlich schon von Geburt an bestanden hat. In letzterem Fall wären nämlich auch organische Störungen auszuschließen.
Das Problem, in das sich die Kinder hinein manövriert haben, liegt darin, daß sie die Bauchpresse einsetzen und gleichzeitig den Po zusammenkneifen. Dadurch kann der Mastdarm nicht entleert werden. Das Pressmanöver endet frustran.
Die eigentliche Ursache liegt aber in der Trotzhaltung. Es wird nicht nur gegen die Elternmacht getrotz, sondern auch gegen die natürlich Macht im eigenen Körper (Zwei- und Dreimächtekonflikt, s. Langstext, Teil 3).
Stuhl entleeren bedeutet mehr noch als "Wasserlassen" zur gegebenen Zeit entspannen und "rauslassen". Das aber will das trotzende Kind verhindern, um es dann selbst zu steuern. Die Natur macht mit der Verhärtung des Stuhls ihm einen Strich durch die Rechnung. Das ganze Geschehen schaukelt sich auf. Meist reagieren die Eltern auch noch streng und gezielt auffordernd und verschlimmern das Ganze noch. Dem KiA/KiÄ bleibt dann erst einmal gar nichts anderes übrig, als Mikroklist und Lactulose aufzuschreiben.
Wenn man sehr beherzt ist, kann man sich vor sein Kind setzen, das mit angewinkelten Beinen auf dem Rücken liegt und mit ihm "Po auf- und zumachen" üben. Dazu reizt man den Anus mit einem Wattestäbchen und gibt die entsprechenden "Befehle". Im Sinne der Verhaltenstherapie kann man erfolgreiches Mitmachen mit einer Kleinigkeit belohnen. ansonsten sollte man sich fragen, wie man das allgemeine Trotzproblem mit den drei Methoden Akzeptanz, Deeskalation und Intervention (s. Langtext, Teil 3) in den Griff bekommen kann. Viele Grüße

 
Frage:   Trocken werden

Hallo Herr Dr. Posth, unser Sohn (3 Jahre und 2 Monate) macht mir Sorgen, d.h. ich mache mir Gedanken, wie ich verfahren soll. Er hat schon oft gesagt, dass er keine Pampers mehr möchte, hat aber noch nie so richtig geklappt. Andauerend nasse Hosen. Nachdem er auch Töpfchen und einfacher Sitzverkleinerer nicht so toll fand, haben wir vor ca. einer Woche einen Toilettensitz mit Leiter gekauft. Er war davon auch sehr begeistert. Er hat auch an diesem Tag immer Bescheid gesagt, wenn er Pipi musste. Hat alles gut geklappt. Doch nur für diesen einen Tag. Seitdem klappt es überhaupt nicht mehr. Aber eigentlich kann er doch!! Will er nur noch nicht? Wie soll ich verfahren? Ich lasse ihn jetzt wieder mit Pampers laufen.
Vielleicht können Sie mir ja einen Tipp geben.
Liebe Grüsse, Schlomi

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

Hallo, "offiziell", d.h. aus entwicklungsphysiologischer Sicht hat ein Kind bis zum 4. Geburtstag Zeit, um am Tage trocken und sauber zu werden. Nacht ist es bis zum 6. Geburtstag. Das sind natürlich einigermaßen willkürlich festgelegte Zeiten, die aber mit Erfahrung zu tun haben. die Kinder spüren das, wann sie reif dafür sind. Da sie aber unter sozialem Druck stehen, weil es Ihnen verbal schon abverlangt wird, oder auch nur, seil andere Kinder in ihrem Alter schon trocken und sauber sind, wollen sie es manchmal früher. Aber die Regulationsmechanismen funktionieren noch nicht einwandfrei. Und dann geht es eben immer wieder in die Hose. Das aber werten diese Kinder, ob sie als Eltern etwas sagen oder nicht, als Misserfolg und Blamage und speichern es in diesem Sinn in ihrem Kopf ab. Damit ist erst einmal der Anlauf auf ddas Trocken- und Saubersein misslungen.
Man kann diesen Kindern nur helfen, in dem man sie von ihrer Selbstüberforderung erlöst und ihnen erst einmal wieder die Windel zurückgibt. die Kinder sind letztendlich dankbar dafür und versuchen es regelmäßig zu einem späteren, dann vermutlich besseren Zeitpunkt, noch einmal. Viele Grüße

 
Frage:   Großes Geschäft noch in die Windel

Guten Tag Herr Dr. Posth

Ich haben mal eine Frage sauber werden.Basti (05/2001) ist tagsüber trocken, er sagt wenn er pullern muss und/oder geht selbständig auf die Toilette.Wenn er aber kackern muss verlangt er eine Windel und weigert sich aufs WC zugehen.Wenn ich ihn frage warum er ES nicht auf dem WC machenmöchte, sagt er das er Angst hat das er reinfällt( die hat er doch beim pullern auch nicht?!).Ich weiß mir keinen Rat mehr, das er wirklich angst hatreinzufallen glaube ich nicht so richtig, weil es mit dem pullern ja klappt.Er will nicht nur in die Windel kackern sondern sie dann noch ewig umbehalten(er macht ein furchtbares Theater wenn ich sie ihm gleich abmachen möchte).
Haben sie vielleicht einen Rat?

Vielen Dank

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

()
Hallo, der Akt des Trocken- und Sauberwerdens ist nicht ganz derselbe und findet oftmals nicht gleichzeitig statt. Während die Urinausscheidung sehr schnell, wenn nicht von Anfang an mit einer positiven Leistung des Selbst verbunden wird, sehen die Kinder in der Stuhlentleerung auch negative Aspekte. Zunächst glaubte man, es hänge mit dem Nicht-hergeben-wollen des Produktes Stuhl zusammen. Ich glaube aber eher, daß es etwas mit "Ekel" vor dem Aussehen und dem Geruch zu tun hat, der erst überwunden werden muß (Naturprinzip). Beim Gewickeltwerden überläßt das Kind die Beseitigung noch ganz der Mutter usw., beim Gang auf die Toilette oder das Töpfchen wird es aber mit seiner Ausscheidung konfrontiert. Daher ist es wichtig für Eltern, gerade auch den Stuhlgang neutral und mit einer gewissen Anerkennung zu quittieren. Durchaus sind auch Erklären auf einfachstem Niveau sinnvoll, wie "das ist das, was der Körper nicht gebrauchen kann, aber auch nicht behalten; das wäre ungesund". Wenn tatsächlich Angst vor dem Fortspülmechanismus in der Toilette aufkommt, wählt man besser ein Töpfchen. Aber immer sollte man warten, bis das Kind freiwillig aufs Klo geht. Auf keinen Fall darf man es zu überreden versuchen oder gar zu zwingen. Selbstbestimmtheit ist die unbedingte Devise. Viele Grüße

 
Frage:   Mein 4-jähriger sohn macht sein großes geschäft nur in die windel ...

Lieber Herr Doktor Posth!

Mein Sohn Paul wurde Ende März d.J. 4 Jahre alt und macht sein großes Geschäft nur in die Windel. Vor Weihnachten hat Paulchen gemeint, auf unsere Frage "wann er denn aufs Klo Gacki machen gehen will", zu Weihnachten. Zu Weihnachten haben wir es dann probiert, aber er hat am Klo sitzend so bitterlich geweint, dass wir es wieder gelassen haben. Ich habe auch schon öfters versucht, mit ihm darüber zu reden, warum er Angst habe groß aufs Klo zu gehen, denn beim lulu gehen gibt es keinerlei Schwierigkeiten. Da wird überall wo es möglich ist "gestrullert". Er meinte, er hätte Angst hineinzufallen und dass es so spritzen würde, wenn das Gacki hineinfällt ... all diese Ängste habe ich versucht ihm zu nehmen, aber leider bis dato ohne Erfolg.
Haben Sie einen Tipp für mich?

Vielen herzlichen Dank im voraus!!

Barbara Zwölfer

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

Hallo, vielleicht sind diese "Ängste" ein Vorwand für das, was er nicht erklären kann, nämlich, dass er sich erschreckt vor den Ausscheidungen dieser Art und sich vielleicht sogar ekelt. Ekel ist das Gefühl, dass jetzt in dem Alter der Sauberkeitsentwicklung von Natur aus einsetzt. Viele glauben immer noch, auch Säuglinge und junge Kleinkinder ekelten sich schon. In Wirklichkeit aber verziehen sie nur ihr Gesicht und spucken aus, wenn ihnen etwas zu bitter schmeckt, Gerüche zu scharf sind oder Konsistenzen zu unagenehm erscheinen (also gustatorische oder haptische Aversion). Aber der Stuhl löst Ekel aus, weil die Natur damit bezweckt, dass der Mensch seine Ausscheidungen meidet (Grund: z.B. Verbreitung von Krankheitskeimen).
Aber alle Kinder überwinden eines Tages ihren Ekel, man muss ihnen nur Zeit geben, sich an ihre Ausscheidungen zu gewöhnen. Sie sehen ja am Vorbild der anderen, dass es ein richtiges Verhalten zur Ausscheidung gibt und dass alle anderen Menschen damit zurecht kommen. Ein Toilettensitzverkleinerer sollte ihm aber auf jeden Fall angeboten werden und gegen Spritzen bei Tiefspülern gibt es eine Lage Klopapier. Viele Grüße

 
Frage:   Sauberwerden gerne an alle

Hallo, meine Tochter ist jetzt 26 monate wie kann ich Ihr das beibringen das aufs Töpfchen geht ich bin ratlos wenn ich Sie frage ob sie pipi oder gaga muß sagt sie immer nein obwohl sie dann in die Windeln macht. Was soll ich nuir machen?

Danke im vorraus schon


Liebe Grüße Manuela

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

Liebe Manuela, wenn Sie mein Forum schon länger verfolgen, dann müssten Sie wissen, dass man das Trocken- und Sauberwerden erzieherisch überhaupt nicht einleiten muss. Das Trocken- wie Sauberwerden unterliegt einem Reifungsprozess, der ganz von allein zum Tragen kommt. Wenn das Kind spürt, dass es bei ihm soweit ist, dann zeigt es das von sich aus. So meldet es als erstes regelmäßig, wenn die Windel voll ist und möchte bald gewickelt werden. Dann zeigt es den Vorgang der Ausscheidung an und erst danach kann es sich rechtzeitig melden. Irgendwo um diesen Zeitpunkt herum ist der Augenblick gekommen, dem Kind die Ausscheidung auf das private Töpfchen oder die kindgerechte Toilette vorzuschlagen. Das geht dann am Anfag noch ein paar Mal schief, um dann für immer kein Problem mehr zu sein. Nachts wartet man einfach auf regelmäßig trockene Windeln am Morgen. Das Erreichen der höheren Stufe auf der sozialen Leiter ist dem Kind Befriedigung und Lob genug. Das braucht man nur anzuerkennen. Im gezielten Suchlauf unter Sauberkeitserziehung finden Sie noch zahlreiche Antworten zu diesem Thema. Viele Grüße

 
Frage:   Schon aufs Töpfchen?

Hallo Dr. Posth,

ich habe mal eine Frage zum Sauberwerden meiner Tochter (19 Mo.) Seit ca. 3 Monaten sagt sie es jedesmal, wenn sie ihr großes Geschäft in die Windel gemacht hat. Jetzt habe ich schon von mehreren Bekannten gehört, dass ich sie schon aufs Töpfchen setzen soll.

Ist das nicht noch zu früh dafür? Ab wann ist es sinnvoll, damit zu beginnen?

Sie sagt es ja erst, nachdem sie ihr Geschäft gemacht hat und nicht vorher. Und wenn sie Pipi macht, sagt sie das garnicht.

Danke schonmal für Ihren Rat und freundliche Grüße,
SweetApple

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

Hallo, wenn die Kinder ihren Stuhlgang oder die Urinausscheidung signalisieren ist das der erste Schritt zum Sauber- und Trockenwerden, aber eben nur der erste Schritt!(Stichwort "Sauberkeitserziehung") Jetzt direkt sein Kind aufs Töpfchen oder den Kinderklositz zu setzen wäre ein übereiltes Handeln und geht mit Sicherheit erst einmal schief. Aber man sollte seinem Kind jetzt das Töpfchen schon einmal hinstellen zum "Probesitzen" oder ihm die Toilette zeigen, wo man die Windel ja ohnehin im Windeleimer entsorgt. Ist diese Verbindung geschaffen, setzt man sein Kind nach dem "Geschäft" zur Übung noch einmal auf das Töpfchen. Das alles kann sich in wenigen Tagen abspielen. Denn in aller Regel kommt vom Kind dann das Begehren, bei der Ausscheidung das Töpfchen, etc. aufzusuchen. Auch wenn es anfangs noch manchmal daneben geht, ist das Wesentliche aber schon getan. In der Regel setzen aber diese Entwicklungen nicht vor dem zweiten Geburtstag ein. Ein bewußtes Topftraining bereits im zweiten Lebenjahr muß man nach neuesten entwicklungspsychologischen Erkenntnissen ganz eindeutig ablehnen. Viele Grüße

 
Frage:   Sauberkeitserziehung

Sehr geehrter Dr. Posth,
mein Sohn ist jetzt zweieinhalb (Geburtstag 23.11.2003) und ich habe eine Frage zum Töpfchentraining.
Ich habe gelesen, dass ich einfach die Windel weglassen und ihn ohne rumlaufen lassen soll. nach ca. 5-10 Tagen hätte er den "Dreh dann raus". Mein Sohn geht in den Kindergarten und ich wollte eigentlich vermeiden, dass er dort in die Hose macht, weil es ihm sicherlich unangenehm vor den anderen Kindern ist. Viele seiner Freunde sind bereits ohne Windel.
Danke für Ihren Rat + Grüße

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

Hallo, den Begriff Topf- oder Töpfchentraining sollte es gar nicht mehr geben. Sauber- und Trockenwerden sind Reifeschritte im menschlichen Gehirn, die ganz von selbst einsetzen. Das bedeutet, daß man als Eltern einfach abwartet, bis das Kind von sich aus signalisiert, die Windel voll zu haben. Die allermeisten Kleinkinder empfinden die volle Windel plötzlich als unangenehm und möchten dann schnell gewickelt werden. Die Urinausscheidung wird von den Kindern sogar im Beginn registriert. Das ist das Startsignal. Jetzt kann man hingehen, und den Säuberungsvorgang mit einem Töpfchen oder verkleinerten Toilettensitz in Beziehung bringen. Das Kind darf dann probesitzen. Da natürlich jetzt nichts mehr kommt, wird der Erfolg ausbleiben, was man nicht weiter kommentiert. Beim nächsten Mal geschieht dasselbe. Mit der Zeit, die manchmal nur wenige Tage dauert, kommt das Kind immer rechtzeitiger und möchte aufs Töpfchen. Wenn es gelingt sind anerkennende Worte angebracht, keine Belohnungen. Die Belohnung für das Kind ist sein Erfolg und sein sozialer "Aufstieg". Der muß allerdings gewürdigt werden. Im gezielten Suchlauf gibt es unter "Sauberkeitserziehung" weitere Antworten. Viele Grüße

 
Frage:   Trocken werden

Hallo Dr. Posth,

unsere Tochter (18 Mon) sagt seit ca. 2 Wochen immer "Pipi" und klopft auf ihre Windel, wenn sie Pipi oder Aa in die Windel gemacht hat. Sie ist auch sehr interessiert, wenn ich auf Toilette gehe. Reicht mir dann immer das Klopapier und guckt wie weggespült wird.
Ich finde sie noch ein bißchen zu jung, um mit dem Töpfchen anzufangen. Was meinen Sie? Sollten wir da schon was unternehmen? Oder wie sollen/können wir sie sonst unterstützen?

Vielen Dank und viele Grüße, May

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

Liebe May, das, was Sie bei Ihrer Tochter im Alter von 1 1/2 Jahren feststellen, isnd die Anfänge des Trocken- und Sauberwerdens. Es geht los mit dem Bemerken. Aber der Weg vom Bemerken bis zur rechtzeitigen Wahrnehmung und Kontrolle über die Auscheidungsfunktion ist noch relativ weit. Dazu müssen im Gehirn viele neue Bahnen und Netzwerke geschaffen werden. Und dafür braucht das Kind Reifezeit auch und v.a. soziale. Sie können also einfach getrost abwarten und brauchen nur die Signale und Wünsche Ihrer Tochter beachten. Sie wird im besten Falle sogar von sich aus sagen, wann sie keine Windel mehr braucht. Viele Grüße

 
Frage:   Trocken werden

Seid ca. 6 Monaten gehen wir mit unserer Tochter (wird im August 3 Jahre) Morgens, Mittags und vor beim Schlafen auf die Toilette. Wenn sie groß muss sag sie auch schon über den ganzen Tag bescheid. Seit ca. 2 Monaten hat sie über den Tag auch keine Pampers mehr um, ich gehe dann auch öfftes mal mit ihr auf die Toilette. Leider sagt sie meistens erst dann bescheid, wenn sie schon Urin in der Hose gemacht hat. Was kann ich tun? Wie lernt sie den Urin aufzuhatten?
Danke in Vorraus

Mit freundlichen Grüße

Tanja Riedl

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

Liebe Tanja Riedl, Sie müssen verstehen, dass Ihre Tochter den bewusstseinmäßigen Schritt zur Steuerung ihrer Ausscheidungsfunktionen noch nicht vollständig vollzogen hat. Das ist auch in ihrem Alter noch nicht gefordert. Grundsätzlich ist es so, dass die Reifungsschritte zum Trocken- und Sauberwerden vom Kind ganz allein erkannt und dann auch umgesetzt werden. Letztlich steht dahinter ein genetisches Programm. Das durch erzieherische Maßnahmen zu beschleunigen führt zu Konflikten. Denn das Kind kann das einfach noch nicht, was der Erzieher da von ihm verlangt (nur automatisiertes Abpassen des Ausscheidungsvorgangs gelingt dann).
Da das Kind aber gefallen möchte, erlebt es sein Misslingen als Versagen. Und das hält einen Konflikt im Kind wach, der später in anderen Konflikten zum Wiedereinnassen führen kann. Geben Sie Ihrer Tochter noch etwas Zeit! Erst wenn sie rechtzeitig sagen kann, dass sie muss, braucht sie keine Windel mehr. Sollte sie jetzt die Windel nicht mehr akzeptieren (sozialer Rückschritt), bieten Sie ihr ein Windelunterhöschen an, bei dem es noch schief gehen darf. Viele Grüße

 
Frage:   Sauberkeitserziehung

Hallo, Herr Dr. Posth!

Mein Sohn ist 3 J. 9 Mon. und geht seit August'07 in den KiGa, er fühlt sich sehr wohl da. Er ist jetzt auf dem Weg sauber zu werden, leider habe ich in der Hinsicht viel falsch gemacht (zu früh angefangen, mit viel Überreden, was von ihm natürlich als zu viel Druck empfunden wurde: er weigerte sich auf Toilette zu gehen und sich sauber machen zu lassen, hatte mit Verstopfung reagiert. Dann hatte ich das wieder seingelassen.)Jetzt hat er seit 2 Wochen keine Windel mehr an (dieser Schritt wurde wieder von mir eingeleitet, aber mein Sohn war diesmal einverstanden) und geht gerne aufs Klo, allerdings muss ich ihn immer dran erinnern. Er freut sich immer, wenn die Hose trocken bleibt, und ich lobe ihn und sage, wie stolz ich auf ihn bin. Nachtwindel ist auch trocken morgens. Können wir weiter so vorgehen oder soll ihm ich für den KiGa diese Pants anziehen, um die Peinlichkeit zu vermeiden, wenn doch was in die Hose geht?

Vielen Dank im Voraus!

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

Hallo, beim Trocken- und Sauberwerden gibt es immer 2 Probleme, erstens das organische, das der körperlichen Reife unterworfen ist, und zweitens das psychosoziale, dass einer ungestörten emotionalen Entwicklung entspricht.Beides geht Hand in Hand und zeigt keinerlei Probleme, wenn man der natürlichen Entwicklung ihren Lauf lässt und als Eltern nur reagiert und nicht agiert. Ist das Kind aber im Zwei- und Dreimächstekonflikt gefangen (s. Langstext, Teil 3, link oben links), dann wird es schwierig, das Rad wieder zurückzudrehen. Die Tatsache, dass Sie Ihren Sohn zur Toilette immer noch schicken müssen, beweist, dass er psychosozial noch nicht ganz auf dem erwünschten Entwicklungsstand ist. Im Ki-ga scheint das nun aber nicht zu funktionieren(?). Insofern wäre da tatsächlich noch ein Windelunterhöschen angezeigt, denn die Blamage des Einnässens oder Einkotens in der sozialen Gemeinschaft wirkt sich sehr ungünstig auf das Selbstwertgefühl des Kindes aus. Viele Grüße

 
Frage:   Sie möchte ihren stuhlgang nicht hergeben! 3 jahre "keine verstopfung"

Halllo
dieses problem haben wir schon seit fast seit 8 monaten dass meine kleine seit sie keine pampers mehr trägt sie keinen stuhlgang machen möchte..
ich habe alles probiert....pampers angeboten...spielchen gemacht...buch gelesen...zur ablenkung..............usw....
inzwischen ist es sooooo schlimm geworden meine nerven und ihre sind am ende...alle 2-3 tage den ganzen tag am weinen...der stuhl kommt aber sie hält ihn fest......wenn ich schimpfe und sie drauf setze nach 2 tage weint sie bitterlich und ist gezwungen es loszulassen......
ich bin verzweifelt...mein kinderarzt hat immer dieselben antworten parat...
nun möchte ich wissen zu wem ich mit ihr gehen kann..damit die ursache gefunden wird...ich habe nicht mehr die kraft zum experimentieren..was halten siie von einem psychologen ??? ich brauche strikte anweisungen um nicht noch mehr falsch zu machen...ich weis nicht ob ich schuld bin dass es überhaupt so weit gekommen ist...ich brauche dringend eine lösung...
sollte ich es vielleicht komplett ignorieren..?? denn diese sache ist so aufgebauscht habe ich das gefühl das nur der begriff kaka sie in panik versetzt...
bitte um rat!!!!!!!!
danke

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

Hallo, Sie schildern nur den momentanen Zustand, aber nicht die Entwicklung dorthin. Der momentane Zustand entspricht dem, was man in der Medizin als habituelle Obstipation bezeichnet. Der häufigste Grund hierfür ist ein zu früher Beginn mit der Sauberkeitserziehung. Das Kind benutzt das Einhalten des Stuhls als Durchsetzung seines Willens, was ihm aber schlecht bekommt, da der Stuhl die Eigenschaft hat, im Enddarm hart zu werden und dann bei der Ausscheidung Schmerzen zu bereiten. Das Ganze ist also eine Art Betriebsunfall, denn die Durchsetzung des Willens hat mit etwas ganz Anderem zu tun als mit der Ausscheidung. Nur weil man dem Kind durch zu frühes Sauberkeitstraining die Möglichkeit an die Hand gegeben hat, sich auch hier durchzusetzen (aber eben mit Nichtausscheiden), entsteht dieses Problem.
Organische Probleme hätten auch schon in den ersten 3 Lebensjahren auftreten müssen. die einzige chance aus dem Dilemma herauszukommen ist, dem Kind seine Windel wieder zurückzugeben und es ganz allein bestimmen lassen, wann es ausscheidet. Wenn dann der kreisaschlus durchbrochen ist, wird Ihre Tochter eines Tages von sich aus sagen, dass sie keine Windel mehr braucht. Viele Grüße

 
Frage:   Gleich 2 Fragen

Hallo Herr Dr. Posth !
Ich habe gleich zwei Fragen, für die ich im Suchl. noch keine passende Antworten gefunden habe.

1.Mein Sohn ist 2,8 Jahre, er ist noch nicht sauber,sagt aber oft Bescheid, wenn etwas Großes gekommen ist. Ist das das erste Zeichen zum Sauberwerden? Kann man ungefähr sagen, wie lange es erfahrungsgemäß dann noch dauert, bis er sauber ist?Ich lobe ihn immer,wenn er mir sagt,daß etwas gekommen ist,aber das scheint ihn kaum zu beeindrucken.Verhalte ich mich mit Lob richtig, oder sollte ich dazu lieber gar nicht sagen? Wenn ich Tö oder Toi anbiete,möchte er aber nicht daraufgehen und ich sage ihm dann, dass es ok ist, und er erst drauf gehen kann, wenn er selbst möchte.Ist das ok so?

2.Meine Tochter 11 Mon.kann noch n. krabb.,aber robben. Aber sie tut das ganz ohne Beineinsatz,das sieht aus als wären ihre Beine wie gelähmt.Ist das normal so oder robben Babys normalerw. mit Beineinsatz ?Den 4-Füßl.stand schafft sie auch nicht.Was kann ich tun um sie zu fördern?

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

Hallo, zu Ihrer ersten Frage: Es stimmt, daß das Melden der vollen Hose der erste Schritt ist hin zur Sauberkeit. Meist wird der Stuhlgang eher signalisiert als der Abgang von Urin. Trotzdem gelingt das Sauberwerden () und Trockenwerden am Tag meistens ziemlich gleichzeitig. Häufig wird das Töpfchen oder Toilette für das kleine Geschäft sogar um einiges früher akzeptiert als für das große. Es ist richtig, wenn Sie durch lockeres Anbieten die Verbindung von Ausscheidung und Gewickeltwerden und dem Gang zur Toilette herstellen. Eines Tages kommt dann das Signal so rechtzeitig, daß es noch reicht, Töpfchen oder Klo aufzusuchen. Erst jetzt ist ein dickes Lob tatsächlich angebracht. Das "Melden" ist noch ein gewöhnlicher Entwicklungsschritt. Viele Grüße

 
Frage:   Sauber werden

Hallo, meine Tochter ist 30 M. alt u.trägt noch d. Windel. Wir drängen sie nicht zum Sauberwerden. Sie geht des Öfteren aufs Töpfchen, macht auch Pipi -klappt schon lange. Jedoch nicht sehr regelmäßig.
Es ist so, dass sie häufig von sich aus sagt, sie möchte keine Windel mehr. Ich sage dann nur, okay, aber dann musst du Pipi aufs Klo machen. Ihre Antwort: Nein ! - aber Windel will sie nicht.

Wenn ich sie dann weglasse, klappt es 1-2x dass sie Pipi geht, aber nur nach xmal nachfragen, ob sie denn muss. Es heißt immer Nein! Dann merke ich, dass sie sich an den Schritt fasst und klemmt. Wenn ich das sehe, sage ich ihr es und möchte mit ihr aufs Klo - aber sie wehrt sich und weint - zwingen will ich sie ja nicht. Dann geht es in die Hose. Leider hatte wir auch schon zwei Unflälle mit großem Geschäft, was nicht gerade angenehm ist - für beide nicht.

Es scheint ihr auch nichts auszumachen, dass sie in die Hose gepieselt/gekäckert hat. Sie meldet sich nicht.

Wie sollen wir reagieren

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

Hallo, fast immer steckt doch ein gewisser Druck zum Trocken- und Sauberwerden hinter solchen Verhaltensweisen. Dieser Druck kann, wenn nicht durch die Eltern selbst, durch Verwandte ausgelöst werden, durch größere Kinder, die als Vorbild hingestellt werden und immer häufiger durch die Ki-tas, die keine Lust auf windelpflichtige Kinder haben.
Das Kind gerät jetzt in einen Konflikt. einerseits ist da der eigene Drang, den sozialen Aufstieg zum Sauberwerden zu machen, andererseits fehlt noch die innere Bereitschaft, dem natürlich Druck nach Ausscheidung nachzugeben. So wird in dem Moment getrotzt, in dem die Natur die Ausscheidung aufoktroyiert (Zwei- und Dreimächtekonflikt, s. mein Langtext "das emotionale Bewusstsein", Teil 3).
Sie haben jetzt folgende Möglichkeiten: 1. Sie ziehen Ihrer Tochter ein Windelhöschen an und sprechen fortan nicht mehr davon, aufs Töpfchen/Toilette mit Sitzverkleinerer! zu gehen. (Beide "Stätten" müssen absolut kindgerecht gestaltet sein). Fällt der Druck durch Sie weg, kann sich Ihre Tochter besser auf den Ausscheidnungsdrang einlassen und geht mit der Zeit zur Freiwilligkeit über. Gehen es daneben, landet es im Windelhöschen. Oder, Sie beginnen das sogenannte Schick-Prinzip. D.h. Sie überwachen Ihre Tochter hinsichtlich der Ausscheidung und schicken Sie in regelmäßigen Abständen auf die Toilette. Dort soll sie dann solange warten, bis die Auscheidung kommt. Sie dürfen Sie also nicht zu oft schicken. Auf der Toilette sollten Spielzeug und Bilderbücher auf sie warten. Der Erfolg wird mit freundlichen Worten von Ihnen gelobt. Wenn Sie schon in den Ki-ga geht, muss das Prinzip dort übernommen werden. Viele Grüße

 
Frage:   Mama, hab Kacka gemacht

Hallo,
mal eine Frage zur Sauberkeitsentwicklung. Mein Sohn ist im Juni 5 geworden, hat kurz nach dem 5. Geburtstag nachts die Windel abgelegt, klappt bislang problemlos. Die Windel war vorher schon lange trocken, er wollte sie aber immer noch. Tagsüber ist er trocken und sauber seit er ca. 3 1/2 oder 3 3/4 ist. ABER: wenn er Kacka gemacht hat, ruft er nach mir oder dem Papa, wer halt gerade verfügbar ist, daß er ihm den Po abwischt. Dabei hat er feuchtes Klopapier in Reichweite und ich meine, er könnte das so langsam selber. Ich kann ja gerne nachwischen, aber er probiert es nicht mal. Wenn ich sage, probier es doch mal selber, dann sagt er, ich mag nicht, ich finde das eklig. Wenn ich dem kleinen Bruder die Windel wechsele, findet er den Geruch auch eklig und beschwert sich über den Gestank.
Ab wann sollte sich ein Kind den Po nach Stuhlgang selber abputzen, und wie ist das Ekelempfinden zu interpretieren? Alles "normal"?
Danke und Grüße von Silke

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

Liebe Silke, das Ekelempfinden ist sicher normal und von der Natur auch so gewollt. Denn Hygiene und Reinlichkeit müssen um der Gesundheit willen vom Menschen erlernt werden und dazu bedarf es gewisser Anstöße. Was die Menschheitsgeschichte zu dieser Sache zu erzählen hat, ist hochinteressant und führt direkt von der "Primitivität" zur Zivilisation. Aber dafür ist hier nicht das Forum.
Wie stark der Ekel ist, den Kinder vor ihren Ausscheidungen empfinden, hat viel mit Geruchsempfindlichkeit und Erziehung, aber auch mit Erfahrung zu tun. Das Bedürfnis, den Po abgewischt zu bekommen, ist natürlich und reicht bis zum Schulalter. Erst dann mischt sich in den Ekel auch die Scham, von einem Anderen beim Stuhlgang gesehen zu werden oder die "Verschmutzung" am eigenen Körper von einem Anderen beseitigen zu lassen. Also hier beginnt dann ein neues Kapitel der Selbständigkeit, genannt Intimität. Viele Grüße

 
Frage:   Sauber werden

Guten Tag Dr. Posth, wir haben mit unserem Sohn 3 Jahre 2 Monate ein Sauberkeitsproblem. Er ging selbständig zum Töpfchen ca. drei Wochen bevor er in den Kindergarten ging (wurde Ende März drei und geht seit April in Kiga). Er war auch teilweise nachts schon trocken. Kurz vor seinem ersten Tag hatte er eine Blasenreizung und konnte nicht mehr kontrollieren, so schickte ich ihn mit einem Windelhöschen. Im Kiga ging er weiterhin selbständig auf Toilette, zu Hause aber nicht mehr, Kindergärtnerin machte den Vorschlag ihn ohne Windel zu schicken, seitdem hat er auch im Kindergarten eingenässt, ist dort auch nicht mehr selbständig auf die Toilette. So haben wir ihm wieder die Windel angezogen und darauf gewartet daß er sich selbst entscheidet. Haben drei Wochen später das gute Wetter am Pfingstwochenende genutzt ihn draußen ohne Windel springen zu lassen, hat gut geklappt. Aber die ganze letzte Woche hängt sein sauber sein davon ab ob wir es rechtzeitig mit ihm auf die Toilette schaffen. Ansonsten läßt er laufen und lacht uns dabei frech an. Mittlerweile sind wir total genervt und schimpfen tun wir auch vermehrt obwohl das natürlich kontraproduktiv ist. Die Situation ist total verfahren. Er will sich wohl die Aufmerksamkeit bewahren. Aber sollen wir ihm nun wieder die Windel geben? Das wäre dann schon das zweite Mal. Bitte haben Sie einen Rat? Gruß, Regine

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

Liebe Regine, mit dem Sauberwerden ist ein sozialer Reifesprung verbunden, den die Kinder automatisch immer dann machen, wenn sie ganz eigenständig entscheiden können, wann sie trocken und sauber werden. Das ist leider bei Ihrem Sohn, zuletzt noch die falsche Beratung aus dem Kindergarten, durcheinader gekommen. Mit dem nackt Herumspringenlassen verbindet ein Kind nicht automatisch das Bedürfnis trocken und sauber zu werden. Da alle nun um es herum darauf warten,wann es losgeht und dann hektisch mit ihm auf Toilette rennen, wird daraus ein zwiespältiges Manöver zwischen Gaudi und Ausscheidungsdruck. Das Kind versteht oft überhaupt nicht, warum es eigentlich geht.
Nun ist es schwer, wieder den Anfang zu finden. Aber es wird vermutlich nicht anders gehen, als noch einmal den Rückwärtsgang einzuschalten und die windel wieder anzulegen. Dann aber sollte ihr Sohn ganz allein entscheiden, wann er den nächsten Start in die Sauberkeit unternimmt. Viele Grüße

 
Frage:   Ratlos wegen Sauberkeitserziehung

Lieber Dr. Posth,
ich bin ratlos in Bezug auf die Sauberkeitserziehung meiner Tochter (2 ¾). Vor 3 Wochen beschloss sie,keine Windel mehr zu brauchen.Leider läuft seitdem alles in die Hose.
Im Urlaub (1 Woche)habe ich ihr Windelhosen angezogen, und wenn wir länger unterwegs sind auch (selten). So hat sie nun vor und nach dem Urlaub je eine Woche geübt (ziemlich lange?).Dazu kommt, dass sie nicht bereit ist, auf die Toilette zu gehen. Befragt, ob sie mal muss, sagt sie immer nein, und einfach draufsetzen lässt sie sich auch nicht.
Ich hoffe nur, dass ich in meinen manchmal ungeduldigen Reaktionen nicht schon zuviel Druck ausgeübt habe.Inzwischen bin ich fast geneigt, zur Windel zurückzukehren, befürchte aber, ihr damit zu vermitteln, sie habe versagt, oder es sei nicht wichtig, sich die Windel abzugewöhnen.
Wie lange kann das Trockenwerden dauern? Haben wir schon was falsch gemacht? Und wie geht man weiter vor?
(Kurzfassung verständlich?) Danke und freundliche Grüsse
Sibylle

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

Hallo, zwar werden sehr viel Kinder tagsüber mit etwa 2einhalb Jahren trocken und sauber, aber das trifft nicht auf alle zu. Prinzipiell hat ein Kind bis zum Alter von 4 Jahren damit Zeit. Sie müssen also überhaupt nicht ungeduldig werden. Und wie Sie richtig schreiben, ist seitens der Eltern ausgeübter Druck wenig förderlich. Im Gegenteil, die Kinder versuchen dann schon etwas, für das sie in Wahrheit noch nicht reif sind. Das zwangsläufig einsetzende Versagen nagt am Selbstbewußtsein, aber nicht die Entlastung durch die wieder eingeführte Windel. Im Falle Ihrer Tochter wäre das im Moment die beste Lösung. Das sollte jedoch mit dem Angebot geschehen, jederzeit von allein! den Prozeß wieder in Gang zu bringen. Töpfchen oder Toilette müssen dafür einladend sein. Sie sind natürlich Grundbedingung für den Sauberkeitsprozeß. Wenn weder das eine noch das andere akzeptiert wird, ist es noch zu früh für einen Anfang. Viele Grüße

 
Frage:   Immer noch gibt es Probleme mit dem sauber werden wie kann ich damit umgehen?

Hallo
Meine Tochter ist 3,9 Jahre alt und es gibt noch immer Probleme mit dem sauber sein. Sie war Frühchen mit 36+0 und ist die Älteste von 3 Kindern (Geschwister 2,5 und 1 Jahr). Sie hat seit Juli keine Windel mehr an, wollte es auch nicht mehr aber oft geht etwas daneben. Beim Pipi wartet sie meist bis zuletzt, so dass meistens ein paar Tropfen ins Höschen gehen, oft muss man sie daran erinnern. Ab und zu macht sie sich auch noch komplett nass. Das große Geschäft hat zwischendurch sconmal sicher geklappt. Im Moment ist es so, dass sie oft morgens das Geschäft macht solange sie noch die Nachtwindel an hat. Manchmal geht sie auf Toilette aber manchmal gehts eben auch in die Hose. Wie soll ich damit umgehen. Ich habe sicher schon Fehler gemacht, indem ich auch schon geschimpft habe, aber ich bemühe mich geduldig zu sein, sie viel zu loben wenn es klappt und habe auch schon mit Belohnung positiv verstärkt. Was ist los und wie kann ich damit umgehen?

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

Hallo, das Belohnungsprinzip allein funktioniert schlecht, solange das Kind nicht selbst von seinem Entwicklungsfortschritt überzeugt ist. Das Entscheidende bei der Sauberkeitsentwicklung ist neben der organischen Kontrollfunktion der innere Wunsch, den "Großen" gleichzutun.Denn es hat etwas mit dem sozialen Entwicklungsfortschritt zu tun, ob man rechtzeitig auf Toilette geht oder nicht. Und dieser Reifeschritt hat eine genaue Funktion im menschlichen Frontalhirn. Existieren also innere Vorbehalte oder hat das Kind noch ein großes Selbstbehauptungsproblem und fühlt sich noch gar nicht reif genug, dann gehts im wörtlichen Sinn in die Hose.
Der Miktionsaufsaufschub (nicht rechtzeitig die Blase entleeren) und das gelegentliche Einkoten sprechen dafür. Da hilft besser die "negative Reaktion2 mit quasi Zurückstufung des Kindes auf die soziale Ebene davor. Und die hieße im Extremfall wieder die Windel anzuziehen. Das aber verweigern die Kinder dann und so muss man Kompromisse finden. Der sinnvollste ist das Schickprinzip. D..h. man schickt das Kind zunächst in engem Abstand von etwa 2 Stunden zur Blasenentleerung auf die Toilette. Bleibt es dabei zwischendurch trocken, was sehr wahrscheinlich ist, dann verlängert man auf 3 Stunden, schließlich auf 4. Das Kind muss zu den Zeiten gehen, ob es will oder nicht, und wird beobachtet, ob es auch tatsächlich die Blase vollständig entleert. Nach einer gewissen Zeit ist das Kind bereit, jetzt selbstständig die Kontrolle über die Ausscheidung zu übernehmen. Die Windel für den Stuhlgang kann derweil gezielt zurückgegeben werden. Auch das führt über kurz oder lang zu freiwilligen Ausscheidung auf der Toilette. Viele Grüße

 
Frage:   Sprachentwicklung, Sauberkeitserziehung

Hallo, 1.To, 21 M spricht um die 30 Wörter, manche deutlicher, manche weniger deutlich. Sie läuft seit sie 1J ist, hüpft, ist ununterbrochen in Bewegung, spielt schon seit ihrem 14LM Als-Ob Spiele, auch Memory kann man mit ihr Spielen. Wenn ich Karten vor ihr Hinlege und ihr sage, sie soll mir dieses oder jenes Bild geben, macht sie das. Sie folgt auch sonst allen Aufforderungen, also bin ich mir sicher, dass sie gut hört. Nur diese minimale Sprachentwicklung macht mitch etwas nachdenklich. Man liest ja immer wieder, dass diese "late talker" im späteren Leben Lernschw. Ich würde dem gerne vorbeugen, nur weiß ich nicht, wie ich das anstellen soll. Was würden Sie empfehlen?
2.Wenn To in Badewanne sitzt, verlangt sie sich auf den Topf, wenn sie Harndrang spürt, außerdem sagt sie immer wenn sie Groß in die Windel gemacht hat "Kaka". Außerdem macht sie, wenn ich sie nach dem Aufstehen auf Topf setze rein. Wie soll ich weiter vorgehen od einfach nichts machen? Danke

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

Hallo, das durchschnittliche Maß für die Anzahl der sicher zugeordneten Wörter bei einem 2-jährigen Kind liegt um 50. Dabei entstehen dan automatisch die ersten 2-Wortkombinationen. Da ist Ihre Tochter nicht mehr weit von entfernt. Vielleicht sagt sie ja auch schon Mama komm oder etwas ähnliches. Wenn sie gut und richtig hört und solche Spiele mitmacht, wie Sie sie beschreiben, dann ist est einmal nicht von irgendeiner Entwicklungsproblematik auszugehen. Normen sind eine Richtschnur, um die Beurteilung eines Entwicklungsstandes zu ermöglichen, aber mehr auch nicht. Jedes Kind muss letztendlich individuell gesehen werden. Das "late talker" später im leben Sprachschwierigkeiten hätten, ist mir nicht bekannt.
Das Registrieren der eigenen Ausscheidungen ist immer der erste Schritt zum Trocken- und Sauberwerden. Aber es ist keine Aufforderung, jetzt mit entsprechenden Maßnahmen anzufangen. Wenn Wasser läuft, entwickeln mehr oder weniger alle Menschen eine gewissen Harndrang. Entweder darf Ihre Tochter ins Badewasser machen, Urin ist weitgehend steril, oder Sie nehmen sie heraus und legen Ihr kurz die Windel um. Wenn sie die Windel richtig voll hat und es ansagt, wickeln Sie sie erst einmal nur und bestätigen ihre "Meldung" mit einem kleinen Lob. Wenn das alles zuverlässig klappt, können Sie ihr ja einmal ein Töpfchen ins Zimmer stellen und einfach nur sagen, dass man das sein "Kaka" hinein machen kann. Ihr Tochter merkt selbst, wann sie die Ausscheidung selbstständig steuern kann. Viele Grüße

 
Frage:   Verstopfung

Unser Sohn 2J8M leidet seit einiger Tag unter Verstopfung. Er verkneift sich den Stuhl bis zum letzten, geht zT 4-5 Tage nicht, dann schmerzhafter fester Stuhl. Jetzt hat er gelernt kaka tut weh und geht gar nicht mehr. KiA verschrieb Movicol Junior aber bisher auch kein durchschlagender Erfolg. Was können wir tun um den Teufelskreis zu durchbrechen? Wir sind die Sauerbekeitserziehung ohne Druck angegangen, er geht nur auf Toilette wenn er möchte, wir bieten es regelmässig an, ansonsten bekommt er eine Windel.
Momentan möchte er gar nicht mehr, wir zwingen ihn auch nicht.
Er trotzt recht viel, sagt auch oft "nicht" wenn wir mehrmals was sagen, macht zT Dinge trotz nein, scheinbar provokant. Ich erlebe mich aber nicht als sonderlich streng, erkläre viel, wir machen viele verbale Kompromisse, überlege mir wo ich Trotzreaktionen von vornherein vermeiden kann.
Nutzt ein einfacher Verstärkerplan in diesem Alter schon was?

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

Hallo, wenn weder die Eltern noch Erzieherinnen oder andere Bezugspersonen das Kind zum Sauberwerden gedrängt haben, es aber trotzdem vor seiner Reifezeit trocken oder wie in Ihrem Fall sauber werden will, dann sind es häufig versteckte Vorbilder, die dieses Bedürfnis im Kind wecken. Während es bei der Urinausscheidung zunächst einmal ganz gut klappt, stellt die Stuhlauscheidung oft ein größeres Problem dar. Das Kind fängt an, sich vor seine Ausscheidungen zu ekeln und hält jetzt ein. Beim Windelwechsel war das noch keine großes Problem für das Kind, aber jetzt in der Konfrontation mit seinen Ausscheidungsprodukten im Töpfchen oder auf der Toilette bekommt es Schwierigkeiten. Es fängt an, seine Stuhlausscheidung irgendwie steuern zu wollen und gerät in den Teufelskreis, den Sie schildern.
Kommt jetzt noch ein Machtproblem dazu und fühlt sich das Kind weiter stark zum Trotz herausgefordert, vermengen sich zwei Probleme zu einer unheilvollen Mischung (s. gezielter Suchlauf unter Sauberkeitserziehung). Daher muss man das Problem, das unter der Diagnose habituelle Obstipation bekannt ist, von zwei Seiten aus angehen. Einmal das Machtproblem lösen und zum anderen die Stuhlausscheidung über einfache Klysmen und Lactuflor oder auch Movicol regulieren. Man fängt an, nach 4 Tagen Obstipation ein Mikrokliss zu geben und schraubt dann langsam tageweise die Zeit herunter. Weigert sich das Kind total, bekommt bis auf Weiteres die Windel zurück und muss wieder gewickelt werden. Viele Grüße.

 
Frage:   Sauberkeitserziehung

Leider mit 2,10 J mit sanftem Druck zum sauber werden überredet,klappte 3 Mon mäßig, dann Kigaeintritt -> Regression, demonstratives Einkoten/nässen, seitdem Windel, Thema ruht.Wenn zuhause zufällig Windel aus, klappt spontaner Toil.gang, fühlt sich aber durch volle Windel nicht gestört. Leider übt KiGa Druck aus (er soll Bescheid sagen,sonst freundl. Tadel) Führt nur zu heiml. Einkoten in Windel u. Leugnen bei Nachfrage (auch zhause, obwohl hier KEIN Druck) Bereits mehrfach im Kiga Gespräch geführt. Hab Sorge, dass Teufelskreis. Will einerseits Druck komplett rausnehmen, hab andererseits "Torschlusspanik", da schon 3,6 J und ich keine soziale Motivation bei Sohn sehe. Mit zunehmender psychosoz. Reife soll ja eigener Wunsch kommen,bleibt aber bisher aus. Kenne Langtext u. Suchlauf. Kann ich in Kiga-Urlaub neuen Versuch ohne Windel durchziehen oder wirklich eisern Eigeninitiative abwarten?

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

Hallo, bei der Sauberkeitsentwicklung sind immer zwei Faktoren zu beachten: zum einen ist es die Reife der Körperfunktionen und zum anderen die Reife der Sozialfunktionen. die Körperfunktion zu unterlaufen z.B. durch ständiges Aufs-Töpfchen-setzen oder Nachfragen beschleunigt die Reife nicht. Sauber ist dann ledigleich eine Trainingsprozess. Die soziale Reife lässt sich aber unterlaufen durch Druck oder Anreize. Ist das Kind aber trotzig-oppositionell eingestellt, dann "dreht" es den Spieß herum und benutzt die erzwungene Reife zum Protest. Aber damit schädigt sich das Kind auf Dauer auch selbst. Daher lässt man ihm am besten solange Zeit, dass es sich freiwillig dazu entschließen kann und gibt ihm solange auch die Windel. Wenn sich das Kind von allem Druck befreit fühlt, kommt es tatsächlich von alleine zu Trockenheit wie zur Sauberkeit. Sie müssen also noch ein wenig Geduld aufbringen. Viele Grüße

 
Frage:   Sauberkeit

Um Ihre Frage zu beantworten, nein, er zeigt tatsächlich kein Interesse an Toilette oder Töpfchen und was andere Kinder machen, beeindruckt ihn auch nicht. Sein Bruder (bald 7) war mit 3 Jahren spontan tagsüber trocken. Ansonsten spielt er viel mit seinem Bruder aber auch mit anderen Kindern im Kindergarten, leidet vielleicht etwas unter der Dominanz seines älteren Bruder und macht ganz oft, was dieser sagt eigent. Eigentl. Freund hat er noch nicht, ist deutlich selbstbewußter als der Ältere. Hat auch weniger getrotzt als der Ältere, aber doch deutlich, man kann aber im Allgemeinen gut mit ihm auskommen. Ich würde ihn als völlig normal beschreiben, eher sozial, und ziemlich geschickt. Was kann es sein, das hakt? Ich denke manchmal, er will das einfach ganz allein entscheiden. Wenn wir nichts sagen, würde er manchmal die volle Windel den ganzen Tag anlassen, vielleicht aus Trotz? Als ein Bereich, bei dem er mal nicht nachgibt? Und falls es so wäre, was machen? Wir sind manchmal schon ge
PS. Ich beziehe mich auf: die Frage Sauber-werden_47793- in der letzen Woche

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

Hallo, dann müssen Sie mit Ihrem Sohn öfter einmal über seine hartnäckige Verweigerung trocken und sauber zu werden sprechen. Zunächst erklärt man seinem Kind, dass mit der Ausscheidung für den Körper ungesunde Stoffe eliminiert werden. Man erklärt es seinem Kind am einfachsten mit dem Müllprinzip. Es gibt Abfallstoffe im Körper, die heraus müssen. Die Windel sei für die Säuglinge und Klekinder gedacht, die ihre Ausscheidung noch nicht merken und steuern können. Er könne das aber alles schon und sein Körper würde sich freuen, wenn die Windel jetzt tagsüber weg wäre. Gleichzeitig muss dafür gesorgt wrde, dass die Toilette kindgerecht ist und Möglichkeiten zu Beschäftigung bietet (z.B: ein bsonderes Bilderbuch). Wenn Kinder den Schritt zu einer Sozialleistung nicht mitmachen wollen, dann hilft meistens der Spielfaktor. Also Ausscheidung und Spielen schließen sich nicht aus. Aber das Spiel muss natürlich auf der Toilette sitzend stattfinden. Viele Grüße

 
Frage:   Windel-Stuhlgang

Hallo Herr Dr. Posth,
unser Kleiner 4 J. 2 Monate macht super Pipi auf der Toilette, schon fast ein Jahr, ABER "Kaka", wie es so schön bei uns heißt, will er nicht auf der Toilette machen! Ich frage ihn immer, ob er muss, er behauptet dann "Nein", sobald ich ihm aber die Pampers anlege, keine 2 Min. später, drückt er und macht in die Pampers. Manchmal sagt er auch "Mama, Pampers, ich muss Kaka machen", versuche es dann nochmal mit dem Toilettenvorschlag, aber er will es nicht. Wie kann ich am besten vorgehen ? Wie läuft ein Toilettentraining ab ? Er hatte immer festen Stuhlgang, musste immer doll drücken, liegt die abneigung daran ? Aber auch bei weichem Stuhlgang ist er nicht dazu zu überreden.

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

Hallo, das Trockenwerden eines Kindes unterscheidet sich vom Sauberwerden sicher nicht in der körperliche Reifung. Denn Mastdarm und Blase funktionieren über genau dieselben Mechanismen. Der Hauptunterscheid liegt in der Fähigkeit des Kindes zur Akzeptanz der wahrgenommenen Ausscheidung. Und Stuhlgang ist nun einmal weniger angenehmen als Urin. Was jetzt zum esten Mal im Leben so richtig zum Ausbruch kommt ist Ekel. Und dieser Ekel hemmt die Kinder, für Stuhlgang auf die Toilette zu gehen, obwohl es beim Urinieren schon klappt.
Daher setzen viele Kinder den Stuhl erst einmal weiter in der Windel ab, wo sie sich der dirketen Konfrontation entzogen fühlen.
Zwang hat nun gar keinen Sinn und verschlimmerte nur alles. Entweder man wartet geduldig ab und lässt das Kind weiter in die Windel ausscheiden, bis es von selbst auf die Toilette gehen will, oder man versucht sein Kind zu beruhigen und zu beschwichtigen und ihm die Ausscheidung von Stuhl zu erklären. Über kurz oder lang kommt dann das Kind von alleine darauf, auch für Stuhlgang die Toilette zu benutzen. Viele Grüße

 
Frage:   Einnässen

Guten Tag
Tochter (2J 7M) hat vor ca. 3 Monaten Windel freiwillig abgegeben - 24 h. Anfangs wenige "Unfälle", seit 3 Wochen nachts und Stuhlgang ohne "Pannen". Nur Urin tröpfelt fast jedes Mal zuerst ein wenig in U'hose.... was tun? (Manchmal auch ganz bewusstes Einnässen tagsüber.)

Danke für Ihre Arbeit

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

Hallo, für ein sicheres Trocken- und Saubersein fordert man 6 Monaten erfolgreich ohne Windel. Soweit ist Ihre Tochter noch nicht gekommen. Insofern zählt das noch bestehende Einnässen nicht als Wiedereinnässen. Wahrscheinlich hat sie den Mechanismus der Blasenkontrolle noch nicht richtig verstanden. Das bedeutet auch, dass sie rechtzeitig auf die Toilette oder das Töpfchen geht, damit nicht schon etwas kommt, bevor sie es dann herauslassen kann. Besprechen Sie doch ganz einfach noch einmal den Mechanismus mit ihre und gehen Sie am Anfang est einmal mit ihr auf Toilette, um zu kontrollieren, dass sie alles richtig macht. Gehen Sie so rechtzeitig mit ihr, dass es gar nicht zum Einnässen kommen kann. Viele Grüße

 
Frage:   Nachfrage http://www.rund-ums-baby.de/entwicklung/Einnaessen_48242.htm

Guten Tag Herr Posth
Ich habe noch eine Nachfrage zu Ihrer Antwort vom letzten Freitag: wir begleiten unsere Tochter sowieso auf die Toilette - also sie sagt uns, dass sie muss und möchte dann nicht alleine, sondern nur mit uns (oder einer ihr bekannten Betreuungsperson) die Toilette aufsuchen. Ist das ok?
Sie merkt es auch, wenn diese paar Tröpfchen Urin „abgehen“ - manchmal möchte sie dann aber (noch) nicht aufs Klo und kann es gut z.B. eine halbe Stunde „aushalten“, bevor sie dann (erfolgreich, also ohne tröpfeln) aufs WC geht. Woran liegt das?
Wie sollen wir uns verhalten?
Eine Blasenentzündung wurde bereits ausgeschlossen…

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

Hallo, der andere Grund, warum Kinder nicht dann, wenn sie "müssen" gleich auf die Toilette gehen, hat etwas mit der Bestimmungsmacht zu tun. Das Kind möchte selbst bestimmen, wann die Ausscheidung stattfindet und sich nicht dann bequemen müssen, wenn die Natur es will. Ich beschreibe das als den 2-Mächtekonflikt. Genau genommen trotz das Kind der Natur.
Das sollten Eltern ernst nehmen und sich überlegen, ob es vielleicht daran liegt, dass ihr Kind nicht genug "den eigenen Willen" bekommt. Also zu strenges und Grenzen setzendes Erziehen. Daran sollte dann etwas geändert werden. Das Ausscheidungsproblem erledigt sich danach von alleine. Viele Grüße

 
Frage:   Windel

Sohn (3J2M) hat noch immer Windel u möchte diese nicht hergeben. Beim Wickeln ist es wichtig, dass er sofort eine neue Windel bekommt, auch nur 1 Minute ohne Windel zu sein, ist ganz schrecklich für ihn. Er sagt, er habe Angst, dass da unten "etw herauskommt". Ich denke, dass er gerade beim großen Geschäft sehr wohl merkt, dass er muss, denn da läuft er immer ins Nebenzimmer, um es dort in die Windel zu machen. Ich dränge ihn nicht u habe jetzt das Thema lange Zeit nicht angesprochen. Langsam werde ich etw. ungeduldig. Ist es am besten, das Thema gar nie anzusprechen od wie bringe ich ihn dazu, dass er mal die Windel hergibt? Ich glaube, dass es auch im Sommer nicht klappt, da er eben nie ohne Windel sein will u sich da ganz vehement dagegen wehrt. Vorm Kindergarten sollte er halt nur schon rein sein. Wie soll ich am besten verfahren od gar nichts tun?
2.Fr. Bruder (15M) hat noch immer argen Speichelfluss u immer nasse Shirts. Normal?

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

Hallo, der Druck aus dem Ki-ga ist wahrscheinlich das Hauptproblem für die schleppende Entwicklung des Trocken- und Sauberwerdens. Ein Kind spürt, wann es reif genug dafür ist und wann es seine Ausscheidungsfuktionen bedienen kann. Drängt man es aber auf welche Weise auch immer, verliert es sein natürliches Verhältnis zur Ausscheidung und fängt an, sich zu beobachten. Das ist dann zu früh und misslingt, und der natürliche Prozess von Beherrschung der Körperfunktion und sozialer Reife gerät aus den Fugen.
Jetzt hilft erfahrungsgemäß nur noch eins, das Thema vollständig aus dem Alltagsgeschehen herauszunehmen (incl Ki-ga!). Stimmt die Eltern-Kind- Beziehung noch spurt das System wieder ein und entwickelt sich normal fort, wenn auch leicht verzögert.
Das viele Speicheln beim gut 1-jährigen Kind hängt fast immer mit den Zahnungsproblemen zusammen. Viele Grüße

 
Frage:   Sauberkeitserziehung

Hallo Herr Dr. Posth,
mein Sohn ist 27 Monate alt. Ich weiß, da ist es völlig normal, dass er noch nicht sauber ist. Trotzdem habe ich eine Frage: Mein Sohn weiß theoretisch, was man auf der Toilette/dem Topf macht. Zumindest sagt er das. Wenn er sein großes Geschäft machen muss, merkt er das, weil er das Zimmer verlässt, die Türen schließt und seine Ruhe haben will. Ich biete ihm dann an, auf die Toilette zu gehen und ihn dann auch allein zu lassen, wenn er das möchte. Aber keine Chance. Auch die Aussicht auf eine "Belohnung" interessiert ihn nicht. Ich weiß nun ehrlich gesagt nicht, wie sich das geben soll. Platzt der Knoten irgendwann von allein und wir sollten gar nichts tun? Oder gibt es irgendetwas, was wir tun können, damit er sich doch mal "traut"? Ich weiß nicht so wirklich, was richtig ist.
Vielen Dank und viele Grüße, KattaW

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

Hallo, Sie müssen Ihrem Sohn und seiner Entwicklung vertrauen. Die Kinder spüren selbst, wann sie soweit sind, Stuhlgang und Urin gezielt an gewünschter Stelle herauszulassen. Die Kinder müssen ja erst einmal das Bewusstsein dafür entwickeln, dass da tatsächlich etwas aus ihrem Körper herauskommt, das wertlos ist und entsorgt wird. Das ist ihnen bis 2 Jahre so gut wie nicht bewusst gewesen, denn das Wickeln haben sie Eltern besorgt und die Kinder haben oft gar nicht mitbekommen, was da mit ihnen gemacht worden ist. Der erste Schritt ist immer die Bewusstwerdung dessen, dass da etwas ausgeschieden wird. Aber da ist nur der allererste Schritt. Bieten Sie das Töpfchen weiterhin an, aber verlangen Sie nichts. Der Tag wird kommen, dass Ihr Sohn ganz von alleine plötzlich dieses Töpfchen möchte. Viele Grüße

 
Frage:   Trocken werden-Tochter A.(3J2M), föhliches,offenes u. kooperat. Kind,wenig Trotz

Forumsger. erz.,sprachl/rhet/gedanklich sehr weit,geht seit 02/13 in KiGa (ab 09/12 KiKr), Eingew. top.KiGa drängte auf Windlefrei,ich erst skeptisch, A. aber begeistert, trägt nun im KiGa keine W. und geht dort aufs Klo, erzählt mir auch freudig von ihren "Erfolgen". Daheim will sie aber unbedingt eine W., macht auch nicht ins Klo, muss angebl. nie. Alles (versch. Töpfchen) ausprobiert, auch mit Überraschung versucht-sie "braucht keine Überraschung".Als ich W. daheim ausließ (2-3x), nässte sie ein. Kot hält sie ein, bis sie W. anhat. Sie will inzw. auch keine Höschenwindel, sondern "richtige Windel". Ich versuche, keinen Druck aufzubauen, merke aber, wie es mich SEHR nervt, da sie wohl offensichtl. merkt, wenn Pipi u.Kot kommt,fragt,ob sie W. anhat, da sie muss o. bringt W. Machtspiel (sagte KiGa beim 1. Gespr.,ohne uns zu kennen),schließe ich aus, da bei uns Grenzen klar sind.Warum will sie zu Hause nicht auf Klo u.was kann ICH tun,um gelasener werden?

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

Hallo, klare Grenzen fordern das Machtspiel geradezu heraus. Nur wenig Grenzen reduzieren den Machtkampf. Aber das Problem ist ein anderes. Zur Windelfreiheit gehört neben der organischen Kontrollfunktion der Ausscheidungsvorgänge die innere Bereitschaft des Kindes zu sozialen Verantwortung in puncto Sauberkeit. Die lässt sich aber nicht verordnen. "Draußen" im Ki-ga unterwirft sich sich das Kind den Forderungen der Erzieherinnen. Auch wenn nicht immer mit Zwang gearbeitet wird, Druck wird auf versteckte Weise jedenfalls gemacht. Um in der Gruppe mitzuhalten und nicht negativ aufzufallen, passt sich das Kind an. Aber die soziale Reife ist noch nicht da. Also geht das Kind nach hause in seinen geschützten Raum und lebt dort den unerfüllten Teil des Reifeprozesses zu Ende. Da aber auch dort jetzt Anpassung erwartet wird, entsteht ein Konflikt. Das Verhalten Ihrer Tochter sind die Auswirkungen diese Konfliktes. Genau genommen verfällt Ihre Tochter zu Hause in eien Regression (s. gezielter Suchlauf) ausgelöst durch Anpssungsspannung oder -zwang im Ki.ga.
Beim Stuhlgang hilft ihr noch der Ekel vor der Ausscheidung in die Hose. In schlimmeren Fällen geht auch der verloren, bzw. wird umgedreht zur Provokation. Die Schlussfolgerung ist die, dass es immer falsch ist, ein Kind durch Druck oder Zwang vorzeitig zu einem Verhalten zu bewegen (aus eigener Bequemlichkeit), Sie können jetzt die Spannung nur dadurch herausnehmen, dass Sie Ihrer Tochter zu Hause die Windel lassen und ihr zu verstehen geben, dass es Ihnen nicht ausmacht, wenn sie noch weiter dieWindel benutzt. Sie dürfe selbst bestimmen, wann sie auf die Windel ganz verzichten kann. Das kann natürlich noch eine geraume Zeit dauern. Viele Grüße

 
Frage:   Verweigert nachts die windel

Hallo
Meine Grosse(3J4M) hat mit 2J6M ohne Training die Windel abgelegt. Jetzt will sie nachts keine Windel mehr. Ich moechte sie in keiner Richtung beeinflussen und es ihr ueberlassen. Da sie aber den Harndrang beim Schlafen nicht spuert und sie leider noch auf Milch vor dem Schlafen besteht, haben wir 2-3mal nasse Hosen nachts. Etwas problematisch, da sie bei uns im Doppelbett schlaeft und sich viel bewegt und die Schutzfolie nicht immer mitwandert. Ich habe das Gefuehl, dass ihr Nein zur Windel Teil ihres Nein zu Allem (besonders abends) ist und sie einfach nur auf kontra gehen moechte. Ich habe ihr angeboten, dass sie auch weiterhin auf die Windel verzichten kann, wenn sie dann Abends auf die Milch verzichtet und noch einmal auf die Toilette geht, bevor es ins Bett geht. Seit dem benutzt sie nachts wieder die Windel. Jetzt habe ich doch das Gefuehl sie zu etwas gezwungen zu haben, dass vielleicht ihrer Entwicklung entgegen steht?

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

Hallo, das Bedürfnis auf den Windelverzicht in der Nacht kommt, wenn die Windel nicht jeden Morgen trocken ist und eine Windel tatsächlich nicht mehr angesagt ist, durch irgenwelche Anreize von außen. Vielleicht hat ihre Tochter von anderen Kindern gehört, das diese jetzt nachts keine Windel mehr brauchen, vielleicht hat ihr jemand zugesprochen, sie brauche jetzt nachts keine Windel, weil sie schon so groß ist. Auf jeden Fall bewirkt die Windelfreiheit auch in der Nacht bei Kindern eine hohes positives Attribut, was sie natürlich stolz macht. Wenn es dann aber nicht klappt und jeden Morgen das Bett nass ist, dann ist die Enttäuschung groß, und statt des Stolzes stellt sich große Scham ein. Davor sollte man sein Kind bewahren.
Das heißt also, dass man nachts die Windel, egal was das Kind selbst dazu sagt, erst dann weglassen sollte, wenn sie morgens längere Zeit hineinander trocken gewesen ist. Denn erst dann ist klar, dass die Nierenfunktion die nötige Reife hat, per antidiuretischem Hormon (ADH) nachts nicht mehr so viel Urin zu produzieren. Viele Grüße

 
Frage:   Www.rund-ums-baby.de/entwicklung/beitrag.htm?id=50691&suche=trocken&seite

Hallo Dr. Posth,noch eine Frage: A. hat nun Entscheidungsfreiheit (u.ist sehr glücklich damit).Sie war erst ungläubig,sagte:"So, jetzt mach ich Pipi in die Windel"/"was machst Du, wenn ich jetzt ein Pipi in die W. mache?".Nun ist sie daheim(auch mal auswärts) ohne W. u. sagt wenn sie muss.Es ist dann genug Zeit,die W. anzuziehen,hat also Blase/Darm voll unter Kontrolle.Ich akzeptiere das natürlich(u.werde das weiterhin tun),lobe sie auch,dass sie es rechtzeitig sagt,komme aber schwer klar,da es gänzlich gg. meine(früheren)Erziehungsvorstellung steht,ich evt.nur ihre "Faulheit" unterstütze (A.ist sonst bequem,will nicht laufen,treppensteigen) u.sie mir auf der "Nase herumtanzt".Wickeln macht mir nichts aus (keine lästige Klosuche), habe aber Angst,dass ich A. in ihrer Entwicklung hemme u.was falsch mache,wenn ich nicht aufs Klo dränge.Warum ist der der Klo-Gang für sie so unmöglich?
Können Sie mich bestärken,dass ich auf dem richtigen Weg bin?

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

Hallo, wenn ich Ihnen nicht sicher sagen könnte, dass Ihre Tochter auf diese Weise aus einem großen inneren Konflikt herauskommt, dann hätte ich Ihnen diese Empfehlung nicht ausgesprochen. Dass mein Ansatz an dieser Stelle nicht den üblichen kinderpsychologischen Ansichten entspricht, ist mir klar, aber gerade deswegen ist er erfolgreich. Denn er berücksichtigt das Zwei- und Dreimächteproblem (s. mein Langtext über das emotionale Bewusstsein, Teil 3), das Kinder mit ihrem Bedürfnis nach Selbstbestimmung und dem Druck der Unterwerfung durch erzieherische Maßnahmen haben. Anders gesagt, das Reifungsproblem, das das Sauberkeitsverhalten im Laufe der ersten Lebensjahre zu einem bestimmten Alterszeitpunkt festlegt, findet auf diese Weise Berücksichtigung und wird sonst unterschlagen oder ausgehebelt. Damit aber wird der Konflikt aufgelöst, und das Kind hat so wieder die Möglichkeit, sich positiv und ganz aus freien Stücken für die Ausscheidungskontrolle ohne Windel zu entscheiden. Das geht aber vorübergehend nur mit der Doppelfunktion Windel und Toilette. Ist der Konflikt innerlich gelöst, etnscheidet sich das Kind für Toilette ohne Windel wie es "die großen" machen. Die Reifung verschmilzt mit der Funktion. Viele Grüße

 
Frage:   Sauber/Trocken werden mit über 4 J.

Mein 2. Sohn wurde Ende April 4 Jahre alt und möchte noch immer nicht aufs Klo gehen. Im Kdg. setzt er sich vor der Jause schoan aufs Klo, er war aber noch nie erfolgreich. Zu Hause setzt er sich vielleicht 1 x pro Woche aufs Klo/den Topf. Im Kdg. meinte der Psychologe, ich solle ihm mit Nachdruck vermitteln, daß er schon groß genug fürs Klo sei. Er meinte auch, er habe Nachteile in der Gruppe durch das Tragen der Windel. Der Ki-Arzt sieht kein Problem, er meinte, man richte mit Druck mehr Schaden an als man Nutzen haben könnte (Stuhlverhalten etc.). Ich hoffe, es geht über die Sommerferien. Da werde ich ihn versuchen zu überrreden, daß er im Garten ein U-Hose anzieht. Paßt das so? Ich bin mir nämlich nicht sicher, daß er merkt, wenn er Lulu machen muß. Beim Gacken weiß er es zu 90%, denn da macht er es, wenn man sagt, daß er bitte jetzt solll, da wir dann wegfahren. Schnuller ist 2 Mon. problemlos weg, er schläft aber noch bei uns. Danke Paula

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

Hallo, da würde ich auf jeden Fall Ihrem KiA zustimmen, denn mit Druck von außen verstärken Sie immer nur den inneren Widerstand in solchen Dingen. Ihr Sohn soll aber aus freien Stücken auf die Toilette gehen, weil er sich dadurch "größer" und erwachsener fühlt. Nur muss erst das Gefühl bzw. das entsprechende Bedürfnis da sein und dann erst setzt die Kontrolle ein, nicht umgekehrt. Und da scheint auch das Problem zu liegen. Ihr Sohn hat noch nicht das Bedürfnis zu den Größeren zu zählen. Die soziale Reife fehlt ihm noch. Warum das so ist, kann ich Ihnen ohne weitere genaue Angaben zu seiner bisherigen Entwicklung nicht sagen. Allerdings ist die 4-Jahresgrenze auch kein Dogma. Sie zeigt nur an, wann die allermeisten aller Kinder windelfrei sind. Und ein paar wenige brauchen aus natürlichen Gründen etwas länger.
Sie können aber jetzt mit Ihrem Sohn verhandeln und ihm erklären, was für alle angenehmer wäre, nämlich dass er keine Windel mehr braucht und auch keine Windeln mehr gewechselt werden müssen. Der erste Schritt dazu sollte sein, dass er sagt, wann er in die Windel macht, groß wie klein. Und dann müssten Sie ihm gleich die Windel wechseln, weil er sonst vielleicht einen wunden Po bekäme. So lernt er, dass Ausscheidung Unterbrechung von etwas bedeutet und Teil der Körperpflege ist. Und Sie erfahren, ob er überhaupt kontrollieren kann, was ja auch noch wichtig ist. Und dann vereinbaren Sie mit ihm, dass er sich immer früher meldet, bis es soweit ist, dass Sie ihm vor der Ausscheidung die Windel ausziehen können. Dafür dürfen Sie ihn dann loben und vielleicht auch eine kleines Geschenk in Aussicht stellen. Spätestens dann wird er vermutlich freiwillig auf die Windel verzichten wollen. Viele Grüße

 
Frage:   Mein Sohn weint beim nackt sein... baden, duschen, Töpfchen...

Hallo,

mein Sohn (1,5 Jahre) weint seit kurzem wenn er nackt ist, also beim baden, duschen oder dem Versuch ihn aufden Topf zu setzen. Er hat bis vor einiger Zeit noch gern im Wasser geplanscht, daher wissen wir nicht was los ist.
Kann es sein, dass es ihn extrem verstört hat, als er gesehen hat wie er selbst in sein Wasser gepullert hat? Er hatte gerade an sich runter geschaut und sah deutlich, wie etwas aus ihm rauslief? (bisher hat er es evtl. so bewußt noch nicht wahrgenommen, da zu kalt zum nackt rumlaufen und letzen Sommer zu klein um es zu bemerken)
Wenn das der Auslöser war, was können wir tun? Abwarten? Schwimmwindeln oder Badehose?

Viele Grüße
Jugu

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

Hallo, warum versuchen Sie, Ihren Sohn mit 1 1/2 Jahren vor der Zeit der Reife auf den Topf zu setzen? Das Prinzip des "Topfens" ist eine uralte wie auch falsche Methode, Kleinkinder frühzeitig aus dem Windelalter heraus zu bekommen. vor 100 jahren war das verständlich, wenngleich ebenso falsch. Aber heute mit den Wegwerfwindeln! Dass etwas wie Urin oder schlimmer noch Stuhl aus seinem Körper einfach so heraus kommt, ohne dass er mit seinem Willen dieses ausgelöst hat, ist in der Tat eine erschreckende Erfahrung. Das trifft zwar nicht jedes Kind, manche finden das eher belustigend, aber auf jeden Fall hat es eine nicht immer positive Wirkung auf das Kind. Da sollte man sich nichts vormachen. Am besten, Sie lassen Ihrem Sohn erst einmal weiter die Windeln und warten ab, bis er von selbst seine Ausscheidung bemerkt. Ds wird er Ihnen mit seinem Verhalten anzeigen und u.U.. sogar sagen. Erst dann kann es hilfreich sein, ihn nackt herumlaufen zu lassen und seine Urinausscheidung kokret zu bemerken, um dann aufs Töpfchen zu wollen. Viele Grüße

 
Frage:   Schlafbegleitung im Kleinkindalter

Guten Morgen, ich schrieb ihnen letzte Woche bezüglich meines Sohnes (Schlafbegleitung_52096.htm). Mir ist aufgefallen, dass dieses Verhalten (nachts nur v.Mama zu beruhigen) anfing, als er langsam sauber wurde. Im September meinte seine Erzieherin, wir versuchen jetzt die Windel wegzulassen. In der Kita klappte es sehr gut, zu Hause hat er noch ca.2Wochen gebraucht, bis er sich von allein aufs Töpfchen meldete. Das große Geschäft geht leider in d.Hose (er versteckt sich dazu/zieht sich zurück/sagt teilw:"geh weg!"). Wir ermutigen ihn/schimpfen nicht. Die Sauberkeitserziehung kann sich ja noch eine Weile hinziehen (Monate o.Jahre). Wie kann ich mir Entlastung in der Nacht verschaffen? Soll er Papa akzeptieren lernen oder braucht er mich (jetzt)? Vielen Dank für Ihre Einschätzung

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

Hallo, was leider nicht richtig gesehen wird, was aber immer zu berücksichtigen ist, ist die enorme Herausforderung für ein Kind, trocken und sauber zu werden, wenn dieser Entwicklungsschritt nicht von selbst gemäß der Reife erfolgt. Versucht man es vorzeitig, wird daraus eine Dressur. Das gelingt zwar ab einem gewissen Alter, führt aber zu Turbulenzen im Innenleben des Kindes. Die klassische Folge ist eine Regression. Und die erklärt, warum Ihr Sohn plötzlich wieder nachts nur von Ihnen beruhigt werden will. Typisch ist auch die Scheu vor der Stuhlentleerung auf die Toilette und der postwendende Rückzug zur Ausscheidung ins Versteck. Die volle Hose ist dann eine "Blamage", egal was die Eltern sagen. Denn es ist dem Kind -gewöhnlich- äußerst unangenehm, die stinkende Portion in der Hose zu haben. Und es löst beim Kind Scham aus und unterminiert das Selbstbewusstsein.
Entlastung in der Nacht können Sie nur erreichen, wenn Sie das Rad wieder zurückdrehen. D.h. Rückgabe der Windel bis zur freiwilligen Abgabe und vor allem Windel für den Stuhlgang mit anschließender Säuberung. Es kann aber sein, dass Ihr Sohn jetzt so durcheinander ist, dass er sich gar nicht mehr auf die Windel einlassen will. Dann geht es nur mit einem Windelunterhöschen. Viele Grüße

 
Frage:   Sohn,2;5,will ohne Windel sein

Lieber Dr.Posth,unser Sohn,2;5,will seit drei Monaten immer wieder ohne Windel sein-hatte Ihnen schonmal geschrieben.Nachts ist er seit einigen Wochen komplett trocken.Tags gestaltet es sich unterschiedlich,einnässen tut er so gut wie nie,aber sobald er die Hose dann runterlässt,läuft es manchmal einfach los,er kann sehr viel einhalten,meist geht er aufs Töpfchen.Er meldet sich von selber zunehmend.An trotzigen Tagen klappt es kaum.Grosses Geschäft er ins Töpfchen,schicken ihn nun aber auch regelmäßig,da er auf gar keinen Fall die Windel zurück will.Wir üben (hoffen wir) keinen Druck aus,alles geschah auf seine Impulse hin.kurze zeit pinkelte er aus töpfchen raus und fand das lustig,jetzt vorbei.So weitermachen?...er will nur Unterwäsche so wie Papa und auch nachts ohne Windel sein,was ja klappt.Was tuen?In 2 Wochen beginnt der Kiga mit sanfter EIng.:-)Danke für ihren geschätzten Rat!Sandrine

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

LIebe Sandrine, für ein erfolgreiches Sauber-. und Trockenwerden müssen sowohl die körperliche als auch die emotional-soziale Funktion reif genug sein. Das fällt nicht immer genau zusammen. So wollen manche Kinder schon früher trocken und sauber sein, als es ihnen die körperliche Reife ermöglicht. "Falsche " Vorbilder oder falsche Erziehung spielen dabei ein große Rolle. Im Falle Ihres Sohnes ist es villeicht nur der frühe Ehrgeiz, der ihn dazu anstiftet. Es klappt ja auch in meisten Fällen. So bleibt Ihnen eigentlich nur die ein Möglichkeit, immer genau mit den Zeiten darauf zu achten, wann der nächste Töpfchengang fällig sein müsste. Und dan müssen Sie Ihren Sohn schicken. Das müssten vorerst alle anderen Personen, die ihn betreuen auch so machen. Alternative wäre ein Windelhöschen, das Ihr Sohn nicht als Windel identifiziert. Das wäre eine reine Sicherheitsmaßnahme. Aber sonst können Sie so weitermachen. Viele Grüße

 
Frage:   Wann Sauberkeitserziehung beginnen

Hallo Dr. Posth,
ich bin nicht sicher, ob ich bei meiner To. (2 1/2 Jahre) nun das Thema Töpfchen angehen soll. Sie sagt Bescheid, wenn sie AA in die Windel macht, teils schon vorher, teils aber erst danach. Lässt sich willig wickeln, würde aber auch einfach weiterspielen. Möchte häufig das AA gezeigt bekommen (Interesse, kein Ekel), und wir erklären ihr dann, dass sie es nicht mehr braucht und es in den Müll kommt. Wenn sie Pipi macht, sagt sie nichts, man merkt es ihr auch nicht an. Seit ein paar Tagen setzt sie sich manchmal auf eine Spielbox und sagt "Das mein Klo.".
Ihren weiteren Antworten entnehme ich, dass man sie als nächsten Schritt nach dem erledigten Geschäft aufs Töpfchen setzen würde, sodass sie eine Verbindung zum in die Windel machen knüpft und dann nach einiger Zeit rechtzeitig davor Bescheid sagt. Ist das korrekt? Und die Windel lässt man dann weg, wenn sie sie nicht mehr will?
Sollen wir überhaupt schon anfangen?

Vielen Dank im voraus!

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

Hallo, es ist vom Alter her (mit 2einhalb) und von der Entwicklung ganz richtig, was Ihre Tochter gerade vollzieht. Sie entwickelt erst einmal Bewusstsein für ihre Ausscheidungsvorgänge, aber sie ist sozial noch nicht bereit, diese Ausscheidung eigenverantwortlich zu regeln. Sie nach der Ausscheidung aufs Töpfchen zu setzen ist gut, wenn sie mitmacht. Das sind dann Probesitzungen, die die Verbindung im Kopf zwischen Ausscheidung und Behälter, wo hinein, herstellen. Denn der Behälter war bisher unbewusst die Windel. Ob das Ganze zunächst mit Urinausscheidung oder Stuhl beginnt, ist unterscheidlich. Stuhlgang lässt sich aber besser kontrollieren. Mit der Zeit wird Ihre Tochter dann selbst aufs Töpfchen wollen, wenn auch manchmal zu spät. Die Kinder spüren selbst, wann es soweit ist, dass sie ganz auf die Windel verzichten können Da sollte man jede Forderung vermeiden, also auch keine besonderen Anreize setzen. Viele Grüße.

 
Frage:   Trockenwerden, wie vorgehen?

Lieber Dr.Posth,
Thema Trockenwerden: Sohn (2J.) wird seit 6 Mon. zu regelmäßigen Zeiten (3-4x am Tag) auf Toilette/Töpfchen gesetzt. Dort auch klein und groß. Trotzdem regelmäßig Windel voll. Ihn stört keine volle Windel, scheint es nicht zu bemerken oder zu stören. Frage: „Hast du AhAh (groß) gemacht?“ Antwort: „Nein“, obwohl es nicht stimmt. Sagt also weder vorher noch hinterher, dass er muss. Trinkt viel (ca. 600-750ml. ausschl. Leitungswasser), aber öfter auf Toilette setzen behindert im Alltag. Nun habe ich bei Ihnen gelesen, dass dieses Topftraining grundsätzlich falsch ist, obw. es mir bei meinem Sohn nicht so vorkommt. Was können wir tun? Einfach abwarten und ihn nicht mehr aufs Töpfchen setzen, bis er sich alleine meldet eines Tages? Er muss bis Aug. 2015 tagsüber trocken sein – Vorgabe der Kita. Zurzeit TaMu. PS: Ihre Langtexte sind eine große Hilfe, habe sie mehrfach gelesen!

Antwort

Stichwort: Sauberkeitserziehung

Hallo, in meinen Langtexten oder im gezielten Suchlauf haben Sie sicher auch gelesen, dass das Kind mehrere innere Reifungsschritte durchlaufen muss, bis es in der Lage ist, seine Blase und seinen Mastdarm zu kontrollieren. Das fängt an bei einfachen Bemerken, ohne aber ein Bedürfnis nach Töpfchen oder Toilette zu entwickeln. Es ist nur reines Erstaunen. Das geht weiter über den Versuch auf ein Töpfchen zu gehen in der Annahme, dann käme etwas, was aber zunächst nur selten gelingt. Erst im dritten Schritt wird bewusst bemerkt, dass "etwas da ist", was ausgeschieden werden muss. Aber dann muss das Kind zwei weitere Schritte lernen, erstens Urin und/oder Stuhlgang zu halten, bis es losgehen kann, und damit es losgehen kann die Verschlussmuskeln zu entspannen. Zu all dem muss noch die seelische Bereitschaft kommen, die soziale Sprossenleiter weiter zu erklimmen. Kein Wunder also, warum dabei so viel schief geht. Daher ist Topftraining Unsinn und störend für die Entwicklung. Das Problem ist auch, dass wenn das Topftraining irgendwann einmal zum Erfolg führt, ein Wiedereinnässen und Einkoten bei späteren Entwicklungskrisen und Beziehungsstörungen sehr leicht eintritt. Und dann fängt ein Odyssee durch die urologischen Ambulanzen und Funktionslabore an.
Mann kann aber zeitlich nicht vorbestimmen, bis wann ein Kind trocken und sauber sein soll. Es gibt nur Normzeiträume, die am Tage bis 4 Jahre reichen. Viele Grüße

Mobile Ansicht
Impressum
Nutzungsbedingungen
Datenschutz
Forenarchiv
 
© 1998-2020 USMedia